Fortbildung im Ausland

Ein Auslandsauftenhalt eröffnet neue Horizonte - fachlich und persönlich. Darum kommt eine Fortbildung im Ausland nicht nur für erfahrene Berufstätige in Frage. Sondern auch Auszubildende werden mit Austauschprogrammen gefördert.

Weiterbildung in Technik und BerufEin beruflicher Auslandsaufenthalt ist bei immer mehr Firmen gefragt. Denn für langfristigen Erfolg ist es nötig, dass die Mitarbeiter möglichst weit über den heimischen Tellerrand blicken.

Wohin wende ich mich?

  • Die gemeinnützige Gesellschaft "Internationale Weiterbildung und Entwicklung" (InWent) ist eine der besten Adressen. InWent ist eine Initiative von Bund, Ländern und Wirtschaft. Heute gehört sie zu den größten Anbietern beruflicher Fortbildung im Ausland. www.inwent.org
  • Das Heinz-Nixdorf-Programm vermittelt Berufspraktika in Asien. Es wendet sich primär an junge Nachwuchsführungskräfte. www.heinz-nixdorf-stiftung.de
  • Die Beschäftigten im Mittelstand wenden sich meist an die örtlichen Handwerkskammern. Dort werden Fortbildungen im Ausland für die jeweilige Region vermittelt. Ein Plus: Manchmal kennt man sich bereits und die Verwaltungswege sind relativ kurz.
  • Der "Deutsche Akademische Austauschdienst" (DAAD) ist eine Einrichtung der deutschen Hochschulen. Er vermittelt Aufenthalte an ausländischen Hochschulen. Über 200 solcher Programme hat er im Angebot. www.daad.de
  • Das Programm für lebenslanges Lernen der EU-Kommissionen. Wie der Name schon sagt, sind hier alle Altersgruppen angesprochen. Die bisher isolierten Bildungsprogramme der EU werden hier gebündelt. www.bmbf.de/de/919.php

Schwerpunkte der Auslandsfortbildung

Berufliche Weiterbildung im Ausland ist immer auch Persönlichkeitsentwicklung. Auslandsreisende lernen neue Arbeitsweisen, Geschäftspraktiken und die fremden Märkte kennen. Sie lernen die Landessprache(n) und trainieren ihre Soft Skills - die auf der Schulbank nicht vermittelbar sind.

Ausbildung mit Zukunft
Früh übt sich...

Kompetenzerwerb bedeutet hierbei: Wer mit ausländischen Geschäftspartnern zu tun hat, lernt die Sitten und Gebräuche des Landes. Außerdem wird er mit anderen Verhandlungsstrategien und Umgangsformen vertraut. Fremde Perspektiven und Werte kann nur verstehen, wer sie nachvollziehen kann. Es geht um mehr, als sie zur Kenntnis zu nehmen.

Heute ist eine Fortbildung im Ausland nicht mehr nur für die "Global Player" wichtig. Auch Friseure, Kosmetiker, Zimmerer oder Floristen können sich an die Handwerkskammer wenden. Auch wenn es schwer fällt, den Lehrling für Wochen zu entbehren: Es lohnt sich. Die jungen Menschen kommen reifer und motivierter zurück.

Wie bereite ich mich vor?

Langfristige Planung ist das A und O. Für einen Aufenthalt in Übersee sollte ein Jahr im Voraus geplant werden. Wichtige Fragen sind:

  • Wie viel Geld kann und möchte ich investieren?
  • in welchem Land kann ich mich am besten in meinem Tätigkeitsfeld weiterbilden?
  • Wie ist der dortige Arbeitsmarkt?
  • Was ist mir am wichtigsten zu lernen?
  • Was möchte ich hinterher mit meiner Erfahrung (anders) machen können?

Hitliste der Fortbildungsziele

An erster Stelle steht Nordamerika. Der Grund ist ganz einfach: In vielen Branchen sind die USA marktbestimmend und wer dort lernt, lernt von den Besten und kennt die neuesten Trends. Wenn es um PR, Marketing, Onlinemarketing, Bankwesen oder Grafikdesign geht, werden die Standards in den Vereinigten Staaten gesetzt.

Wenn es um Zukunftstechnologien geht, sind Japan oder Indien die erste Adresse.

Wer nur für einige Wochen im Ausland lernen möchte oder kann, wählt meist eines der EU Länder.

Lesetipp: Das ManagerMagazin sprach im Jahr 2000 mit Brigitte Hild, Geschäftsführerin der Agentur Going Global. Obwohl in Details nicht mehr aktuell, immer noch ein guter Themenüberblick. zum Interview

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