Zum Auswandern ist die Schweiz die Nr. 1

Schweiz: die Alphörner rufen

Die Schweiz ist reizvoll und seit über 10 Jahren die unangefochtene Nummer eins unter den Ausreiseländern der Deutschen. Auf den ersten Blick ist die erhabene Landschaft bezaubernd. Wo sonst kann man aus seinem Büro auf saftige Wiesen und raue Berge blicken? ... nach der Arbeit in den Bergen spazieren gehen, baden, Rad fahren, wandern?

Steckbrief: die Schweiz in Zahlen

Daten Kommentar
Amtssprache: Deutsch, Französisch, Italienisch überwiegend ist die Schweiz deutschsprachig
Hauptstadt: Bern (de facto) Schweiz hat de jure keine Hauptstadt, Bern ist Bundesstadt
Fläche: 41.285 km² --
Einwohnerzahl: 8.391.973 --
Bevölkerungsdichte: 203 Einw. je km² (Deutschland: 230/km²)
BIP je Einwohner: 81.161 USD nominal, #4 weltweit
Human Development Index: 0,930 #3 weltweit
Deutsche im Land: 350.000 Tendenz stetig steigend
Netto-Einwanderrate: 4,7 Einwanderer pro 1000 Einwohner(2016)

Die alltäglichen Möglichkeiten der Eidgenossen werden hierzulande höchstens in Freizeitparks simuliert oder als Winterurlaub für teures Geld erkauft. Aber das ist wie gesagt nur der erste Eindruck. Zum Auswandern in die Schweiz braucht es mehr. Und es gibt viel mehr in dem reizvollen und eigenartigen Alpenland.

Schweiz Karte

Die "Willensnation" Schweiz

Die Schweizer bilden weder sprachlich noch konfessionell eine Einheit. In dieser einfachen Mitteilung suchen viele eine Information und finden nichts, dann gehen sie weiter und scannen nach Zahlen. Dabei ist der Satz ein Schlüssel, wenn Deutsche die Schweiz je verstehen wollen. Darum noch einmal: Die Schweizer bilden weder sprachlich noch konfessionell eine Einheit. Es gibt vier offizielle Landessprachen, 20 Prozent Ausländer; Katholiken und evangelisch Reformierte sprechen je 40 Prozent der Bevölkerung an - das sind 20 Prozent mehr als in Deutschland.

Was die Schweizer zusammenhält, ist die freie Entscheidung freier Menschen. Nüchterner ausgerückt: Der Gedanke des Föderalismus ist lebendig. Die deutsche Politik will alles zentral in Berlin regeln, von Experten. Die Schweizer regeln vieles vor Ort, in Einzelfällen und von den Betroffenen. Die Ur-Idee der Schweiz ist das Rütlibündnis. Im Rütlischwur lebt die Idee bis heute, das Schutz- und Trutzbündnis der Kantone.

Matterhorn
Das Matterhorn ist der Schweizer Berg überhaupt. Ein riesiger (4.478 m) und nahezu symmetrischer pyramidenartiger Gipfel. Vier steile Gesichter, die über den umliegenden Gletschern aufsteigen, in vier Himmelsrichtungen. Sie werden von den Hörnli-, Furggen-, Leone- und Zmutt-Kämmen gespalten. Der Berg übersieht die Schweizer Stadt Zermatt im Kanton Wallis.

Alltag in der Schweiz

Hier sind an erster Stelle die Steuern zu nennen. Nicht umsonst gilt die Schweiz als erstklassiger Finanzplatz - auch, aber nicht nur für Deutsche. (Auf FATCA gehe ich weiter unten ein). Die Mehrwertsteuer liegt derzeit bei 8 Prozent, der reduzierte Steuersatz bei 2,5 Prozent. Im 2. Teil werden Aufenthaltsbewilligung und Niederlassung erläutert.

Die geringeren staatlichen Eingriffe ins Portemonnaie machen die Confédération suisse zur ersten Adresse für jene, die Freiheit und Produktivität bejahen. Doch wäre das noch zu wenig ohne das zweite Attribut des Alpenlandes: Die sprichwörtliche Schweizer Gemütlichkeit Lebensart.

