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Rente in Kanada. Altersvorsorge für Auswanderer
Die Altersvorsorge in Kanada besteht aus drei Säulen: der Old Age Security, dem Canada Pension Plan und der Privatrente. Hier finden Sie einen Überblick speziell für Einwanderer.
Die erste Säule: Die Old Age Security
Die Old Age Security (OAS) ist eine gesetzliche Altersversicherung, die jedem ab dem 65. Lebensjahr zusteht. Diese ist die Basisrente in Kanada Derzeit beträgt sie ca. CAD $510 im Monat. Einwanderer sollten jedoch beachten, dass diese Rente Einwanderern nur anteilsmäßig, berechnet nach der Anzahl ihrer in Kanada verbrachten Jahre, zusteht.
Beispiel: Wohnt der Einwanderer seit zehn Jahren in Kanada, so stehen ihm nur 10/40 der gesetzlichen Rente, d. h. CAD $124, bei 15 Jahren 15/40 usw., zu.
Zu beachten ist auch, dass die OAS beim Nachgehen einer Erwerbstätigkeit nach dem Erreichen des 65. Lebensjahres von der Regierung gekürzt oder, in Fällen von sehr hohem Einkommen, ganz versagt werden kann..
Die zweite Säule: Der Canada Pension Plan
Der Canada Pension Plan (CPP) richtet sich nach der Anzahl der Beschäftigungsjahre und der Höhe der in Kanada gezahlten Beiträge. Diese Rente wird normalerweise ab dem Erreichen des 65. Lebensjahres gezahlt; sie kann aber, abhängig von der Dauer der Beschäftigung in Kanda bereits ab dem 60. Lebensjahr - mit dem entsprechenden Abschlag - bezogen werden.
Bei Tod des Versicherten wird eine Rente an den überlebenden Partner sowie an die Kinder bis höchstens 25 Jahre (Höchstalter, falls diese noch eine weiterbildende Schule besuchen) gezahlt. Der aktuelle Höchstsatz beträgt derzeit CAD $880.
Die dritte Säule: Die Privaterente
Die Privaterente kann eine Firmenrente sein oder eine durch private, steuerbegünstigte Einzahlungen erwirtschaftetet Altersversorgung. Man spricht dabei von den sog. RRSP's - der Abkürzung für den Registered Retirement Savings Plan. Die Beitrage zum RRSP werden vor Steuern (also vom Bruttolohn) abgeführt. Die Versteuerung erfolgt dann im Rentenalter nach der Auszahlung.
Der Höchstsatz an staatlicher Rente liegt be ca. CAD $1400 pro Monat, was (je nach Provinz und Lebensstandard) nicht oder kaum zum Leben reicht. Es wird daher dringend empfohlen, mittels RRSP oder anderer privater Rentenverträge für den Wohlstand im Alter vorzusorgen.
Viele Arbeitgeber bieten auch Penions Plans oder RRSP Matching an. Im Rahmen dessen zahlen kanadische Arbeitger für jeden Dollar, welchen Sie in den RRSP einzahlen, weitere CAD $0.50 oder CAD $1.00 ein. Dies ist aber abhängig vom Benefits Package, welches der Arbeitgeber anbietet. Hierbei ist in jedem Falle vor dem Eingehen des Beschäfttigungsverhältnisses in Kanada zu achten.
Rente aus Deutschland in Kanada
Personen - gleich welcher Nationalität - die eine bestimmte Zeit in Deutschland gearbeitet und dort in die Rentenkasse einbezahlt haben, können Rente aus Deutschland beziehen.
Über den Autor Helmut Daiminger:
Helmut Daiminger von EOS Immigration Inc. ist ein erfahrener Berater für Auswanderungen nach Kanada. Er selbst wanderte im Jahr 2000 unter dem Federal Skilled Worker Program in Kanada ein. Helmut Daiminger ist einer der sehr wenigen Auswanderungsberater, die sowohl von der kanadischen als auch der deutschen Regierung (gemäß dem Auswandererschutzgesetz (AuswSG)) zugelassen und anerkannt sind. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an info@eos-immigration.ca oder www.eos-immigration.ca.

Sinnlos
Hallo,
gibt es eigentlich irgendwo ernstzunehmende Auswanderer? Gibt es irgendwo auf der Welt Leute, die ihre Sinne noch beisammen haben und vernünftig für das Auswandern ansich, oder für die System in anderen Ländern argumentieren können? Ich glaube nicht. Tut mir leid, Gast, aber was Du da schreibst ist hirnloser Unfug.
