Auswandern in die Dominikanische Republik

Südöstlich von Kuba liegt die Dominikanische Republik. Der Inselstaat von der Größe Niedersachsens gehört nicht zu den Top-Auswanderungszielen. Doch wer das Exotische abseits der Reiseprospekte sucht, kann in der Dominikanischen Republik sein neues Zuhause finden.
Yves Drube stellt das Land in der Karibik vor

Dominikanische Frau mit Zigarre im Schaukelstuhl

Auswanderung in die Dominikanische Republik - für wen?

  • Für Pensionäre, da man mit einem festen monatlichen Einkommen rechnen kann. Allerdings sollte man hierbei sehr großzügig rechnen, da der Peso zum Euro ständig schwankt.
  • Für typische Aussteiger, da es ein Land voller Freiheit ist. Wenig Auflagen und wenig staatliche Absicherung - in der Dominikanischen Republik ist das Leben noch ein Abenteuer.
  • Nicht für die Karriere, wer es im Beruf weit bringen will, findet sicherlich geeignetere Auswanderungsziele.

Klima

Die Dominikanische Republik ist außer im Gebirge ganzjährig warm. Die Temperaturen sinken im Winter etwas ab. Im Gebirge wie z.B. im Ort La Constanza ist es etwas frischer und man sollte für den Abend immer einen Pullover oder Strickjacke dabei haben. Auf Grund dieser klimatischen Bedingungen werden dort auch Blumen und Obst angebaut.

Im Hochland findet man viele Kaffeeplantagen. Kaffee ist neben Zucker und Bananen das wichtigste Landwirtschaftsprodukt.

Die besten Orte für deutsche Auswanderer

An der Nordküste zwischen Puerto Plata und Cabarete, insbesondere in Sosua gibt es sehr viele deutsche Einwanderer. Schon in der Zeit des Dritten Reiches gründeten Juden aus Deutschland und Österreich den Ort Sosua. Die Dominikanische Republik war damals das einzige Land, das bereit war, 10.000 Juden aufzunehmen , mit der Bedingung, dass nur 10 Prozent der Einwanderer verheiratet sein durften. Dies hatte aber andere Gründe…

Persönliche Freiheit und staatliche Eingriffe

Man hat in der Dominikanischen Republik eine sehr große Freiheit. Der Staat greift nur wenig ein. Dieses freie Leben ist es meist, das Deutsche an diesem Land reizt. Aber diese Freiheit hat ihren Preis und dies übersehen die meisten Europäer! Ein gewisses Chaos gehört ebenso zum Alltag wie die Korruption. Wer sich damit nicht arrangieren kann, sollte lieber die Finger von diesem Land lassen.

Mann auf einem Maultier

Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsbürger benötigen einen gültigen Reisepass und können sich bis 90 Tage im Land ohne Visum aufhalten. Bei der Einreise muss man ein Tourismusvisum für 10,00 US$ kaufen.

Wieviel Eigenkapital braucht man zum Start?

Dies ist eine Frage, die nur jeder für sich selbst beantworten kann, da sich jeder im Laufe seines Lebens eine andere Lebensqualität aufgebaut hat. Die Dominikanische Republik ist kein Billigland – auch wenn man im Urlaub einige Sachen sieht, die günstiger als in Deutschland sind. Um die Lebensqualität zu halten, die man sich in Deutschland aufbaute und diese auch weiterhin genauso beibehalten möchte, muss man mit mehr Geld rechnen als man in Deutschland zur Verfügung hatte.

Sollte man allerdings die Priorität im Leben in die Freiheit setzen, kann man auch ein einfaches Leben im Ländlichen führen. Man sollte aber im allgemeinen beachten, dass in der Dominikanischen Republik die Kriminalität zugenommen hat. Und noch etwas zu den Lebensbedingungen: Strom und Wasser sind in der Dominikanischen Republik nicht durchgehend verfügbar.

Innenpolitik

Die Dominikanische Republik ist nur formal ein demokratisches Land. Alle vier Jahre wir der Präsident gewählt und dessen Partei übernimmt dann für eine Legislaturperiode die Ämter im Kabinett. Die Posten werden in der Partei und unter den Familienangehörigen aufgeteilt (was oftmals ein und dasselbe ist). Nach dem Motto "Nach der Wahl ist vor der Wahl" versuchen viele, in diesen vier Jahren bis zur nächsten Wahl so viel wie möglich in die eigene Tasche zu wirtschaften.

