Zum Auswandern ist die Schweiz die Nr. 1

Schweiz: die Alphörner rufen

Die Schweiz ist reizvoll und seit über 10 Jahren die unangefochtene Nummer eins unter den Ausreiseländern der Deutschen. Auf den ersten Blick ist die erhabene Landschaft bezaubernd. Wo sonst kann man aus seinem Büro auf saftige Wiesen und raue Berge blicken? ... nach der Arbeit in den Bergen spazieren gehen, baden, Rad fahren, wandern?

Steckbrief: die Schweiz in Zahlen

Daten Kommentar
Amtssprache: Deutsch, Französisch, Italienisch überwiegend ist die Schweiz deutschsprachig
Hauptstadt: Bern (de facto) Schweiz hat de jure keine Hauptstadt, Bern ist Bundesstadt
Fläche: 41.285 km² --
Einwohnerzahl: 8.391.973 --
Bevölkerungsdichte: 203 Einw. je km² (Deutschland: 230/km²)
BIP je Einwohner: 81.161 USD nominal, #4 weltweit
Human Development Index: 0,930 #3 weltweit
Deutsche im Land: 350.000 Tendenz stetig steigend
Netto-Einwanderrate: 4,7 Einwanderer pro 1000 Einwohner(2016)

Die alltäglichen Möglichkeiten der Eidgenossen werden hierzulande höchstens in Freizeitparks simuliert oder als Winterurlaub für teures Geld erkauft. Aber das ist wie gesagt nur der erste Eindruck. Zum Auswandern in die Schweiz braucht es mehr. Und es gibt viel mehr in dem reizvollen und eigenartigen Alpenland.

Schweiz Karte

Die "Willensnation" Schweiz

Die Schweizer bilden weder sprachlich noch konfessionell eine Einheit. In dieser einfachen Mitteilung suchen viele eine Information und finden nichts, dann gehen sie weiter und scannen nach Zahlen. Dabei ist der Satz ein Schlüssel, wenn Deutsche die Schweiz je verstehen wollen. Darum noch einmal: Die Schweizer bilden weder sprachlich noch konfessionell eine Einheit. Es gibt vier offizielle Landessprachen, 20 Prozent Ausländer; Katholiken und evangelisch Reformierte sprechen je 40 Prozent der Bevölkerung an - das sind 20 Prozent mehr als in Deutschland.

Was die Schweizer zusammenhält, ist die freie Entscheidung freier Menschen. Nüchterner ausgerückt: Der Gedanke des Föderalismus ist lebendig. Die deutsche Politik will alles zentral in Berlin regeln, von Experten. Die Schweizer regeln vieles vor Ort, in Einzelfällen und von den Betroffenen. Die Ur-Idee der Schweiz ist das Rütlibündnis. Im Rütlischwur lebt die Idee bis heute, das Schutz- und Trutzbündnis der Kantone.

Matterhorn
Das Matterhorn ist der Schweizer Berg überhaupt. Ein riesiger (4.478 m) und nahezu symmetrischer pyramidenartiger Gipfel. Vier steile Gesichter, die über den umliegenden Gletschern aufsteigen, in vier Himmelsrichtungen. Sie werden von den Hörnli-, Furggen-, Leone- und Zmutt-Kämmen gespalten. Der Berg übersieht die Schweizer Stadt Zermatt im Kanton Wallis.

Alltag in der Schweiz

Hier sind an erster Stelle die Steuern zu nennen. Nicht umsonst gilt die Schweiz als erstklassiger Finanzplatz - auch, aber nicht nur für Deutsche. (Auf FATCA gehe ich weiter unten ein). Die Mehrwertsteuer liegt derzeit bei 8 Prozent, der reduzierte Steuersatz bei 2,5 Prozent. Im 2. Teil werden Aufenthaltsbewilligung und Niederlassung erläutert.

Die geringeren staatlichen Eingriffe ins Portemonnaie machen die Confédération suisse zur ersten Adresse für jene, die Freiheit und Produktivität bejahen. Doch wäre das noch zu wenig ohne das zweite Attribut des Alpenlandes: Die sprichwörtliche Schweizer Gemütlichkeit Lebensart.