Dafür sind Lebensmittel generell teurer als in Deutschland. Das liegt u.a. an den kleinen Anbau- und Weideflächen. Aber auch daran, dass die Schweiz nicht am EU-Subventionstropf hängt. Die helvetischen Kühe haben z.B. einen Mindestanspruch an Freilandtagen. So etwas mag für supermarktgewohnte "Sparfüchse" amüsant klingen, aber darin zeigt sich ein Verständnis von Tier- und Konsumentenschutz, der hierzulande die Ausnahme ist. Es gibt noch mehr gute Gründe.

Schweiz und Deutschland

Deutschland ist für die Schweiz der wichtigste Handelspartner. Im Jahr 2015 wurden zwischen beiden Ländern Waren im Wert von 84 Milliarden Franken (CHF) gehandelt. Das entsprach 23% des gesamten Außenhandels der Schweiz: Exporte nach Deutschland in Höhe von 37 Mrd. CHF, Importe aus Deutschland von 47 Mrd. CHF.

Aus deutscher Sicht sind "Swiss made" Produkte bekannt als Qualitätswaren, zu denen es keine Pendants gibt. Lebensmittel, Industrieprodukte und Dienstleistungen aus der Schweiz sind eine Empfehlung. Deutschland und die Schweiz sind Handelspartner, die sich viel zu geben haben. Wer nur in Zahlen wühlt, der würde feststellen, dass die Schweiz Handelspartner Nr.9 nach Warenwert ist. Völlig abstrakte Rechnung! Für chinesische Socken findet man in jedem 99ct-Laden Ersatz, aber wenn es keine Schweizer Uhren gibt, dann fehlt etwas Wesentliches.

Aufenthaltsbewilligung

Wenn Sie sich länger als 3 Monate in der Schweiz aufhalten wollen, brauchen Sie eine Aufenthaltsbewilligung. Wenn Sie - egal für wie lange - in der Schweiz arbeiten wollen, benötigen Sie eine Aufenthaltsbewilligung. Heißt unterm Strich: Alles, was über einen Urlaub oder die Forschungs- und Evaluationsreise hinausgeht, erfordert diese Bewilligung. Lesen Sie weiter im 2. Teil: Aufenthalt, Niederlassung - wer kann in der Schweiz leben?

Politik in der Schweiz: Föderalismus

Die Schweiz hat einen ausgeprägten Föderalismus. Die Kantone (vergleichbar den Bundesländern in Deutschland) behalten alle Aufgaben, die in der Bundesverfassung nicht explizit dem Bund zugeordnet werden. Das läuft in Deutschland genau andersrum...

Die neutrale Außenpolitik ist ein weiterer Pluspunkt für die Schweiz. Seit 1815 beteiligt sich die Schweiz an keinem Krieg anderer Staaten. Das Militär ist nur zur Verteidigung da.

Die Schweiz ist ein interessantes Land, weil die Schweizer sich traditionell aus Schwierigkeiten ihrer europäischen Nachbarn herauszuhalten wissen. Als Europa sich millionenfach ermordete, hatten die Schweizer vorsorglich die Tür abgeschlossen und sich noch schnell vom Völkerbund - solange es den gab - eine Neutralitätsbescheinigung geholt, mit Stempel und Unterschrift. Als die Führer der EU-Staaten sich mit Milliardenschuldscheinen "retteten", hatten die Schweizer vorsorglich die Tür verriegelt und das Telefon ausgesteckt. Schweizer sind unsere Nachbarn und sie wissen untrüglich, wann es Zeit zu gehen ist: spätestens wenn die großen EU-Häuptlinge nach ihrer Fete die Rechnung bekommen.

Nach diesem Kurzüberblick werfen wir einen Blick auf die Einreise-Voraussetzungen in die Schweiz.

Der Nationalmythos der Schweiz

Ohne den mythologischen Hintergrund sind viele Vorstellungen der Gegenwart, sind weder Kunst noch der Jahreslauf zu verstehen.

Wenn man in einem Mythos lebt, lebt man in einer zusammenhängenden Geschichte, die die Welt deutet. Sonst ist alles in Einzelfragen und Details zerrissen, der Mythos führt alles Einzelne ins Große Bild und gibt der Vielfalt des Lebens einen Zusammenhang.

