Deutsche Akademiker in der Schweiz

Die Schweiz ist und bleibt für Deutsche attraktiv - und gerät durch die anhaltende Einwanderung in Bedrängnis. Manche sprechen auch von einer Identitätskrise: wird die Schweiz ein Multikulti Land?

Modell: Akademiker

Im folgenden geht es um drei Fragen, die eng verbunden sind: 1. um deutsche Akademiker, die in Schweizer Hochschulen arbeiten; 2. Wie die deutschen Zuwanderer die Schweizer betreffen (unabhängig von Bildungsabschluss und ausgeübtem Beruf); 3. um die Akademikerquote. Und zuvor die Frage: Was ist ein Akademiker?

Was ist ein Akademiker?

Man weiß doch selten zu viel, um nicht mal Wikipedia zu fragen. Und siehe da: Akademiker? Begriffsklärung: Akademiker steht für

  1. Personen mit einem Hochschulabschluss. Das ist der nach einem Hochschulstudium verliehene akademische Grad oder sonstige Studienabschluss durch kirchliche oder staatliche Prüfung. In Deutschland hatten 2012 neun Millionen einen solchen Abschluss. (Akademische Grade u.a. Bachelor, Master, Doktor, Diplom)
  2. wissenschaftliches Personal an einer Hochschule. Hochschule: Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs. Hochschulen dienen der Pflege der Wissenschaften und Künste durch Forschung, Lehre, Studium und Fortbildung.

In diesem Artikel liegt der Schwerpunkt auf dem 2. Aspekt, auf dem wissenschaftlichen Hochschulpersonal an Schweizer Hochschulen, sofern es sich um deutsche Auswanderer handelt.

1. Die Schweizer(deutschen) Akademiker

Universität Zürich

Die Universität Zürich hat 2007 acht Professuren neu besetzt. Alle gingen an Anwärter aus Deutschland. Das ist nur ein Symptom. Der Trend: Die Haltung der Schweizer gegenüber den Deutschen spitzt sich zu. Von "rücksichtslosen aggressiven alemannischen Barbaren" war in einem Leserbrief an die Neue Zürcher Zeitung zu lesen.

Die akademische "Überfremdung" in Zahlen:

  • 43 Prozent aller Professoren in der Schweiz sind Ausländer.
  • In Zürich und Bern stammt ein Drittel der Professoren aus Deutschland.
  • Im Jahr 2000 zählte Bern 60 deutsche Hochschullehrer, 2008 waren es 97.

Nicht zu vergessen: Viele der deutschen Auswanderer haben die Schweizer Staatsbürgerschaft angenommen, tauchen in o.g. Zahlen also nicht mehr auf. Im Alltagsleben der Eidgenossen aber dennoch.

Woher die Verärgerung?

  • Deutsche verkaufen sich in Bewerbungsgespräche besser.
  • Sind sie eingestellt, holen sie ihren eigenen Mitarbeiterstab hinterher - auch aus Germany. Das blockiert die Karrieren der Schweizer Hochschullehrer.
  • Die deutschen Einwanderer in der Westschweiz sprechen noch schlechter Französisch als die Deutschschweizer - aber in der Schweiz spricht "man" eben nicht alternativlos Deutsch.
  • Für deutsche Workaholics mag Sonntagsarbeit akzeptabel sein, für Schweizer Assistenten ist es eine Tortur und die härtere Gangart in von Deutschen geleiteten Forschungsteams überzieht den Rahmen des rechtlich Erlaubten.

Was tun?

  • Zuerst einmal: Ihre Entscheidung zum Auswandern in die Schweiz sollten Sie unabhängig von den genannten sozialen Aspekten treffen! Warum? 20 Gastarbeiter sind im Dorf in der deutschen Provinz ein Stammtischskandal - aber "unser Pole/ Türke/ Russe" ist für die, die ihn kennen, eben nie die Masse. Gleiches gilt für deutsche Profs in Zürich.
  • Stellen Sie sich dennoch auf Bedenken und Ablehnung ein. Es wäre illusorisch zu glauben, dass nach Ihrer Eingewöhnungszeit alles automatisch anders wäre.
  • Fühlen Sie beim neuen Chef und den Kollegen vor: wie ist deren Einstellung zu Ihnen? (Nicht zu 'den Deutschen' - das hilft Ihnen gar nichts)
  • Wie wichtig sind Ihnen ein harmonisches Arbeitsumfeld und Freundschaften? Je nachdem ist die Deutsch-Schweizer-Frage wichtiger oder ein Nebenthema für Sie.
  • Werden Sie Schweizer! :)

