Auswandern nach Frankreich

Eiffelturm in Paris

Wollen Sie nach Frankreich auswandern? "Leben wie Gott in Frankreich" - darin schwingt eine weitverbreitete Vorstellung über unser Nachbarland mit.

Steckbrief: Frankreich in Zahlen

Daten Kommentar
Amtssprache: Französisch --
Hauptstadt: Paris 10,8 Millionen Einw.
Fläche: Gesamtes Staatsgebiet mit Überseegebieten: 643.801 km² größtes Land Europas (180% d. Fläche Deutschlands); Kontinentalfrankreich: 551.500 km²
Einwohnerzahl: 66.836.154 (mit Überseegebieten) ca. 62 Mio. Einw. in Kontinentalfrankreich(2016)
Bevölkerungsdichte: 103 Einw. pro km² (einschl. Übersee) bzw. 117 Einw. km² (Kontinentalfrankreich) (Deutschland: 230/km²)
BIP je Einwohner: 42.400 USD nominal, #20 weltweit
Human Development Index: 0,888 #22 weltweit
Deutsche im Land: 60.000 (geschätzt)

Jenseits der Grenze: Gutes Essen, guter Wein und eine wenig respektvolle Haltung gegenüber den Obrigkeiten, wenn sie vergessen, wem ihr Amt zu dienen hat. Wer nicht mehr arbeiten muss, den zieht es in den Süden Frankreichs. Die meisten anderen nach Paris - denn dort liegt in jeder Hinsicht der Mittelpunkt Frankreichs.

Die Lieblingsziele deutscher Auswanderer

Gordes, Perle der ProvenceAuch wenn dieses große Land so vielfältige Landschaften hat, dass sich die Auswanderer nicht in eine Region drängen (anders als beispielsweise in Spanien oder Paraguay), lassen sich dennoch Schwerpunkte ausmachen: Die Deutschen lassen sich bevorzugt in der Hauptstadt Paris nieder oder an der Mittelmeerküste. Wenn Paris, dann muss es die turbulente Großstadt sein, nicht ein Vorort, der eine Fahrstunde vom Zentrum liegt. Mit der "Mittelmeerküste" ist das was Anderes. Es lockt nicht nur der Küstenstreifen mit Meerblick, sondern der vom Seeklima geprägte Landstrich umfasst auch das ländlich geprägte Landesinnere bis ungefähr fünfzehn Kilometer Tiefe.

Die größten Städte nach Paris sind Marseille, Lyon, Toulouse und Nizza. Marseille ist Frankreichs wichtigste Hafenstadt und die drittwichtigste Hafenstadt in Europa. Der Touristenmagnet Nizza gilt als Stadt der Reichen und Schönen - sichtbarer Ausdruck davon sind seine Jachthäfen.

Gordes, Perle der Provence

Auswandern mit gefülltem Sparschwein: Die Provence

Wer nicht mehr arbeiten muss oder für sein eigenes Geschäft nur ein Notebook benötigt, geht in die Provence. Dort gibt es das Land der Idylle und der frankophilen Träumer. Die Provence ist eine Landschaft im Südosten von Frankreich. Sie liegt am Mittelmeer zwischen Rhônetal und Italien.

Gordes, Perle der Provence
Foto: Gordes, die Perle der Provence. Es ist eines der schönsten Dörfer in Frankreich, seine Burg stammt aus dem frühen 11. Jahrhundert.

Warum die Provence? Weil man hier mit einem Bein in den Voralpen steht und zugleich mit dem anderen im Mittelmeer patscht. Der wasserreichste Strom in Frankreich ist die Rhone. Sie hat in Jahrmillionen die Umgebung fruchtbar gemacht, die Hügel geglättet und das Klima gemildert. Die Sommer sind nicht so heiß wie auf Mallorca und die Winter nicht so kalt wie in den Bergen. Bergig kann es in der Provence zwar werden, aber das sind dennoch nur die Voralpen, Ausläufer der "richtigen" Alpen.

