Zum Auswandern ist die Schweiz die Nr. 1

Schweiz: die Alphörner rufen

Die Schweiz ist reizvoll und seit über 10 Jahren die unangefochtene Nummer eins unter den Ausreiseländern der Deutschen. Auf den ersten Blick ist die erhabene Landschaft bezaubernd. Wo sonst kann man aus seinem Büro auf saftige Wiesen und raue Berge blicken? ... nach der Arbeit in den Bergen spazieren gehen, baden, Rad fahren, wandern?

Steckbrief: die Schweiz in Zahlen

Daten Kommentar
Amtssprache: Deutsch, Französisch, Italienisch überwiegend ist die Schweiz deutschsprachig
Hauptstadt: Bern (de facto) Schweiz hat de jure keine Hauptstadt, Bern ist Bundesstadt
Fläche: 41.285 km² --
Einwohnerzahl: 8.391.973 --
Bevölkerungsdichte: 203 Einw. je km² (Deutschland: 230/km²)
BIP je Einwohner: 81.161 USD nominal, #4 weltweit
Human Development Index: 0,930 #3 weltweit
Deutsche im Land: 350.000 Tendenz stetig steigend
Netto-Einwanderrate: 4,7 Einwanderer pro 1000 Einwohner(2016)

Die alltäglichen Möglichkeiten der Eidgenossen werden hierzulande höchstens in Freizeitparks simuliert oder als Winterurlaub für teures Geld erkauft. Aber das ist wie gesagt nur der erste Eindruck. Zum Auswandern in die Schweiz braucht es mehr. Und es gibt viel mehr in dem reizvollen und eigenartigen Alpenland.

Schweiz Karte

Die "Willensnation" Schweiz

Die Schweizer bilden weder sprachlich noch konfessionell eine Einheit. In dieser einfachen Mitteilung suchen viele eine Information und finden nichts, dann gehen sie weiter und scannen nach Zahlen. Dabei ist der Satz ein Schlüssel, wenn Deutsche die Schweiz je verstehen wollen. Darum noch einmal: Die Schweizer bilden weder sprachlich noch konfessionell eine Einheit. Es gibt vier offizielle Landessprachen, 20 Prozent Ausländer; Katholiken und evangelisch Reformierte sprechen je 40 Prozent der Bevölkerung an - das sind 20 Prozent mehr als in Deutschland.

Was die Schweizer zusammenhält, ist die freie Entscheidung freier Menschen. Nüchterner ausgerückt: Der Gedanke des Föderalismus ist lebendig. Die deutsche Politik will alles zentral in Berlin regeln, von Experten. Die Schweizer regeln vieles vor Ort, in Einzelfällen und von den Betroffenen. Die Ur-Idee der Schweiz ist das Rütlibündnis. Im Rütlischwur lebt die Idee bis heute, das Schutz- und Trutzbündnis der Kantone.

Matterhorn
Das Matterhorn ist der Schweizer Berg überhaupt. Ein riesiger (4.478 m) und nahezu symmetrischer pyramidenartiger Gipfel. Vier steile Gesichter, die über den umliegenden Gletschern aufsteigen, in vier Himmelsrichtungen. Sie werden von den Hörnli-, Furggen-, Leone- und Zmutt-Kämmen gespalten. Der Berg übersieht die Schweizer Stadt Zermatt im Kanton Wallis.

Alltag in der Schweiz

Hier sind an erster Stelle die Steuern zu nennen. Nicht umsonst gilt die Schweiz als erstklassiger Finanzplatz - auch, aber nicht nur für Deutsche. (Auf FATCA gehe ich weiter unten ein). Die Mehrwertsteuer liegt derzeit bei 8 Prozent, der reduzierte Steuersatz bei 2,5 Prozent. Im 2. Teil werden Aufenthaltsbewilligung und Niederlassung erläutert.

Die geringeren staatlichen Eingriffe ins Portemonnaie machen die Confédération suisse zur ersten Adresse für jene, die Freiheit und Produktivität bejahen. Doch wäre das noch zu wenig ohne das zweite Attribut des Alpenlandes: Die sprichwörtliche Schweizer Gemütlichkeit Lebensart.

Dafür sind Lebensmittel generell teurer als in Deutschland. Das liegt u.a. an den kleinen Anbau- und Weideflächen. Aber auch daran, dass die Schweiz nicht am EU-Subventionstropf hängt. Die helvetischen Kühe haben z.B. einen Mindestanspruch an Freilandtagen. So etwas mag für supermarktgewohnte "Sparfüchse" amüsant klingen, aber darin zeigt sich ein Verständnis von Tier- und Konsumentenschutz, der hierzulande die Ausnahme ist. Es gibt noch mehr gute Gründe.