Dafür sind Lebensmittel generell teurer als in Deutschland. Das liegt u.a. an den kleinen Anbau- und Weideflächen. Aber auch daran, dass die Schweiz nicht am EU-Subventionstropf hängt. Die helvetischen Kühe haben z.B. einen Mindestanspruch an Freilandtagen. So etwas mag für supermarktgewohnte "Sparfüchse" amüsant klingen, aber darin zeigt sich ein Verständnis von Tier- und Konsumentenschutz, der hierzulande die Ausnahme ist. Es gibt noch mehr gute Gründe.

Schweiz und Deutschland

Deutschland ist für die Schweiz der wichtigste Handelspartner. Im Jahr 2015 wurden zwischen beiden Ländern Waren im Wert von 84 Milliarden Franken (CHF) gehandelt. Das entsprach 23% des gesamten Außenhandels der Schweiz: Exporte nach Deutschland in Höhe von 37 Mrd. CHF, Importe aus Deutschland von 47 Mrd. CHF.

Aus deutscher Sicht sind "Swiss made" Produkte bekannt als Qualitätswaren, zu denen es keine Pendants gibt. Lebensmittel, Industrieprodukte und Dienstleistungen aus der Schweiz sind eine Empfehlung. Deutschland und die Schweiz sind Handelspartner, die sich viel zu geben haben. Wer nur in Zahlen wühlt, der würde feststellen, dass die Schweiz Handelspartner Nr.9 nach Warenwert ist. Völlig abstrakte Rechnung! Für chinesische Socken findet man in jedem 99ct-Laden Ersatz, aber wenn es keine Schweizer Uhren gibt, dann fehlt etwas Wesentliches.

Aufenthaltsbewilligung

Wenn Sie sich länger als 3 Monate in der Schweiz aufhalten wollen, brauchen Sie eine Aufenthaltsbewilligung. Wenn Sie - egal für wie lange - in der Schweiz arbeiten wollen, benötigen Sie eine Aufenthaltsbewilligung. Heißt unterm Strich: Alles, was über einen Urlaub oder die Forschungs- und Evaluationsreise hinausgeht, erfordert diese Bewilligung. Lesen Sie weiter im 2. Teil: Aufenthalt, Niederlassung - wer kann in der Schweiz leben?

Politik in der Schweiz: Föderalismus

Die Schweiz hat einen ausgeprägten Föderalismus. Die Kantone (vergleichbar den Bundesländern in Deutschland) behalten alle Aufgaben, die in der Bundesverfassung nicht explizit dem Bund zugeordnet werden. Das läuft in Deutschland genau andersrum...

Die neutrale Außenpolitik ist ein weiterer Pluspunkt für die Schweiz. Seit 1815 beteiligt sich die Schweiz an keinem Krieg anderer Staaten. Das Militär ist nur zur Verteidigung da.

Die Schweiz ist ein interessantes Land, weil die Schweizer sich traditionell aus Schwierigkeiten ihrer europäischen Nachbarn herauszuhalten wissen. Als Europa sich millionenfach ermordete, hatten die Schweizer vorsorglich die Tür abgeschlossen und sich noch schnell vom Völkerbund - solange es den gab - eine Neutralitätsbescheinigung geholt, mit Stempel und Unterschrift. Als die Führer der EU-Staaten sich mit Milliardenschuldscheinen "retteten", hatten die Schweizer vorsorglich die Tür verriegelt und das Telefon ausgesteckt. Schweizer sind unsere Nachbarn und sie wissen untrüglich, wann es Zeit zu gehen ist: spätestens wenn die großen EU-Häuptlinge nach ihrer Fete die Rechnung bekommen.

Nach diesem Kurzüberblick werfen wir einen Blick auf die Einreise-Voraussetzungen in die Schweiz.

Der Nationalmythos der Schweiz

Ohne den mythologischen Hintergrund sind viele Vorstellungen der Gegenwart, sind weder Kunst noch der Jahreslauf zu verstehen.