Die Pressefreiheit hat sich deutlich verbessert. Im internationalen Vergleich lag die Republik im Jahre 2006 auf Rang 52. Zum Vergleich: Deutschland belegte Rang 23, die USA nur Platz 53.

Der dominikanische Arbeitsmarkt

Es gibt so gut wie keine Möglichkeiten im Angestelltenverhältnis, da man für deutsche Verhältnisse schmerzhaft unterbezahlt arbeitet. Die Mehrwertsteuer beträgt bei den meisten Produkten 16 Prozent. Der Peso ist oft Schwankungen ausgesetzt.

Die beste Möglichkeit ist darum die Selbstständigkeit. Sie wird dem Einwanderer sehr einfach gemacht: Man braucht lediglich eine gültige Aufenthaltsgenehmigung sowie eine Geschäftsregistrierung (RNC-Nummer).

Sprache und Kultur

Kann man sich als Auswanderer auf seine Englischkenntnisse verlassen? Nein, man sollte auf jedem Fall Spanisch sprechen können. An der Nordküste kommt man auch mit Englisch weiter, wobei es dort auch deutsche Geschäfte gibt.

Als Einwanderer sollte man davon ausgehen, dass von Fremden höhere Preise verlangt werden. Man sollte sich daher über die regulären Preise informieren.

Kennen Sie Agenturen für Auswanderer?

Ja, ich unterstütze Auswanderer. Bei Fragen zum Auswandern in die Dominikanische Republik oder beim Erwerb von Immobilien stehe ich gerne zur Seite. Kontakt zu Herrn Drube über Xing

tropische Landschaft in der Dominikanischen Republik

Copyright der Bilder: © panama-abenteuer.de

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Kommentare

mein Freund und ich sind erst vor 2 Wochen aus der Dom. Rep. zurück gekommen. Wir haben dort seine Familie besucht und auch das Erdbeben mit bekommen.
Angst wegen einfallenden Haitianern braucht man nicht zu haben. Die Regierung passt da schon auf das die Grenzen nicht überschritten werden.
Als Frau allein unterwegs zu sein kommt immer auf die Gegend drauf an. Wir waren in Santiago und mich hat man dort nicht allein rum laufen lassen... es war immer ein Familienmitglied dabei.
Für euer Vorhaben müsst Ihr einfach nur schauen wo Ihr genug Land für eure Kühe, Hühner und den Anbau habt und auf den Boden achten...
In Santiago bekommt man schon für 10.000Peso miete ein schönes Haus mit 3 Schlafzimmern aber da ist kein Garten dabei.
Zu Strom, Gas und Wasser kann ich leider nichts sagen.
Der Benzinpreis war bei ca. 160Peso für 2 Gallonen.
Die Preise mit den Lebensmitteln kann man mit Deutschland vergleichen, also ich fand es sehr teuer aber da durch das wir bei seiner Familie waren haben wir teilweise sehr billig eingekauft, da sie wissen wo man alles günstiger bekommt. Handys sind kein Problem und das Internet auch nicht wenn dies in dem Haus schon ist... meist bekommt man das beim Hauskauf mit.
Müllabfuhr gibt es aber die kommen wann die wollen, es kommt ein Hupen und dann muss schnell der Müll raus. Meist aber einmal pro Woche, kosten tut das aber nichts.
Friseure sind sehr billig dort zumindest im Verhältnis zu Deutschland. Seine Mutter hat auch einen Hund aber dieser isst nur die Reste von dem Essen, meistens gibt es Reis mit Hänschen, das ist das Lieblingsessen der Dominikaner.
Autos oder Roller zu kaufen ist dort kein Problem, aber der Käufer sollte sich etwas damit auskennen.
Mein Tipp, wenn ihr einheimische kennt ist alles leichter... immer wenn ich etwas haben wollte ist erst mein Freund mit seinem Cousin hin und hat nach dem Preis gefragt und erst dann bin ich gekommen und habe es mir ausgesucht. Denn selbst wenn ich in einer Gruppe Dominikaner war haben alle mich als Ausländerin erkannt und wollten mehr Geld.

Also wenn Ihr keine großen Ansprüche habt und euch zum größten teil Selbstversorgt dann reichen 300 - 400€ im Monat fast aus. Vorausgesetzt Ihr habt schon ein Haus und ein Auto und zahlt nichts ab.

So leider ist meine Mittagspause jetzt rum und ich muss weiter arbeiten...

Wenn Ihr möchtet dann könnt Ihr mir schreiben sina888@gmx.de vielleicht kann ich oder mein Freund euch noch ein paar Fragen beantworten. Denn wir können kurz bei seiner Mutter anrufen und nachfragen.

