- Erfahrungsberichte
- Geschichte
- Ratgeber
- Statistiken
- Abwanderung Deutschland
- Arbeitskosten EU
- Beste Städte 2008
- Big Mac Index 2008
- Demokratie-Index 2007
- Die Top 32 Länder
- Die gefährlichsten Länder
- Die teuersten Städte
- ECA Studie 2008
- EU Gesundheitssysteme
- Fortbildung im Ausland
- Happy Planet Index
- Studium im Ausland
- Top-10 Länder 2006
- Top-20 Länder 2005
- Wirtschaftliche Freiheit
- Service
Eignung Polens als Auswanderungsland
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
24 Dezember, 2011 - 10:35
Nachdem ich hier die Vielzahl der positiven Beiträge zu Polenauswanderung gelesen habe, bechloss ich mich zu registrieren, um vielleicht einigen Willigen extrem negative Erfahrungen mit dem polnischen Paradies zu ersparen. Mein Hintergrund ist, dass ich in Polen über 15 Jahre Ausländer und ausländische Firmen betreut habe. Nebenbei habe ich Betreuung in einigen anderen auswanderungsmöglichen Ländern gemacht.
Vorab: Nicht umsonst sind seit dem Beitritt Polens in die EU im Jahre 2004 an die 10% der Bevölkerung ausgeandert (= 4.000.000 Personen, die regierung gibt zwischen 2 und 2,5 Millionen zu, nicht nur in die EU, aber hauptsächlich dort). Alleine seit dem 1. 5. 2011 wo sich Polen offiziell in D niederlassen können, fand die Umsiedlug von knapp 80.000 Polen statt - d. h. die es offiziell mit Ab- und Anmeldung getan haben, man schätzt den Zustrom von ca. 500.000 nach D und Österreich. Es gibt in =Polen Landstriche, wo man nur Alte, Kleinkinder, Staatsbeamte vorfindet. Dafür wird in Groß-London von mindestens 1 Million Polen ausgegangen. Ich habe von einer englichschen Kleinstadt gelesen mit 40.000 Einwohnern, davon ist 50% Polen. Was meint ihr, warum die USA als einzigem Land der EU von den Polen Visazwang einsetzen? Früher sind die Polen auch zum Arbeiten in andere Länder gereist, nur heute ist es gezielte Fluch aus dem Himmelreich. Zuerst fährt eine Person, um Wohnung, Arbeit uws. zu organisieren, nachdem sie Fußgefasst hat, kommt die Ehefrau/Ehemann und die Kinder nach.
Polen ist das Land mit den meisten Menschen- und Bürgerrechtsrechtsverletzungen in Europa, auch und gerade gegen Ausländer gerichtet. Nicht gegen die, die zum Urlaub kommen, sondern den die sich auf Polen "eingelassen" haben. Denn zugegeben, der erste Eindruck ist positiv. Dazu kommt es, dass die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu D günstig sind. Das kann man aber z. B. in der Nähe von Deutschlanfd auch in der Tschechei haben, dazu mit mehr persönlicher Kultur und gutem Essen zu günstigen Preisen. Bedauerlicher Weise nach einer idiotischen Regelung der Gastronomie Anfang 2011 ist es recht schwer geworden, original tschechische Küche zu bekommen, aber man wird fündig.
Polen ist direkt nach Russland DER Spitzenreiter bei den Beschwerden beim Europäischen Menschenrechtstribunal in Strassburg, Das Helsinki Kommitee für Menschenrechte führt Polen an der Spitze der menschenrechtsverletzenden Länder in Europa. Die UNO macht alle 2 Jahre eine Vergleichsuntersuchung über Gerechtigleit in der Welt. Sie wird nach den staatlichen Daten zusammengestellt, nicht nach Informationen der NGO oder Menschenrechtsgruppen gemacht. Bei 108 untersuchten Ländern rangierte Polen auf Platz 108, 2 Jahre später wurde die Untersuchunhg auf 154 Länder ausgeweitet, also nicht nur Bangladesh, Nordkorea sondern auch viele Inselstaaten usw. Polen plazierte sich wegen allgegenwärtigen und systemischen Peronenrechtsverletzung auf Platz 144 des Rankings.
Wem es noch nicht reicht werde ich ins Detail gehen.
Nach Weihnachten schreibe ich über die Einzelheiten hierzu - so wie einen Beitrag zu Paraguay, DomRep, Panama, Chile, Argentinien, Thailand und den Philippinen - d. h. Länder in den ich als Berater war und zu deren "Auswanderungseignung" ich aus Erfahrung beisteuern kann.
29 Februar, 2012 - 16:56
#1
Denn sie wissen nicht was sie tun
Um bestimmte Kellen zu umgehen; ich bin weder Pole, noch Deutscher, wohne allerdings in Bayern und habe, seit ich die Polen kennengelernt habe, angefangen die Deutschen zu lieben.
Man soll kein Volk über einen Kamm scheren, aber nach 3 Jahren als Betriebsleiter für Polen und Tschechien, komme ich leider zu der Schlussfolgerung, dass überdurchschnittlich viele Polen sich die größte Mühe geben ihre schlechte Reputation gerecht zu werden. Gentlemen's agreement ist ein globaler Begriff, der in Polen noch nicht übersetzt wurde. Ich habe noch nie so ein liebeswürdiges Volk erlebt, dass sich gegenseitig so das Leben schwer macht. Wer die Sprache perfekt beherrscht, sich nicht lumpem lässt und den Anschein lässt, dass man reich ist, lernt sehr, sehr viele gastfreundliche Polen kennen. Wer allerdings nicht mal nebenbei ein Scheinchen schieben kann und auf die Polen angewiesen ist, der merkt auch ganz schnell, dass einem sehr viele, viele Steine in dem Weg gelegt werden.
Junge Menschen flüchten Bussenweise aus Polen und es ist als Arbeitgeber kaum möglich vernünftige Arbeitskräfte zu finden, von daher wäre das eine Change für in Deutschland Ausgebildete. Wer mit der Mentalität der "Kombinierer" klarkommt, der soll es wagen. Sucht Euch aber Multinationals als Arbeitgeber, damit ihr nicht nach einiger Zeit merkt, dass ihr zwar 3000zl auf die Hand bekommen habt, aber lediglich mit 800zl angemeldet gewesen seid.
Ich war jedenfalls froh Freitags wieder im Flieger nach München zu sitzen. Polen, das ist für einen ehrlichen Kaufmann sehr, sehr anstrengend und als Auswanderungsland in keinster Weise zu empfehlen.
28 Februar, 2012 - 05:04
#2
Vielen Dank
Vielen Dank für diesen Beitrag!
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben


