Auswandern nach Spanien

Spanien Idylle: Altstadt von Marbella

Spanien ist ein beliebtes Ziel für Touristen und Auswanderer in Europa. Für Europäer ist ein Spanien-Aufenthalt der Inbegriff für Ruhe und Erholung. Das hat zu einer multi-kulturellen Gesellschaft geführt - eine sichere und angenehme Oase für viele, die ins Ausland ziehen wollen. Die hohe Sonnenscheindauer macht Spanien für Menschen aus kälteren Regionen der Welt attraktiv.

Steckbrief: Spanien in Zahlen

DatenKommentar
Amtssprache: Spanisch--
Hauptstadt: Madrid--
Fläche: 504.645 km²--
Einwohnerzahl: 46.438.422(2016)
Bevölkerungsdichte: 92 Einw. je km²(Deutschland: 230/km²)
BIP je Einwohner: 32.360 USDnominal, #27 weltweit
Human Development Index: 0,869#27 weltweit
Deutsche im Land: 182.000(BA f. Statistik; hohe Dunkelziffer möglich)
Netto-Einwanderrate: 8 Einwanderer pro 1000 EinwohnerSchätzung für 2016

Spanien ist ein beliebtes Tourismusziel - weltweit die Nummer Drei. Auch bei den deutschen Auswanderern liegt Spanien weit vorn in der Beliebtheit. Und das seit Jahren und kaum verändert durch die Krisen der EU.

In der jüngsten Vergangenheit hat sich Spanien von einer schweren wirtschaftlichen Rezession erholt, die Mitte 2008 begann. Die Arbeitslosigkeit ist gesunken, bleibt aber im europäischen Vergleich hoch, besonders bei den Unter-25-Jährigen. Spanien ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone.

Spanien: Kathedrale auf Mallorca
Wer Mallorca nur als Tourist heimsucht, kennt das Wahrzeichen der Insel nicht. Die Kathedrale der Heiligen Maria (umgangssprachlich: La Seu) in Palma, der Hauptstadt von Mallorca und Bischofskirche des Bistums Mallorca. Erbaut 1230 bis 1590, denn die Siesta gehört zu Spanien dazu. Die Kirche, die heute nicht fertig wird, die wird es eben mañana ...

Ausländer in Spanien

Ende 2005 lebten schätzungsweise 4,8 Millionen Ausländer in Spanien. Es gibt zwar deutsche Siedlungen entlang der Ostküste, jedoch stammen die meisten Einwanderer aus anderen Ländern: Briten machen 8,1 Prozent, Franzosen 8 Prozent und Deutsche 5,6 Prozent der Ausländer in Spanien aus. Spanien verbindet zudem eine lange Geschichte mit Südamerika, was die Beliebtheit unter den dort gebürtigen Emigranten erklärt.

Spanische Kultur

Spanien hat viele Facetten und "Sub-Kulturen". Durch eine lange bewegte Geschichte haben sich zum Beispiel Katalonien, das Baskenland und Galizien die kulturelle Eigenständigkeit größtenteils bewahrt.

Spanien ist ein an historischen Kulturschätzen ausgesprochen reiches Land. Weltberühmt sind die steinzeitlichen Höhlen von Altamira. Die Kelten haben Spuren hinterlassen und natürlich das Römische Reich. Die Mauren prägten die iberische Halbinsel bis ins Mittelalter.

Heute konzentriert sich Spaniens Kunstszene in Madrid und Barcelona. Allerdings: Seit Spanien sparen soll (diktiert Brüssel), kürzt der Staat die Fördergelder für Kunst und Kultur. Das ist so überzeugend, wie der Alkoholiker, der seine leeren Schnapsflaschen ausspült, bevor er sie wegwirft, denn "man hat ja eine Vorbildfunktion für die Kinder." Zugleich wurde die MwSt auf Kulturprodukte auf 21% angehoben. Viele wichtige Kunstzentren werden von privaten Stiftungen von Banken und Versicherungen betrieben (z.B. Caixa-Forum in Barcelona, Sevilla und Madrid, Ausstellungssäle der Versicherung MAPFRE, der Fundación Juan March, u.a.)