Schwingen, der beliebte Zweikampf der Schweizer

Der Ursprung der Schweiz im Rütlischwur

Der Schweizer Nationalmythos wurde im Rütlischwur geboren und wird im "Wilhelm Tell" gezeigt. Es geht nicht um große Aufgaben in der Welt, sondern "nur" um Schutz und gegenseitige Hilfe gegen mächtige äußere Feinde. Diese Grundhaltung finden wir überraschenderweise in vielen Situationen der jüngeren Geschichte wieder (s.o.). Als ob die Schweizer der Welt sagen wollen: Lasst uns in Ruhe unsere Sachen machen und ihr kümmert euch um eure, dann ist die Welt schon viel besser dran.

Die Willensnation begann nicht auf einer Burg, nicht in einer Schlacht, nicht mit einer alten Tragödie und Wahnsinn, sondern ganz unspektakulär auf einer Wiese. Man erzählt sich, dass Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden auf einer Wiese am Vierwaldstättersee einen Eid gegen die Habsburger, die Besatzer, schworen. Dieser Schwur begründet ihren Bund. Manche sagen, einer der drei Abgesandten war Walter Fürst, anderen Quellen zufolge war es Wilhelm Tell. Wie auch immer: Es ist ergiebiger, Friedrich Schillers "Wilhelm Tell" zu lesen (ja besser noch: das Stück aufzuführen), denn seine wuchtige Größe ist zeitlos. Der 2. Aufzug endet mit dem Bekenntnis:

Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

Der Mythos schafft eine Insel, auf der sich Identität bilden und erhalten kann. Das bergige Land begünstigt das zusätzlich. So greift Ernst Jünger auf die Schweiz zurück, als er in einem Roman das Burgenland beschreibt, das Land des Adels, die Welt tradierter Ordnung: "So ließe unser Land sich einer Art von Schweiz vergleichen, die Konnetabels und Residenten in die Reiche der Welt entsendet und doch in ihren Bergen ein unberührtes Bauern- und Hirtenleben hegt."

Sogar ein Politiker wie Peer Steinbrück ahnte vage das Besondere, das die Schweiz noch heute umgibt, als er in der Jagd auf deutsche Steuerflüchtlinge großmäulig drohte, die deutsche Kavallerie werde die Schweizer Indianerdörfer disziplinieren. Wir nehmen staunend zur Kenntnis, dass der deutsche Hilfspolizist glaubt, Indianer lebten in der Schweiz und belassen es dabei.

Geschichte der Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft wurde im Jahre 1291 als Verteidigungsallianz unter drei Kantonen gegründet - das Thema von eben. Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat ihre Unabhängigkeit vom Heiligen Römischen Reich 1499 gesichert. Mit der Verfassung von 1848 wurde der alte Bundesgedanke durch die mehr zentralistische Bundesregierung ersetzt.

Die Schweizer legen Wert auf ihre Neutralität. Im Mittelalter sah das so aus: Es gab ständig kleine Kriege. Ritter waren selten und teuer. Die Schweizer waren als "Gewalthaufen" ein neuer Kämpfertyp, das einzige, was gegen Ritter bestehen konnte und - sie waren als Söldner für jeden dienstbar, der sie bezahlen konnte. Aber sie kämpften nur im "Ausland", stets darauf bedacht, dass sie die politischen Auswirkungen einer Schlacht im nachhinein nicht betrafen.

Wirtschaftslage. Neugier und Freiheit

Die Schweiz zählt zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Das weiß jeder. Wie sie das schafft, fällt oft unter den Tisch: Durch Neugier und Freiheit. Neugier zeigt sich in einzigartiger Innovationskraft und immer besseren Lösungen, Freiheit zeigt sich im flexiblen Arbeitsmarkt. "Flexibler Arbeitsmarkt" sagt man in Deutschland. Gemeint ist schlicht und einfach ein Markt: Dort manchen Menschen Geschäfte (auch eine Anstellung ist i.d. Sinne ein Geschäft) aus eigenem Antrieb und zum eigenen Vorteil.