Mediterranes Klima empfiehlt diese Region - auch, aber nicht nur - als Altersruhesitz. Die größten Städte sind Marseille (858.000 Einwohner), Nizza (344.000 Einwohner), Toulon und Aix-en-Provence.

Gordes, Perle der Provence

Zum Arbeiten, für die Karriere: nach Paris

Paris ist eine der bedeutendsten Weltstädte und das überragende politische, wirtschaftliche sowie kulturelle Zentrum eines zentralistisch organisierten Landes und sein größter Verkehrsknotenpunkt (unter anderem mit drei Flughäfen und sechs Kopfbahnhöfen). In der Metropolregion leben über 11 Millionen Menschen.

Paris - moderne europäische MegastadtIm Großraum Paris hat sich ein Viertel der Produktionsbetriebe des Landes niedergelassen. Zu den wichtigsten Erzeugnissen zählen Chemieprodukte, Elektrogeräte, Kraftfahrzeuge und Maschinen. Auch haben fast alle großen Dienstleistungsunternehmen und Banken Frankreichs ihren Sitz in Paris. In der Hauptstadtregion wird ein Drittel des französischen BIP erwirtschaftet. Auf dem Foto links: La Defense, das futuristische Musterstadtviertel.

Paris - Zentrum der Macht

Paris ist als Hauptstadt das Zentrum der französischen Wirtschaft, des Verkehrs, das Zentrum der Medien und der Politik. Seit Mai 2017 hat Frankreich wieder einen neuen Präsidenten, Emmanuel Macron. Vielleicht gelingt es diesem unkonventionellen Politiker, das alte französische Problem zwischen zentraler Lenkung und Flexibilität zu lösen. Denn Frankreich ist letztens alt und müde geworden: Die EU-Kommission veröffentlichte im Februar 2016 einen Bericht, aus dem hervorgeht, dass Frankreich seit der Jahrtausendwende ein Viertel seines Exportmarktanteils verloren hat. Die Importe sind gestiegen, die Exporte eingebrochen.

Paris, Blick über die Seine

Paris, Metrostation Citè
Oberes Foto: Das ist die Lichtseite von Paris, die pulsierende Metropole an der Seine. Unteres Foto: Das ist das chthonische dunkle Seite von Paris. Metrostation Citè der Linie 4 unter der "Altstadtinsel" (Île de la Cité) ist im ältesten Teil der Stadt.

Es ist ja vertrackt: Angesichts der unübersichtlichen Lage in Europa scheint die Stärkung der Zentralmacht oft naheliegend zu sein, auch wenn die Ergebnisse der französischen Innenpolitik oft anders wirken als versprochen. Spielt das für Auswanderer eine Rolle? Denn sicher wollen Auswanderer keine Karriere in der Politik machen. Spielt es dennoch eine Rolle? Ja! Und zwar aus mehreren Gründen:

  • Für über ein Drittel deutscher Auswanderer ist die überbordende Bürokratie ein Grund, das Land zu verlassen. Wenn das für Sie wichtig ist, erwarten Sie in Frankreich nur Variationen auf das Thema, keine Verbesserung.
  • Ein Hauptspannungsfeld ist das zwischen Provinz und Zentralregierung in Paris. Zählt mehr Lebensqualität, zieht es viele in den Süden. Steht die Karriere im Vordergrund, ist ein Umzug in eine der Großstädte meist ein Muss.
  • Die 36.782 Kommunen (in Deutschland gibt es 14.000) erheben viele Steuern selbst und sind für deren Verwendung verantwortlich. Das ist auch ein Erbe der versuchten Reform. Wichtig für den Einwanderer ist zu wissen, dass die Steuern regional stark voneinander abweichen. Bei der Wahl der neuen Heimat ist es ratsam, das zu berücksichtigen.
  • Viele Minikommunen (kleine Dörfer) sind mit den Aufgaben wie Müllverwaltung, öffentlicher Transport, Betreuung von Sporteinrichtungen überfordert. Sie schließen sich mit anderen Kommunen zusammen, allerdings sind dabei nicht immer Sachfragen zielführend. Darum: kleine Kommunen mit moderaten Steuern sind nicht automatisch die besten Wohnorte.

