Survival Tipps für Aussteiger – besteht Interesse?

Vor einigen Tagen hatte uns James Wesley Rawles ein Interview gegeben. Aufgrund des großen Interesses habe ich mich bei Survival Tipps und Tipps für Aussteiger umgesehen. Spannendes Thema! Ich fühlte mich irgendwie an Rambo erinnert:)

Mitten in der Wildnis überleben: Survival
… es sind 60 Kilometer zum nächsten Dorf. Du hast ein Taschenmesser und eine Wasserflasche dabei. Was tust du?

Wir könnten die Themen gern vertiefen. Dazu möchte ich eure Interessen und Fragen genauer verstehen. Hinterlasse einen Kommentar, dann können wir schneller die Themen behandeln, die dich interessieren.

Survival ist nicht gleich Survival

Wikipedia stellt den Begriff so vor:

Survival oder Survivalismus bezeichnet eine Lebenseinstellung, bei der man sich damit beschäftigt, sich auf ungewohnte oder gefährliche Lebenssituationen vorzubereiten, um diese zu meistern bzw. zu „überleben“. Anwendung finden dabei verschiedenste Techniken und Hilfsmittel u. a. von Naturvölkern aus aller Welt, um die menschlichen Grundbedürfnisse wie Nahrung, Wasser und Schutz zu gewährleisten.

Meines Wissen steht in Deutschland „Survival“ für so Sachen wie: Wie baue ich ohne Schlafsack und Zelt ein Lager im Freien?, Wie mache ich Feuer ohne Streichhölzer?, Welche Pflanzen sind essbar? undsoweiter. Outdoortraining eben. (A propos: wenn du an einem Treffen mit Outdoorfans vom 5. bis 7. Juni teilnehmen willst, melde dich bei  Outdoorseiten.net. )

Als „Überleben“ übersetzt, geht viel von der Bedeutung von Survival im englischen Sprachraum verloren. Jim Rawles hat den Unterschied mit dem unterschiedlichen Zeithorizont erklärt:

  • Kurzfristig geht es um das Überstehen von besonderen Notlagen, die Survival Tipps sind entsprechend darauf gerichtet, mit ganz wenig oder ohne jedes Equipment über die Runden zu kommen.
  • Langfristig geht es um ein autarkes Leben – sich von möglichst allen äußeren Abhängigkeiten frei machen. Es geht nicht um Komfortverzicht. Sondern es geht darum, die optimalen Lebensbedingungen selbst sichern zu können.

Selbstredend will niemand über Monate oder Jahre in einer Laubhütte campen. Und so geht es beim langfristigen Überleben darum, sich vorzubereiten. Bereit sein ist alles. Ob dann eine neue Ölkrise ausbricht oder die Gesellschaft im Chaos versinkt, ist eigentlich irrelevant. Darum scheint mir, dass solche Survival Tipps auch für Aussteiger wichtig sind. Passt das?

Amerikanische Besonderheiten

In den USA trifft survival den Nerv der Pionierzeit: der Einzelne schafft in und aus der Wildnis eine zivilisierte Welt. Dieser Einstellung wird in Europa oft Paranoia und Endzeithysterie angedichtet. Meines Erachtens zu Unrecht, denn das ist völlig nebensächlich. Die zentrale Frage ist doch, wie weit verlasse ich mich auf mich selbst und ab wann auf die Gesellschaft?

In Krisen zeigt sich, wie zerbrechlich und voraussetzungsvoll unsere Ordnung ist. Oben war die Rede davon, dass Survival eine Lebenseinstellung sei. Also wenn Interesse besteht – Tipps für Aussteiger könnten wir hier öfter geben. Als Alternative zum auswandern oder in Verbindung damit.