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Auswandern: Slowakei - ein Land für Selbstversorger
Sie haben Startkapital? Und Sie suchen eine Heimat mit niedrigen Lebenshaltungskosten? Dann könnte Ihnen die Slowakei gefallen. Gleich um die Ecke: ein Land für Selbstversorger.
Der slowakische Aufbruch
Die jüngere Geschichte der Slowakei ähnelt dem Märchen vom hässlichen Entlein: Noch zu Beginn der Neunzigerjahre lag das Land darnieder. Bis zum Fall des Eisernen Vorhangs war die CSSR (umgangssprachlich: Tschechei) ein Moskauer Marionettenstaat.
Erst 1993 wurde sie unabhängig. Und noch weitere fünf Jahre regierte dort ein konvertierter Altkommunist. Ein wenig hoffnungsvoller Start...
Doch 1998 kam die Stunde der Reformer. Eine neue Regierung holte Ivan Miklos an die Spitze des Wirtschaftsministeriums.
Der Aufschwung
Miklos brachte eine liberale und pragmatische Wirtschaftspolitik auf den Weg. Sein Spitzname wurde "Mister 19 Prozent".
| Die Blaue Kirche in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei |
- Er kappte die erfolglosen Konjunktur-Programme der Vorgänger.
- Er forcierte den Wechsel der Staatsbetriebe in private Hand.
- Er holte westliche Investoren ins Land.
Und das wohl wichtigste für die Slowakei war Miklos' Währungs- und Finanzpolitik. Er setzte eine 19 Prozent - Flat-Tax durch. Damit wurde die Slowakei zu einem echten Niedrigsteuerland.
- Einkommens-, Körperschafts- und Mehrwertsteuer: 19 %
- keine Kapitalertrags-, Erbschafts-, Grunderwerbs- und Schenkungssteuer
Seither boomt die Slowakei. Doch stellt sich die Frage: Wie lange noch? Denn 2006 gab es einen Regierungswechsel. Die neue Spitze hat vor allem ein Ziel: die Abschaffung der 19-Prozent-Steuer.

Abb. oben: Die Slowakei grenzt an Tschechien, Polen, die Ukraine, Ungarn und Österreich
Pro und Contra
| + | - |
| die Flat-Tax | 1,33 Kinder pro Frau lassen für die Zukunft größere Probleme ahnen |
| dünne Besiedlung, besonders im Osten der Slowakei. Hier ist billiger Landerwerb möglich | 13% Arbeitslosigkeit, teils schlecht entwickelte Infrastruktur |
| geringe Lebenshaltungskosten | geringere Löhne; Konsum- und Lebensbedingungen unter deutschem Normalmaß |
|
autarkes Leben auf dem Land ist möglich |
Sprachbarriere (Denn: welcher Deutsche spricht Slowakisch?). Nur 0,1% Deutsche leben in der Slowakei. |
| geografische Nähe und leicht zu erwerbende Aufenthaltserlaubnis |
Fazit: Deutliche Vorteile werden großteils aufgewogen. Die Zukunft des Landes ist (wieder) ungewiss. Darum nur Platz 17 auf der Top-Liste. Der wichtigste Wirtschaftszweig der Slowakei ist der Dienstleistungssektor mit über 60%.
Webtipps
- Website der Regierung der Slowakei (slow., engl.)
- Wirtschaftsdaten (deutsch)
- Deutsche Firmen in der Slowakei (deutsch)