Schweiz und Deutschland

Deutschland ist für die Schweiz der wichtigste Handelspartner. Im Jahr 2015 wurden zwischen beiden Ländern Waren im Wert von 84 Milliarden Franken (CHF) gehandelt. Das entsprach 23% des gesamten Außenhandels der Schweiz: Exporte nach Deutschland in Höhe von 37 Mrd. CHF, Importe aus Deutschland von 47 Mrd. CHF.

Aus deutscher Sicht sind "Swiss made" Produkte bekannt als Qualitätswaren, zu denen es keine Pendants gibt. Lebensmittel, Industrieprodukte und Dienstleistungen aus der Schweiz sind eine Empfehlung. Deutschland und die Schweiz sind Handelspartner, die sich viel zu geben haben. Wer nur in Zahlen wühlt, der würde feststellen, dass die Schweiz Handelspartner Nr.9 nach Warenwert ist. Völlig abstrakte Rechnung! Für chinesische Socken findet man in jedem 99ct-Laden Ersatz, aber wenn es keine Schweizer Uhren gibt, dann fehlt etwas Wesentliches.

Aufenthaltsbewilligung

Wenn Sie sich länger als 3 Monate in der Schweiz aufhalten wollen, brauchen Sie eine Aufenthaltsbewilligung. Wenn Sie - egal für wie lange - in der Schweiz arbeiten wollen, benötigen Sie eine Aufenthaltsbewilligung. Heißt unterm Strich: Alles, was über einen Urlaub oder die Forschungs- und Evaluationsreise hinausgeht, erfordert diese Bewilligung. Lesen Sie weiter im 2. Teil: Aufenthalt, Niederlassung - wer kann in der Schweiz leben?

Politik in der Schweiz: Föderalismus

Die Schweiz hat einen ausgeprägten Föderalismus. Die Kantone (vergleichbar den Bundesländern in Deutschland) behalten alle Aufgaben, die in der Bundesverfassung nicht explizit dem Bund zugeordnet werden. Das läuft in Deutschland genau andersrum...

Die neutrale Außenpolitik ist ein weiterer Pluspunkt für die Schweiz. Seit 1815 beteiligt sich die Schweiz an keinem Krieg anderer Staaten. Das Militär ist nur zur Verteidigung da.

Die Schweiz ist ein interessantes Land, weil die Schweizer sich traditionell aus Schwierigkeiten ihrer europäischen Nachbarn herauszuhalten wissen. Als Europa sich millionenfach ermordete, hatten die Schweizer vorsorglich die Tür abgeschlossen und sich noch schnell vom Völkerbund - solange es den gab - eine Neutralitätsbescheinigung geholt, mit Stempel und Unterschrift. Als die Führer der EU-Staaten sich mit Milliardenschuldscheinen "retteten", hatten die Schweizer vorsorglich die Tür verriegelt und das Telefon ausgesteckt. Schweizer sind unsere Nachbarn und sie wissen untrüglich, wann es Zeit zu gehen ist: spätestens wenn die großen EU-Häuptlinge nach ihrer Fete die Rechnung bekommen.

Nach diesem Kurzüberblick werfen wir einen Blick auf die Einreise-Voraussetzungen in die Schweiz.

Der Nationalmythos der Schweiz

Ohne den mythologischen Hintergrund sind viele Vorstellungen der Gegenwart, sind weder Kunst noch der Jahreslauf zu verstehen.

Wenn man in einem Mythos lebt, lebt man in einer zusammenhängenden Geschichte, die die Welt deutet. Sonst ist alles in Einzelfragen und Details zerrissen, der Mythos führt alles Einzelne ins Große Bild und gibt der Vielfalt des Lebens einen Zusammenhang.

Schwingen, der beliebte Zweikampf der Schweizer

Der Ursprung der Schweiz im Rütlischwur

Der Schweizer Nationalmythos wurde im Rütlischwur geboren und wird im "Wilhelm Tell" gezeigt. Es geht nicht um große Aufgaben in der Welt, sondern "nur" um Schutz und gegenseitige Hilfe gegen mächtige äußere Feinde. Diese Grundhaltung finden wir überraschenderweise in vielen Situationen der jüngeren Geschichte wieder (s.o.). Als ob die Schweizer der Welt sagen wollen: Lasst uns in Ruhe unsere Sachen machen und ihr kümmert euch um eure, dann ist die Welt schon viel besser dran.