Ein Leben lang arbeiten gehen und dann verlangen dass die Rente fürs Leben reicht hälst Du für die größte Frechheit?
Du behauptest, dass der nächsten Generation irgendwelche Kosten aufgebrummt werden. Das nennt sich Generationenvertrag.
Es hat lange und gut funktioniert. Dass das heute den Bach runtergeht ist unsere Schuld, weil wir, ich wiederhole, uns das von unserer Regierung gefallen lassen.
Der blödeste Spruch von Dir allerdings ist, das kanadische Rentensystem "auf jeden Fall zu bevorzugen". Die meisten Kanadier schlagen sich mit Hilfsarbeiterjobs durchs Leben, die weder jetzt, noch später genug Einkommen reinbringen.
Um wenigstens jetzt einigermaßen über die Runden zu kommen, arbeiten viele noch in 1 bis 2 Nebenjobs, die fast garkeine Renteneinzahlungen bringen. Natürlich wird bei diesem System auf das gesehen, was der Einzelne einzahlt, weil es nämlich schon von vornherein klarsteht, dass da für die meisten sowieso nicht viel bei rumkommt.
Und dann kommt ja wohl noch die Unterdrückung der sogenannten Nativ People dazu. Anstatt diese Menschen komplett in die kanadische Gesellschaft zu integrieren werden sie in Reservate abgeschoben und hängen dort tatenlos herum. Sie bekommen alles zum Leben, was sie brauchen. Nur sehr wenige gehen arbeiten und werden überhaupt von den Weißen eingestellt. Der Staat zahlt unsummen an Geldern, um diese Menschen zu ernähren.
Ein hoher kanadischer Politiker hat vor kurzem mal gesagt, dass es in Sask. bald schon mehr Indiander als Steuerzahler geben wird. Ein dreifach Hoch auf die kanadischen Rentensysteme!!!
Deine allgemeinen Worte bezüglich der Krankenversicherungen sind sinnlos und offenbar nur dafür gedacht Streß zu machen. Wahrscheinlich redest Du da sowieso nur mehr von dir selbst als von irgendeiner Allgemeinheit.
Was die kanadischen "Krankenversicherungen" im Vergleich zu den deutschen angeht, so gilt für Kanada, dass derjenige gut versorgt ist, der gut für seine Gesundheit zahlen kann.
Ich habe mich lange Jahre in der kanadischen Arbeiterklasse aufgehalten und ich habe immer wieder erlebt, dass Kanadier nur dann einigermaßen gut versichert sind, wenn sie einen nachweißbaren Arbeitsunfall hatten. Alles, was außerhalb der Arbeitszeit passiert, geht auf die eigene finanzielle Kappe. Der Arbeitgeber sieht zu, wie sein Arbeitnehmer auf dem Zahnfleisch zur Arbeit gekrochen kommt, oder er zahlt nix, wenn der Kranke wegen Krankheit nicht erscheint.
Und jetzt wird auch klar, wer sich von uns beiden hier was schönlabert. Das deutsche System mag ja den Bach runtergehen. Es ist aber für die Allgemeinheit besser als das kanadische. Dass das deutsche System nicht runtergewirtschaftet wird, liegt an uns allen. Um das zu verhindern wird jeder von uns gebraucht. Du genauso wie ich und auch der von Dir so abfällig benannte "Rentnermob".
Nimm Deine streitsüchtigen Energien und wende sie darauf an, das deutsche Renten- und Krankenversicherungssystem zu erhalten, anstatt menschenverachtende Systeme im Ausland hochzujubeln. Wenn Du das nicht tust wirst Du zu dem, was andere aus Dir machen wollen: ein Deutscher, der Deutschland verachtet. Dann bist Du das, was jeder im Ausland haben will: Einen Deutschen, der sich selbst und sein Land lächerlich macht. Ich persönlich lasse lieber von Leuten wie dir meine "Einstellung" infrage stellen, als so zu werden wie Du. Und Du solltest dir überlegen, ob Du mal nachsiehst, ob da nicht irgendwo in dir noch ein letzter Rest an Ehre ist, den Du für dich selbst wieder hervorholen kannst.
