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Wollt ihr den totalen Staat?

Ja, sagen die Deutschen. Die Staatsquote der Bundesrepublik schrammte schon vor zwei Jahren mit neunundvierzigkomma Prozent die magische 50-Prozent Marke. Aktuelle Erhebungen rechnen wieder mal anders und wollen uns mit 46,6% im laufenden Jahr vorgaukeln, es sei alles im grünen Bereich. So wird unsere Gesellschaft mit dem Taschenrechner frisiert.

Paraguay aus dem Flugzeug
„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…“

Mancherorts ist sie auch darunter groß, was die Wolken über Paraguay – s. Foto – jedoch etwas verschleiern.

Ähnlichen Leitideen folgen die milliardenschweren Geldgeschenke an Griechenland, Spani… ach nein! Griechenland ist ein Einzelfall. Den Staatsbankrott machen – wenn überhaupt – die bösen Ratingagenturen. 🙂

Der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer wusste noch, dass eine Staatsquote von 50 Prozent bedeutet, dass ein Land den Sozialismus eingeführt hat. Zu seiner Zeit lag sie bei etwas über 30 Prozent. Es ist im Kern eine einfache Überlegung: sobald staatliche Institutionen über die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verfügen, hat man sozialistische Verhältnisse in diesem Land.

  • Staatliche Institutionen sind alle politisch gelenkten oder beauftragten Institutionen. Neben der Bundes- und den Landesregierungen und weiter nach unten, über das staatliche Bildungssystem bis zum riesigen Beamten- und Verwaltungsapparat.
  • Über einen Teil des BIP zu verfügen meint sowohl, dass der Staat über Steuern die Hälfte dessen, was tätige Menschen an Wert schaffen, wegnimmt. 2011 ist der Steuerzahlergedenktag der 3. Juli gewesen – das ist mehr als die Hälfte des Jahres. Und es bedeutet auch, dass der Staat der größte Arbeitgeber ist – ausgegeben wird das Geld ja immer. Ein Teil der Steuergelder wird von Staatsbediensteten verwaltet, diese werden davon bezahlt und ein kleinerer Teil wird dann umverteilt. Auch dieses Umverteilen ist in der Staatsquote mitgemeint, denn ohne staatliches Abkassieren bei den Produktiven wäre kein Sozialstaat möglich: Kein Hartz-4 Empfänger raubt dem arbeitenden Nachbarn direkt dessen Geld, das macht das Finanzamt.
  • Sozialistische Verhältnisse meint, dass Privateigentum eine Ausnahme ist und im wesentlichen alles allen gehört. Politik und Bürokratie (Verwaltung) geben dem großen Raubzug nur einen milderen Anschein.

Wie stark der ausufernde Sozialstaat bei der Wohlstandsvernichtung zu Buche schlägt, zeigt die folgende Zahl: Die Staatsquote Deutschlands ohne den Anteil der Sozialsysteme hätte mit Stand 2007 bei 24,7 % gelegen. Sozialsysteme inklusive waren es 43,7%.

Das Lexikon erklärt die Staatsquote so: „Die Staatsquote ist (in den meisten Fällen) definiert als das Verhältnis der Summe der Haushaltsausgaben von Bund, Ländern und Kommunen sowie der gesetzlichen Sozialsysteme zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) (manchmal auch zum Bruttonationaleinkommen (BNE)).“ Oft wird übergangen, dass beim BIP jegliche Konsumausgaben mit einberechnet werden. Würden diese nicht erfasst, wäre die Staatsquote bei anteilig weit über 55%.

Und weiter heißt es dort: „Allerdings sind alle Berechnungen stets umstritten. So legen manche Wirtschaftswissenschaftler auch das Volkseinkommen anstatt des BIP oder BNE als Maßstab an. Des Weiteren können auch die Staatseinnahmen anstatt der Staatsausgaben als Grundlagen für die Berechnungen genommen werden. Berücksichtigt man den Faktor der in Deutschland kontinuierlich zunehmenden Staatsverschuldung, so dürften jedoch die Staatsausgaben relevanter sein.“ (Quelle: wikipedia )

Staatsquoten im Vergleich

Land20072010
Irland360767,0
Dänemark50,858,4
Frankreich52,456,2
Österreich49,053,0
Schweden51,053,0
Großbritannien44,050,9
Euro-Raum46,050,4
EU 2745,650,3
Deutschland43,646,6
USA36,641,2
Schweiz32,333,7
(Angaben jeweils in Prozent des BIP; Quellen: Statistisches Bundesamt, Eurostat, IWF)

Was heißt das für Auswanderer?

Jeder wird selbst wissen, wie wichtig ihm die Staatsquote ist. Die Schweiz empfiehlt sich vor allen anderen Ländern Europas jedenfalls auch in der Hinsicht.

Etwas weiter gefasst, rücken all die exotischen Länder mit geringerer Wirtschaftskraft in den Fokus. Es sind oftmals Länder, die die Korruptionslisten anführen. Es ist der andere Pol derselben Skala: Entweder verteilt der Staat um (und versorgt ein Heer von Beamten damit) oder der Staat regelt wenig. Dann ist vieles eine Frage individueller Arrangements.