Grüeß
Sina

Hallo Jessi,
bin neu auf dieser Plattform und wie alle hier voller Fragen... Also ich bin 35 Jahre alt,und suche eine neue persönliche wie berufliche Herausforderung. Ich war auch schon des öfteren in der DomRep und nicht weit weg von euch.

War bereits 3mal in Sosua by the sea. Echt nettes kl. Hotel... Nun zu meiner ( meinen) fragen. Ich würde gern eine kl. Pension oder ein kl. Hotel mieten/ kaufen, wie sieht die Situation mit deutschen Touristen bei euch aus Und wie ist der Mietspiegel für eine kl. Wohnung / kl. Haus? Dsa sollte es erst mal gewesen sein, will euch nicht erschrecken.
Kalte und verschneite Grüße aus Köln
sendet Peter

Allen, die bis zum Ende lesen und meine Fragen beantworten ein herzliches Dankeschön!

Wir (Pärchen, Mitte Dreissig) wollen zu zweit in die DR auswandern. Der Gedanke ist noch relativ neu (nach dem Erdbeben, aber wir überlegen trotzdem).
Wir waren schon zweimal in Punta Cana im Hotel. Beim zweiten Mal haben wir uns einen einheimischen Fahrer mit Auto gemietet und sind ein wenig durch die Gegend gefahren. Haben auch kleine Dörfer, schlechte Strasssen, Müll im Fluss... gesehen. Aber egal.

Im Mai fliegen wir nun für 10 Tage nach Puerto Plata (wieder Hotel), wollen uns aber mit täglichen Ausflügen die Gegend genauer anschauen. Bei der VHS haben wir uns für Spansch angemeldet (Wie lange braucht man um sich halbwegs verständigen zu können z.B. einkaufen auf dem Markt?).
Anschliessend (sobald das mit unserer Noch-Arbeit geht) wollen wir für 6 Monate eine Art Probeauswanderung machen, um sicher zu sein, dass es uns auch wirklich gefällt. Klappt das, wollen wir uns ein Haus mit grossem Grundstück mieten/kaufen. Wo, das wissen wir noch nicht. Wir wollen möglichst als Selbstversorger (in Bezug auf Lebensmittel, d.h. Gemüse- und Obstgarten, Hühner, Kuh) leben, um wenig kaufen zu müssen. Schnickschnack brauchen wir nur wenig (Internet, Handy, Laptop). Etwas Geldreserven haben wir zur Verfügung.

Nun meine Fragen:

- wie ist die Situation nach dem Haiti-Erdbeben, ist wirklich (wie in einigen Foren beschrieben) in nächster Zeit mit einfallenden Haitianern zu rechnen, die plündern...?
- kann man als Frau problemlos überall alleine auch abends/nachts unterwegs sein (mein Mann sieht das sehr easy, aber ich weiss nicht)?
- würdet Ihr empfehlen bei unserem Vorhaben eher in der Nähe der Küste oder im Hinterland zu leben?

- wieviel Geld benötigt man monatlich für
--- Miete (kleines Haus genügt; 2-3 Zi)
--- Strom (Licht, Haushaltsgeräte)
--- Gas (zum Kochen/Warmwasser) oder Holz????
--- Wasser
--- Treibstoff für Fahrzeug (sagen wir mal ein Auto und ein Roller, was kostet der Liter Benzin?)
--- Lebensmittel (vergleicbar mit Deutschland?)
--- Krankenversicherung (gibt es sowas überhaupt oder zahlt man bar)
--- Telefon und Internet (hauptsächlich zum Surfen, Telefon eher selten)
--- Hygieneartikel und Kosmetika (also nur Damenbinden, Seife, Zahnpaste, -bürste und sowas kein Make-up....)
--- Müllgebühr (gibt es überhaupt überall eine Müllabfuhr?)
--- Versicherung, Steuer, Reparatur Fahrzeuge
--- Futter für Tiere (2 Hunde und 1 Katze)
--- Friseur (muss irgendwann halt mal sein, vielleicht nicht unbedingt monatlich...)
--- Kleidung (wie ist das insgesamt mit den Preisen dafür)

- Wie sieht es denn mit Strom und Wasserversorgung aus? Wie oft fällt diese aus?
- Ist es leicht, ein Fahrzeug (Roller, Auto) zu kaufen? Preis/Angebot?
- Sind Lebensmittel auf dem Markt billiger als im Supermarkt?
- Was esst Ihr meistens?
- Ist es praktikabel (Preis), sich aus D'land (USA...) Sachen schicken zu lassen z.B. ein spezielles Brot, auf das man hin und wieder nicht verzichten möchte?
- Kennt Ihr jemanden, der als Selbstversorger in der DR lebt und mit dem ich Kontakt aufnehmen könnte?