Wenn man in einem Mythos lebt, lebt man in einer zusammenhängenden Geschichte, die die Welt deutet. Sonst ist alles in Einzelfragen und Details zerrissen, der Mythos führt alles Einzelne ins Große Bild und gibt der Vielfalt des Lebens einen Zusammenhang.

Schwingen, der beliebte Zweikampf der Schweizer

Der Ursprung der Schweiz im Rütlischwur

Der Schweizer Nationalmythos wurde im Rütlischwur geboren und wird im "Wilhelm Tell" gezeigt. Es geht nicht um große Aufgaben in der Welt, sondern "nur" um Schutz und gegenseitige Hilfe gegen mächtige äußere Feinde. Diese Grundhaltung finden wir überraschenderweise in vielen Situationen der jüngeren Geschichte wieder (s.o.). Als ob die Schweizer der Welt sagen wollen: Lasst uns in Ruhe unsere Sachen machen und ihr kümmert euch um eure, dann ist die Welt schon viel besser dran.

Die Willensnation begann nicht auf einer Burg, nicht in einer Schlacht, nicht mit einer alten Tragödie und Wahnsinn, sondern ganz unspektakulär auf einer Wiese. Man erzählt sich, dass Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden auf einer Wiese am Vierwaldstättersee einen Eid gegen die Habsburger, die Besatzer, schworen. Dieser Schwur begründet ihren Bund. Manche sagen, einer der drei Abgesandten war Walter Fürst, anderen Quellen zufolge war es Wilhelm Tell. Wie auch immer: Es ist ergiebiger, Friedrich Schillers "Wilhelm Tell" zu lesen (ja besser noch: das Stück aufzuführen), denn seine wuchtige Größe ist zeitlos. Der 2. Aufzug endet mit dem Bekenntnis:

Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

Der Mythos schafft eine Insel, auf der sich Identität bilden und erhalten kann. Das bergige Land begünstigt das zusätzlich. So greift Ernst Jünger auf die Schweiz zurück, als er in einem Roman das Burgenland beschreibt, das Land des Adels, die Welt tradierter Ordnung: "So ließe unser Land sich einer Art von Schweiz vergleichen, die Konnetabels und Residenten in die Reiche der Welt entsendet und doch in ihren Bergen ein unberührtes Bauern- und Hirtenleben hegt."

Sogar ein Politiker wie Peer Steinbrück ahnte vage das Besondere, das die Schweiz noch heute umgibt, als er in der Jagd auf deutsche Steuerflüchtlinge großmäulig drohte, die deutsche Kavallerie werde die Schweizer Indianerdörfer disziplinieren. Wir nehmen staunend zur Kenntnis, dass der deutsche Hilfspolizist glaubt, Indianer lebten in der Schweiz und belassen es dabei.

Geschichte der Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft wurde im Jahre 1291 als Verteidigungsallianz unter drei Kantonen gegründet - das Thema von eben. Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat ihre Unabhängigkeit vom Heiligen Römischen Reich 1499 gesichert. Mit der Verfassung von 1848 wurde der alte Bundesgedanke durch die mehr zentralistische Bundesregierung ersetzt.

Die Schweizer legen Wert auf ihre Neutralität. Im Mittelalter sah das so aus: Es gab ständig kleine Kriege. Ritter waren selten und teuer. Die Schweizer waren als "Gewalthaufen" ein neuer Kämpfertyp, das einzige, was gegen Ritter bestehen konnte und - sie waren als Söldner für jeden dienstbar, der sie bezahlen konnte. Aber sie kämpften nur im "Ausland", stets darauf bedacht, dass sie die politischen Auswirkungen einer Schlacht im nachhinein nicht betrafen.

Wirtschaftslage. Neugier und Freiheit

Die Schweiz zählt zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Das weiß jeder. Wie sie das schafft, fällt oft unter den Tisch: Durch Neugier und Freiheit. Neugier zeigt sich in einzigartiger Innovationskraft und immer besseren Lösungen, Freiheit zeigt sich im flexiblen Arbeitsmarkt. "Flexibler Arbeitsmarkt" sagt man in Deutschland. Gemeint ist schlicht und einfach ein Markt: Dort manchen Menschen Geschäfte (auch eine Anstellung ist i.d. Sinne ein Geschäft) aus eigenem Antrieb und zum eigenen Vorteil.