Spanien: Esel in einem Olivenhain

Immer wieder suchen die Spanier die Balance zwischen Autonomiestreben und staatlicher Einheit auf der anderen Seite. Immer wieder wird der Ruf nach Unabhängigkeit von Madrid laut, aber die Vorteile der EU-Mitgliedschaft will auch kaum ein Vertreter der Autonomie ausschlagen. Dennoch sollte man auch sehen, dass es in den letzten Jahren keine offene Gewalt gibt - mit Gesprächen und politischen Aktivitäten wird versucht, die Situation zu lösen.

A propos Multikulti: Im Jahr 711 wurde Spanien von einem muslimischen Heer erobert. Die Mauren wurden erst 1492 endgültig vertrieben. In den Jahrhunderten dazwischen war die Iberische Halbinsel die Hauptverbindung zwischen dem christlichen Europa und der islamischen Welt. Kunst, Wissenschaft und eine beispiellose religiöse Vielfalt machten Spanien zu einem Anziehungspunkt für ganz Europa.

Und nach diesem kurzen Rückblick - wieder zurück in die Gegenwart. :)

Arbeit in Spanien

Die Struktur der spanischen Wirtschaft weist eine für Industrienationen typische Verteilung auf. Die Anteile der wichtigsten Bereiche am BIP im Überblick:

  • 68 % Dienstleistungen (1/3 des BIP entfielen vor 2007 auf den Immobiliensektor; 2016 ist dieser Anteil wieder erreicht)
  • 20 % verarbeitende Industrie
  • 9 % Bauwirtschaft
  • 3 % Landwirtschaft

Spanien hat einen starken Tourismussektor. Als eine Folge davon ist Saisonarbeit in allen Küstenorten weit verbreitet. Wenn Sie für längere Zeit in Spanien arbeiten wollen, ist es wichtig, dass Sie einen Arbeitsvertrag mit dem Arbeitgeber schließen. Arbeitgeber können befristete Verträge von bis zu 9 Monaten anbieten. Generell hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine unbefristete Anstellung, nachdem der befristete Saisonvertrag um ist.

Karte von SpanienAuch wenn die Löhne in der Regel in Spanien niedriger sind als in Deutschland, sind es andererseits auch die Lebenshaltungskosten. Es ist daher wichtig, dass Sie Löhne und die Entwicklung der Lebenshaltungskosten in Spanien mit Ihrer derzeitigen Lebenssituation vergleichen. Wenn Sie nur eine Seite beachten, wird das Bild verzerrt. Alle Steuern und Abgaben in Spanien werden direkt vom Lohn abgezogen. Wer illegal arbeitet, wird nach Hause ins Herkunftsland geschickt, dem Arbeitgeber droht eine Strafe. Seien Sie daher sehr vorsichtig, wenn Sie den Lohn bar auf die Hand bekommen. Unwissenheit schützt nicht vor Konsequenzen.

Wenn Sie aus einem unberisteten Vertrag gekündigt werden, können Sie in Berufung gehen. Das ist ein ziemlich starres und durchgeregeltes Verfahren, bietet jedoch einen gewissen Schutz für den Arbeitnehmer. Der spanische Arbeitsmarkt gilt als im EU Vergleich leicht zugänglich für Ausländer.

Um in Spanien zu arbeiten, müssen Sie eine NIE-Nummer haben (Numero Identificacion de Extranjeros, wird nur an ausländische Arbeitnehmer vergeben) - das ist entscheidend!

Die Arbeitslosenquote lag Ende 2012 bei 26,6 % und erreichte damit den höchsten Stand in der Europäischen Union. Gleichzeitig stieg auch die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen auf 56,5 %, das bedeutet die zweithöchste Quote nach Griechenland.

Klima in Spanien

In Spanien gibt es drei Hauptklimate, je nach geographischer Lage und Höhenlage: mediterranes Klima, ozeanisches Klima und Steppenklima.

Mediterranes Klima

Das mediterrane Klima ist durch trockene und warme/ heiße Sommer und kühle bis milde und feuchte Winter geprägt. Das ist in Spanien vorherrschende Klima. Diesen Klimatyp kann man weiter unterteilen: „Standard Mittelmeerklima“ der Flachlandgebiete und „Kontinental geprägtes Mittelmeerklima“ im Landesinneren. Je weiter im Landesinneren und je höher, desto kälter und länger werden die Winter.

