Geheimtipp zum Auswandern: Thailand

Tempel in Bangkok, Thailand

Sonne, Sandstrand, Meer und Lebenshaltungskosten, die oft nicht mal 2/3 des in Deutschland Notwendigen betragen - das ist in Thailand möglich. Und darum weckt Auswandern nach Thailand mehr und mehr Interesse. Besonders Rentner können dort günstig einen luxuriösen Lebensabend genießen.

Steckbrief: Thailand in Zahlen

Daten Kommentar
Amtssprache: Thai --
Hauptstadt: Bangkok 9,27 Mio. Einwohner
Fläche: 513.115 km² --
Einwohnerzahl: 67.959.359 (2015)
Bevölkerungsdichte: 132 Einw. je km² (Deutschland: 230/km²)
BIP je Einwohner: 5.899 USD nominal, #85 weltweit
Human Development Index: 0,722 #89 weltweit
Deutsche im Land: 40.000 2014; Tendenz steigend
Netto-Einwanderrate: 0 Einwanderer pro 1000 Einwohner(2016)

Auf dieser Seite erfahren Sie, was das Leben in Thailand für Deutsche bietet:

  • Warum Thailand für alle mit gesichertem Einkommen oder mit Rente interessant ist.
  • Warum sich arbeiten in Thailand für Deutsche nur unter bestimmten Bedingungen lohnt (dann aber sehr lukrativ sein kann).
  • Warum Thailand für Aussteiger nicht mehr ist, was es früher war.

Karte von ThailandThailand gilt mancherorts schon als Auswandererparadies, besonders für Rentner und für Leute, die durch Vermögen ihren Lebensunterhalt gesichert haben. Die Zahl der Deutschen in Thailand liegt geschätzt bei 40.000.

Das tropische Klima in Thailand wirkt einigen Alterskrankheiten entgegen. Die günstigen Lebenshaltungskosten erlauben schon mit einer geringen Rente ein gutes - auf jeden Fall besseres Leben als in der Bundesrepublik.

Non Immigrant "O" Visum

Für Deutsche ab 50 gibt es das Non Immigrant "O" Visum. Es gilt für 1 Jahr und erlaubt unbegrenzte Einreisen. Ein Einreisestempel erlaubt den Aufenthalt für 90 Tage, dann wird zwecks Verlängerung (neuer Stempel) eine Ausreise fällig. Wenn Sie über monatliche Einnahmen von 65.000 THB (bzw. 1.727 EUR - 04/2017) verfügen, können Sie das Visum in Thailand auf 1 Jahr verlängern lassen.

Wer eine geringere Rente bekommt, muss den Differenzbetrag auf 800.000 THB 6 Monate vor Visaantrag in Thailand unangetastet auf der Bank haben. Denn die Auflage ist: wer in Thailand ein Retirement Visa beantragen will, muss folgende finanzielle Auflage erfüllen:

  • Bank Guthaben mit THB 800.000
  • monatliches Einkommen von mindestens THB 65.000
  • eine Kombination ist auch möglich, dann werden beide Posten addiert (Bank Account + Einkommen x 12 Monate = THB 800.000)

Vorteil: Sie müssen nicht alle 3 Monate das Land verlassen und wieder neu einreisen. Ist die Rente geringer, kann sie mit einem in Thailand angelegten Festgeld kombiniert werden.

Thailändisches Bankbuch/ Bankbescheinigung ist beim Visaantrag vorzulegen. Verdienst-, Renten- oder Pensionsbescheinigung sind durch die eigene Botschaft/Konsulat zu bescheinigen und beim Visaantrag abzugeben.

Rente in Thailand?

Tourismus: Pattaya bei Nacht

Ja, die Rente bekommen Sie dort ausgezahlt. Die Altersrente wird an Deutsche auch in Thailand zu 100% ausgezahlt. Auf andere Renten und die staatlichen Riesterzuschüsse müssen Sie allerdings verzichten oder Abschläge in Kauf nehmen.