2. Wie Schweizer mit den deutschen Zuwanderern können

Eben ging es schwerpunktmäßig um Akademiker, und da die Schweiz das Auswanderungsziel Nr.1 für Deutsche ist, muss der Blick über die Bildungsabschlüsse hinaus erweitert werden. Die große Zahl zugezogener Deutscher verschärft die Konkurrenz auf dem Schweizer Arbeitsmarkt, führt zu Spannungen und kulturellen Konflikten. Stichwort: Kulturschock. Es gibt die so genannten Armutsflüchtlinge, die kommen aus Ländern, die ich vergessen habe, nach Deutschland. Wenn Deutsche aus Deutschland in die Schweiz auswandern, ist es das genaue Gegenteil: Dann gehen nicht Opfer, sondern Täter. Da gehen Menschen, die arbeiten und viel erreichen wollen: für sich und zwar mehr, als in der Bundesrepublik möglich wäre. Sie kommen nicht als Bittsteller, sondern mit einer guten Portion Selbstvertrauen und Aggression. Das schürt dann auch Ressentiments der einheimischen Bevölkerung.

Diese Konflikte sind um so belastender, weil einem Doktor Schulz mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird als dem Maler Müller (auch wenn beide Deutsche sind). Akademiker haben also schon eine Hypothek der 350.000 Deutschen übernommen, die vor ihnen da waren. Und dazu kommt, dass die Schweizer Planer die Schweizer Hochschulstandorte modernisieren wollen und dafür Ausländer favorisieren. Auch das kriegt Doktor Schulz zuerst um die Ohren, nicht die Planer, die die Personalentscheidungen treffen.

Man sollte die Angelegenheit nicht skandalisieren. Denn falls es ein Skandal wäre, muss man festhalten, dass die Schweizer seit über 10 Jahren damit leben. Dennoch beschäftigt das Thema immer wieder die Landesmedien, z.B. das Schweizer Fernsehen. Für manche deutsche Auswanderer ist es auf Dauer dann doch zu viel, sie bleiben Fremde, fühlen sich nicht angenommen und gehen wieder zurück. Eine Dokumentation vom SRF: Warum Deutsche der Schweiz den Rücken kehren. Länge 22 Min.

Umfrage-Ergebnisse. Deutsche und die Schweiz

2007 kamen 30.000 Deutsche in die Schweiz. Alles in allem sind schon 200.000 Ex-Bundesbürger zu Eidgenossen geworden.

Das sind die Ergebnisse einer Umfrage, wie die Deutschen zum Auswandern in die Schweiz stehen:

  • 43% der deutschen Berufstätigen können sich vorstellen, in der Schweiz zu leben.
  • Hauptgrund zum auswandern: 80 Prozent nennen hier die höhere Löhne geringere Steuern. Während die Deutschen 2016 bis zum 12. Juli nur für den Staat arbeiten mussten, hatte man in der Schweiz schon ab Mitte April seine Steuerpflicht erfüllt.
  • Danach kommen das "schöne Land" (für 68% ein Grund) und die "gemeinsame Sprache" (61%).

(Umfrage von TNS Infratest, Comparis)

In der Schweiz gefragt: deutsche MedizinerFazit: Obwohl die Deutschen oft (noch?) die Polen der Schweizer sind, schürt ihre stetige Zuwanderung Ressentiments. Das hat nur zum Teil mit der Arbeitsplatzfrage zu tun - weit stärker dürfte die "preußische" Mentalität für das schlechte Beziehungskonto sorgen. Und mit dem Liechtensteiner Steuerskandal haben die Deutschen ihren Ruf erstmal endgültig ramponiert.

Zahlen über Professoren und Studenten

2015 waren 1.175 deutsche Professoren und 2.801 deutsche Dozenten an Schweizer Universitäten und Fachhochschulen tätig. Im Studienjahr 2015/16 studierten knapp 15.000 Deutsche in der Schweiz. (Quelle: Auwärtiges Amt)

3. Akademikerquote: Internationaler Vergleich

Die bisherige Ausführung muss auch im Zusammenhang gesehen werden. Sowohl die Schweiz, als auch Deutschland (und übrigens auch Österreich) haben traditionell eine geringere Quote von Akademikern als einige andere Industrieländer. Siehe die OECD Studie weiter unten. Darum glauben Bildungsbeauftragte und Demographen aller drei Länder in den letzten Jahren, dass hier ein Nachholbedarf bestehe. Man schaut sich Zahlen aus den USA an und denkt: Wow! So viele Akademiker brauchen wir auch! (Oder so ähnlich, ich weiß nicht genau).

