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Auswandern nach Malta? Oder doch nur ein Kurzbesuch?
Malta ist der südlichste der europäischen Zwergstaaten. Was erwartet den Auswanderer? Oder lockt Malta doch nur den Urlauber?
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Amtssprachen: Maltesisch, Englisch Hauptstadt: Valletta Fläche: 316 km² Einwohnerzahl: 410.290 Bevölkerungsdichte: 1.298 Einwohner pro km²; das ist die vierthöchste Bevölkerungsdichte in der Welt Währung: Euro Telefonvorwahl: +356 |
Die maltesischen Inseln liegen im Mittelmeer 95 km südlich von Sizilien. Die größten Inseln Malta (etwa 246 km²) und Gozo sind bewohnt. Die Hauptstadt Valletta hat 7.173 Einwohner und ist damit die kleinste Hauptstadt in der EU.
Malta ist das süßwasserärmste Land der Welt. Vier Meerwasserentsalzungsanlagen sind derzeit in Betrieb, darüber hinaus wird Süßwasser für die Bevölkerung auch auf dem Seeweg angeliefert.
Klima
Auf Malta herrscht Mittelmeerklima mit warmen, trockenen Sommern und feuchten, milden Wintern. Schnee gibt's nicht auf Malta. Es fallen circa 500 mm Niederschlag pro Jahr, zum größten Teil zwischen Oktober und März. Das Mittelmeer lockt mit 14 °C Wassertemperatur im Winter und 25 °C im Sommer.
Bevölkerung
Nur vier Prozent der auf Malta lebenden Menschen sind anderer Nationalität. Die Malteser bleiben also lieber unter sich. Die meisten Ausländer kommen als Urlauber und verlassen die Insel nach kurzer Zeit wieder.
Viele Malteser arbeiten im (meist englischsprachigen) Ausland und kehren als Rentner nach Malta zurück. Der Katholizismus ist traditionell Staatsreligion, 98 Prozent der Malteser bekennen sich zu diesem Glauben.
Karte von Malta
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Einreisebestimmungen
Die Einreise nach Malta ist mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis möglich. Deutsche benötigen kein Visum für die Einreise. Kinderausweise mit Foto werden anerkannt. Malta ist Mitglied im Schengenraum, es entfallen daher die Grenzkontrollen am Internationalen Flughafen von Malta.
Wirtschaft
Traditionell sind Landwirtschaft und Fischerei die wichtigsten Wirtschaftszweige. Dabei wird die Landwirtschaft hauptsächlich auf Gozo betrieben: Anbau von Gemüse und Getreide sowie Weinbau. Trotzdem erzeugt Malta nur 20 Prozent des Eigenbedarfs an Nahrungsmitteln. Das bedeute eine starke Abhängigkeit von Importen. Neben Nahrungsmitteln müssen auch Trinkwasser und Öl oder Gas eingeführt werden.
Der größte Arbeitgeber des Landes sind die Malta Drydocks, die zweitgrößte Werft Europas. Malta hat auch eine eigene Börse, Finanzdienste tragen ein Zehntel zum Staatseinkommen bei.
Der Tourismus spielt eine große Rolle, er sorgt für 40 Prozent des Bruttosozialprodukts. Heute kommen über eine Million Touristen jährlich nach Malta. Neben der kontrastreichen Landschaft hat sich Malta als Ziel von Sprachurlauben etabliert.
Europäische Firmen werden seit den 1970er Jahren mit Steuervorteilen gelockt. Das war recht erfolgreich. Aber seit dem EU Beitritt sind die Steuervorteile nicht mehr gegeben.
Verkehr
Auf Maltas Straßen herrscht Linksverkehr. In den letzten Jahren wurde viel in den Ausbau des Straßennetzes investiert. Die Briten bauten zu Beginn des 20. Jahrhunderts Schienenwege, aber das Netz war nicht rentabel und wurde bald wieder eingestellt.