Die Industrie ist exportorientiert. Schwerpunkte sind Chemie und Pharmaindustrie, Maschinenbau, Elektroindustrie, Uhren und Feinmechanik und Schmuck. Die dominierende Branche ist der Dienstleistungssektor, in dem 76% der Erwerbstätigen arbeiten. In der Schweiz arbeiten viele Deutsche aus Süddeutschland als Grenzgänger, ohne ihren Wohnsitz zu verlagern.

Stromerzeugung

In der Energieerzeugung setzt die Schweiz zu 55% auf Wasserkraft und zu 40% auf Kernenergie. Kernenergie wird nicht weiter genutzt (2011 beschlossen), die bestehenden AKW werden noch benutzt, solange es erlaubt ist.

Arbeiten in der Schweiz

Auf www.karriere.ch finden Sie den Ratgeber (PDF) "Arbeiten in der Schweiz". Außerdem können Sie sich mit wenigen Klicks bei einer passenden Stellenvermittlung in der Schweiz ins Spiel bringen.

Boeing 777 startet vom Flughafen Zürich

Webtipps

letzte Bearbeitung: 26.04.2017

Bewerte den Artikel: 
Durchschnitt: 3.9 (186 votes)

Kommentare

Wollte mal nachfragen ob jemand mir sagen kann, wie es mit den Berufschancen in der Schweiz ist. Ich bin Lehrerin und spreche folgende Sprachen fliessend: Deutsch, Französisch und Englisch. Mein Lebensgefährte ist Physiotherapeut und spricht 4 Sprachen fliessend: Deutsch, Französisch, Englisch und Italienisch.

Hat man Chancen in der Schweiz in diesen Berufen zu arbeiten oder sind diese doch eher gering.
Wäre froh wenn jemand mir Informationen geben könnte!

Vielen Dank

Grüezi -
wirklich einige sehr qualifizierter Kommentare hier... leider auch einiger ziemlicher "Seich" von eidgenoessischer Seite (Kinder mobben, Job-Klau usw. ...).

3 Punkte charakterisieren die Schweiz:

- sie ist eine Insel mitten in Europa
- sie ist ein grosser Streichelzoo
- "Schweiz ist wie DDR in schoen!"

wenn man dies akzeptiert und man dazu einige Besonderheiten und (leider auch) gut gehegte Ressentiments gegenueber u.a. Deutschen in Kauf nimmt, kann man hier als Gast sehr gut leben.
Ansonsten sollte man es besser lassen.

Erstmal ein Hallo an alle Leser.
Sind die Schweizer nun ausländerfeindlich? Davon habe ich nichts gemerkt. Wie es in den Großstädten aussieht weiß ich nicht. Sicher gibt es hier und da auch Menschen die Ausländer nicht haben wollen. Aber mal ehrlich, das kennen wir doch auch aus Deutschland.

Wenn ich bereit bin mich zu integrieren sollte es mit den Schweizern kein Problem geben. Wenn man in einem Land zu Gast ist muß man sich den Gepflogenheiten des Gastlandes anpassen. Das ist eine Sache des Respekts. Tust du es nicht bist du eben der "hässliche" Deutsche. Es liegt also bei jedem selbst.

Was sind denn die üblichen Argumente der sogenannten Ausländerhasser? In Deutschland und auch hier in der Schweiz sind sie gleich. Ausländer nehmen uns die Arbeit weg, arbeiten für Niedriglöhne und nutzen unser Sozialsystem aus. In Deutschland trifft das zum Teil zu. Es wird sogar von der Politik gefördert. So gibt es keinen Mindestlohn und ich kann sofort Sozialhilfe beantragen die völlig ausreicht, wenn ich keinen normalen Lebensstandart habe. Und wie ist es hier in der Schweiz?

Ich habe bemerkt dass schweizer Bürger bei der Einstellung bevorzugt werden. Das ist völlig in Ordnung. Hier gibt es einen Mindestlohn. Also darf ich von einem Schweizer Arbeitgeber nicht zu Niedriglöhnen eingestellt werden. Die Sozialleistungen die man bekommt, wenn man noch nicht in der Schweiz gearbeitet hat sind so gering das sich der Weg zum Amt gar nicht lohnt. Und das ist auch gut so. Was nicht in Ordnung ist sind Aufträge für Firmen aus dem Ausland welche kostengünstig Arbeiten in der Schweiz ausführen. Das geht wiederum nur weil das Lohnniveau nicht so hoch ist. Aber da ist die Politik gefragt.

