Geheimtipp zum Auswandern: Thailand

Tempel in Bangkok, Thailand

Sonne, Sandstrand, Meer und Lebenshaltungskosten, die oft nicht mal 2/3 des in Deutschland Notwendigen betragen - das ist in Thailand möglich. Und darum weckt Auswandern nach Thailand mehr und mehr Interesse. Besonders Rentner können dort günstig einen luxuriösen Lebensabend genießen.

Steckbrief: Thailand in Zahlen

Daten Kommentar
Amtssprache: Thai --
Hauptstadt: Bangkok 9,27 Mio. Einwohner
Fläche: 513.115 km² --
Einwohnerzahl: 67.959.359 (2015)
Bevölkerungsdichte: 132 Einw. je km² (Deutschland: 230/km²)
BIP je Einwohner: 5.899 USD nominal, #85 weltweit
Human Development Index: 0,722 #89 weltweit
Deutsche im Land: 40.000 2014; Tendenz steigend
Netto-Einwanderrate: 0 Einwanderer pro 1000 Einwohner(2016)

Auf dieser Seite erfahren Sie, was das Leben in Thailand für Deutsche bietet:

  • Warum Thailand für alle mit gesichertem Einkommen oder mit Rente interessant ist.
  • Warum sich arbeiten in Thailand für Deutsche nur unter bestimmten Bedingungen lohnt (dann aber sehr lukrativ sein kann).
  • Warum Thailand für Aussteiger nicht mehr ist, was es früher war.

Karte von ThailandThailand gilt mancherorts schon als Auswandererparadies, besonders für Rentner und für Leute, die durch Vermögen ihren Lebensunterhalt gesichert haben. Die Zahl der Deutschen in Thailand liegt geschätzt bei 40.000.

Das tropische Klima in Thailand wirkt einigen Alterskrankheiten entgegen. Die günstigen Lebenshaltungskosten erlauben schon mit einer geringen Rente ein gutes - auf jeden Fall besseres Leben als in der Bundesrepublik.

Non Immigrant "O" Visum

Für Deutsche ab 50 gibt es das Non Immigrant "O" Visum. Es gilt für 1 Jahr und erlaubt unbegrenzte Einreisen. Ein Einreisestempel erlaubt den Aufenthalt für 90 Tage, dann wird zwecks Verlängerung (neuer Stempel) eine Ausreise fällig. Wenn Sie über monatliche Einnahmen von 65.000 THB (bzw. 1.727 EUR - 04/2017) verfügen, können Sie das Visum in Thailand auf 1 Jahr verlängern lassen.

Wer eine geringere Rente bekommt, muss den Differenzbetrag auf 800.000 THB 6 Monate vor Visaantrag in Thailand unangetastet auf der Bank haben. Denn die Auflage ist: wer in Thailand ein Retirement Visa beantragen will, muss folgende finanzielle Auflage erfüllen:

  • Bank Guthaben mit THB 800.000
  • monatliches Einkommen von mindestens THB 65.000
  • eine Kombination ist auch möglich, dann werden beide Posten addiert (Bank Account + Einkommen x 12 Monate = THB 800.000)

Vorteil: Sie müssen nicht alle 3 Monate das Land verlassen und wieder neu einreisen. Ist die Rente geringer, kann sie mit einem in Thailand angelegten Festgeld kombiniert werden.

Thailändisches Bankbuch/ Bankbescheinigung ist beim Visaantrag vorzulegen. Verdienst-, Renten- oder Pensionsbescheinigung sind durch die eigene Botschaft/Konsulat zu bescheinigen und beim Visaantrag abzugeben.

Rente in Thailand?

Tourismus: Pattaya bei Nacht

Ja, die Rente bekommen Sie dort ausgezahlt. Die Altersrente wird an Deutsche auch in Thailand zu 100% ausgezahlt. Auf andere Renten und die staatlichen Riesterzuschüsse müssen Sie allerdings verzichten oder Abschläge in Kauf nehmen.

Weitere Einzelheiten (z.B. Meldefristen, Überweisungsmodi) besprechen Sie bitte vorab mit Ihrer Rentenversicherung. Beachten Sie zu dem Thema auch den Artikel Rentner im Ausland

Welche Wohnorte sind in Thailand empfehlenswert?