Die Industrie ist exportorientiert. Schwerpunkte sind Chemie und Pharmaindustrie, Maschinenbau, Elektroindustrie, Uhren und Feinmechanik und Schmuck. Die dominierende Branche ist der Dienstleistungssektor, in dem 76% der Erwerbstätigen arbeiten. In der Schweiz arbeiten viele Deutsche aus Süddeutschland als Grenzgänger, ohne ihren Wohnsitz zu verlagern.

Stromerzeugung

In der Energieerzeugung setzt die Schweiz zu 55% auf Wasserkraft und zu 40% auf Kernenergie. Kernenergie wird nicht weiter genutzt (2011 beschlossen), die bestehenden AKW werden noch benutzt, solange es erlaubt ist.

Arbeiten in der Schweiz

Auf www.karriere.ch finden Sie den Ratgeber (PDF) "Arbeiten in der Schweiz". Außerdem können Sie sich mit wenigen Klicks bei einer passenden Stellenvermittlung in der Schweiz ins Spiel bringen.

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Webtipps

letzte Bearbeitung: 26.04.2017

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Kommentare

Ich als Deutsche sage nun folgendes:

Dieses Denken haben die Deutschen auch, was unsere Einwanderer angeht.
Die kommen nach "Good old Germany" nisten sich hier ein
und haben SOFORT DEN Zugriff zu unseren Sozialgeldern- ohne je einen Cent in unser System eingezahlt zu haben.

NIEMAND begreift, dass auch der deutsche Staat leere Kassen hat.

JETZT ABER ZU DER SCHWEIZ:

NICHT ALLE sind gleich!!!!
ABER:
Ich finde auch, dass sehr viele Deutsche sich im Ausland so daneben benehmen und meinen das sie allmächtig wären. WIDERLICH
Das System in Deutschland ist mehr wie kaputt. Jeder 3. Arbeitnehmer bekommt Depressionen. Viele gehen mit einem "Burn-out" aus dem erlernten Beruf. Meist kommen diese erkrankten Arbeitnehmer aus dem Einzelhandel oder der Altenplege. Zu 99% nimmt hier keiner den Anderen wahr- es gibt keine Menschlichkeit mehr in Deutschland.

ABER DAS SIND NICHT DIE, DIE ZU EUCH IN DIE SCHWEIZ KOMMEN!!
----------DAS SIND (BISHER) NUR DIE GELDGEILEN--------------

Inzwischen gibt es aber Einige sehr wenige Deutsche, die möchten in die Schweiz auswandern, weil bei Euch das System funktioniert.
Diese Menschen möchten sich Euren Lebensumständen anpassen, den inneren Frieden finden und wünschen sich ein spirituelles Leben.
Das jedoch funktioniert nicht mehr in Deutschland.
Es stimmt die Deutschen gehen nicht auf die Straße. Allerdings nicht nur aus Faulheit sondern auch der Angst wegen. Ausländer(davon gibt es Millonen in Deutschland) haben in Deutschland mehr Rechte als die Deutschen.

Es muß bei uns etwas geschehen.

Leider,!! hat Deutschland kaum noch Zukunft.

Gruezi Schwitzer,
Ihre Meinung finde ich sehr interessant, gerade weil sie kritisch ist.
Ich finde die Art der Demokratie in der EU äußerst nachteilig: Während bei echter Demokratie normalerweise die Mehrheit entscheidet, blockiert in der EU eine Gegenstimme die gesamte weitere Handlung und Entscheidung.
Man kann in den Bereichen eine Art Union bzw. Abkommmen bilden, wo es sinnvoll ist, z. B. Bildung/Wissenschaft oder Wirtschaft.
Andererseits sollte jedes Land immer noch selbst entscheiden dürfen, ob es sich an einem sinnlosen Krieg gegen ein Land beteiligt oder nicht (s. Afghanistan).