Die exotische Alternative: Die Übersee-Departments

Regenwald in Französisch-Guayana
Der Regenwald in Französisch-Guayana, einem der Überseedépartements an der Nordküste Südamerikas. Das Gebiet gehört folglich zur Eurozone und zur Europäischen Union. Es ist so groß wie Österreich.

Frankreich weist eine Besonderheit auf: die französischen Departments in Übersee. Die DOM-TOM (Département d'outre-mer et territoire d'outre-mer) werden von Auswanderern selten als Ziel gewählt. Darum nur schnell die bekanntesten: Guadeloupe und Martinique in der Karibik sowie Französisch Guayana in Südamerika. Zahlungsmittel ist dort auch der Euro und sie gehören zur EU. Nur bei Zöllen und Umsatzsteuern gibt es einige Abweichungen zum Mutterland.

Bevölkerung Frankreichs

Zunächst die Auswanderer-Statistik: 60.000 Deutsche leben in Frankreich. Sie machen bescheidene 0,1% der Gesamtbevölkerung aus.

In Frankreich sind 19,1 Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre, der Anteil der Menschen zwischen 15 und 64 Jahren liegt bei 62,3% (2016). Wenn Sie nach Frankreich auswandern wollen, sollten Sie unbedingt alltagstaugliches Französisch sprechen. Die Toleranz der Franzosen gegenüber Fremdsprachen ist ... sehr gering. Das gilt für Deutsch und Englisch.

Einreise nach Frankreich

Für die Einreise benötigen Deutsche nur Personalausweis oder Reisepass, Kinder einen Kinderausweis. Ein Visum ist überflüssig, außer Sie wollen in den Überseedepartments arbeiten. Damit Ihre Kinder die Schule besuchen können, müssen verschiedene Schutzimpfungen nachgewiesen werden.

Arbeit und Sozialabgaben

Eine Arbeitserlaubnis oder die carte de sèjour (Aufenthaltserlaubnis) sind nicht unbedingt notwendig - letztere hilft aber bei Behördengängen.

Das Rentenalter liegt für Männer und Frauen bei 60 Jahren. Es gibt einen branchenübergreifenden Mindestlohn. Der Smic („Salaire minimum interprofessionnel de croissance“) liegt aktuell bei 9,67 Euro/ Stunde.

Mindestlohn pro Stunde pro Monat bei 35 Std. Woche
1.1.2016 9,67 € 1 466,62 €
1.1.2015 9,61 € 1 457,52 €
1.1.2014 9,53 € 1 445,38 €
1.1.2013 9,43 € 1 430,22 €
Nicht berücksichtigt sind Kostenerstattungen (Fahrtkostenzuschüsse u.ä.), und variable Zuschläge wie Überstundenzuschläge, Prämien, Urlaubsgeld und 13. Monatsgehalt.

Bevölkerung

Mit einer Bevölkerung von 62 Millionen nimmt Frankreich in der EU den zweiten Platz ein. Die höhere Geburtenrate lässt erwarten, dass Frankreich Deutschland in den nächsten Jahrzehnten überholen wird. Im Großraum Paris lebt heute ein Sechstel der Bevölkerung.

Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt für Männer 76,7 Jahre, während französische Frauen 83,8 Jahre alt werden. Das ist nahe an den Werten der Deutschen dran.

Bildungswesen

In Frankreich herrscht Bildungspflicht - aber keine Schulpflicht - der auch durch Hausunterricht (Homeschooling) entsprochen werden kann. Die Zahl der unbeschulten Kinder und Jugendlichen liegt bei etwa 10.000.