Die Willensnation begann nicht auf einer Burg, nicht in einer Schlacht, nicht mit einer alten Tragödie und Wahnsinn, sondern ganz unspektakulär auf einer Wiese. Man erzählt sich, dass Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden auf einer Wiese am Vierwaldstättersee einen Eid gegen die Habsburger, die Besatzer, schworen. Dieser Schwur begründet ihren Bund. Manche sagen, einer der drei Abgesandten war Walter Fürst, anderen Quellen zufolge war es Wilhelm Tell. Wie auch immer: Es ist ergiebiger, Friedrich Schillers "Wilhelm Tell" zu lesen (ja besser noch: das Stück aufzuführen), denn seine wuchtige Größe ist zeitlos. Der 2. Aufzug endet mit dem Bekenntnis:

Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

Der Mythos schafft eine Insel, auf der sich Identität bilden und erhalten kann. Das bergige Land begünstigt das zusätzlich. So greift Ernst Jünger auf die Schweiz zurück, als er in einem Roman das Burgenland beschreibt, das Land des Adels, die Welt tradierter Ordnung: "So ließe unser Land sich einer Art von Schweiz vergleichen, die Konnetabels und Residenten in die Reiche der Welt entsendet und doch in ihren Bergen ein unberührtes Bauern- und Hirtenleben hegt."

Sogar ein Politiker wie Peer Steinbrück ahnte vage das Besondere, das die Schweiz noch heute umgibt, als er in der Jagd auf deutsche Steuerflüchtlinge großmäulig drohte, die deutsche Kavallerie werde die Schweizer Indianerdörfer disziplinieren. Wir nehmen staunend zur Kenntnis, dass der deutsche Hilfspolizist glaubt, Indianer lebten in der Schweiz und belassen es dabei.

Geschichte der Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft wurde im Jahre 1291 als Verteidigungsallianz unter drei Kantonen gegründet - das Thema von eben. Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat ihre Unabhängigkeit vom Heiligen Römischen Reich 1499 gesichert. Mit der Verfassung von 1848 wurde der alte Bundesgedanke durch die mehr zentralistische Bundesregierung ersetzt.

Die Schweizer legen Wert auf ihre Neutralität. Im Mittelalter sah das so aus: Es gab ständig kleine Kriege. Ritter waren selten und teuer. Die Schweizer waren als "Gewalthaufen" ein neuer Kämpfertyp, das einzige, was gegen Ritter bestehen konnte und - sie waren als Söldner für jeden dienstbar, der sie bezahlen konnte. Aber sie kämpften nur im "Ausland", stets darauf bedacht, dass sie die politischen Auswirkungen einer Schlacht im nachhinein nicht betrafen.

Wirtschaftslage. Neugier und Freiheit

Die Schweiz zählt zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Das weiß jeder. Wie sie das schafft, fällt oft unter den Tisch: Durch Neugier und Freiheit. Neugier zeigt sich in einzigartiger Innovationskraft und immer besseren Lösungen, Freiheit zeigt sich im flexiblen Arbeitsmarkt. "Flexibler Arbeitsmarkt" sagt man in Deutschland. Gemeint ist schlicht und einfach ein Markt: Dort manchen Menschen Geschäfte (auch eine Anstellung ist i.d. Sinne ein Geschäft) aus eigenem Antrieb und zum eigenen Vorteil.

Die Industrie ist exportorientiert. Schwerpunkte sind Chemie und Pharmaindustrie, Maschinenbau, Elektroindustrie, Uhren und Feinmechanik und Schmuck. Die dominierende Branche ist der Dienstleistungssektor, in dem 76% der Erwerbstätigen arbeiten. In der Schweiz arbeiten viele Deutsche aus Süddeutschland als Grenzgänger, ohne ihren Wohnsitz zu verlagern.

Stromerzeugung

In der Energieerzeugung setzt die Schweiz zu 55% auf Wasserkraft und zu 40% auf Kernenergie. Kernenergie wird nicht weiter genutzt (2011 beschlossen), die bestehenden AKW werden noch benutzt, solange es erlaubt ist.

Arbeiten in der Schweiz

Auf www.karriere.ch finden Sie den Ratgeber (PDF) "Arbeiten in der Schweiz". Außerdem können Sie sich mit wenigen Klicks bei einer passenden Stellenvermittlung in der Schweiz ins Spiel bringen.

