Über den Happy Planet Index HPI

Der Happy Planet Index (HPI) misst das Wohlergehen der Menschen nach Effizienzkriterien. Das Besondere: ökologische Aspekte spielen in der Effizienzfrage eine wesentliche Rolle.

Der Index offenbart nicht die "glücklichsten" Länder der Welt. Er zeigt die relative Effizienz, mit der die Nationen mit ihren natürlichen Ressourcen langfristig ein glückliches Leben für ihre Bürger sichern.

Die Nationen, die den Index anführen, nicht die glücklichsten Orte in der Welt. Jedoch sind es die Nationen, die gut zeigen, dass langes, glückliches Leben ohne eine Überlastung des Ressourcen des Planeten möglich ist. Der HPI zeigt rund um die Welt, dass ein hoher Ressourcen-Verbrauch nicht zuverlässig ein hohes Maß an Wohlbefinden (Lebens-Zufriedenheit) erzeugt - und dass es möglich ist, hohe Lebensqualität ohne übermäßigen Ressourcenverbrauch zu erreichen.

Implizite Kritik und Orientierungsabsicht des HPI

Der Happy Planet Index zeigt damit, dass es verschiedene Wege zur Erreichung vergleichbaren Wohlstands gibt. Der Wohlstand und die Lebensweise des Westens geraten so unterderhand in die Kritik. Langes Leben und hoher Lebensstandard sind hier gesichert - aber mit "kontraproduktiven Kosten", also (zu) hohem Ressourcen-Verbrauch, so die NEF.

Der Happy Planet Index versucht, sich unideologisch und sachlich auf die Grundlage wirtschaftlichen Denkens zu berufen: Was kommt an Ressourcen rein (Input) und was kommt dabei raus (output) werden relationiert.

Der daraus resultierende Index der 178 Nationen, für die Daten verfügbar sind, zeigt, dass die Welt als Ganzes einen langen Weg vor sich hat. Im Hinblick auf nachhaltiges Lebensglück können alle Staaten vieles besser machen. Kein Land erreicht einen "Rundum-Highscore" und kein Land schneidet in allen drei Indikatoren gleich gut ab.

Dennoch lassen sich im Vergleich interessante Muster entdecken. Sie sollen zeigen, wie wir vielleicht auf besserem Weg lange und glückliche Leben für alle erreichen, während die Lebenshaltungskosten in unserer Umwelt sinken.

Die Herausforderung wird sein, welche Lehren wir aus dem HPI ziehen und anwenden.

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