Es spricht einiges dafür, den Altersruhesitz in Thailand in die Nähe der Tourismuszentren Pattaya und Phuket zu legen. Und zwar:

  • Dort ist die medizinische Versorgung am besten. Sie kann mit europäischen Standards mithalten.
  • Die Ärzte sprechen Deutsch.
  • In Pattaya und Phuket finden Sie auch deutschsprachige Hilfe für alle anderen Belange.
  • Dort haben sich bereits Landleute niedergelassen.

Allerdings kann nur jeder selbst entscheiden, ob er die Vielzahl ausländischer Touristen in der Hauptsaison gut verkraftet oder ob ihm die Region schon überlaufen ist.

Arbeiten in Thailand: wenn angestellt, dann als Expat

Bangkok, die Hauptstadt im nächtlichen Panorama
Die 9-Millionen-Stadt Bangkok, Hauptstadt des Königreiches Thailand im nächtlichen Panorama. Expats, die nicht im Tourismus arbeiten, werden die Metropole nur selten verlassen.

Wer nach Thailand auswandern will und dort als Angestellter arbeiten will/ muss, dem ist das Land nicht zu empfehlen. Denn Sie benötigen eine Arbeitsgenehmigung. Diese setzt einen Arbeitsvertrag einer thailändischen Firma mit einem Mindestgehalt von rund 60.000 Baht (1.593 EUR) monatlich voraus. Das ist für Thais ein Spitzenverdienst - für normale Angestellte sind solche Gehälter illusorisch. Das gilt natürlich auch für Deutsche - es sei denn, die deutsche Mutterfirma schickt sie.

Thailand für Unternehmer

Für ausländische Unternehmer ist Thailand mit Einschränkung attraktiv. Die Einschränkung besteht darin, dass sie keine Einzelfirma betreiben dürfen. Für Ausländer kommt nur eine Kapitalgesellschaft in Frage, wobei mindestens 51% der Firma in thailändischer Hand sein müssen. Mit einer Vertrauensperson (Ehepartner, Freund, Geschäftspartner), die selbst Thai ist, lässt sich jedoch eine sichere legale Lösung finden:

  • Sie als ausländischer Firmeninhaber halten 49 Prozent der Anteile
  • Ihr thailändischer Partner (Vertrauensperson) hält so viel, dass sie beide zusammen die Mehrheit der Shares haben
  • eine dritte Partei hält die restlichen Anteile. Das ist notwendig, denn bei Kapitalgesellschaften in Thailand muss es mindestens drei Gesellschafter geben.

Thailand ist kein Ort für "Aussteiger"

Thailand ist keine Heimat für den, der dem Alltag entfliehen will und als Selbstversorger oder von Gelegenheitsarbeiten leben möchte. Hauptgrund sind die verschärften Visabestimmungen. Sie erfordern die regelmäßige Ein- und Ausreise und schon die ist mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Die Einreiseregelung ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Insgesamt wollen die Behörden schlecht betuchte "Dauertouristen" aus dem Land fernhalten. Mit weiteren Verschärfungen ist darum zu rechnen.

Traditioneller Reisanbau mit Wasserbüffel in Thailand
Traditioneller Reisanbau mit Wasserbüffel - so sah das vor Jahrzehnten auch schon aus. Thailand ist einer der Haupterzeuger von Reis.

Wie ist das Wetter in Thailand?

Thailand liegt in den Tropen: hohe Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und dann gibt es noch den Monsun. Die kältesten Monate sind November bis Februar: Dann liegt die Temperatur bei 20°C. Die heißen Monate sind März bis Mai.

Es gibt Unterschiede zwischen nördlichen Bergland und den flachen Küsten im Süden. Durch die Berglage ist das Klima im Norden wechselhafter als im Süden, die Temperaturen liegen jedoch überall zwischen ca. 20°C und 30 °C.

Ursprünglich war Siam (der alte Name Thailands) flächendeckend Dschungel. Heute leben die meisten Thais in urbanen Gebieten. Dennoch gibt es noch immergrünen Regenwald und abgeschiedene Flüsse - Heimat exotischer Pflanzen- und Tierarten.

Politische Lage in Thailand

Dass Sie diesen Artikel lesen, zeigt, dass Sie nach besseren Lebensbedingungen als in Deutschland suchen und dass Sie wissen, was unsichere Verhältnisse sind. Stichwort: Rentenabsicherung, Nullrunden, Inflation. Ich habe nun eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie.

Die schlechte: Auch für Thailand ist die Zukunft ungewiss, politische Stabilität vermissen viele Thais. Bitte berücksichtigen Sie das in Ihren Planungen. Andererseits sollten die innenpolitischen Kämpfe nicht überbewertet werden. Auch nach dem Militärputsch 2014 geht das Leben weiter.

