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Auswandern mit Kindern
In ein anderes Land, mit einer anderen Sprache, einer anderen Kultur ziehen? Das will gut überlegt sein. Besonders, wenn man Kinder hat, hat dieser Schritt Folgen. Hier gilt es, gut abzuwägen...
Sie als Eltern haben die Verantwortung. Aber bedenken Sie: meist finden sich Kinder schneller in der neuen Umgebung zurecht als Erwachsene. Auch die neue Sprache lernen sie recht schnell 'im Gehen'. Es ist oft traurig, wenn sich Erwachsene den Neustart versagen, "weil das mit den Kindern ja nicht geht".
Die meisten Auswanderer sind Mitte, Ende Dreißig. Wenn Ihr Kind noch zwei oder weniger Schuljahre vor sich hat, ist es knifflig. Der Umstieg in ein anderes Schul-System kurz vor Ende kann sehr schwer sein. Es gibt zwei Möglichkeiten:
- Umzug mit Kindern, Kindergarten oder Umschulung
- Internat
Internat für selbstständige Kinder
Das bedeutet Trennung auf Zeit. Sie sollten es nur erwägen, wenn Sie Verwandte in Deutschland haben und das Kind zu denen einen 'Draht hat'!
Ich hatte mir mit 15 vor diesem Schritt wenig Gedanken gemacht, was das heißt: Nicht mehr bei den Eltern wohnen. Ich wollte mehr lernen, um zu studieren. Punkt. Dann sah ich die neue Schule, mein Zimmer und die fremden Mitbewohner. Meine Habe in zwei Koffern verstaut. Da wünschte ich, ich könne die Zeit zurück drehen. "Es ist ja nur für zwei Jahre. Wenn ich die Ferien abziehe, nur 1 3/4 ...", sagte ich mir eine, zwei Wochen lang. Danach war das Eis gebrochen.
Doch meist werden die Kinder weit jünger sein und dann heißt es für alle: umziehen.
Umzug mit den Kindern: KiTas
Wie hierzulande, gibt es auch in vielen anderen Staaten keine 100%ige Kindergarten-Garantie. Lange Wartelisten auf KiTa Plätze in den Großstädten - das gibt's überall. Nutzen Sie einen Urlaub vorab zur Sondierung und um sich für einen Platz vormerken zu lassen. Da Sie in ein paar Tagen wieder abreisen, geht es oft leichter mit einem Termin. Planen Sie eine Wartezeit von einigen Monaten ein.
Sofern es Wartelisten gibt, werden sie meist nach Dringlichkeit sortiert. Priorität haben dabei
- Kinder mit einer Behinderung
- Kinder von alleinerziehenden Eltern
- Kinder von kranken Eltern(teilen)
- Kinder voll berufstätiger Eltern
Beziehen Sie auch die privaten Kinder-Tagesstätten in Ihre Überlegungen ein. Schicken Sie Ihre Kinder in der neuen Heimat in den Kindergarten, auch wenn es anders ginge. In Kitas lernen die Kleinen die Sprache schneller und sind sofort integriert. Das können Sie als Eltern nie ersetzen.
Umzug mit den Kindern: die neue Schule
Sobald Sie wissen, wo Sie wohnen werden: kontaktieren Sie örtliche(n) Schule(n). Besichtigen Sie mit den Kindern vorab die Schule. Sprechen Sie mit den Lehrern. Ihr Kind sieht dann, wo es zur Schule gehen wird. Das baut Ängste und Ungewißheit ab. Beim Kind und bei Ihnen :)
Noch ein Tipp: Machen Sie Fotos von den neuen Orten und hängen die in der Wohnung auf. Dann sieht sie jeder täglich. Die Familie gewöhnt sich dann schon an die neue Umgebung, alles wird im Vorfeld schon vertrauter.