Weitere Einzelheiten (z.B. Meldefristen, Überweisungsmodi) besprechen Sie bitte vorab mit Ihrer Rentenversicherung. Beachten Sie zu dem Thema auch den Artikel Rentner im Ausland

Welche Wohnorte sind in Thailand empfehlenswert?

Es spricht einiges dafür, den Altersruhesitz in Thailand in die Nähe der Tourismuszentren Pattaya und Phuket zu legen. Und zwar:

  • Dort ist die medizinische Versorgung am besten. Sie kann mit europäischen Standards mithalten.
  • Die Ärzte sprechen Deutsch.
  • In Pattaya und Phuket finden Sie auch deutschsprachige Hilfe für alle anderen Belange.
  • Dort haben sich bereits Landleute niedergelassen.

Allerdings kann nur jeder selbst entscheiden, ob er die Vielzahl ausländischer Touristen in der Hauptsaison gut verkraftet oder ob ihm die Region schon überlaufen ist.

Arbeiten in Thailand: wenn angestellt, dann als Expat

Bangkok, die Hauptstadt im nächtlichen Panorama
Die 9-Millionen-Stadt Bangkok, Hauptstadt des Königreiches Thailand im nächtlichen Panorama. Expats, die nicht im Tourismus arbeiten, werden die Metropole nur selten verlassen.

Wer nach Thailand auswandern will und dort als Angestellter arbeiten will/ muss, dem ist das Land nicht zu empfehlen. Denn Sie benötigen eine Arbeitsgenehmigung. Diese setzt einen Arbeitsvertrag einer thailändischen Firma mit einem Mindestgehalt von rund 60.000 Baht (1.593 EUR) monatlich voraus. Das ist für Thais ein Spitzenverdienst - für normale Angestellte sind solche Gehälter illusorisch. Das gilt natürlich auch für Deutsche - es sei denn, die deutsche Mutterfirma schickt sie.

Thailand für Unternehmer

Für ausländische Unternehmer ist Thailand mit Einschränkung attraktiv. Die Einschränkung besteht darin, dass sie keine Einzelfirma betreiben dürfen. Für Ausländer kommt nur eine Kapitalgesellschaft in Frage, wobei mindestens 51% der Firma in thailändischer Hand sein müssen. Mit einer Vertrauensperson (Ehepartner, Freund, Geschäftspartner), die selbst Thai ist, lässt sich jedoch eine sichere legale Lösung finden:

  • Sie als ausländischer Firmeninhaber halten 49 Prozent der Anteile
  • Ihr thailändischer Partner (Vertrauensperson) hält so viel, dass sie beide zusammen die Mehrheit der Shares haben
  • eine dritte Partei hält die restlichen Anteile. Das ist notwendig, denn bei Kapitalgesellschaften in Thailand muss es mindestens drei Gesellschafter geben.

Thailand ist kein Ort für "Aussteiger"

Thailand ist keine Heimat für den, der dem Alltag entfliehen will und als Selbstversorger oder von Gelegenheitsarbeiten leben möchte. Hauptgrund sind die verschärften Visabestimmungen. Sie erfordern die regelmäßige Ein- und Ausreise und schon die ist mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Die Einreiseregelung ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Insgesamt wollen die Behörden schlecht betuchte "Dauertouristen" aus dem Land fernhalten. Mit weiteren Verschärfungen ist darum zu rechnen.

Traditioneller Reisanbau mit Wasserbüffel in Thailand
Traditioneller Reisanbau mit Wasserbüffel - so sah das vor Jahrzehnten auch schon aus. Thailand ist einer der Haupterzeuger von Reis.

Wie ist das Wetter in Thailand?

Thailand liegt in den Tropen: hohe Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und dann gibt es noch den Monsun. Die kältesten Monate sind November bis Februar: Dann liegt die Temperatur bei 20°C. Die heißen Monate sind März bis Mai.