Das öffentliche Bildungswesen in Frankreich ist unentgeltlich. Das Bildungssystem setzt auf Auslese, Leistung und Elitebildung:

  • Es gibt Ranglisten sowohl für Schüler als auch für Lehrer.
  • Der Zugang zu den besten Hochschule ist nur über Wettbewerbe möglich.
  • Als erste Fremdsprache wird Englisch an den Schulen gelehrt.

Webtipps

Französische Botschaft

Wenden Sie sich mit Fragen, die Ihre Auswanderungsabsichten betreffen, an die Französische Botschaft in Berlin:
Pariser Platz 5, 10117 Berlin,
Telefon: 030-5 90 03 90 00, Telefax: 030-5 90 03 91 10
Email: info@botschaft-frankreich.de Internet: www.botschaft-frankreich.de

letzte Bearbeitung: 11.04.2017

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Kommentare

Nun ja, ich habe nach 21 Jahren als Wissenschaftler, der sicher einiges mehr weiss als der Durchschnittsbürger, Frankreich verlassen und lebe jetzt in Südamerika, glücklich und zufrieden. Frankreich? Nie wieder! Es ist nicht die Bevölkerung, die unangenehm ist, sondern das System, die Administration. Darüber könnte ich Bücher verfassen.

welch wahre Worte, dazu braucht man nichts zu sagen weil sie stimmen und mir aus der Seele sprechen, mfg

Hallo,

was man hier so liest was Deutsche über das Land, den Mensch in Frankreich äussert, na guten Nacht, kein Wunder dass sie dann in Frankreich abgelehnt werden mit so einer Denkweise oder Einstellung, meine Familie und ich waren sehr oft in Frankreich und werden auswandern dorthin und nie habe ich Unfreundlichkeit da kennen gelernt wie hier, wenn man einen Kanister Wasser brauchte, bekam man den ohne große Umschweife in die Hand usw., wieso glaubt ein Deutscher immer, besser zu sein wie ein anderer Mensch aus oder in einem Land, ein Mensch kommt nicht schlecht zur Welt er wird vielmehr schlecht gemacht, was Algerien den Krieg angeht so wird er vom Franzose nicht bejubelt vielmehr als unsauberer Krieg von seiner Seite aus gezeichnet wenn man an die Soldaten denkt die da gefallen sind, dann hat es nichts mit jubeln zu tun vielmehr geht es umd die Gefallenen von Frankreich, und Deutschland soll bitte ruhig sein solang es die Geschichte seines Landes doch nicht offen erzählt und weiter Geschichte verschleiert. Was Technik betrifft die entwendet worden ist dem deutschen. In Frankreich kann man mehr seine Meinung frei sagen als in Deutschland da kann geredet werden was will, auch in Deutschland werden Bürger angegriffen, die aus anderen Ländern sind, siehe Dunkelfarbige das sehe ich an meinem Bruder schon der lebt in Deutschland ist in Deutschland geboren aber wird immer wieder für seine Hautfarbe beleidigt usw., und andre Bürger sehen da zu das ist deutschland leider, mfg

Hallo,

dem widerspreche ich aber im Grund schon vorab, Deutschland entwickelt immer mehr dazu, überall egal wo man ist muß und wird es regeln geben und Polizei, in Frankreich kommts immer drauf an wie man mit der Polizei umgeht sie sehen verschärfter aus sind es aber nicht, Frankreich ist schon immer viel freier gewesen wie Deutschland, nicht umsonst ist la France das Land der Revolutionen. Ich selbst habe in oder für Frankreich gedient in der Legion und das Land hat es mir gedankt, in Deutschland beim Bund wird dir nichts gedankt das du gedient hast geschweige dein sold schon da liegt ein unterschied wie tag und nacht, in der ausbildung sowieso und verpflegung genauso usw., ich sag nur immer wieder ein zusammenhalt wie da gibts in keiner armee, viva la France, Legio Patria Nostra,mfg

