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Bewerben im Ausland

Wer auswandern möchte, ohne sich in der neuen Heimat selbstständig zu machen, auf den wartet ebenfalls ein ganz regulärer Bewerbungsprozess. Mit viel Geschick und einer Prise Glück endet für Sie dieser Prozess nach dem Bewerbungsgespräch in einem Angestelltenverhältnis. Nützliche Tipps und Tricks für Ihre Bewerbung finden Sie hier!

ein Gastbeitrag von Karriere-Guru.de

Bevor Sie sich bewerben:

Räumen Sie in Ihrem digitalen Umfeld einmal ordentlich auf! Beginnen Sie zunächst bei den sozialen Netzwerken für Ihr reines Freizeitvergnügen, d. h. Facebook, Twitter, Instagram, Flickr etc. Durchforsten Sie die Bilder, auf denen Sie verlinkt wurden und eindeutig zu erkennen sind. Welchen Eindruck würden Sie als Außenstehender von sich selbst gewinnen?

Im zweiten Schritt prüfen Sie Ihre Präsenz auf den beruflichen sozialen Netzwerken (Xing, LinkedIn etc.). Welche Kontakte haben Sie und wie können Ihnen diese Kontakte schaden? Welche Angaben haben Sie gemacht und wie aktuell sind diese Angaben? Welche Beiträge habe ich wo hinterlassen? Alles, was sich negativ auf Ihre Karriere in einem Unternehmen auswirken kann, sollte tunlichst von Ihrem Profil bereits vor der Bewerbung verschwinden.

Oder kurzum: Bereinigen Sie Ihre Internet-Profile, bevor der Personaler die studiert und sie Ihnen evtl. schaden können!

Beginnen wir also mit dem ersten richtigen Schritt zum neuen Traumjob:

Die Bewerbung

Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Andere Länder, andere Sitten.“. Wenn Sie Ihre Bewerbung für ein Unternehmen im Ausland verfassen, gilt der erste Blick dem Unternehmen und dessen Anforderungen für den angebotenen Job: Nicht in jedem Land ist es üblich, seine Bewerbungsmappe mit allen Zeugnissen zu schmücken. Gleiches gilt für Motivationsschreiben – unaufgefordert eines mitzuschicken, kann schnell ungewollt zu einem Fauxpas werden. Daher ist der erste Schritt:

Bewerbungswünsche sowie Anforderungen des Unternehmens und der Stelle prüfen!

Viele Personalabteilungen fordern mittlerweile gerade von ausländischen Bewerbern ein Curriculum Vitae – kurz einen CV. Hierbei gilt es kleine Formunterschiede zu beachten, da es diesen sehr kurzen Lebenslauf einmal in einer britischen und einmal in einer amerikanischen Variante (auch bekannt als Résumé) gibt. Weitläufig begehen Bewerber schnell den Fehler, die Bezeichnung CV für beide Varianten gleichzusetzen. Informieren Sie sich daher vorab, entweder auf der Internetseite des Unternehmens oder über ein Telefonat, was genau von Ihnen gefordert wird. Ebenso bietet sich die Frage an, in welcher Sprache die Bewerbungsunterlagen verfasst werden müssen. Je nachdem, wie international das Unternehmen agiert, kann es sein, dass Sie sich nicht in der Landessprache, sondern auf Englisch bewerben sollten.

In beiden Fällen gilt es, die Varianten des internationalen Lebenslaufes immer wieder auf die jeweiligen Stellen anzupassen, vor allem im Hinblick auf Hobbies sowie Ehrenämter. Es ist wichtig, vor allem aufgrund des beschränkten Umfangs von 1 bis max. zwei Seiten, sich auf die wichtigsten und vor allem auf die elementaren Aspekte zu konzentrieren.

Kleiner Tipp: Wenn Sie sich im europäischen Ausland für einen oder mehrere Jobs bewerben möchten, können Sie sich gerade für den Lebenslauf am Europass-Lebenslauf orientieren, welcher von der Europäischen Kommission entwickelt worden ist.

Welche Angaben darf ich machen?

Wer sich zum Beispiel in den USA bewirbt, der sollte jegliche Angaben zur Person vermeiden, die zu einer Diskriminierung führen können. Hierbei handelt es sich um Angaben wie den Geburtstag, Religionszugehörigkeit, Geschlecht, Hautfarbe und, und, und. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls ein Bewerbungsbild tabu. Bewerbungen, welche diese Angaben enthalten, können nicht weiter im Bewerbungsprozess berücksichtigt werden.

Daher gilt: Informieren Sie sich vorab, ob es rechtliche Einschränkung bei der Bewerbung um einen Job in dem jeweiligen Land gibt.

Wie steht es um das Anschreiben?

Das Anschreiben sollte die Länge einer Seite nicht überschreiten. Ganz streng – und das vergessen Bewerber schon einmal gerne – dient das Bewerbungsschreiben lediglich dazu, den Grund des Schreibens zu zeigen und den Aspiranten kurz vorzustellen. Natürlich geht das nicht ohne eine entsprechende Eigenwerbung.

In jedem Bewerbungsschreiben sind die folgenden Punkte wichtig:

  • Benennen Sie den richtigen Ansprechpartner in dem richtigen Unternehmen
  • Keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler machen
  • Vermeiden Sie Superlative, das wirkt schnell arrogant statt selbstbewusst
  • Seien Sie individuell und verzichten Sie darauf, Floskeln zu kopieren und einzufügen
  • Kein Schwafeln, sondern direkt und präzise auf den Punkt kommen
  • Bitte nicht den Lebenslauf, das Résumé oder den CV einfach nacherzählen
  • Vermeiden Sie es, beim Bewerbungsschreiben den Rahmen von einer Seite zu überziehen. Bedenken Sie: Ein Personaler erhält mehr als eine Bewerbung pro Tag und möchte dementsprechend nicht mehr als nötig für einen ersten Eindruck lesen.
  • Vergessen Sie nicht Ihre Unterschrift am Ende des Anschreibens

Wenn Sie Ihrer Bewerbung den letzten Schliff verpassen möchten, so fügen Sie noch ein Deckblatt hinzu. Dort können Sie Ihr Bewerbungsbild, noch einmal Ihre Anschrift, einen Vermerk zu den Anlagen sowie eine Überschrift mit Ihrem zuletzt erworbenen Abschluss einfügen.

Mit der Hilfe von diesen Tipps und Tricks sollten Ihnen künftig bei der Bewerbung die Türen für ein Vorstellungsgespräch offen stehen. Wenn Sie jedoch im Hinblick auf Ihre Unterlagen sichergehen wollen, dann lassen Sie Profis einen Blick auf Ihre Unterlagen werfen!