Bürgerentscheide sehe ich ebenfalls als bestes und wirksamstes Mittel der Mitentscheidung, nur leider kommen die hier in D gefühlterweise eher selten vor. Ein Blick auf die Wahlbeteiligungen sagt noch einiges mehr aus. Woran liegt das? An der politischen Strukturen in D (insbesondere innerhalb der Bundesländer)? Lobbyismus?

Aber nun noch eins: Für mich ist die Schweiz ein sehr interessantes Land - gerade weil man dort die Verwaltung in 4 Sprachen unter einen Hut bekommt, weil die Leute mehr Mitverantwortung für Ihr Land übernehmen und nicht alles auf einen gewählten Politiker abschieben. Und natürlich der schönen Natur wegen. Deswegen würde ich in die Schweiz kommen - v. a. um Lebenserfahrungen zu sammeln.
Die Begründung, wegen höherer Gehälter oder niedrigerer Steuern auszuwandern, finde ich einfach nur oberflächlich und geschmacklos.

Vielleicht habe ich hiermit eine interessante Diskussion angeregt oder fortgeführt ...

Uf widerluägä

...also sorry, aber dein Beitrag ist wirklich sehr frech und extrem deutschen feindlich, dass ist wenig sozial, um nicht zu sagen doch schon etwas asozial!

Ich bin eine deutsche, 21, bin seit 3 Jahren hier mir meinem ebenfalls deutschen Freund 23, habe lauter nette Luzerner Kollegen, welche mich als Deutsche super aufnehmen.Und weisst du warum?!- Weil wir als Deutsche einen guten Ruf haben, was das schaffen angeht. Ich für meine Person bin sehr beliebt und werde respektvoll wie alle anderen behandelt, weil ich ein fleissiger und kein fauler Mensch bin! Daher muss ich dir in deiner Aussage, die deutschen wären faul, schon mal widersprechen.

Es ist so, dass es wirklich viele Menschen in Deutschland gibt, welche arbeitsunmotiviert sind und sich lieber auf Arbeitslosengeld ausruhen. Genau die sind der Grund dafür, dass es Deutschland so schlecht geht, dass viele Menschen für einen Hungerlohn schaffen sollen und ihre Familien damit nicht ernähren können.

Genau diese, also die arbeitswillgen Deutschen, die reisen hier ein. Ausnahmen gibts da natürlich auch, aber ich denke es ist die Regel, dass die Deutschen her kommen um zu arbeiten und ein Niveau und lebenswürdiges Leben leben zu können, nicht um hier faul rum zu sitzen.

Mal davon abgesehen, dass ich nicht einmal Arbeitslosen Geld bekommen würde in der CH.(Noch nicht, selbst wenn ich wollte) Ich war noch nie arbeitslos und kann es mir nicht vorstellen, nicht arbeiten zu gehen, dafür arbeite ich zu gerne. Ich habe gelernt aus meinem Elternhaus, was Geld-Arbeit etc. bedeutet, mir wurde ein vernünftiges Leben vorgelebt und kein Assi-leben

Ich denke du solltest dir mehr deine eigene Meinung über die eingereisten Deutschen und diese die es vor haben bilden. Denn diese Personen suchen ihr Glück oder haben es bereits gefunden, was spricht auch dagegen?!!

Und um mal auf deine Aussage bezüglich der EU und so zu kommen. Ich hoffe so so so sehr, dass sich die Schweiz so fern wie möglich vom Euro hält. Der Schweiz geht es so gut weil im Verhältnis zu vielen EU Ländern, intelligente Personen das Land leiten, welche ihr eigenes Ding machen und sich nicht unüberlegt mitziehen lässt.

Also lieber Schweizer, wahrscheinlich werden sich hier viele Deutsche angegriffen fühlen weil sie es nicht besser wissen, aber mich kannst du damit leider nicht mehr beeinflussen, dazu kenne ich die eigentliche Meinung der Schweizer Menschen einfach zu gut, um mich von deiner Meinung aus der Blick Zeitung beeinflussen zu lassen.

Adie

Hallo zusammen,

wir haben uns auch überlegt, in die Schweiz zu ziehen. Wir arbeiten beide in der Krankenpflege, eine auf der urologischen Station und der andere auf der Intensivstation mit einer Weiterbildung.