Warum ist der Prozentsatz der Akademiker in DE, CH und AT niedriger als anderswo?

Kurz gesagt: Weil es den Mittelstand gibt. Der Mittelstand bildet aus, erfindet, meldet Patente an, vom inhabergeführten Handwerksbetrieb bis zum Weltmarktführer. (Man könnte fast an eine geheime Glücksformel denken). Ausführlich: Es geht nun um Berufsschule und Hochschule, um Berufsabschluss und die "Akademikerquote". Wenn man nach dem Anteil der Akademiker zur gesamten Erwerbsbevölkerung fragt, fällt etwas auf: Die Akademikerquote ist in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz traditionell niedrig. Woran liegt das?

Das liegt am exzellenten dualen Ausbildungssystem (zwei Lernorte: Betrieb und Berufsschule). Wer sein Fachgebiet von der Pike auf lernen will, der hat in den genannten Ländern eben eine echte Alternative zur Uni/ Hochschule. Viele Berufe, die in anderen Ländern mit Akademikern besetzt werden, üben in der Schweiz, Österreich und Deutschland Absolventen beruflicher Ausbildungsgänge aus.

Und noch etwas kommt dazu: Das Lernen im Beruf hört ja nicht mit der Ausbildung auf, die man am Anfang durchläuft. Sondern es gibt ein großes Spektrum an Aufstiegsfortbildungen und der höheren Berufsbildung. Von den regelmäßigen Schulungen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein, ganz zu schweigen.

Wenn man das alles zusammen nimmt, dann erscheint die Akademikerfrage in einem etwas anderen Licht.

OECD Studie: Akademikeranteil im internationalen Vergleich

Nach einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) betrug die Akademikerquote 2013 in Irland 39,7%, in Neuseeland 40,6%, in Großbritannien 41,0%, in Australien 41,3%, in den USA 43,1% und in Japan lag sie bei 46,6%. Und in Kanada (52,6) und Russland (53,5%) lag sie sogar bei mehr als der Hälfte.

Was die Zahlen bezeichnen, ist klar. Den prozentualen Anteil von Hochschulabsolventen an der Erwerbsbevölkerung eines Landes. Was zeigen sie nicht? Zum Beispiel das Wissensniveau der AbsolventInnen: Kann sich im Beruf bestätigen, dass jemand durch außerordentlich hohe Bildung besonders für die Tätigkeit geeignet ist - oder ist es ein Abschlusszeugnis, das als Fetisch dient? Offen bleibt die Frage, ob ein hohes Niveau an Akademikern besser ist als ein niedrigeres. Besser für wen überhaupt? Für den Arbeitgeber oder den Bewerber oder die Kunden des Unternehmens, in dem er arbeitet? Und der alte Streit, ob Qualität oder Quantität mehr zähle, wird hier auch neu befeuert.

Eines lässt sich jedoch leicht zeigen: Wenn die Akademikerquote zum BIP (Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) relationiert wird, gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen BIP und Bildungsweg. Mehr Akademiker bedeuten nicht automatisch ein höheres Bruttoinlandsprodukt. Auch zwischen Hochschulbildung und Zufriedenheit der Menschen gibt es keinen direkten Zusammenhang. Das klingt vielleicht banal. Es soll jedoch helfen, die Akademikerfrage nicht als isoliertes Hauptproblem eines modernen Landes misszuverstehen. Denn dann würde man es überstrapazieren. (Und das wäre unwissenschaftlich).