Hallo,

ich muss Dir in sehr vielen Punkten recht geben, wir sind zwar geographisch Nachbarländer aber die vielgepriesene deutsch-französische Freundschaft gibt's in der Arbeitswelt nicht wirklich. Man muss natürlich für sich selbst entscheiden, was einem wichtig ist um dann die weniger angenehmen Seiten besser "zu akzeptieren". Fällt aber nicht immer leicht, so z.B. die Kommunikationsschiene und der frz. Führungsstil (ich hatte in den 9 Jahren bisher immer Probleme mit dem "Sonnenkönig-Stil meiner frz. Vorgesetzten und dieses unstrukturierte Handeln, das zwar manchmal auch zum Ziel führt, aber für Nicht-Franzosen in einem Team jede Menge Geduld und Anpassung verlangt. Ich bin gerade am Überlegen, ob ich nicht wieder nach Deutschland zurückgehe und die letzten 20 Jahre in die deutsche Rente einbezahle, dann hab ich wahrscheinlich bessere Chancen auf eine einigermassen "überlebensfähige" Rente als bei dem hiesigen Lohnniveau.
Meine Familie meinte nur zu mir; "glaubst Du denn, hier ist es besser ?" Ich denke mal dass es zumindest beruflich bessere Chancen und Aufstiegsmöglichkeiten und interessantere Jobs gibt als hier. Weil nach meinen persönlichen Erfahrungen hat Frau in Frankreich mit "Niveau Bac+2" will heissen Abitur + 2 Jahre Ausbildung (in meinem Fall 3 Jahre Industriekaufmann + dreisprachig)wobei ich dann in Toulouse meine Berufsanerkennung extra nachgemacht habe, um die über 20 Jahre deutsche internationale Berufserfahrung geltend zu machen)und bekomme aber doch nur Zeitarbeitsjobs oder bestenfalls Sekretärinnenposten angeboten (jaja, die Daseinsberechtigung in Frankreich besteht darin, zumindest Shakespeare's Sprache fliessend zu beherrschen was man dann aber meistens mit neidischem Gehabe der lieben Kollegen zu spüren bekommt. Muss ich aber jetzt nur nur grinsen - selbst schuld, wenn ihr trotz eures tollen Schulsystems und Ganztagsschule keinen vernünftigen Sprachunterricht habt und vor lauter Streiks an der Uni nicht zum Studieren kommt...
Bin gerade als Zeitarbeit bei einem frz. Subkontraktor für eine grosse Firma im Aeronautiaue-Bereich tätig und meine deutschen Kollegen teilen diesselbe Meinung, aber denen gefällts hier gut, weil sie die Vorteile (Klima, Wetter, Savoir-vivre) haben und dazu das Gehalt einer deutschen Struktur. Gönn ich den Jungs völlig - aber ich überleg grad, ob es noch weiterhin Sinn macht, für 1800 Euro brutto monatlich hier weiter rumzukrebsen.... (jaja, wir zahlen weniger Steuern, aber das Leben in Südfrankreich ist schon ziemlich teuer....)
viele Grüsse
in Aufbruchstimmung,
Angel

ich habe mich über Nacht entschieden und fahre morgen los,
soweit es geht. Ich habe hier nix also. Und mit 25 kann ich sehr gut arbeiten auch noch als koch oder bau usw

ich will soweit wie es geht in denn süden will hier weg

also melde mich und sage wie es bei mir war

Salut Chouchou,

danke für Deinen Beitrag. Ich muss Dir zustimmen, Autofahren in Frankreich ist erholsam und trotz 130, komme ich schneller vorwärts als in Deutschland. Geschwindigkeitsregler auf 135 gestellt und durch bis Paris, keine endlosen Baustellen mit 80 km/h.
In Paris lässt man das Auto lieber stehen, bei dem Preis einer Wochenkarte von 16,- Euro, der RATP, sowieso viel günstiger und vor allem schneller.