Nun unsere Fragen:

Kann uns vielleicht jemand helfen, wie es mit der Krankenversicherung funktioniert und wie teuer sie ist, wenn man sich optimal versichern lassen möchte?

Kann man in Luzern gut leben und wohnen oder empfiehlt es sich lieber in einen anderen Kanton auszuweichen z.B. Niedwalden?

Hat jemand Erfahrungen, wie die Lohnstruktur im Krankenhaus ist. Wie hoch ist da Gehalt für eine Anästhesie- und Intensivfachpflegekraft (männlich) und eine Krankenschwester?

Wäre nett, wenn ihr ein paar Informationen für uns hättet.

Liebe Grüße

Möffi

Wow Schwitzer, mir geht das was Du hier schreibst echt unter die Haut. Ich war zunächst sauer, aber deine Argumente, oder Ansichten sind einfach nur richtig. Wir Deutsche sollten uns alle das von Schwitzer Geäußerte zu Herzen nehmen und erstmal hier in unserem eigenen Land aufräumen. Ich als Wessi denke immer noch, dass die Ossis eine unglaubliche Leistung vollbracht haben, als die das Regime da drüben gestürzt haben. Wenn ich das offen zur Sprache bringe kommen von irgendwoher Kommentare, die entweder für Ossis, oder für Wessis Partei ergreifen wollen, um die alte "Ossis sind besser als Wessis, oder umgekehrt-Geschichte" wieder aufzuwärmen.

Gepaart mit der angesprochenen "Faulheit" in unserem eigenen Land etwas zu ändern und dem Buckeln vor unseren Politikern machen wir uns damit auf der ganzen restlichen Welt lächerlich. Wir machen damit genau das, was unsere Regierung von uns will und erwartet: "Schlagt euch nur untereinander die Schädel ein, und wir können machen was wir wollen". "Teile und Herrsche" funktioniert hier in Deutschland auch ganz gut. Dabei haben die Ossis allen gezeigt was erreichbar ist wenn alle zusammenhalten. Ob zB. die Schweizer sowas unter den gleichen Umständen zustandebekommen hätten kann keiner sagen. Die beschränken sich jetzt nur auf Ablehnung uns gegenüber und auf Stolzsein auf deren Mitspracherecht bei Regierungsgeschäften. Das, was Schwitzer hier schreibt sollte uns alle mal wachrütteln. Und der Spruch: "Die da oben machen doch sowieso was sie wollen" ist seit 1989 nicht mehr unumstößlich. Wir müssten nur spüren können, welche Macht wir einfachen Bürger haben. Nehmt doch nur mal den Boykott. Wenn wir alle darauf verzichten etwas bestimmtes zu kaufen, geht der Hersteller unwiderruflich Pleite, oder er verschwindet vom deutschen Markt. Macht doch alle mal zB. keinen Urlaub mehr in der Schweiz. Schwitzer würde seine Meinung über uns bestimmt sehr schnell anpassen.

Und die EU ist nach wie vor eine fortschrittliche Idee. Das daraus dieser momentan bestehende und sich weiter verschlimmernde Schwachsinn entstanden ist ist ganz allein unsere Schuld. Wir alle lassen zu, dass es soweit kommt. Wir geben den Politikern das Gefühl, dass die mit uns machen können was sie wollen, ohne dafür gerade stehen zu müssen.

Also, danke Schwitzer. Ich hoffe, dass sich sehr viele Deutsche deinen Bericht durchlesen und sich deine Worte zu Herzen nehmen und sich endlich mal zusammentun um Deutschland wieder lebenswert zu machen. Vielleicht wandern ja dann mal die Schweizer zu uns aus.