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Webtipps

letzte Bearbeitung: 26.04.2017

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Kommentare

Hallo mein Name ist Karin ich bzw wohnen jetzt seit ca drei Jahren in der Scheiz. Doch nun ist es so das ich die Soziale Isolation nicht mehr ertrage bin Krank geworden. Und für mich gibt es nur eine Chance zurück nach Deutschland . Kann mir jemmand sagen auf was ich dabei achten und an was ich denken muss.
Vielen dank in Vorraus

Hallo michel. wollte mal fragen wie das ist mit der arbeit. ich bin gelernter maler und wohne zur zeit in österreich, meine frau und ich wollen aber in die schweiz weil mir das land gut gefällt.

bekomme ich einfach so eine arbeitserlaubnis oder was muss ich dafür tun um eine zu bekommen. und wie ist das mit der wohnung was braucht man dafür um eine zu bekommen????? würde mich über eine antwort freuen.danke bis dahin

Was ist das denn für ein Blödsinn! Wär heuer in Rewe-Spar-Edeka-Billa ect. einkaufen geht hat selbst schuld!
Und die, die die Discounter beliefern, beliefern auch die restlichen Lebensmittelketten.
Also erstmal .irn einschalten!!!

Ich würde mir wünschen, dass deutsche und schweizer endlich aufhören sich anzustänkern...!
Mich nervt das einfach.
Ich bin 21 Jahre, arbeite seit 3 Jahren in der Gastro im Tourismusort und habe beide Seiten der Schweizer kennen gelernt.
Einerseits kann ich sie verstehen, dass sie energisch auf viele deutsche reagieren, andererseits fühle ich mich dann unerwünscht, obwohl ich niemanden etwas getan habe.
Ich denke die Situation hier in der Schweiz kann man mit der in Deutschland vergleichen.Bei uns sind unzählige ausländer aus Türkei, Libanon oder Osteuropäer.Aber ein Türke ist nicht gleich Türke!Ich sehe soooo oft aggressive Türken die das Leben in Deutschland gewalttätiger darstellen, aber ich kenne auch Türken welche einer legalen, vernünftigen arbeit nach gehen und mit einer deutschen familie haben und sich den deutschen Sozialleben anpassen (keine Moslimischen Zwangshochzeiten etc.)eine ganz normale "deutsche" Familie.
Genauso ist es hier.
Hier ist ein Deutscher nicht gleich ein Deutscher.Es gibt die, die sich nicht benehmen können, sich über das GASTLAND lustig machen und sich wenig anpassen können.Andererseits gehöre ich zu den deutschen, die gerne Anschluss finden möchten zu den Schweizern, ich möchte gerne die Dorffeste besuchen und die Schweizer leben können.
Ich bekomme nur die Chance nicht, weil die Schweizer sich ihre Meinung über die deutschen schon gebildet haben und leider ein verallgemeinerndes Bild von uns haben.

Eines möchte ich allerdings noch loswerden:
LIEBE SCHWEIZER
Seit froh das wir deutschen hier einige Jobs übernehmen, wären wir alle auf einmal weg, würde das Land von einem Mal aufs andere Tod sein...Der ÖV würde still stehen, Hektik in den Restaurants wegen mangelndem Service, keine Zimmerreinigung in den Hotels etc. ...wir machen die Jobs, für die sich sicher die Mehrheit der Schweizer zu fein wären...

Vertragt euch doch einfach...

"es gibt eine art Boykott gegen Aldi und andere deutsche Discounter." - Das wäre zum Beispiel ein Grund für mich, in die Schweiz auszuwandern. Solche Aktionen machen sie ja geradezu sympathisch. Auf der anderen Seite wiederum ist der Boykott grotesk angesichts der sicher sehr ansehnlichen Nummern- und Schwarzgeldkonten der Brüder Albrecht, deren Konsorten und anderen Begünstiger der Schwarz-Gel(b)d-Koalition in der Schweiz.

Also wenn ich sehe was hier manche schreiben dann kann ich es nicht glauben...Ich bin vor 2 Jahren in die Schweiz gezogen und gehe nun wieder zurück nach Deutschland, diese Deutsch-Feindlichkeit egal wer man ist, ist hier kaum auszuhalten...die SVP schürt hier konstant gegen die Deutschen...