letzte Bearbeitung: 08.06.2017

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Kommentare

Mein Dank gilt dem Autor des Berichtes "Stück für Stück den Horizont erweitert" der als "gefühlter Europäer" zeichnet.
Ich habe mit grossem Interesse und viel Freude Ihren Bericht gelesen und kann Ihre Erfahrungen und Sichtweisen nur unterstreichen. Auch ich durfte nach vielerlei eingeimpfter Vorurteile und Unkenntnis mir ein eigenes Bild meiner direkten Nachbarn machen, als ich als Deutscher mit 27 nach Holland auswanderte um dort 10 Jahre mit meiner Frau und meinen Kindern zu leben und dort zu arbeiten. Habe so unendlich viel dort lernen dürfen und gutes sowie schlechtes gesehen - wobei das gute, das hilfreiche das schöne bei weitem überwog. Nun wo mich die Liebe in die Schweiz zieht freue ich mich darauf, auch hier wieder viel lernen zu können, Menschen´kennenzulernen, Freunde zu finden, und in meinem Beruf auch weiterhin glücklich zu sein. Das Bild das die Schweizer sich von den deutschen Nachbarn machen, - das Bild das sich Europa und die Welt von Deutschland machen, prägt jeder meines Geburtslandes mit, ich freue mich darauf hieran mitzuarbeiten und über diesen Weg die Integration in dieses wunderbare Land zu schaffen. Mit besten Grüssen aus dem Berner Oberland
Alexander

Hallo!

Ich habe mich jetzt jedem einzelnen Kommentar gewidmet, einige waren anspruchsvoller als andere, manche fand ich gar beschämend.

Eines mal vorweg: Ich bin Österreicher, Salzburger und quasi am Land aufgewachsen. Neben dem "Minirassismus" bezüglich unserer deutschen Nachbarn, den man so im Laufe seines Lebens unweigerlich in meiner Heimatregion, aber auch durch die bundesweiten Medien eingeimpft bekam, hatte ich auch noch andere natürliche Feindbilder. Angefangen beim Nachbardorf bis zu den Städtern - die sowieso alle arrogant sind, oder?

Eines Tages bin ich dann auch in der Stadt gelandet und einige Individuen haben meine Vorurteile sogar bestätigt, aber die Mehrheit "leider" nicht. Abenteuerlustig wie ich war, habe ich sogar das Bundesland gewechselt, bin nach Tirol gegangen. Mannomann, was hat man nicht schon für Geschichten über Tiroler gehört. Zudem habe ich dann noch eine Bildungseinrichtung besucht welche zu mindestens 30% von Deutschen geflutet wurde... hatten die alle kein Zuhause?

Leider musste ich viele Vorurteile auch als solche identifizieren und mein Weltbild neu ordnen. Es kam sogar noch schlimmer: Ich lernte die Frau meiner Träume kennen und mochte sie schon bevor ich wusste woher sie kam oder wo sie wohnte. Eine Deutsche welche in Wien lebte - mein damals absoluter Albtraum - mittlerweile sind wir bereits viele Jahre glücklich verheiratet. Danach kamen diverse längere Auslandsaufenthalte im europäischen Ausland und in diversen Regionen/Städten Deutschlands und den USA hinzu.

Mittlerweile hat sich meine Einstellung radikal geändert, ich habe festgestellt, dass Idioten überall normalverteilt sind. Es gibt sie überall, aber sie sind in der Unterzahl und ich trau mich nicht mehr auszuschließen einer (gewesen) zu sein;-)Was habe ich noch gelernt? Weder ist es überall anders besser als daheim noch umgekehrt. Jedes Land und jede Region hat so sein Vor- und Nachteile. Es mag aber schon sein, dass einem persönlich das eine oder andere etwas besser liegt und glücklicherweise sind wir heute in der Lage uns fast komplett frei innerhalb Europas zu bewegen.

Wenn ich so aus dem Fenster meiner Wiener Wohnung kucke und ein Plakat der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs=rechtspopulistische Partei) erblicke, von dem mich die grinsende Fratze ihres Parteiobmanns Strache mit dem Spruch "Mehr Mut für unser "Wiener Blut" - Zu viel Fremdes tut niemanden gut" anglotzt, läuft mir ein eiskalter Schauer den Rücken runter. Soviel Kleingeist, Unsicherheit, Angst auf einem Haufen! Ja, herzlich willkommen in Österreich! Glücklicherweise spiegelt auch das nicht die Einstellung der Mehrheit wider, davon bin ich fest überzeugt.