Ich will hier auf keinen Fall die Franzosen als das Übervolk hinstellen, aber es gibt eben in jedem Land dumme, intelligente, unfreundliche und nette Menschen, nur darf man keine Pauschalurteile abgeben, sonst gehört man eben zu den weniger intelligenten.

Was mir jedoch an den Franzosen immer imponiert hat ist, die Fähigkeit der Selbstironie, die gerade oft in der französischen Filmindustrie dargestellt wird.
Auch die verlorene WM war kein Weltuntergang, nein es wird Coup De Boule, Zidane Il A Frappé, gesungen. In Deutschland unvorstellbar!

Bon courage
Papou

Salut Papou

Touché...;-)

Ich bin viel und oft in Frankreich gewesen und kann in keinster Weise nachvollziehen, was hier einige über die Franzosen geschrieben haben. Ich bin immer ausgesprochen
gut aufgenommen und behandelt worden, ob nun bei der Arbeit,
im Urlaub, bei Behördengängen oder zu anderen Gelegenheiten.

Es sollte jedoch selbstverständlich sein, daß man die Landessprache beherrscht und sich ein kleinwenig über das Land informiert.

Paris ist nun mal eine Groß- bzw. Weltstadt und es gibt dort Viertel, die man als Normalsterblicher (unerheblich ob als Deutscher oder Franzose) besser meidet und wenn man nur die Touristenzentren im Süden oder den Skigebieten besucht, wird man nicht unbedingt das liebenswerteste in Frankreich kennenlernen, aber das ist in D auch nicht anders.

Ich versuche mir dabei einen Franzosen ohne Deutschkenntnisse in einer deutschen Behörde vorzustellen...

Ich weiß ja nicht, wie das inzwischen mit dem Flat-Rate-Saufen in F ist, aber mir ist bisher zumindest noch keine Gruppe junger Franzosen über den Weg gelaufen, die bis zur Besinnungslosigkeit besoffen waren.

Autofahren ist in Frankreich deutlich angenehmer als in Deutschland, vielleicht liegts ja an den drastischen Bußgeldern, oder aber an der Tatsache, daß wenn ein Radarwarnschild irgendwo aufgestellt ist, dann auch wirklich eine Überwachungsanlage da steht und die fest installierten Anlagen auch immer schön über Schilder angekündigt werden und in den Straßenkarten eingezeichnet sind. Vielleicht liegts aber auch daran, daß nicht jeder Autofahrer in Frankreich der beste sein will/muß...

Tja, die Deutschen lieben es eben in der ersten Reihe zu sitzen... Ist ja auch bequemer als bei offenkundigen Mißständen auf die Straße zu gehen und seinem Unmut Ausdruck zu verleihen, trotz gelegentlich harter Reaktionen der Handlanger des Staats...

Dann gibts da noch die fränzösische Filmindustrie, die trotz geringerer Budgets deutlich bessere Filme als die Amis produzieren, ganz zu schweigen von den filmischen Kunstwerken aus dem Lande der Dichter und Denker...
Der Sprung von Goethe und Schiller über den Kommissar und Derrick bis hin zu Lindenstraße und Marienhof und nicht zu vergessen der öffentlich rechtliche Höhepunkt mit 'Ich kann Kanzler' ist schon eine führende Leistung der D&D...

Natürlich nehmen auch TF1 und M6 deutliche Anleihen beim Flachsehen aus Berlusconien...

Und was die Kleidung anbelangt, ein Spaziergang durch Berlin
weist deutliche optische Unterschiede gegenüber einem Spaziergang in Paris auf, was möglicherweise die diesbezügliche Kritik der Franzosen rechtfertigt. Man stelle einfach mal Angela Merkel neben Rachida Dati - die Wahl würde mir leicht fallen...