Leute haben mir während der Fussball EM mein Auto zerkratzt mit einem Spruch "Raus mit den Deutschen" oder wenn die Deutschen gespielt haben wurde immer für das andere Team gefiebert...es gibt eine art Boykott gegen Aldi und andere deutsche Discounter. Viele Schweizer trauen sich da nicht hin (weil sie ja jemand sehen könne aus dem Dorf/ i.e meiner Freundin ihre Mutter z.B) Man bekommt hier das Gefühl als ob man wirklich nicht willkommen ist...in der Firma dasselbe...

Ich plädiere dafür dass Ihr alle euch lieber in Deutschland eine Stelle sucht, die Schweizer haben uns nicht verdient... sollen sie doch schauen wie sie weiterkommen ohne deutsche Arbeitskräfte...An alle die dran denken hierher Auszuwandern, überlegt es euch wirklich gut, auch vom Geld her 30% sind Quellensteuer z.B in Zürich und dann habt ihr massiv teure Wohnungen und dass Essen auch, ihr kommt also aufs selbe wie in Deutschland (in relative terms)....

Hallo Kerstin,

habe mit Interesse Deine Meinung und Tipps gelesen. Wo lebst Du denn in der Schweiz? Bin allein erziehend (Kind 2 1/2 Jahre) und möchte in die Schweiz auswandern. Habe Arzthelferin gelernt und habe dann bei einem Pharmakonzern als Sekretärin gearbeitet. Suche eine Halbtagesstelle. Sind die Schweizer Deutschen gegenüber aufgeschlossen oder nehmen sie lieber Landsleute bei offenen Stellen? Kann alles nur via Internet machen, da ich mit meinem kleinen Sohn nicht oft in die Schweiz fahren kann um mich vor Ort zu informieren. Würde gerne in die Ostschweiz bzw. schweizer Seite Bodenseeregion gehen.
Vielleicht kannst Du mir noch einige Ratschläge geben. Wäre sehr dankbar.

Grüße aus Bayern
Christiana

für die Freundlichkeit der Schweiz sind Sie, da die Schweiz es 16 Jahre mit Ihnen ausgehalten hat - einfach bewundernswert, oder.

Nicht die Schweizer sind Ausländerfeindlich, sondern die Deutschen sind zu arrogant. Lebe hier schon seit 5 Jahren und vermiete Apartments. Die meisten Gäste sind Deutsche.
Ich muss ehrlich sagen, ich schäme mich für mein Volk.
Fazit: hört auf euch zu bemitleiden, benehmt euch! Passt euch an. Informiert euch. Banale Sachen wie z.B. Zürich ist nicht die Hauptstadt.Sagt nie zu einem Schweizer "das ist aber niedlich wie ihr redet" Oder noch besser die Schweiz ist ein Bundesland von BRD. Leider habe ich das wirklich alles erlebt und dies nicht nur einmal.

Ein Tipp: es lohnt nur für die Auszuwandern, die Gehalt nicht unter 5000 CHF bekommen. Und das pro Person. Das ist aber ein Gehalt für einen Berufseinsteiger nach dem Studium.
Eine Wohnung in Zürich, Luzern, Bern ... zu bekommen, ist eine Kunst. Spreche aus Erfahrung, sehe täglich wie meine Gäste sich quälen. Es kann von 6 Monaten bis zu 1 Jahr dauern.

Na gut. Wollte damit nur sagen wer sich benimmmt, ist willkommen.:)

Wir sind eine cosmopolitische, weltoffene anpassungsfähige deutsch spanische Familie mit deutschen Pässen.

- Wir wollen als Psychologe und Hausarzt Naturheilverfahren alle Zusatzqualifikationen eine Praxis übernehmen oder auch einen Job annehmen. Wir passen uns an: Sind wir noch willkommen, wenn wir qualifiziert arbeiten? In welchem Kanton sind die Menschen deutschsprachig aber herzlich und weltoffen, das wäre uns wichtig?
Welche Kantone wuerdet ihr empfehlen. Wir mögen toleranz und sind europäisch geprägt , nicht deutsch. Wird man die halbspanischen Deutschen in der Schule mobben?

Wie ist das Gymnasium? Ist das Bildungssystem gut , teuer?
Wo finde ich den Kontakt zu den Arztgruppen?

Vielen Dank für Eure Meinung. Wir leben hier in Deutschland nicht schlecht aber sind mit der Bürokratie und dem System unzufrieden.Die deutsche Beamtenmentalität nervt uns nur noch.

Sagt uns bitte Eure Meinung, auch gerne Ihr lieben Schweizer , ob ihr uns fürs Allgemeinwohl arbeiten lassen moechtet.

Viele Gruesse

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