Gerade stehen wir vor dem großen Schritt temporär in die Schweiz auszuwandern und müssen uns eingestehen kaum etwas über dieses Alpenland mitten in Europa und direkten Nachbarstaat zu wissen, weswegen ich auch auf dieser Seite gelandet bin. Jetzt heißt es lesen, lesen, lesen, lernen, lernen, lernen und danach ist aktive Integration angesagt. Versuchen offen auf die Leute zuzugehen und ihre Kultur, Denkweise und Sprache zu verstehen und sich Schritt für Schritt anzupassen. Wir hoffen, dass es gelingt.

Beste Grüße

Ein gefühlter Europäer

Hallo Leute,

ich habe seit gestern meinen Arbeitsvertrag in der Schweiz. Auch ich bin Deutscher, entschuldigt bitte liebe Eidgenossen dass ich in euer Land komme. Aber meine Gründe sind ganz einfach, ich habe eine Stelle gefunden die der gleichen entspricht wie der meinen hier in Deutschland. Aber sie wird besser bezahlt, ich zahle weniger Steuern. Alle denken jetzt er kommt hierher wegen dem Geld. Auf der einen Seite stimmt das, sicher. Aber bedenkt einmal wer möchte nicht seiner Familie ein schönes Leben bieten. Ich ja !!!!!!!!!!!!!!!
Ich möchte meiner Frau ein Leben bieten wo es sich lohnt dafür zu arbeiten. In Deutschland arbeite ich ausschließlich für den Staat und das überleben. Ich bin ein Informatiker der sehr viel Erfahrung und viel Know How mitbringt. Ich selber habe das Gefühl, dass hier in Deutschland diese Arbeit nicht gewürdigt wird mehr. Der Staat zockt nur noch ab wo es geht. Es ist einfach am Ende des Monats bleibt einem bei drei Kindern nicht viel übrig. Ich möchte einfach nur dass meine Familie glücklich und zufrieden aufwächst. Ist denn das so schlimm?????? Ich kenne die Schweiz sehr gut übrigens, und der nächste Punkt ist, die meisten sind sehr freundlich und nett, wenn man selber freundlich und nett auf sie zugeht, klar überall gibt es Choleriker die gegen alles und jeden Stimmung machen. Aber wäre es nicht auch sinnvoller zu versuchen miteinander zu Leben statt gegeneinander.
Achja ich liebe auch die Schweiz wegen ihrer Natur und Ihrer Menschen. Und ich werde kein Schweizerdeutsch (sprechen) lernen, da breche ich mir nur die Zunge, sorry.

In 1975 mussten wir zurück nach Holland. Wir waren eine
Hollandische Familie und sind in 1962 ausgewandert in die Schweiz. Damals in 1975 haben die Schweize abgestimmt ob alle Auslander raus mussten. Da war es genug und wir gingen zuruck nach Holland. Ich habe meine Jugend in der Schweiz verbracht. Die Schweizer haben mich immer als ein Zweitrang Burger behndelt. Ich habe mich immer Auslander gefuhlt. wenn ich das alles hier so lese... Nichts hat sich verandert. Nicht die Deutschen sind arrogant. Der Schweizer der ist arrogant und fuhlt sich als eine art Ubermensch. Hort doch mal auf und werdet Eurpaeer.

was lese ich da in kommentaren... ich staune über aussagen wie "die schweizer hätten minderwertigkeitskomplexe wegen der sprache", oder auch die "schweizer seien langsam". woher kommt sowas, sagen das schweizer, oder wird dies durch deutsche mitbürger hier auf dieser plattform geäussert? also wirtschaftlich gesehen empfinde ich die schweiz nicht als langsam (im gegenteil, das einzige zugpferd in der gegenwärtigen europäischen finanzkrise, das land das für 200 milliarden euros kauft um diesen zu stützen und dadurch mia. -man rechne ein kurssturz von rund 10% bedeutet- an währungsverlusten einfährt, 200 mia. sind übrigens mehr euros als die ezb im tresor liegen hat, diese investiert vorwiegend in sichere währungen und erwirtrschaftet somit gewinne, spekuliet also indirekt auf die abwertung des euros) und das kann ja nicht nur an den deutschen führungs- resp. akademikern liegen, denn dieser erfolg bestand schon vor der grossen einwanderungswelle der deutschen in die schweiz. ich glaube das ist genau der punkt (minderwertigkeitskomplexe anhängen etc.) wieso wir als arrogant und überheblich angesehen werden und sicherlich noch zwei generationen benötigen dies zu verstehen. die schweizer erscheinen als extrem höflich und rücksichtsvoll und ich glaube das hat mit der politischen form also der direkten demokratie, dem konkordanzsystem der landesregierung und dem föderalstischen system zu tun das den schweizern in fleisch und blut überging und sich in einer diplomatischen ausdrucksweise äussert die wir als konfus und nicht konkret empfinden. also eigentlich eine interessante lebensart die es lohnt sich diese modell genauer zu betrachten.