Es gibt Unterschiede zwischen nördlichen Bergland und den flachen Küsten im Süden. Durch die Berglage ist das Klima im Norden wechselhafter als im Süden, die Temperaturen liegen jedoch überall zwischen ca. 20°C und 30 °C.

Ursprünglich war Siam (der alte Name Thailands) flächendeckend Dschungel. Heute leben die meisten Thais in urbanen Gebieten. Dennoch gibt es noch immergrünen Regenwald und abgeschiedene Flüsse - Heimat exotischer Pflanzen- und Tierarten.

Politische Lage in Thailand

Dass Sie diesen Artikel lesen, zeigt, dass Sie nach besseren Lebensbedingungen als in Deutschland suchen und dass Sie wissen, was unsichere Verhältnisse sind. Stichwort: Rentenabsicherung, Nullrunden, Inflation. Ich habe nun eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie.

Die schlechte: Auch für Thailand ist die Zukunft ungewiss, politische Stabilität vermissen viele Thais. Bitte berücksichtigen Sie das in Ihren Planungen. Andererseits sollten die innenpolitischen Kämpfe nicht überbewertet werden. Auch nach dem Militärputsch 2014 geht das Leben weiter.

Und nun die gute: Wenn Sie den Teil hinter sich haben, wird es nur noch besser.

Politische Stabilität ist laut der Schweizer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG das zweitwichtigste Entscheidungskriterium für ausländische Investoren. Doch diese Sicherheit kann das Land nicht bieten. Das verschärft die Situation (für Berufstätige natürlich weit mehr als für Rentner).

Thailand hat 2017 eine Militärregierung. Der vorige Premier, Abhisit Vejjajiva, ist wieder das, was er vorher war: Oppositionsführer.

Doch auch wenn der Machtkampf nach der Jahrtausendwende lang und hart war - sonderlich neu war die Situation für die Thais nicht: Seit 1932 hat das Militär 19 mal geputscht, zuletzt am 22.05. 2014.

Wirtschaft in Thailand

Mit einer gut entwickelten Infrastruktur, unternehmerischer Freiheit und allgemein einer investitionsfördernden Politik wuchs Thailand zu einem starken Wirtschaftsstandort. Die Jahre 2013-15 waren eine Dürreperiode, innere Unruhen und ein schwacher Weltmarkt drückten die Stimmung. Wirtschaftlich steht Thailand für Elektronikprodukte, landwirtschaftliche Produkte und Automobile. Autobau in Thailand? Es handelt sich nicht um eigenen Marken. Aber jede große Automarke baut hier mindestens Teile oder komplette Autos - BMW, Daihatsu, Ford, Honda, Mercedes-Benz, Tata, VW und andere. Das ist eine Empfehlung für Expats.

Schwimmender Markt in Bangkok

Das andere starke Standbein ist der Tourismus. Thailand hat sich als exotisches Reiseland einen Namen gemacht. Die Verschiebung der Jahreszeiten ist ein Plus für die Thais: Wenn in Deutschland Winter ist, hat Thailand touristische Hochsaison. Im Tourismus können Deutsche Saisonanstellungen finden, z.B. in Tauchschulen, als Reiseführer, in Hotels und Gaststätten. Man muss die Gegend und die Materie kennen, dafür sind Thai-Kenntnisse nicht notwendig. Was dafür außer Deutsch unersetzlich ist, sind gute Englischkenntnisse - wie sonst können Sie schwedische, australische, russische oder US-amerikanische Gäste durchs Land führen?

Thailand als Schwellenland hat einen anhaltenden Arbeitskräftemangel. 2-4 Millionen Wanderarbeiter aus den Nachbarländern sind bereits da, um dem abzuhelfen. Europäische Expats können durch ihre Qualifikationen punkten.