Also liebe Schweizer. Nicht alle sind gleich. Wir nicht und Ihr auch nicht. Wenn ich in Eurem schönen Land lebe und arbeite, bezahle ich hier meine Steuern, kaufe hier meine Lebensmittel und zahle hier meine Miete. Also trage auch ich dazu bei dass die Wirtschaft der Schweiz wächst.
Euch allen ein wunderschönes und erfolgreiches 2010.

Ja das sehe ich genauso wie mein Vorschreiber.Ich habe mittlerweile schon so oft bei Bekannten gehört, dass die deutschen angeblich die Jobs nehmen würden. Jedoch bin ich mir 100 pro sicher das kein Schweizer meinen Job in der Küche, Abwasch etc. machen möchte, denn dafür sind sie sich zu fein. wir deutschen machen zu 90 % alle solche Saisonjobs und Jobs im Tourismus, wofür sich die Schweizer nicht interessieren. Fragt sich nun, wer von uns hier arrogant ist. Wohl eher das Schweizer Volk-.

Ausserdem kann ich dem Artikel "in der CH weiss man DE erst zu schätzen" vollkommen nachvollziehen.Einige können sich an diese Gegebenheiten abfinden, aber andere wiederum nicht, das ist nunmal so.Die langsamen Autofahrer gehen mir auch auf den Nerv und die Mieten verstehe ich auch nicht, mal abgesehen von all den anderen komplizierten Dingen hier.
Im Grunde nerven mich hier genauso viele Dinge wie in DE, deshalb werde ich auch bald das Land verlassen und einen Neustart anderswo beginnen.

Und für die die meinen, vielen der hier negativ geschriebenen Artikel über die schweizer gegenan gehen zu müssen, die sollten sich mal ALLE Kommentare durchlesen, dann wird hier schwarz auf weiss von schweizern all diese dinge bestättigt!!
Die Schweiz mag ein schönes Land sein, aber vieles wird hier komplizierter gestaltet als es sein müsste.Nicht alles was glänzt ist Gold, da ist schon was dran in diesem Fall!!

@schweizer,
wie ich sehe, schreibst du in deutsch, also sprichst du auch deutsch, auch wenn ihr es "schweitzerdeutsch" nennt, es bleibt deutsch. das ist das selbe als wenn wir sachsen sagen würden "wir sprechen sachsendeutsch". ihr sprecht auch nur einen deutschen dialekt und warum, weil eure vorfahren auch aus deutschland kamen, eben nur ein "paar jahre" eher. einfach mal in die schweitzer geschichte schauen. es wurden die heute "deutsch" sprechenden gebiete von deutschen! besiedelt und die anders sprechenden gebiete von menschen aus diesen ländern, zb auch aus frankreich.
es kommen (werden gezielt angeworben) in der regel auch nur hochqualifizierte leute aus deutschland, zb. aus der pflege und besetzen stellen, für die ein schweizer sich zu "fein" (weil es nicht genügend schweizer gibt, die gern "hintern wischen" wollen) ist.

Ihr Kommentar zeigt, dass Sie besser heute als morgen nach Deutschland zurück kehren sollten.
Ich lebe als Deutscher seit 16 Jahren in der Schweiz und kann keinen einzigen Punkt Ihres geistigen Ergusses nachvollziehen.
Offenbar sind Sie ein Mensch, der generell unzufrieden mit dem Leben und sich selbst ist.
Jedenfalls scheinen Sie genau so ein Deutscher zu sein,den Schweizer nicht mögen: arrogant, selbstherrlich und nicht in der Lage, andere Länder mit den dazugehörigen Eigenheiten zu respektieren.
Allerdings bezweifle ich stark, dass Sie in Deutschland glücklich werden.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, dass Sie die schreckliche Schweiz nicht mehr lange ertragen müssen.

Ich komme aus Deutschland und lebe seit 16 Jahren in der Schweiz. Über die Naivität einiger "Möchtegern-Auswanderer" hier in diesem Forum kann ich nur den Kopf schütteln.