Windmühle in Spanien

Wo gibt es was? Standard-Mittelmeerklima herrscht in den Küstengebieten (mit Ausnahme der nördlichen Atlantikküste), im Becken des Guadalquivir, am Unterlauf des Tejo und im Guadiana-Beckens im Westen des Landes. Das kontinental geprägte Mittelmeerklima herrscht in der Meseta (Iberische Meseta, bzw. Hochland von Kastilien).

Ozeanisches Klima in Spanien

Im nördlichen Teil des Landes herrscht ozeanisches Klima. Vor allem im Baskenland, Asturien, in Kantabrien und Navarra. Diese Klimaregion kennt regelmäßigen Schneefall in den Wintermonaten.

Steppenklima in Spanien

Das semiaride Klima (Steppenklima, halbtrockenes Klima) überwiegt in der Provinz Santa Cruz de Tenerife (Kanarische Inseln), Provinz Almeria in Ost-Andalusien, in der Region Murcia und der Provinz Alicante. Außerdem herrscht dieses Klima im Nordosten (Provinz Saragossa, Ebrotal), und in Teilen von Navarra. Es ist auch in großen Bereichen des zentralen Hochlandes anzutreffen; vor allem in der La Mancha und Gebieten der Extremadura. Im Unterschied zum Mittelmeerklima hält die Trockenzeit über das Ende des Sommers hinaus an.

Blick auf Saragossa
Zwei Wahrzeichen von Saragossa: die Basílica del Pilar und der Ebro.

Noch mehr Extreme: Noch mehr Schnee - oder noch mehr trockene Hitze

Neben den drei Hauptklimazonen gibt es in kleinen Gebieten noch andere Klimate. Sie haben eines gemeinsam: Alle sind irgendwie extrem. Alpines Klima herrscht in den oberen Höhenlagen im Kantabrischen Gebirge, in den Pyrenäen und der Sierra Nevada. Sierra Nevada? Ja, in Andalusien. Hier ragt der Mulhacén auf, mit 3.478 Metern der höchste Berg Spaniens. Tropisches Klima gibt es in den Küstengebieten der Kanarischen Inseln. Heißes Wüstenklima gibt es an der Südostküste um Almeria und Las Palmas.

Immobilien in Spanien

"Viele spanische Familien haben neben einer Wohnung in der Stadt ein Wochenendhaus auf dem Land oder am Meer. Nach Zahlen der Banco de España gab es Ende 2005 in Spanien ca. 23,7 Mio. Wohnungen (spanisch Piso) und 15,39 Mio. Haushalte. Damit kommen auf einen spanischen Haushalt 1,54 Wohnungen, die höchste Rate der Welt. 85 % der spanischen Wohnungen werden von ihren Eigentümern bewohnt, 15 % vermietet." (Wikipedia)

Der Immobilienmarkt in Spanien ist sehr rege, vor allem in den Küstengebieten. Touristen und europäische Einwanderer zieht es zum größten Teil an die Mittelmeerküste. Zwar gibt es eine Vielzahl von Hot Spots an der Küste, in den Innenstädten sind die Preise jedoch weniger aufgeblasen. Diese Unterschiede schwinden, weil mehr Ausländer Spanien als neue Heimat wählen und sie meist in die spanischen Großstädte ziehen. Die Wirtschaftskrise hat den Preisanstieg vorerst gedämpft und zu einer Preisstabilisierung geführt.

Lange Zeit war Spaniens Immobilienmarkt nur auf kaufende Kunden aus, das große Geld sofort sollte es sein. Später setzte sich langsam (!) die Einsicht durch, dass viele Auswanderer nicht sofort kaufen wollen oder können, sondern mieten wollen. Miete kann eine Übergangslösung sein, um die Wohngegend zu sondieren, außerdem ist es billiger und die Auswanderer müssen ihr angestammtes Heim nicht aufgeben. Viele Makler tun sich aber 2014 immer noch sehr schwer, Mietobjekte anzubieten.