Gruß, Alex
Interessante Einstellung
Es ist doch immer wieder verblueffend, mit welcher Einstellung deutsche durch ihr Leben gehen.
So lange ein anderer fuer etwas bezahlt ist alles in Ordnung. Da hat man eine Krankenvesicherung bei der immer versucht wird mehr an Leistungen zu beziehen als man an Beitraegen zahlt... muss sich ja schliesslich lohnen das ganze.
Und dann ist da das Thema Rente. Das ist die groesste Frechheit die es ueberhaupt gibt. Da werden munter der naechsten Generation die Kosten aufgebrummt. Die Kanadische Versicherung ist da auf jeden Fall zu bevorzugen. Da wird wenigstens mehr auf das geschaut was eigentlich eingezahlt wurde. Wenn nix da ist gibt es eben auch nix.
Wenn hierzulande die Renten durch die Angst vor dem waehlenden Rentnermob immer nur steigen koennen obwohl es durch die 400EUR Jobs gar keine Beitragszahler mehr gibt ist doch die Frage wie lange man sich die Sache noch schoenlabern will.
CPP & old age security
Die hier genannten Säulen CPP & old age security erinnern mich an ein Gespräch, welches ich kurz vor meiner Rückkehr nach Deutschland zwischen meinen damaligen Arbeitskollegen verfolgte. Es ging darum, ob einer meiner Kollegen mit 60 Jahren auf Rente gehen solle, oder erst mit 65. Mein damaliger Supervisor kannte sich mit dem Thema wohl gut aus und gab, nach kurzer Durchsicht der Rentenpapiere des Kollegen und einiger umständlicher Berechnungen an, dass der gute Mann nach 42 Arbeitsjahren einen Rentenanspruch von ungefähr 400,00 CADs hätte. 400,00 CADs im Monat für ein Leben lang voll Arbeit, wenn er mit 60 auf Rente gehen würde. Nach weiteren Berechnungen stand dann fest, dass der Kollege mit 500,00 CADs rechnen könne, wenn er mit 65 Jahren auf Rente gehen würde. Nachdem ich meine Erschütterung darüber kund getan hatte, wurde versucht, die Sache zu entschärfen. Selbstverständlich, so wurde gesagt, hat der Kollege ja noch Anspruch auf diese Old Age Security.
Ich wollte schon erleichtert aufatmen als meine Chefin sagte, dass die OAS vielleicht 80,00 CADs ausmachen würde. Lassen wir uns mal großzügig sein und sprechen dem guten Mann 600,00 CADs Rente im Monat zu. Das sind in Euro: 450,00 (aufgerundet)
Die Lebenshaltungskosten sind fast identisch mit denen hier. Das ist das kanadische Verständnis von Rente!
Selbst wenn sich ein Paar zusammentut kommen beide nur auf 1200,00 CADs um damit ihr restliches Leben zu finanzieren.
Eine 2-3 Zimmerwohnung kostet in Edmonton (je nach Lage) um die 800,00 CADs. Dann kommt noch Telefon, Rundfunk, Strom, Gas, Heizung, Müll und nebenbei vielleicht noch ein paar Nahrungsmittel dazu. Während meiner Zeit in Kanada sind die Preise für manche Lebensmittel um bis zu 300% gestiegen. Eine Lohnangleichung erfolgte nur mündlich. Mir wurden 12 Cent zugesagt, die ich jedoch nie bekam. Ob die Rente an der Preissteigerung angeglichen wird kann ich nicht sagen, bezweifle dies aber.
Nun kommen noch ein paar Berichte aus verschiedenen Tageszeitungen:
Arbeitsunfall: Ein Maler fällt bei der Ausführung seiner Tätigkeit vom Gerüst und knallt 2 Stockwerke tiefer auf Zementboden. Er erliegt seinen Verletzungen. Alter des Mannes: 72 Jahre.
Vorfall: Eine Kassiererin gerät dermaßen heftig in Streit mit Kunden, dass dies in der Zeitung erscheint. Alter der Kassiererin: 91 Jahre.
Bei den Personen meines Berichtes handelt es sich ausschließlich um Kanadier. Kanadier führen tagein, tagaus einen erbarmungslosen Überlebenskampf. Was meint ihr denn wartet auf einen Einwanderer, der mit ehrlicher Arbeit sein Geld verdienen will?
Gruß, Alex