Erstens kann man sich viele Fragen selbst beantworten, indem man im Internet recherchiert und zweitens ist es ein Trugschluss, dass man hier extrem viel Geld verdient. Von meinem Lohn zahle ich nämlich die Krankenversicherung (350 Fr.) und die Steuern selber. Eine Zahnversicherung ist nicht in der Krankenversicherung enthalten, man zahlt die Behandlung selber. Ausserdem sind die Lebenshaltungskosten enorm hoch. Leider habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass viele Deutsche, die in die Schweiz kommen, gerne deutsche Verhältnisse hätten und nicht respektieren, dass sie hier Gast im Ausland sind.

Ich habe genügend Deutsche erlebt, die sich offen über Schweizer lustig machen und nicht bereit sind, sich anzupassen. Das Bild des arroganten Deutschen kommt nicht von ungefähr. Auch in den vorgängigen Kommentaren kommt dies zum Ausdruck ("Schweizer können nicht Auto fahren"; "Schweizer sind langsam"; ...).

Sag mal seid ihr Artikelleser irgendwie bekloppt? Was wollen die Schweizer mit euch Nichts-nutzer bzw. Kettenraucher? Da meckert Egon über sein ALG2 und meint das er nun in die Schweiz auswandert tut. Ich selbst bin Deutscher, aber solche Schmarotzer sollte kein Land freiwillig aufnehmen.

Echt, ihr Sofasitzer seit echt zum bewundern.

Für mich gehört jemand in die Schweiz der von der Steuer flieht. 25 Mio Euro auf dem Konto in der Schweiz, das sind die Leute. Aber nicht du "Hartz4ler"

Lieber Vorschreiber,

das was Du hier von Dir gibst spiegelt genau das wider was hier manche Leute etwas ärgert. Jeder der auswandert sollte sich dessen auch bewusst sein, in meinen Augen ist es der grösste Fehler die gleichen Erwartungen zu haben wie "zu Hause". Vorläufig ist jeder in einem fremden Land erst Mal Gast und hat sich den lokalen Gepflogenheiten anzupassen. Ansonsten braucht man auch nicht auszuwandern. Wenn jeder der aus DE auswandert das Gefühl hat es ist alles wie in "good old Germany" - wozu dann überhaupt auswandern? Soviel zum Anfang. Die Weiteren Punkte möchte ich wie folgt kommentieren:

1) Da hier generell 120 km/h auf der Autobahn gilt (das ist übrigens auch nicht Spurabhängig!) gibt es wenig Gründe jedes Mal auch gleich wieder rechts rüber zu fahren. In DE hingegen wird links mit 160 km/h und mehr überholt um sich dann wieder rechts einzuquetschen. Wer sich hier anpasst wird diese CH Art des Fahrens schätzen - es ist relaxter und viel weniger Nerverei dabei als in DE. Wofür auch? Zumal 120 km/h optimal ist, weniger Sprit braucht und das Unfallrisiko wesentlich geringer ist.

2) Schön und gut das deutsche Versicherungssystem - wie sieht es denn mit der Finanzierung aus in DE? Hier kann jeder selber entscheiden bis wann er Kosten selber übernimmt und ab wann nicht mehr - somit ist das sicherlich auch kein schlechtes System. Denn wie gesund man ist kann jeder auch selber beeinflussen...

3) Die Schweiz ist eines der wenigen Länder wo man noch sehr vieles per Rechnung erledigen kann. Dazu gehört ein gegenseitiges Vertrauen - Händler zu Kunde und Kunde zu Händler. Es ist daher legitim sich auf beiden Seiten entsprechend abzusichern. Rechtlich ist ein Vertrag eine gegenseitige Willensäusserung, und die kann jeder der Parteien ablehnen - so einfach ist das!

4) Die Schweiz ist ein Hochlohnland was aber letzendlich auch dem enorm hohen Lebensstandard zu Gute kommt. Es gibt auch 4.5 Zimmer für CHF 1250.-! Wer suchet der findet gilt hier!

5) Andere Länder - andere Sitten!

6) Schon Albert Einstein hat gesagt "In der Schweiz dauert alles 20 Jahre länger..." - Qualität statt Quantität lautet das Motto. Und schwarze Schafe gibt es auch...