Genau das ist es, was uns Schweizer an Euch Deutschen stört: Ihr gebt uns das Gefühl ihr seit G''tt und wir seien Maden

Warum "sucht man sich ein Land" zum auswandern aus!?
Meine Sicht: Ich bin niedergelassenenr Hausarzt in einer deutschen Großstadt. Wenn ein Patient das erste mal zu mir kommt, bekomme ich 44 Euro. Dann kann er die nächsten 3 Monate jeden Tag kommen, ich bekomme keinen Cent mehr. Wenn ich einen Patienten von einem Kollegen behandele, bekommen ich ca 18 Euro (für die selbe Leistung wie der Kollege, der 44 Eur bekommt). Wenn der Patient im Hausarzt plus Programm eingeschrieben ist, bekomme ich für die Vertretung 12 Euro.
Wenn ich Ultraschalluntersuchungen mache, bekomme ich 15 EUR, usw,usw,usw. Die meisten Medikamente sind inzwischen teuerer als meine ärztliche Leistung. Ich möchte gerne da arbeiten wo meine Arbeit wertgeschäzt wird und wo ich nicht wie wahnsinnig möglichts viele Patienten behandeln muß, um annähernd auf mein Gehalt zu kommen. Ich bin Arzt geworden, weil ich mich mit Menschen und nicht mit Zahlen befassen möchte.

Die alberne Diskussion um die Überfremdung der Schweiz ist an den Haaren herbeigezogen. Die Schweizer haben die selbe Grammatik und die selbe Sprache und im weitesten Sinne die selbe Kultur wie ein Süddeutscher. Charakterunterschiede zwischen Rostock und Mannheim sind größer als zwischen Freiburg und Luzern. Das "Sich abgrenzen" erinnert eher an Kindergartenverhalten: Der darf aber nicht mitspielen, der ist doof!! Es versteht sich von selbst, daß ich - egal , wo ich hinkomme und niemanden kenne - mich rücksichtsvoll und freundlich verhalte. Ich bekomme auch in einem Odenwald - Dorf Probleme, wenn ich als Großstädter da reinwalze und die Klappe aufreiße.

Lieber Gastkommentator,
habe ich irgendetwas in dieser Richtung behauptet (Alles schlecht in Deutschland,etc...)
Meine Güte, ich möchte einfach in so einem schönen Land wie der Schweiz mal was neues ausprobieren und in Oberbayern habe ich halt die gleiche schöne Landschaft und hab das hier erwähnt....
Kein Grund für Sie, hier gleich Ihre cholerische Galle über mich zu schütten, nein sowas... Tzzzzz
Passen Sie mal lieber auf, nicht dass Sie noch einen Herzinfarkt bekommen....

Der Kommentar auf diese Bemerkung ist 100% richtig.
Ich, Engländerin, arbeite schon lange in Deutschland, bin mit
ein Deutscher verheiratet.
Ich kann immer noch nicht perfekt Deutsch schreiben, aber ich
bin fast 60, mir reicht's.
Und so isses..............."When in Rome, do as the Romans do"
dann klappt es.

"Die Schweiz erinnert mich sehr an meine Heimat, weshalb ich mir dieses Land ausgesucht habe."

Und warum gehen Sie nicht einfach in Ihre Heimat? Warum Auswandern? Alles schlecht in Deutschland und keine Lust Verantwortung zu übernehmen und zur Heimat zu stehen, sie zu gestalten und zu ggfs. zu verändern - so wie es übrigens die Schweizer in ihrer Schweiz machen? Statt dessen lieber in anderen Ländern sich ins bequeme Nest setzen wollen und als deutscher auf Deutschland im Ausland schimpfen, aber die Rente und KGV dann doch gern wieder hätten...
Ich will Ihnen das alles nicht unterstellen, und Sie haben sicher Ihre guten Gründe, aber ich frage mich immer mehr, was geht heute bei so vielen Leuten vor, die vor sich selbst weglaufen und sich doch immer überall hin mitnehmen... komische Zeiten sind das...

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