Hejdå, wie die Schweden zu sagen pflegen

Chouchou

Die Beiträge auf dieser Seite zeigen deutlich warum wir Deutsche im Ausland so unbeliebt sind. Ich habe selbst 30 Jahre außerhalb Deutschlands gelebt und nie solche Kommentare, gehört weder von meinen Freunden noch einem Arbeitgeber, die ich hier lesen durfte.
Es ist nur zu verständlich wenn sich einige deutsche als die Größten in Frankreich aufspielen, das dann auch der geduldigste Franzose irgendwann chauvinistisch wird.
Wir sind doch immer in Allem die größten, mit der Museumsinsel in Berlin haben wir den größten Museums Komplex der Welt, was immer das auch heißen mag, das soll mir doch einmal einer erklären. Wir haben die größten Bahnhöfe Europas, auch wenn dort nur halb soviel Reisende unterwegs sind und Züge ein- und ausfahren, als wo anders, etc.
Ach ja dann war da noch der ICE, der von uns großmäulig als sicherste Zug der Welt gepriesen wurde, an die Folgen brauche ich nicht zu erinnern.
Die Metro ist Europas größter Handelskonzern, auch wenn sie 30 % weniger Umsatz als Carrefoure macht. Die Liste könnte man unendlich weiterführen.
Und wir schmücken uns immer gern mit fremden Federn, die Abwrackprämie wurde in Frankreich von der Regierung Balladure, bereits Anfang der 90er eingeführt und heute sind wir stolz, dass Frankreich die deutsche Idee kopiert!
Das hochgelobte aktive Kurvenlicht von Mercedes gab es bereits bei der DS von Citroen im Jahre 1968.

Dann auch noch das Gerücht, das nur Deutschland fähig sei, eine Fußball WM zu organisieren, kam sogar in den öffentlich Rechtlichen, nur die FIFA wusste nix davon.

Wir sind die Weltmeister im Umweltschutz? Aber nur, solange man nicht nach unseren CO2 ausstoßende Dreckschleudern greift. Und wie war das mit dem von PSA entwickelten Russpartikelfilter? Da war es lange Zeit Schluss mit Umweltschutz in Deutschland.

Was das Essen betrifft, einziger Kommentar: in Berlin gibt es so gut wie keinen Bäcker oder Fleischer.

Deutschland Zahlmeister?
In Deutschland hält sich hartnäckig das Märchen, das Deutschland der größte EU Beitragszahler ist, das Frankreich bei weitem mehr an EU-Beiträgen zahlt, als Deutschland, will offensichtlich niemand zur Kenntnis nehmen. Auch habe ich keinen Franzosen stöhnen gehört, dass auch sie für Deutschlands Wiedervereinigung ganz schön abdrücken durften und noch dürfen.

Dass man von der Polizei festgenommen wird, weil man bei ROT über die Strasse läuft, erinnert mich an die Objektivität der Nachrichten von n-tv und ist ein Märchen, wenn kein Auto kommt, laufen alle Franzosen bei ROT über die Strasse.
Wir haben uns ja schon selbst zum Land der Dichter und Denker ernannt, sicher sind damit die Bild Redakteure und Leser gemeint.

Ich glaube, bevor wir irgendein Land als chauvinistisch bezeichnen dürfen, sollten wir uns selbst erst etwas in Zurückhaltung üben.
Wer sich in Frankreich nicht wohl fühlt, sollte besser zu Hause bleiben, die Franzosen kommen auch ohne Sie gut um die Runden.
Übrigens, nicht alle Polen sind Diebe, nicht alle Italiener Lügner und nicht alle Franzosen faul, wie ich auch hoffe, dass nicht alle Deutschen Sangría aus Eimern saufen.

LG
Papou

seh ich das richtig das ihr da ein safari camp eroeffnet habt? wie genial.
Hat jemand noch weitere informationen was die IT Branche auf der Insel betrifft?

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