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Tipps zu Schülersprachreisen
Was ist bei Auswahl und Vorbereitung einer Schülersprachreise zu beachten? Entscheidend sind - neben einem didaktisch klugen Sprachkurs - die Unterbringung und Gruppengröße. Sie sollen das Sprechen der Fremdsprache 24 Stunden am Tag erfordern. Denn solange man mit Deutsch weiterkommt, wird man bei der vertrauten Sprache bleiben.
Kurzfristig ist das natürlich angenehm: die Umstellung fällt leichter, wenn man merkt, dass man auch mit Deutsch den Alltag bewältigen kann. Doch steigt oft nach wenigen Tagen die Unzufriedenheit, weil man nicht in die Fremsprache "reinkommt".
Die Unterkunft
Eine Gastfamilie ist die beste Wahl. Viele Veranstalter bieten das an. Die Schüler wohnen dann in freundlichen Gastfamilien im Einzel- oder Doppelzimmer. Da für wirklich kritische Fälle der Veranstalter vor Ort ist, achten Sie darauf, dass die Gastfamilien nur die Landessprache sprechen. Denn wenn dort Deutsch oder eine andere als die zu erlernende Fremdsprache gesprochen werden (egal wie bruchstückhaft), weicht man zwangsläufig darauf aus, sobald eine Vokabel fehlt.
Die Entfernung zur Schule sollte nicht wesentlich über 15 Minuten zu Fuß oder, in Ausnahmen, 10 Minuten mit dem öffentlichen Nahverkehr liegen. Denn diese Strecken sind meist nur Zwangspausen zwischen Familie und dem Sprachkurs.
Anders als bei einem 'normalen' Ferienaufenthalt ist bei Schülersprachreisen von der Unterbringung in einer Ferienwohnung (FeWo) abzuraten. Denn dort werden die Jugendlichen in Gruppen von fünf oder mehr Teilnehmern untergebracht - was dem gezielten Training der Sprache zuwiderläuft.

Auch Kinobesuche können helfen, die neue Sprache zu erlernen.
Die Betreuung
Die Betreuung vor Ort sollte durch die Gastfamilien und das Schulteam erfolgen. Dieses vom Veranstalter beauftragte Team gestaltet auch das Freizeitprogramm. Die Schüler Schülern/ -innen finden in ihnen kompetente Lehrer und Ansprechpartner in persönlichen Fragen.
Liebe Eltern, bitte beachten Sie: Es gibt notwendig Zeiträume, in denen Ihre Kinder unbeaufsichtigt sind (z. B. auf dem Schulweg). Klären Sie diesbezügliche Fragen rechtzeitig mit dem Veranstalter und mit Ihrem Kind.
Beliebte Sprachreiseziele
Entscheiden sich Schüler für eine Sprachreise, fällt ihre Wahl meist auf Großbritannien. So gingen im Jahr 2007 fast 70 Prozent aller Schülersprachreisen von Deutschland auf die Insel. Das teilte der Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter (FDSV) mit.
Unterschiede gibt es auch bei den Reiseländern USA und Kanada: Verbrachten von den Erwachsenen immerhin elf Prozent ihren Sprachaufenthalt in einem der beiden Länder, waren es bei den Schülern nur zwei Prozent. Die hohen Reisekosten und die große Entfernung dürften dabei eine mindestens so große Rolle spielen, wie die sprachliche Bevorzugung des "Oxford English" vor dem "American English".
Lernziele
Das Lernziel der Schülersprachreisen ist fast immer gleich: Die Schüler/innen wollen ihre Englischkenntnisse verbessern. Mehr als 90 Prozent wählen darum ein englischsprachiges Land. Nur etwa 1 Prozent der Sprachreisen verbringen Schüler in einem spanischsprachigen Land. Französisch ist beliebter: sechs Prozent verbringen den Sprachkurs in einem französischsprachigen Land.
Anbieter
Sprachdirekt organisiert Sprachreisen für Schüler nach Südengland (Bournemouth) und Malta.
Quellen: Pressemeldung FDSV, eigene Recherche