Und nun die gute: Wenn Sie den Teil hinter sich haben, wird es nur noch besser.

Politische Stabilität ist laut der Schweizer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG das zweitwichtigste Entscheidungskriterium für ausländische Investoren. Doch diese Sicherheit kann das Land nicht bieten. Das verschärft die Situation (für Berufstätige natürlich weit mehr als für Rentner).

Thailand hat 2017 eine Militärregierung. Der vorige Premier, Abhisit Vejjajiva, ist wieder das, was er vorher war: Oppositionsführer.

Doch auch wenn der Machtkampf nach der Jahrtausendwende lang und hart war - sonderlich neu war die Situation für die Thais nicht: Seit 1932 hat das Militär 19 mal geputscht, zuletzt am 22.05. 2014.

Wirtschaft in Thailand

Mit einer gut entwickelten Infrastruktur, unternehmerischer Freiheit und allgemein einer investitionsfördernden Politik wuchs Thailand zu einem starken Wirtschaftsstandort. Die Jahre 2013-15 waren eine Dürreperiode, innere Unruhen und ein schwacher Weltmarkt drückten die Stimmung. Wirtschaftlich steht Thailand für Elektronikprodukte, landwirtschaftliche Produkte und Automobile. Autobau in Thailand? Es handelt sich nicht um eigenen Marken. Aber jede große Automarke baut hier mindestens Teile oder komplette Autos - BMW, Daihatsu, Ford, Honda, Mercedes-Benz, Tata, VW und andere. Das ist eine Empfehlung für Expats.

Schwimmender Markt in Bangkok

Das andere starke Standbein ist der Tourismus. Thailand hat sich als exotisches Reiseland einen Namen gemacht. Die Verschiebung der Jahreszeiten ist ein Plus für die Thais: Wenn in Deutschland Winter ist, hat Thailand touristische Hochsaison. Im Tourismus können Deutsche Saisonanstellungen finden, z.B. in Tauchschulen, als Reiseführer, in Hotels und Gaststätten. Man muss die Gegend und die Materie kennen, dafür sind Thai-Kenntnisse nicht notwendig. Was dafür außer Deutsch unersetzlich ist, sind gute Englischkenntnisse - wie sonst können Sie schwedische, australische, russische oder US-amerikanische Gäste durchs Land führen?

Thailand als Schwellenland hat einen anhaltenden Arbeitskräftemangel. 2-4 Millionen Wanderarbeiter aus den Nachbarländern sind bereits da, um dem abzuhelfen. Europäische Expats können durch ihre Qualifikationen punkten.

Etwas verkürzt umreißen folgende Eckpunkte die Lage:

  • Die Inflation und das verlangsamte Wachstum in ganz Südostasien betreffen Thailand als Drehscheibe der Region besonders.
  • Kritisch sind die Abhängigkeit von Erdölimporten und der gesunkene Preis für das wichtige Exportgut Reis.
  • Die überwiegende Mehrheit der Thais kann lesen und schreiben - in Südostasien ist das nicht der Normalfall.
  • Die Gesundheits- und Sozialfürsorge ist deutlich besser als in den Nachbarländern.
  • Dennoch leben ca. 10% der Thais unterhalb der Armutsgrenze. Seit 2013 gibt es einen Mindestlohn von 300 Baht (ca. $ 10) pro Tag.
  • 2016 lag die Inflation bei 0,2%. 2015 waren es sogar -0,9% - wer nicht mehr arbeitet, den freut's.
  • Die Lebenserwartung liegt durchschnittlich bei 71,2 Jahren, Frauen 73,5 Jahre und Männer 69,1 Jahre. (Diese Zahlen sind verzerrt, weil eine relativ hohe AIDS Sterberate den Durchschnittswert drückt).

Also - wie so oft liegen Licht und Schatten dicht zusammen. Auch im Königreich Thailand.

Webtipps

letzte Bearbeitung: 27.04.2017

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Kommentare

Hallo, ich habe die vielen Beiträge über verschiedene Erlebnisse in mehreren Ländern gelesen.
Mich interessiert das Angebot der Anmietung des Hauses.
Über Einzelheiten läßt sich reden, wenn die Möglichkeit der Anmietung noch besteht.
Es wäre sehr nett wenn ich sehr schnell die Antwort bekommen kann, um auch Entscheidungen zu treffen.
Andere Fragen zum Standort hätte ich dann noch.
Ich bedanke mich für die schnelle und konkrete Antwort und wünsche noch einen angenehmen 2.Weihnachtsfeiertag.

