Über das Projekt & über mich

Das Wichtigste zuerst: Wohin auswandern, das sind mittlerweile über 9 Millionen Besucher, mehrere hundert Seiten und 4.000 Kommentare. Wir haben in 10 Jahren diverse Radio- und Fernsehinterviews gemacht. Mit etwas Glück findet Ihr Kind uns sogar in der Schule; Wohin-auswandern.de wird in Schulbüchern und Begleitheften für den Unterricht zitiert.

Wie alles anfing

Wenn ich früher daran dachte, meine Heimat zu verlassen, träumte ich davon, das Weltall zu erkunden oder bei den Indianern zu leben. Dann lernte ich in der Schule, dass aus Karl Mays Indianerland die USA geworden waren - die Kinderbuchhelden gibt's nur noch im Museum. Als ich auf einem Globus Afrika fand, wunderte ich mich: der ganze Kontinent ist gelb, also eine einzige riesige Wüste! Was machen die Menschen dort, wenn da überall nur Sand ist? ... Das waren vor vielen Jahren meine ersten Gedanken an ein Leben fern der Heimat.

Auswandern und die Suche nach dem Lebensglück

Und heute? Mein Hauptinteresse gilt der Frage: Wie kann ich mein Leben so gestalten, dass es glückt? Sich seine Wahlheimat zu suchen, ist für viele ein wichtiger Teilaspekt dieser Frage. Wo lebe ich? Wie lebe ich? - Man kann das wahrscheinlich kaum voneinander trennen. Jeder gewichtet die beiden Fragen allerdings etwas anders.

"Man nimmt sich mit, wohin man geht ..."

Für mich persönlich ist es ein wichtiger Teil, in einem anderen Teil der Welt ein neues Leben anzufangen, das bleibt auch nach 10 Jahren "Wohin auswandern?" eine spannende Angelegenheit. Zugleich ist "Wohin auswandern?" für mich nicht die einzige wichtige Frage. Denn: "Man nimmt sich mit, wohin man geht" ... So kommt es, dass ich (laut Melderegister) in Deutschland lebe.

Auswandern: ein Trend, ein Modethema

Auswandern ist in den letzten Jahren sehr populär, fast ein Modethema geworden. Das liegt an der Globalisierung (die Welt schrumpft), an der Freizügigkeit in der EU (nicht was Sie jetzt denken! - es geht um freie Wahl des Umzugs, der Wohnortwahl), und zum größten Teil am Internet. Sie erfahren heute in 10 Minuten mehr von deutschen Auswanderern, als jeder "Experte" vor 10 Jahren wusste. Auswandern ist auch leichter geworden, weil die Hürden bei der Rückkehr gesunken sind. Ich bin da zwiegespalten, denn manch einer tut sich zu leicht damit. Aber wenn es "nicht klappt" (und je weniger geplant, desto seltener klappt es), dann tut es immer noch weh.

Der Trend zum auswandern/ Langzeitreisen/ im Ausland arbeiten - dieser Trend kommt uns einerseits entgegen, so wird dem Auswandern mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Andererseits führt das zu der Illusion, was leicht möglich ist, sei auch leicht umzusetzen. Richtig? Nein, falsch! Und damit nicht jeder Auswanderer bei Null anfangen muss, gibt's unser Portal.

2007 - 2017: 10 spannende Jahre

Anfang 2007 wurde "Wohin auswandern" ins Leben gerufen. Es gab viele Experimente und Versuche mit Neuland: Zusammenarbeit mit Einwanderungsberatern. Eine Foren-Community. Vermittlung und Hilfe bei der Unternehmensnachfolge undsoweiter undsofort. Denn wissen Sie was? Die Websites für Auswanderer und Expats könnten alle viel, viel besser sein. Diese hier eingeschlossen. Doch einiges haben wir auch ganz gut gemacht, finde ich. Es gibt noch wahnsinnig viel auszuprobieren!

Das Internet ist kommerzieller geworden, stärker reglementiert und es hat Speckröllchen angesetzt. Wenn Sie mich fragen: Vor 10 oder vor 15 Jahren hat es mir besser gefallen. Aber was soll's; vielleicht wird die vernetzte Welt eine schönere Welt. Ich bleibe optimistisch.

Ich leite das Projekt Wohin-auswandern von Beginn an, weil es mich freut, wenn Menschen Ihre Zukunft planen und von ihrem Umzug ins Ausland berichten und damit anderen Mut machen, ihr Leben zu gestalten - egal wie leicht oder schwer das scheint. Ebenso wichtig: wenn sie anderen die Risiken dieses Schrittes zeigen.

Auswandern ist nicht alles?

Dreimal wäre ich fast ausgewandert. Es waren drei sehr lehrreiche Versuche und jedesmal haben gute Freunde geholfen, dass es keine Bauchlandung wird. Danke, Henriette und Harald! Danke, Stefanie und Alexander, danke Angelika und Boris!

Ich weiß, ich weiß: Es gäbe noch so viel mehr hier zu tun, zu machen, zu erklären, zu erforschen. Videos, Podcasts, PR-Arbeit, mehr Interviews, mehr Statistiken, mehr mehr mehr. Manches davon muss warten, manches bleibt offen. Denn alles zusammen geht nicht. Und es gibt noch andere wichtige Sachen im Leben.

Was mache ich sonst?

Was mache ich ansonsten? Ich dichte ab und an, ich verteidige das Gemüse im Garten gegen gefiederte Räuber, ich radle für mehr inneren Frieden (und für den Weltfrieden, natürlich!), ich plane die Auswanderung in das beste Auswanderungsziel, das es gibt. Letzteres ist verdammt viel Arbeit, ich sag's Ihnen! Und es ist spannend wie nur irgendwas. Die Sondierungsphase ist zu 94% - 95% - 96% abgeschlossen ...

Und ich lausche auf das Raunen im Äther. Die Menschheit braucht eine kulturelle Erneuerung. Sonst ersäuft sie in Banalitäten, Mode und Skandälchen. Ich bin überzeugt, dass Kultur und eine andere Form von Spiritualität zusammenhängen. Ich schreibe über die Spiritualität der Zukunft, denn: "Wir müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen" - hat Mahatma Gandhi gesagt. Aus dem Schreiben sind einige Bücher geworden; mehr auf meiner Amazon Seite. Und ich blogge auch, über Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung. Schauen Sie vorbei, wenn Sie mögen.

Vielleicht freunden Sie sich mit der Idee an, dass man in die Welt auswandert oder nach innen einkehrt und dass beides sich ähnelt ... Dann hören wir bestimmt voneinander.