Staatliche Leistungen in Spanien

Das spanische Sozialsystem ist auch für ausländische Arbeitnehmer attraktiv. Wer zum Beispiel nach sechs Monaten oder mehr seine Vollzeitstelle verliert, hat Anrecht auf das gesamte Leistungsspektrum staatlicher Unterstützung.

Fazit

Für viele ist Spanien das Zielland, wenn sie dauerhaft ins Ausland gehen und nicht mehr arbeiten müssen. Für Spanien sprechen das warme Klima (das ganze Jahr wie im Urlaub:) und die niedrigeren Lebenshaltungskosten im Vergleich mit Deutschland. Bevor Spanien sehr hart von der Wirtschaftskrise getroffen wurde, waren die guten Aussichten am Arbeitsmarkt ein weiteres Plus. Aber das war einmal. Auch 8 Jahre nach Ausbruch der Krise ist es schwer, als Deutscher in Spanien Arbeit zu finden.

Webtipps

letzte Bearbeitung: 23.06.2017

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Kommentare

Hallo in die Runde!

ich habe soeben die Postings überflogen und bin erschrocken über die vielen negativen Seiten bezüglich des Auswanderns nach Spanien. Ich bin vor 1,5 Jahren in die Türkei genauer gesagt nach Antalya ausgewandert. Da muss ich sagen, da bleibe ich lieber hier als nach Spanien zugehen. Denn noch sind die Lebenshaltungskosten viel niedriger als im übrigen Europa und Jobs gibt's auch zur Genüge in der Tourismusbranche. Zwar kann man, wie überall, auch hier abgezockt werden ( Häuserkauf),doch gibt es so etwas wie menschliches Miteinander noch und Hilfsbereitschaft. Es gibt zwar auch einige Nachteile, da die Türkei kein EU-Land ist. Demzufolge ist es auch schwierig eine Arbeitserlaubnis und eine Krankenversicherung zu bekommen. Ich könnte mir auch noch vorstellen nach Südfrankreich zu gehen( ich spreche fliessend französisch). Hat jemand vielleicht Erfahrung, wie es im Tourismusbereich in Südfrankreich aussieht? Ich würde mich über Antworten freuen.

Hallo Gast,
Erstmal mußt du dir überlegen, wohin du in Spanien möchtest. Es werden 5 verschiedene Sprachen gesprochen und je nachdem wo du wohnen willst, mußt du diese auch beherrschen. Ich habe die Erfahrung, daß Sprachkurse zwar Grundkenntnisse vermitteln, aber die verschiedenen Dialekte verstehst du damit nicht. Das bringt die Zeit.

Arbeit ist sehr schwierig. In Andalusien ist die Arbeitslosigkeit jetzt auf 30% gestiegen. Da hast du als Ausländer keine Chance. An den Küsten gibt es nur niedrig bezahlte Saisonarbeit. Und Deutsche haben einen schlechten Stand. Die sind nicht sehr beliebt. Das haben wir wohl unseren überheblichen Landsleuten zu verdanken. Spanier lassen sich nicht gern sagen, daß sie nichts auf die Reihe bringen.

Und das, was du über D schreibst, meinst du in Spanien ist das anders? nein, im Gegenteil.
Ich denke, die Wirtschaft in Spanien steht bald vor dem totalen Kollaps. Die schlechteste Zeit um hierher auszuwandern.
Was braucht man an Geld? Du solltest dich mindestens 6 Monate ohne Arbeit versorgen können.

Und Wildcampen wird streng geahndet und ist auch gefährlich. Fast das ganze Land gehört Jemand und da kann es passieren, daß einem plötzlich gewehrkugeln um die Ohren fliegen. Es gibt eine hohe Kriminalität und das Ausrauben von Ausländern ist sehr beliebt.

Aber wenigstens kommst du nicht mit Kindern hier an. Die tun mir immer leid, wenn wieder solche Traumtänzer hier aufschlagen, und von nichts Ahnung haben.

Hallöchen an alle Auswanderer und die, die es Vorhaben :-)

Warum ich Auswandern möchte ?
Nun, ich verspüre die schleichende Kulturlosigkeit,
die Unzufriedenheit mit sich selbst, die rastlose Gier
nach immer mehr, die allmähliche Zerstörung der Menschlichkeit, die nicht mehr nachvollziehbaren Staatshandlungen gegenüber den Bürgern und anderen Ländern. Die Medien hetzen die hart Arbeitenden gegen die Hartz IV Beziehern auf, Kriege im Ausland werden Beschönigt oder Beschwichtigt und europäische Soldaten lassen ihr Leben für die Amerikanische gute Sache.