Mit freundlichen Grüßen

Sg, Damen u. Herren

würden uns für die Übernahme Ihres Miethauses sehr interessieren.
Falls dieses Objekt noch zu haben wäre, bitte ich Sie mich zu kontaktieren.

Mit bestem Dank im Voraus
verbleibe ich
mfg
Michael Zenz

Hallo ..anbei mal meine Aufstellung der Unkosten in Thailand Raum Pattaya , Chonburi . Einige hier aufgestelle Unkosten kommen mir doch etwas hoch vor !
Haus :9000,--baht ( kurs z.zt : rund 48,50 )
also 9000,-- : 48,50 = 185,56 euro , Pool vor der Tuer!
Strom / Monat : 1000,--
Wasser : seit Jan.2007 umsonst bis 50qm
Lebensmittel und sonstiges 15.000,--
Unfall Erstversicherung :1600,-- /Jahr
Benzin : 300,--
______________________________________
alles zusammen runde 550,-- euro
das denke mal ist das minimum da ich nicht in Bars oder so gehe und koche selber und ich lebe sehr gut und nicht geizig !
aussedem kostet Reis mit Huhn und kl. Suppe im strassenrestaurant am abend 35 bath = 75 cent
plus cola = 10,--bath = 20 cent
Motorrad Kauf Neu incl. Steuer , Versicherung ! 22.500,--
oder auch Haus mit eigenem Pool 15,000 baht u.m. logischer Weise

Hallo Peter,
für mich wird es auch bald Zeit, darüber nachzudenken, wohin ich mich verdrücke mit meiner schmalen Rente.
Thailand kommt natürlich auch in Frage.
Meine Frage an Dich: was ist denn NICHT versichert (oder, wenn die Liste kürzer wird, was ist versichert?) mit den 50 Euro monatl. für Krankenversicherung?

Danke für Antwort und Grüße
aus dem nasskalten Deutschland

Werner

hallo
bin ende jahr in huahin.
gerne würde ich mir dein haus ansehen.
bitte um angaben (termin und adresse)
gruss markus

Zitat: Verfasst von Mario Hans am Sa, 10/31/2009 - 23:15.
mein Kommentar!!
Man(n) kann auch mit sich selbst unzufrieden sein!!

Lieber Hans, Ich hoffe Du bist mir nicht böse, daß ich nicht mit mir selbst unzufrieden bin. Ganz im Gegenteil! Wahrscheinlich machst Du auf den Philippines alles richtig! Und ich wünsche Dir und Deiner philippinischen Frau (oder habe ich das falsch verstanden?) alles Gute - und besonders viel Glück bei den Geschäften!

Zitat: Auswandern - Philippinen
Verfasst von mario hans am Do, 01/15/2009 - 14:33.
Hallo Ralf,

wie Du, bin ich auch ein "Philippinen-Fan", aber nur mit 10% Lebenshaltungskosten auszukommen, wie sie hier in Deutschland sind, ist Vorspielung falscher Tatsachen (oder man lebt nur von Reis und Sap Sap (dry Fish).

Sicherlich sind einheimische Produkte wesentlich billiger als hier in Europa, aber man((n)Frau) möchte doch nicht seinen Lebensstandard mindern, so bleibt es nicht aus, das man hin und wieder auf exportierte Artikel (meisst aus den asiatischen Nachbarländern) zugreift.
Ich würde sagen, das 5 Euro/Tag (300 Euro/Monat) an reine Lebenshaltungskosten (Lebensmittel und Hygieneartikel) der Tatsache näher kommt. Hinzu kommen die Aufwendungen für Miete die noch einmal mit 100-200 Euro zubuche schlagen.

Wie schon in meinem vorigen Artikel erwähnt, dürfen Ausländer in den Philippinen (noch) keinen Grund zu 100%erwerben (außer Eigentumswohnungen, wobei mindestens 51% des Hauses philippinische Käufer/Besitzer sein müssen), die einzige Möglichkeit für ausländische Staatsangehörige besteht in der "Langzeitmiete" eines Grundstücks.

Auch die Möglichkeit eines klein Business zu betreiben ist nicht so einfach und die Modalitäten sind ungefähr wie in Thailand ( oder das Geschäft läuft zu 100% auf die philippinische Ehefrau oder Lebenspartner).