Etwas verkürzt umreißen folgende Eckpunkte die Lage:

  • Die Inflation und das verlangsamte Wachstum in ganz Südostasien betreffen Thailand als Drehscheibe der Region besonders.
  • Kritisch sind die Abhängigkeit von Erdölimporten und der gesunkene Preis für das wichtige Exportgut Reis.
  • Die überwiegende Mehrheit der Thais kann lesen und schreiben - in Südostasien ist das nicht der Normalfall.
  • Die Gesundheits- und Sozialfürsorge ist deutlich besser als in den Nachbarländern.
  • Dennoch leben ca. 10% der Thais unterhalb der Armutsgrenze. Seit 2013 gibt es einen Mindestlohn von 300 Baht (ca. $ 10) pro Tag.
  • 2016 lag die Inflation bei 0,2%. 2015 waren es sogar -0,9% - wer nicht mehr arbeitet, den freut's.
  • Die Lebenserwartung liegt durchschnittlich bei 71,2 Jahren, Frauen 73,5 Jahre und Männer 69,1 Jahre. (Diese Zahlen sind verzerrt, weil eine relativ hohe AIDS Sterberate den Durchschnittswert drückt).

Also - wie so oft liegen Licht und Schatten dicht zusammen. Auch im Königreich Thailand.

Webtipps

letzte Bearbeitung: 27.04.2017

Bewerte den Artikel: 
Durchschnitt: 3.7 (83 votes)

Kommentare

Für ein Dauervisa ist vorraussetzung das man 800 000 bath auf einer thailändischen Bank hat oder 1140 monatliche rente . Man muß über 52 Jahre sein um ein Jahresvisa zu bekommen und diese kann man bereits in Deutschland beantragen. eine regelmäßige aus und einreise ist trotz allem notwendig.
Wenn man bescheiden lebt kann man auch mit einer geringen rente gut in Thailand leben ein Appartment für eine person kostet ca 100€ mit deutschem Standard können es aber auch mal 200-300 € sein und nicht zu vergessen ist die fehlende Krankenversicherung der meisten eine Auslandskrankenversicherung gilt nur 45 Tage danach muß eine andere Lösung her die nicht immer einfach zu bekommen ist . Aus diesem Grund bestehen die Behörden auch auf eine Einlage von 800000 Bath um solche dinge abzufedern. Also für Leute die nicht über das nötige Kleingeld verfügen ist Thailand mit Sicherheit kein Traumland auch wenn ich damit einigen Ihre Träume nehme.
MfG Burkhard

hallo,

wahrscheinlich weißt du die antwort wohl schon. da ich momentan nichts zu tun habe schreibe ich dir mal trotzdem.
informiere dich doch einfach bei der botschaft, da du dort die richtigen informationen bekommst.
ich habe schon oft gelesen, dass es egal ist ob du als rentner jeden monat 1200€/mtl überwiesen bekommst oder von deiner firma.
wenn du 30000€ auf deinen konto hast, dann bekommst du auch ein jahresvisum ohne probleme.
viel spaß in thailand.

martin

Hallo Gast !

Du brauchst einen gueltigen Pass, mit dem beantragt Du in Deutschland ein Non-Imigrant_Visum O.
Das zustaendige Thaikonsulat in Deutschland gibt Dir die Informationen was Du an Unterlagen vorlegen musst.Da hat sich einiges geaendert seit meiner ersten Einreise vor sechs Jahren.
Z.B Einkommensnachweis / Rentennachweis oder Finanznachweis und Gesundheitszeugnis!

In Thailand dann angekommen musst Du in den ersten Tagen ein Konto eroeffnen und dort einen Geldbetarg von 800 000.-THB einzahlen. ( Entweder in einem vorangehenden Urlaub schon arrangieren oder per SWIFT dann ganz schnell.)

Dies ist notwendig da Du vor Ablauf der der ersten drei Monate dein Jahresvisum beantragen musst und da muss der Betrag von 800 000.-THB bereits drei Monate vorhanden sein, bei ein paar Tagen wird da schoen ein Auge zugedrueckt.

