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Das kanadische Bildungssystem
Das kanadische Bildungssystem
Die leicht besseren Ergebnisse deutscher Schüler in der PISA Studie im Jahr 2006 sorgten in Deutschland für etwas Erleichterung.
Kein Wunder, nachdem die vorherigen Resultate eine regelrechte Schockwelle ausgelöst hatten. Nicht so in Kanada: Dort ist die Freude groß, wenn von der PISA Studie die Rede ist. Schließlich erklimmen kanadische Schüler im weltweiten Vergleich regelmäßig Spitzenplätze. Schon im Jahr 2000 holten sie den zweiten Rang im Lesen, wurden Sechster in der Mathematik und Fünfter in den Naturwissenschaften. Auch 2006 lagen sie in allen Bereichen weit vorn.
Schule und Studium in Kanada
Kanadische Universitäten schneiden im internationalen Vergleich ebenfalls sehr gut ab. So landeten bei den „World University Rankings 2008“ der renommierten Zeitung „The Times Higher Education“ gleich drei kanadische Hochschulen unter den Top 50: Die McGill University (20.), die University of British Columbia (34.) und die University of Toronto (41.). Im Jahr 1821 in Montreal gegründet, ist die McGill University nicht nur Spitze in punkto Qualität, sondern zugleich auch die älteste Universität des Landes.
Mit etwa sieben Prozent seines Bruttoinlandproduktes steckt Kanada vergleichsweise viel Geld in sein Bildungssystem. Dabei liegt die bildungspolitische Hoheit bei den Provinzen und Territorien. Die föderale Struktur ist ein wesentlicher Grund für die Vielfalt der kanadischen Bildungslandschaft.
Insgesamt bieten die kanadischen Hochschulen und Colleges ungewöhnlich viele Studiengänge an. Die Höhe der Studiengebühren und die Zulassungsvoraussetzungen unterscheiden sich von Fall zu Fall. In der Regel sind die Studiengebühren niedriger als in den USA. Wie dort gliedert sich das Studium in Kanada in ein Undergraduate- und ein Postgraduate-Studium.
Die Hochschulen wählen ihre Studenten selbst aus. Wer sich von Deutschland aus um einen Studienplatz in Kanada bewerben möchte, sollte zunächst herausfinden, welche Hochschulen die gewünschte Fächerkombination anbieten und sich dann direkt an dieser Hochschule um einen Studienplatz bewerben. Ist die Zulassung zum Studium erfolgt, benötigen Studierende für einen Aufenthalt ab sechs Monaten ein Visum und eine Studiengenehmigung, welche von einer kanadischen Einwanderungsbehörde ausgestellt wird. Unter Umständen haben Studieninteressierte zudem einen TOEFL-Test (Test of English as a Foreign Language) zum Nachweis der englischen Sprachkenntnisse vorzuweisen.
Dabei führen viele Wege in den Ahorn-Staat: An vielen deutschen Universitäten gibt es Austauschprogramme mit kanadischen Hochschulen. Hier werden auch Teilstipendien angeboten. Weitere Fördermöglichkeiten sind Bildungskredite und Auslandsbafög durch deutsche Behörden sowie Stiftungsgelder oder Teilstipendien von Organisationen wie dem Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD).
Über den Autor Helmut Daiminger:
Helmut Daiminger von EOS Immigration Inc. ist ein erfahrener Berater für Auswanderungen nach Kanada. Er selbst wanderte im Jahr 2000 unter dem Federal Skilled Worker Program in Kanada ein. Helmut Daiminger ist einer der sehr wenigen Auswanderungsberater, die sowohl von der kanadischen als auch der deutschen Regierung (gemäß dem Auswandererschutzgesetz (AuswSG)) zugelassen und anerkannt sind. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an info@eos-immigration.ca oder www.eos-immigration.ca.