Auch ich mag die Philippinen - aber nur noch als Urlauber und nur südlich Luzons, Puerto Galeras und Boracays. Meine Lieblingsinseln sind Marinduque, Romblon-Gruppe, Bohol, Tawi Tawi, Tres Reyes Islands. Mit Tagalog und Englisch kommt man da gut zurecht.

Zum Thema Lebensmittelkosten. Im Vergleich der drei Länder Philippines, Thailand und Indien schneiden die Philippines am schlechtesten ab. Die Reispreise sind inzwischen höher als die Preise für Basmati- oder Jasminreis bei Lidl, die Qualität in der Regel schlechter. Die Gemüse- und Früchtevielfalt ist in Thailand am größten und landesweit verfügbar wegen der hervorragenden Infrastruktur - und das zu sehr moderaten Preisen. Indien ist noch immer am billigsten, aber nicht alles ist überall verfügbar. Es herrscht ein Süd-Nord-Gefälle. Deshalb im Vergleich value for money 1. Thailand, 2. Indien, 3. Philippinen. Faustregel bei den Preisen im Vergleich zu Deutschland (100%): Thailand: 1. Inden 20%, 2. Thailand 30%, 3. Philippinen 35-40% (ohne Importe versteht sich!)

Seinen Lebensstandard mindert man gemessen am deutschen Standard auf jeden Fall. So ist die Wasser-/Stromversorgung qualitativ und quantitativ erheblich schlechter. Keines der Länder hat eine vergleichbare Rechtssicherheit für Ausländer. Korruption ist noch immer weit verbreitet und fester Bestandteil der Kultur.

5 Euro am Tag sind keine 300 Euro im Monat sondern nur 150, es sei denn der Monat hat für Dich Gücklichen 60 Tage. Damit kann man in Asien sicher leben, aber nicht ohne erhebliche Abstriche am Lebensstandard. Fisch, Geflügel und Fleisch sind vergleichsweise sehr teuer (in Indien kostet 1kg Hähnchen 100-160 INR, also zwischen 1,50 und 2,20 Euro, allerdings erfolgt Schlachtung live und das Fleisch schmeckt 10 Mal besser als das deutsche Industriegeflügel). Bekannte haben von Thailand und den Philippinen berichtet, daß die Lebensmittelpreise stark angezogen haben.

Mietpreise schwanken erheblich von Regio zu Region. In Thailand scheint es wegen des Überangebotes in den Touristenmetropolen noch am günstigsten zu sein. Auf den Philippinen ist Tourismus nur noch rudimentär vorhanden, sodaß die Preise dort wohl nicht stark gestiegen sind. Und in Indien gibt es gewaltige Unterschiede. In Gurgaon nahe Delhi kostet ein Haus mit vier Schlafzimmern in guter bewachter Wohnlage nicht unter 50-80.000 INR im Monat (700-1.100 Euro). In Bhopal, 700 km südlich von Delhi (1 Mio. Einwohner) kostet ein vergleichbares Haus ca. 10.000 INR im Monat, und in Mumbai mindestens 150.000 INR Miete.

Zu den Businesses in den drei genannten Ländern habe ich mich bereits geäußert und rate nochmals dringend davon ab.

Danke für diesen Beitrag!

mein Kommentar!!

Man(n) kann auch mit sich selbst unzufrieden sein!!

Wäre ich ein Auswanderungswilliger und hätte nicht umständehalber schon vor langer Zeit meiner Heimat, die ich noch immer sehr liebe, den Rücken gekehrt, könnte ich angesichts der bisherigen Beiträge keine Hilfe zur Entscheidungsfindung heranziehen.

Deshalb noch einmal von mir kurz zusammengefaßt die Vor- und Nachteile, die einen Auswanderer nach Thailand erwartet:

Vorteile:
1. durchweg schöneres Wetter als in Deutschland
2. günstige Lebenshaltungskosten
3. sehr gute Verpflegung (für Liebhaber des oft scharfen Essens)
4. gute Infrastruktur und Verkehrsnetz
5. weniger Lohnnebenkosten
6. relativ stabile Währung
7. gute Krankenversorgung
8. Buddhismus als sehr tolerante und vor allen Dingen unaufdringliche und lärmarme Religion (im Gegensatz zu Christentum, Islam und Hinduismus), außer im Süden Thailands (Islam)

Nachteile:

1. Grundbesitz grundsätzlich nicht möglich (Ausnahme: Condominium), auch nicht bei Heirat und Erbschaft
2. Sprachproblem (ich brauchte 3 Jahr zum erlernen der Sprache, Lehrkraft dringend empfehlenswert)
3. Kaum Chancen, einen qualifizierten Job zu finden. Gehälter im "normalen" Arbeitsverhältnis mit thailändischem Arbeitgeber ermöglichen keinen westlichen Lebensstandard
4. Keine soziale Absicherung. Sie erfolgt ausschließlich über Familie oder Versicherung (preiswert)
5. Visum und Arbeitsgenehmigung unterliegen der Behödenwillkür. Sehr strenge Regeln - bei Verstoß und/oder Overstay erfolgt in der Regel Festnahme und Deportation.
6. Polizeiwillkür (nach Festnahme keine Unschuldsvermutung, Unschuld muß bewiesen werden). Kein Recht auf Freilassung auf Kaution bis zur Verhandlung.
7. Regelmäßiger Regierungsputsch, unter Umständen begleitet von Gewalt und Terror.
8. Ausländer werden überdurchschnittlich oft Opfer von Einbrüchen, Diebstählen und Gewalttaten.
9. Straßenverkehr gewöhnungsbedürftig (Linksverkehr, Polizei kassiert Bestechungsgelder)
10. Importartikel (Lebensmittel, Luxusartikel, Fahrzeuge) sind erheblich teurer als in Deutschland
11. Deutschsprachige Expats (Deutsche, Österreicher, Schweizer) sind in der Regel mit größter Vorsicht zu genießen - Betrug, Übervorteilung, Diebstahl
12. Im Falle einer Deutsch/Thailändischen Ehe wird die Ehefrau in aller Regel bis zur eindeutigen Klärung zunächst als Prostituierte angesehen, eine Thaifrau wird im Falle der tolerierten Heirat mit einem Farang automatisch zur Haupternährerin der gesamten Großfamilie und ist aufgefordert, namhafte Beträge in die Infrastruktur ihrer Familie zu "investieren". Tut sie das nicht, wird sie von Familie und Nachbarschaft geächtet ("Warum hast Du ihn dann überhaupt geheiratet?")
13. Noch hat Thailand einen König, der das Land einigeraßen zusammenhält, besonders in Krisenzeiten. Aber der ist so alt und senil, daß jeden Tag sein letzter sein kann. Und was dann kommt... - davor haben die meisten Thais Angst, weil sei Sohn als Thronfolger einen sehr schlechten Ruf in der Bevölkerung genießt. Das Land könnte dann in Anarchie versinken.

Abschließend: Wer im Ausland mindestens die gleiche Vorsicht und das gesunde Mißtrauen walten läßt wie in Deutschland, der kann viel Lehrgeld sparen. Gegen die Allmacht und Willkür der Behörden wirken in der Regel nur lächeln, Geld und hoffen (Farang nuat - Der Ausländer "massiert", ein Begriff, den einheimische Beamte mögen, wenn man sich bei ihnen einschleimen will). Familiäre Bindungen mit Thais einzugehen ist ein Glücksspiel. Nicht selten wird der Farang jahrlang betrogen ohne es zu merken. Selbst gemeinsame Kinder ändern nichts an der Aufgabenstellung der Ehefrau

Ich bin in meinem Leben schon mehr Gereist und nicht nur in die Grossstadt,Auswandern ist kein zuckerschlecken Nein da haben sie recht doch jeder darf seine ehrfahrungen machen gute und schlechte das ihre Bekannten, wie es mir scheint ,nur oder fast nur schlechte ehrfahrungen gemacht haben, haben sie wohl die falschen Leute getroffen oder verkehren in Bars mit leichten mädchien sodas sie nur betrogen werden konnten! Anders kann ich es mir nicht erklären denn meine Bekannten leben auch in Thailand ( hängen nicht in Bars rum)und haben keine solchen krasse ehrfahrungen gemacht wie die ihrer ! Burmesen reden schlecht von thais thais von Burmesen das ist so! Es hängt sicher auch mit der Geschichte zusammen aber das git es überall wieso reiten sie darauf rum? Mich machen meist Menschen wie Sie zornig die beleidigend werden gegenüber andere das ist nicht richtig! Die alle in einem topf stecken darum sage ich das sie keine ahnung haben,es gibt auch die gegenseite,von der könnten sie mal berichten mit ihren ehrfahrungsschatz!

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