Ein paar Kopien und man bekommt sein Jahresvisum, drei Monate vor Ablauf muessen die 800 000.-THB wieder auf dem Konto aufgefuellt werden, da man ja auch vom Konto einen Geldbetarg zum Leben abheben sollte.
Alle drei Monate ein Formblatt ausgefuellt das man noch Lebt und im Land ist, muss nicht mal persoenlich erfolgen.

Wenn das immer noch zu schwierig ist meine Frau hilft auch schon mal unseren Gaesten und es ist bis dato immer gut verlaufen.

Viel Glueck und Gruesse,

H. Prinz
Prinz-Garden-Villa, Hua Hin

Hallo Marion,

ich beschäftige mich schon ein gutes Jahr mit dem Gedanken
nach Thailand auszuwandern.

Würde aber gerne vorher in Thailand eine längere Zeit
Urlaub machen, um mich vorort zu informieren.

Hast Du Lust mit zukommen.

Melde Dich doch mal.

Bin 53 Jahre und Frühpensionär.

Liebe Grüße Werner

Denke mal das es sehr schwer für Dich sein wird eine arbeit zu finden,die auch noch gut Bezahlt wird!
Ich selbst gehe gerade für unbestimmte Zeit nach Thailand,und ich lebe von meinem gesparten,bin schon 20 Jahre jedes Jahr dort und ich kann es am besten beurteilen,es ist nicht so billig und günstig wie alle immer schreiben oder meinen.
Klar kann man günstig wohnen oder auch Essen, aber was ist mit der vielen Freizeit die man hat?
Wenn man kein Hobby hat das nicht viel kostet,und wie auch du schon erwähntest, nicht dem Barhoping und den Girls erliegen möchte,kann es mitunter recht öde werden.
Melde dich mal bei mir

wer kann mir ganz klar sagen wie ich am besten nach thailand auswandern kann,
was brauch ich( unterlagen,geld usw.)
hab nur 700.00 rente überall liest man was anderes nie eine klare antwort wie man dauerhaft in thailand ,,darf".
vielen dank im voraus

Ich Danke Dir Thaibediensteter!
Viele Infos hier sind ganz hilfreich, wenn auch manchmal etwas schwierig nachzuvollziehen ist, welche Motivation hinter dem ein- oder anderen Kommentar liegt.

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich gedanklich mit dem Thema Auswanderung, obwohl ich erst 40 bin. Ich denke das ich es mir finanziell leisten könnte. Damit mir nach einiger Zeit die Decke nicht auf den Kopf fällt und ich dem "Barhopping" verfalle frage ich mich ob es nicht einen Partner in Thailand gibt, der einem Arbeit anbietet wenn das "Gehalt" kein grosses Problem darstellt. Hierbei kann man dann ja auch die Sprache lernen.

In deiner Situation gibt es jede Menge Möglichkeiten mit Tricks ein Visa zu bekommen z.B. ein Bildungsvisa.

Aber lass dir eins gesagt sein, Thailand ist ein wundervolles Land für Besucher. Ausländer die dort leben wollen, und auch etwas vom Leben haben wollen wird es jedoch schwer gemacht. Gerade deine Einkommenssituation und deine berufliche Situation würden es dir doch möglich machen viel Zeit in Thailand und in Deutschland zu verbringen.

Ich habe meinen Traum vom "auswandern" nach Thailand vor Jahren aufgegeben, und fliege jetzt alle 4 - 6 Wochen für ca. 14 Tage nach Thailand. Besser geht es nicht. Gerade meine "Farrang" Freunde in Thailand beneiden mich um diese privilligierte Situation.

Erst einmal ein großes Danke an die sinnvollen Antworten und natürlich auch an den Beitrags Autor.