Ich werde da auch nicht weiter darauf eingehen, sonst artet
das schnell in die Verschwörungstheorie und das will ich
hier nicht machen ^^ Wer zwischen Recht und Unrecht unter-
scheiden kann wird Erkennen, das in Deutschland sehr viele
Dinge nicht zueinander Passen. Nun... Bei mir schlägt die
Müdigkeit in Deutschland durch, kein Lebensgefühl mehr, sich
in Deutschland zu Behaupten und eine Familie zu gründen wo
die Zukunft in die Ungewissheit abdriftet. Ich will und werde mich nicht einem Staat beugen, wo man nur als "die
Ware" angesehen, behandelt wird. Dafür ist mein Leben viel zu kurz und zu kostbar.

Ich will andere Menschen, kulturen und Landschaften kennen lernen. Denn mein Zuhause ist nicht Deutschland, Spanien, Frankreich oder irgendeine andere Nation, sondern diese Welt.

Über mich...

Ich bin 35 Jahre alt und Ledig.
Bin gelernter Energieelektroniker/Anlagentechnik
und momentan mal wieder Arbeitsuchend.
Ich war schon als Maurer, Offsetdrucker und Maler & Lackierer tätig und jo, scheue mich nicht vor anderen
Tätigkeiten, Herausforderungen ^^
Ich Spreche leider kein Spanisch. Bin aber gewillt,
Spanisch zu Lernen.

Meine Fragen.

1. Wo finde ich aktuelle Stellenangebote
2. Sind Deutsche in Spanien wirklich nicht mehr so
Willkommen ?
3. Wie schaut es mit Zelten usw. in Spanien aus ?
Ich frage deshalb, weil ich ein totaler Survival
Fan bin und die Natur pur Genießen möchte.
Ich bin aber kein Öff Öff Mensch, weil das wär doch
ein bissel zu Heavy für mich.
4. Da ich gern die spanische Kultur und das Land kennen
lernen möchte, muss ich wohl erst einmal ein bissel
Geld zurseite legen. Könnte mich aber auch mittels
Nebenjobs über Wasser halten. Wie schaut das aus mit
den Nebenjobs und wieviel Geld sollte ich mir zur seite
Legen, so Phi mal Daumen ?
5. Wird man durch irgendwelche Vergehen, wirklich gleich
nach Hause geschickt, wegen Wildkampen und alles was
damit noch so verbunden ist ?

Ok, das wars erst mal für Heute ^^

MFG
Jörg K.

Aber hallo ! Mit 1830 Euro monatlich kann man schon sehr gut in Deutschland leben! Damit in Spanien erst recht, würde froh sein, wenn ich dies monatlich hätte ! Dazu noch ein kleiner Spruch " Hüte Dich vor Sturm und Wind und Deutschen die im Ausland sind" !

Mit freundlichen grüssen

Diese Immo-Preise sind völlig normal. man kann verhandeln. Und achten sie auf die Bauqualität. Es kann sonst ganz schnell teuer werden. Und sie müssen neben den Maklerkosten noch die Kosten für die Escritura einplanen. Das ist der Grundbucheintrag. Kaufen sie nur ein Grundstück mit Escritura!
Mit ihrer Rente müßten sie hinkommen, wenn das Haus bezahlt ist. Da sie nicht mehr arbeiten wollen, müssen sie sich privat versichern. Das ist aber machbar. Allerdings ist die ärztliche Versorgung eher schlecht.

Hallo,

wir Ehepaar 59/55 möchten an der costa blanca ein kleines
Haus kaufen und dort leben.

Zwar sind die Preise für Häuser gefallen aber bei den Maklern immer noch sehr hoch-ca 200.000 Euro für ein 80 qm Haus
mit 200 qm Grund ist ja nicht wirklich günstig.
Ist es in Spanien üblich,die Preise als Verhandlungsbasis
zu sehen oder sind die Preise im Immobiliensektor eher
Festpreise?