Zum Schluss erlaube ich mir noch eine kleine Bemerkung: Wer in einem fremden Land lebt sollte gewisse Erwartungen hinter sich lassen. Vertändnis, Toleranz und kulturelle Offenheit sind das A und O beim Auswandern. Wer Mentalität, Sprache und Funktion nicht versteht oder auch nicht bereit dazu ist sollte es lieber ganz sein lassen.

Ich bin auch aus DE in die Schweiz gekommen (1984) und kenne diese Schilderungen aus 1) bis 6). Ich verstehe aber voll und ganz warum viele Eidgenossen, zu denen ich leider noch nicht gehöre, eine Aversion gegen eingewanderte DEler haben. Wer Gast ist sollte sich auch anpassen und dementsprechend benehmen - darauf wird hier mehr als anderswo Wert gelegt.

Also ich bin vor 3 Jahren in die Schweiz gekommen, das erste Jahr war super, mir hats echt gefallen und ich dachte mir "hier werde ich mal alt".

Aber ganz ehrlich: Mich kotzt hier einfach vieles nur noch an.

1.Schweizer können einfach kein Auto fahren. Ist 80 km/h vorgeschrieben fahren sie 72km/h, ist 100 km/h dann fahren sie 80km/h. Man ey, sowas nervt. Und ständig fahren sie ununterbrochen auf der linken Seite ob wohl rechts alles frei ist, oder sie überholen nicht und fahren lieber kilomerterweise neben einem Auto auf der anderen Spur und keiner kommt vorbei. Kommt man dann auf die Idee "verbotenerweise" rechts zu überholen, weil man sonst einen Nervenzusammenbruch bekommt, dann kommt das "Fernlicht" zum Einsatz und ein Lichterspiel wird begonnen. aber auch wenn man ganz normal überholt macht der Schweizer einfach das Fernlicht an und blendet einen den Rest der Fahrt. Was soll das? Könnt ihr nicht einfach FAHREN!!!???

2.Was ist das für ein Krankenversicherungssystem? Ich zahle 130 CHF und die Krankenkasse zahlt nichts? Schwachsinn... Ich blätter jeden Monat eine Stattliche Summe hin und muss trotzdem alles selber zahlen... Keiner bekommt 1500 CHF zusammen, also zahlen sie dir auch nichts zurück. Dann lieber die deutsche Versicherung, Karte hinlegen und behandeln lassen, ganz einfach.

3.Ratenzahlung für Ausländer nicht möglich. erst nach 2 Jahren und mit einem unbefristeten Vertrag. Denkste, Media Markt ist das beste Beispiel, alle Vorschriften erfüllt und doch keine Mediamarkt Karte bekommen, kotz.

4.Alter seit ihr überteuert. 1600 Franken für 3 Zimmer?Hallo???

Dafür bekomm ich in DE ein hübsches Haus. Der Einkaufsbon ist soooo mega lang jedes mal nach dem Einkauf, wenn man das mal umrechnet wünscht man sich danach es nicht getan zu haben. Nenene. Fleisch ist der Oberhammer, schmeckt zum kotzen und ist völlig überteuert. Wie soll an sich da abwechslungreich ernähren?

5. Kindergarten sollte sich gleich Schule nennen, denn spielen ist Fehlanzeige in den Schweizer Kita`s. Ausserdem kann man erst mit 5 Jahren diese Betreuung in Anspruch nehmen, doch wann soll man da als Mutter mal wieder arbeiten? Ganz ganz schlecht...

6. und letzter Punkt, Fachkräfte sind hier Mangelware.Fahre ich zur Autowerkstatt, kann mir keiner kompetent helfen, beraten geschweige denn fachmännisch mein Auto reparieren. Hat man Fragen bleibt man auf einer unbeantworteten Frage sitzen denn der Standard Spruch und wohl auch der beliebteste lautet "Das weiss ich nicht, muss ich nachsehen" Und wann passiert das? Nach 2 oder 3 Wochen mal, WENN UEBERHAUPT!!!

Ach mich nervts einfach...

So das musste mal raus, ihr glaubt nicht wie erleichtert ich mich jetzt fühle :-)
Nächstes Jahr gehts zurück nach Deutschland, man wie freu ich mich drauf...

Seiten