Ich (24), aus Deutschland, habe schon mehrere Urlaube in Thailand vebracht. Nicht nur in den Touristenzentren sondern auch in den ländlicheren Regionen im Norden dieses wunderschoenen Landes. Immer wieder komme ich und jedes mal schmerzt die Heimreise umso mehr. Ich wuerde gerne fuer eine laengere Zeit nach Thailand gehen und wollte fragen ob es moeglich ist.

Ich schreibe nun mal ein bisschen ueber meine persoenliche Lage. Ich wuerde gerne wissen ob ein laengerer Aufenthalt (1-2Jahre) fuer mich moeglich ist.

Ich arbeite fuer eine auslaendische Firme in Deutschland ueber das Internet(also örtlich vollkommen ungebunden). Mein Verdienst sind etwa 2800€ Netto. Ich will natuerlich auch von Thailand aus fuer diese Firma weiter arbeiten. Ich lese immer hauptsaechlich von Visa die lediglich an Renter mit einem hohen Einkommen oder Auslaender die mit einer Thai verheiratet sind vergeben werden. Ist es moeglich ein laengeres Visa zu erhalten wenn die gleichen finanziellen Mittel wie ein Renter +50 bestehen?

Gruß

Was bist denn Du für ein Kluger ?

„Ich kann es nicht oft genug betonen: Die Verhältnisse in Thailand lassen es nicht ratsam erscheinen, sein gesamten Lebens-Ersparnisse dort zu investieren. Die politischen Verhältnisse sind generell instabil, es kann jederzeit zu Unruhen kommen, und auch das Ende der Regierungszeit des senilen Königs wird irgendwann in den nächsten 10 Jahren zu Ende sein.“

Thailand hat in den letzten 40 Jahren schon über 20 Militärputsche erlebt. Am land und an den Leuten hat sich dabei überhaupt nichts geändert. Die Leute interessiert es größtenteils überhaupt nicht was dort in Bangkok passiert.
Ob eine Militärregierung an der Macht ist oder nicht ist für das Leben in Thailand vollkommen unerheblich.
Gegenfrage: Wie viele Deutsche interessiert es schon was in Berlin passiert solange es nicht an den eigenen geldbeutel geht ?

„Was dann kommt ist unberechenbar, am ehesten ist damit zu rechnen, daß das Land in die Anarchie abdriftet, die sowieso schon hohe Kriminalität gegen Ausländer noch zunimmt und Investoren im günstigsten Fall vergrault und im schlimmsten Fall ermordet werden.“

Vielleicht haben es viele schon wieder vergessen: Ich kann mich in Deutschland noch gut an brennende Asylbewerberheime erinnern.
Die Thais sind nicht so dumm, wie manch einer denken mag. Thailand wird doch seine eierlegende Wollmilchsau (den Tourismus) nicht schlachten. Thailand wird alles daran setzen, dass diese Geldquelle nicht versiegt, schon allein deshalb, weil alle Mächtigen in Thailand daran partizipieren.

„Da hilft einem auch nicht, daß man mit einer Thai verheiratet ist, für die sowieso nur die eigene (Thai-)Familie zählt, weil das kulturell und hinstorisch so manifestiert ist.“

Aus dieser Äußerung schließe ich mal, dass Du mit einer Thaifrau verheiratet/liiert warst. Zweitens schließe ich daraus, dass die Verbindung in die Brüche gegangen ist.
Drittens schließe ich daraus, dass Du die Schuld Deiner Thaifrau gibst.
Viertens spekuliere ich, dass Du bereits in Deutschland verheiratet warst und fünftens, dass Deine Thai-Frau mit Deiner Kohle abgehauen ist.
Und sechstens muss man sich bei Deinen Äußerungen auch nicht wundern.

Solche Situationen treten haufenweise auf und meistens sind die deutschen Partner selbst schuld (Som-nam-na), weil:
1. sie auch Probleme mit einer deutschen Frau hätten
2. nicht in der Lage sind, sich in die Mentalität der Thais hineinzudenken
3. meistens in Thailand den großen Mac spielen und die Thai-Ehefrau merkt dann in Deutschland dass hinten und vorne die Kohle fehlt
4. der Altersunterschied in den meisten Fällen viel zu groß ist
5. usw.......