- gibt es Wichtiges, was man meistens in Bezug auf Auswandern speziell in die DR vergisst?

So, jetzt habe ich mehr aufgeschrieben, als ich eigentlich wolte. Aber mir sind die Fragen (und natürlich die Antworten dazu) doch sehr wichtig.

Vielen Dank nochmals für Deine Zeit, die Du mir gegeben hast,um dies zu lesen.

Aus dem winterlichen Süddeutschland,
Zettel

Das Erdbeben und seine Nachwirkungen haben auch einen direkten Einfluss auf das Nachbarland DomRep. Ein Freund, der seit Jahren regelmässig die DomRep besucht und Freundschaften und Bekanntschaften ausserhalb der Touristengebiete pflegt hat mir folgende Informationen zukommen lassen:

"Meine Freunde in Sánchez zittern jetzt vor Angst vor den aus ihrem Land flüchtenden Haitianern. Das Land steht vor dem wirtschaftlichen Kollaps (auch die Dominikanische Republik, nicht nur Haiti). In Puerto Plata und Cabarete ist schon die Hölle los...
Überfälle, Einbrüche, hungernde Menschen...
Meiner Meinung nach ist das Touristenland DomRep am Ende und ich weiss nicht, ob ich da nochmal hingehe. Obwohl es mir die Tränen in die Augen treibt, wenn ich an meine Freunde und Bekannten denke. Ich rufe oft an drüben, und da bekommt man die neuesten Nachrichten gleich mit. Das sieht jetzt alles nach Einmarsch der Amis aus. ist ja nicht das erste mal und dort werden die Amis kaum eine Gegenwehr antreffen."

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Ich denke auch schon lange über den Schritt, Deutschland zu verlassen, nach. Was macht ihre denn mit dem Internet für Geschäfte? Denn von etwas muß man ja auch dort leben und meinen Bäckerladen kann ich ja nicht mitnehmen. ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

meine tochter und ich möchten anfang 2011 nach st.domingo auswandern, bzw. erst mal 6 monate dort leben.
wer kann uns helfen, die richtige uni zu finden? tamara möchte sprachen und/bzw. sprachwissenschaften studieren. ich leite mein eigenes fremdspracheninstitut und möchte ggf. eine zweigstelle eröffnen. wie gehe ich da am besen vor? lohnt es sich überhaupt sprachkurse anzubieten?
wir sind seit vielen jahren ca. 2 x pro jahr in der dom.rep. haben auch einheimische freunde gefunden (eine familie). doch sehr sehr gerne würden wir im august auch vor ort deutsche einwanderer persönlich treffen.
wer wäre dazu bereit?
lg an alle aus dem so kalten good old germany ;-)
kirsten und tamara
bin auch unter: coralle777@web.de
zu erreichen

Da ihr in RD schon ein Haus habt, würde ich gerne wissen was für Erfahrungen Ihr beim Kauf hattet.
Wäre nett, wenn man sich mal direkt mit jemandem austauschen kann der das gleiche Ziel zur gleichen Zeit vor Augen hat und dies sogar zum Teil schon wahrgemacht hat.
Wenn Du Lust hast mit mir zu schreiben, schick mir entweder gleich deine e-mail-Adr. oder schreib mich hier an, dann send ich Dir meine

viele liebe Grüße
Susanne

Hallo Christina, bitte nimm doch mal mit mir Kontakt auf. Lg Klaus

Hallo, Jessica
hallo, Olaf!

Mein Mann und ich haben auch vor in ca. 1,5 Jahren nach Sosua auszuwandern. Wir waren auch schon 11 mal da und haben auch schon ein Häusschen. Ich würde mich freuen, wenn ihr uns noch ein paar Tipps etc. geben könnt, was die Auswanderung betrifft. Auch so Wichtiges wie Krankenversicherung etc.

viele Grüße
Clarissa

Hallo Johann,

Ich habe gerade von Deinem Auswanderunsplan gelesen. Ich bin Journalist und auf der Suche nach interessanten Mensch, die demnächst Deutschland verlassen wollen. Falls Du Dir vorstellen kannst, Deine Reise in ein neues Leben dokumentieren zu lassen, würde ich mich über eine Antwort von Dir freuen!
Weiterhin gutes Gelingen bei Deinen Planungen!

Beste Grüße,
Marc
marc.remstedt@sagamedia.de

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