Ist ein normales-nicht luxuriöses-Leben mit 1830 Euro
Rente bei bezahltem Haus möglich(Krankenvers.und Haus-Nebenkosten gehen da noch weg)

Vielen Dank für Ihre Meinungen

Hallo Gast, lebe erstmal in Spanien und du wirst sehen, daß die Bürokratie in D noch zu überbieten ist. Es ist einfach nervig, daß sich auf den Ämtern niemand mit Gesetzen auskennt. Jeder erzählt etwas anderes, jeder verlangt andere Papiere. Und dann dauert alles ewig.
Kann schon sein, daß man in D wegen einer geklauten Bulette seinen Job verliert. Das ist halt die deutsche Krümelkackerei. Die hat man hier zwar nicht, aber manchmal würde ich gern mit der deutschen Genauigkeit tauschen.

Dieses ewige "Morgen", diese Unzuverlässigkeit.
Aber die Erfahrung zeigt, daß Auswanderungswillige keine Ratschläge annehmen. Sie wissen alles besser, ihnen passieren keine Fehler. Die, die schon Jahre in Spanien leben, wollen bloß nicht das tolle Land mit noch mehr Deutschen teilen. Jeder muß seine Erfahrungen selber machen. Nur schade um die vielen Familien, die hier schon zerbrochen sind, da sie dem Stres nicht standgehalten haben.

Hallo Sevillana !
Du magst ja in sehr vielen Recht haben! Was die illegalen Müllkippen angeht und auch das Sonstige! Das aber die Bürokratie höher ist als in DE das nehme ich Dir nicht ganz ab! Hier steht man schneller vor dem Kadi wegen Lappailen als einem lieb ist, Ich kenne solche Fälle zur genüge!Ich kannte zb. jemanden der mit einen abgelaufenen KFZ Kennzeichen in Spanien gefahren ist ,dieser wurde von der Polizei angehalten und durfte weiterfahren, hier in DE ein Unding! Was die Arbeitslosigkeit angeht, diese ist auch in DE sehr hoch und wird stetig höher werden! Die Krise ist nun mal Weltweit !
M.f.G.

Hallo,
Ich lebe seit 21 Jahren auf Mallorca und vieles was hier schon geschrieben wurde kann ich voll und ganz unterschreiben.
Hier wurdein den letzten 10 Jahren gebaut und gebaut, doch ist auch hier der Immobilienmarkt eingebrochen und vieles steht leer/gehört mittlerweile der Bank. Für die hier lebenden teils eine gute Entwicklung, da sich nach 5 teuren Jahren das Mietpreisniveau wieder auf einem erträglichen Stand einpendelt. Trotzdem sind jetzt Zwangsräumungen an der Tagesordnung. Auch hier hat die Finanzkrise zugeschlagen.
Zudem sitzt die halbe Partei wegen Korruption im Knast, eigentlich sollte sie sogar handlungsunfähig sein.
Keiner sollte sich vorstellen, das er hier im Moment willkommen ist, denn die Arbeitslosigkeit ist hoch und es ist verständlich, das die Spanier sich von Ausländern nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollen.
Früher waren die Deutschen gerne gesehen, jetzt merkt man das dies nicht mehr so ist. Das fängt damit an, das man selten gegrüßt wird und hört damit auf, das die Polizei regelrecht Jagd auf deutsche Autos macht.
Wer kein spanisch spricht, kann höchstens im Sommer in der Gastronomie arbeiten, doch auch da sind die Arbeitsplätze knapp und die Löhne niedrig. Eine kleine Wohnung unter 500 Euro ist fast nicht zu bekommen und manch einer verdient hier mal nur 800 Euro.
Der Winter ist lang, feucht und teuer. Heizkosten fressen viel Geld auf. Die Bürokratie ist ungeheuerlich. Um ein deutsches Auto umzumelden rennt man tagelang durch viele Ämter und die reine Ummeldung kostet ohne die Luxussteuer um die 700 Euro.
Aufpassen sollte man auch vor anderen Deutschen. Manche leben davon ihren deutschen Zuwanderern bei der Bürokratie zu helfen und die stehen dann plötzlich ohne Geld da.
Die Kriminalität ist hoch, Tendenz steigend. Ostdeutsche Banden überfallen Leute und plündern Häuser.
Die jetzige Partei möchte am liebsten nur noch Yachbesitzer und Golfspieler. Dementsprechend ist das Verhalten gegenüber Zuwanderern, die nicht viel Geld haben.
Eine gute Idee ist es, sich mal ein halbes Jahr das Leben hier anzuschauen und nicht gleich in Deutschland alles aufzugeben. Die Schulen sind längst nicht so gut wie in Deutschland und die erste Sprache ist Catalan. Catalan kann man nur in bestimmten Teilen von Spanien nutzen. Das heißt, wenn man später in Madrid studieren will, dann war das alles für die Katz. Kastellan wird als Zweitsprache gelehrt.
Wer sich hier selbstständig machen will,muß Geduld haben und für mindestens 1 Jahr genug Geld mitbringen.
Wer Fragen hat, kann mich gerne fragen.
lieben Gruß
Anita