„Zudem beobachtet man einen Sozialneid gegenüber den Ausländern, die sich oft nicht der einheimischen Kultur entsprechend benehmen und überdies mit Geld um sich werfen.“

Damit sagst Du doch nur, dass die Ausländer selbst an dieser vermeintlichen Situation schuld sind. Deine Angriffe zielen dann nicht auf Thailand und die Thais, sondern auf die Ausländer die sich dort so verhalten.
"Zudem befindet sich in ganz Asien erneut eine Immobilienblase im Aufbau. Die Grundstücks- und Hauspreise schießen in die Höhe und die Kredite sind nicht durch die Immobilien gedeckt.“

Angebot und Nachfrage regeln den Preis (1.Semester BWL oder VWL). Wer weiß schon was der objektive Wert eines Gutes ist ?
Wo ist hier das Problem für Deutsche, die in Thailand leben wollen ? Solange die Deutschen keine Immobilien kaufen (und ich würde auch nicht unbedingt jedem dazu raten) sondern nur mieten, ist das doch kein Problem oder willst Du mich vor einer Dummheit bewahren ?
Wenn ja, dann vielen Dank für Deinen Rat

Bin bereits 23 Jahre mit meiner Mia verheiratet.
Ich (bzw. meine Mia mit meinem Geld) habe schon vor 20 Jahren Grundstücke gekauft zu Zeiten wo noch keiner daran gedacht hat, dass diese mal wertvoll werden könnten.

Für mich ist das bis heute kein Problem, dass ich nicht Eigentümer bin.
Das gleiche Problem hast Du doch auch in Deutschland wenn Du Dich scheiden lässt.
Nur in Deutschland wird’s dann viel teurer. (oder verlangt Deine Ex-Thaifrau Unterhalt ?)

„Eine Bankenpleite ungeheuren Ausmaßes steht ins Haus. Die Preise werden danach ins Bodenlose fallen und den Banken wird dann das Geld für neue Kredite fehlen - wie bereits geschehen in den USA. die Währung wird noch mehr verfallen als sie es jetzt sowieso schon ist“

Welche Preise ? Die von Immobilien ? Gute Gelegenheit um nachzukaufen. Grund und Boden kann man als einziges Gut nicht unbegrenzt vermehren. Daher ist Grund und Boden auf lange Sicht überall auf der Welt das wertbeständigste Gut das es gibt.
Schlecht nur, wenn man zu überhöhten Preisen auf Pump gekauft hat.
Ich kann nicht sehen, dass die Währung (ich vermute Du meinst den thailändischen Baht) verfallen ist.

„Fazit: Ein Ausländer kann in Thailand kein Land erwerben und es auch nicht erben. Alle vertraglichen regelungen wie "Company" und Verträge mit Thaipartnern sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Der Ausländer ist im Streitfall immer der Dumme, Behörden und Justiz sind in höchstem Maße korrupt. Jeder, der sich mit dem Gedanken trägt, in Thailand zu investieren, sollte sich das stets vor Augen führen. Gewarnt ist er jetzt jedenfalls!“

Wie bereits oben gesagt, ich bin nicht Eigentümer der Grundstücke. Allerdings wird mein bereits erwachsener Sohn (krung-krung) die Grundstücke erben. Zudem gibt es ja 30-jährige Pachtverträge. Insofern mache ich mir hier keine Gedanken. Warum auch ? Ich würde mich auch nicht darum streiten.

Ich behaupte einmal, dass Dir ein gehörig Mass an Gelassenheit fehlt. Das ist vielleicht auch der Grund dafür, dass Deine Beziehung nicht funktioniert hat.

Ich sehe ziemlich viel Verbitterung in Deinen Äußerungen.

Seiten