Wer nach Spanien auswandert, um der Bürokratie, dem trüben Wetter und der schlechten Stimmung in D zu entgehen, kommt sicher vom Regen in die Traufe. In Spanien ist die Bürokratie wesentlich höher als in D. Dazu kommt, daß sich niemand wirklich auskennt. Der Eine sagt ja, der andere nein. Und dann dauert alles ewig. Was ich hier schon an den Ämtern verzweifelt bin. Es sei denn, du hast genug Geld, um die Leute zu schmieren. Dann geht plötzlich alles ganz schnell. Spanien ist mit das korrupteste Land in der EU.
Und die Menschen sind auch nicht mehr die freundlichen,netten und hilfsbereiten, wie ihr sie aus dem Urlaub kennt. Bei mehr als 20% Arbeitslosigkeit sinkt auch die beste Stimmung. Viele Familien stehen am Rande des totalen Bankrotts. Noch dazu, wo hier in Spanien fast Alles auf Kredit gekauft wird. Ich kenne viele, die ihre Wohnungen jetzt verloren haben. Die prügeln sich um Arbeit. Und jetzt kommt ihr und wollt die letzten Arbeitsplätze wegnehmen. Was meint ihr, wie willkommen ihr seid. Nein, hier wartet niemand auf euch. Und wenn es eine Arbeit gibt, die Spanier nicht machen, dann sind da die Südamerikaner. Die arbeiten total billig und sprechen die Sprache perfekt. Das werden eure Konkurrenten sein.

Es gibt kein perfektes Land. Spanien hat die unfähigste Regierung, die ich kenne. Da seid ihr in D noch sehr gut bedient. Die Umwelt wird wegen bißchen Profit schamlos zerstört. Die Mittelmeerküste ist fast total zugebaut. Es herrscht im Sommer schon Wasserknappheit, trotzdem werden immer neue Golfplätze genehmigt. Die Rückzugsgebiete von Vögeln werden für Treibhäuser trockengelegt. Abwässer fließen ungeklärt ins Meer. Überall in der Landschaft gibt es wilde Müllkippen. Man kann das beliebig fortführen. Es ist so schade um dieses schöne Land.

Und was ist so toll daran, ans Mittelmeer in ein deutsches Ghetto zu ziehen? Komischerweise wollen die meisten da hin. Liegt wohl an den fehlenden Sprachkenntnissen. Und wer möchte schon im Ausland auf leberwurst, den Gesangsverein und deutsches Bier verzichten? Spanien ist so schön, wenn nur die Spanier nicht wären- Zitat eines Deutschen. Dafür sind in diesen Regionen die Gerichte von den Nachbarschaftsstreitigkeiten der Deutschen überlastet. Genau wie in D, so geht das hier weiter. Ich kenne Deutsche, die leben schon 10 Jahre in Spanien und können mal gerade auf spanisch ein Bier bestellen. Und dann wundern die sich, daß sie ausgegrenzt sind. Was wird in D über Ausländer geschimpft, die kein deutsch lernen. In Spanien seid ihr die Ausländer!
Also, wenn ihr auswandert, um der schlechten Stimmung in D zu entgehen- dann bleibt wo ihr seid!

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