Gruß, Alex

Wieso kommen denn so viele Deutsche zu uns? Hat Deutschland keine anderen Nachbarländer als die Schweiz? Da wären z.B. Österreich, Frankreich, Niederlande, Polen, Tschechien und Belgien. Schweizerdeutsch ist nicht gleich Deutsch. Also könnt ihr genau so nach Belgien oder Niederlande gehen und die paar Brocken Sprachunterschiede dazulernen.
Denn genau ihr seid es, die dann sagen, die Schweiz müsse sich an diesem und jenem beteiligen, der EU beitreten, den Krieg in xy finanzieren und das Versagen eurer blöden Union bezahlen.
Die EU wird es sowieso in ein paar Jahren nicht mehr geben und dann wird man in Europa die Jahre rückwärts zählen.
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Darum hier der Tipp: Deutsche geht und kriegt euer eigenes Land in Ordnung, dann könnt ihr auch zu uns kommen. Aber dann werdet ihr bestimmt zuHause bleiben, denn dort wird alles in Ordnung sein. Ihr seid einfach nur faule Menschen, die im eigenen Land gar nichts unternehmen, damits dem Land auch besser geht. Gleich wandern alle aus. Macht mal den Mund auf und bewegt euch ein wenig.
Hier wird schliesslich auch protestiert wenn den Bürgern etwas nicht gefällt. Zu gut haben wir eine echte Demokratie und können so die Bundesentscheide per Referendum kippen. Ihr müsst halt eben um die Demokratie kämpfen und nicht noch mehr Zustimmung gehen. Deshalb mögen viele Schweizer euch Deutsche nicht. Man denkt gleich an die Drohungen und Angriffe auf unseren Wohlstand, Banken und Regierung. Doch wenns euch scheisse geht, dann kommt ihr plötzlich wie ein hungerndes Kätzchen zu uns. Das verstehen die meisten nicht und sind deshalb ein wenig sauer. Hätten die Deutschen die Schweiz gelobt und sich einen Kuchen von abgeschnitten würde man anders denken, aber bei so viel Schlechtreden gehts einfach nicht.

So, das sind die Worte eines Schweizers, der etwas skeptisch den Deutschen gegenübersteht. Das Bild kann sich jedoch ändern. Aber momentan wirds leider nur schlimmer.

Für die die kommen wollen, überlegts euch gut, für die die schon hier sind willkommen und anpassen! :-)

Hallo Leute bin 21 Jahre alt hab mit 18 meine Lehre als Betonfertigteilbauer gelernt (Betonbauer)
ich wohne in Ulm möchte in die Schweiz auswandern und arbeiten habe schon meinen ersten Job Angebot bekommen über eine Zeitarbeitsfirma mit 30 Franken die Stunde ist das gut.
Momentan arbeite ich im Lager-Versand und verdiene Netto 1100 euro und Zahle 450 euro miete.Ihr fragt euch bestimmt wieso ich nicht mehr in mein Beruf arbeite 1. hatte einen Arbeitsunfall die hacken von einem Deckenkran 10T sind mir ins Gesicht gesprungen die folgen (Nasenbeinbruch, Kieferbruch, vordere Zähne kaputt vom Implantat ersetzt) 2. hatte mir die Firma als Facharbeiter 10,30 Stundenlohn gegeben da kam ich auch auf die 1100-1200 euro netto und der job war hart.
jetzt überlege ich mir in Schweiz anzufangen habe halt bisschen Angst was mich dort erwarten könnte.

sind 30 franken brutto im Stunde gut als Betonbauer.

Du liegst ganz richtig mit deinem Empfinden. Das hatte ich in frueheren Kommentaren schon geschrieben. Wir wohnen auch im Kanton Aargau. Unsere Miete ist niedriger und wir fahren oft nach deutschland einkaufen. Viele machen es so wie wir, das sieht man an der morgendlichen s-bahn :) arbeiten in zuerich und leben im aargau. das waere vll noch empfehlenswert fuer eine alleinerziehende mutter. aber wie ich schon sagte, es ist sehr schwer und ich bin mir nicht sicher ob man am ende mehr lebensqualitaet hat, mal abgesehen von der tollen landschaft ;)
dann verdienst du aber wirklich nicht viel... da hatte ich ja bei ikea als ungelernte verkaeuferin fast mehr...
aber wenn die lebenshaltungskosten geringer sind, koennt ihr ja sicher trotzdem gut leben mit zwei gehaeltern oder?

viele gruesse,
franzi

Ja okay, für Zürich ist das wohl schon richtig geschätzt. Wir wohnen ausserhalb Luzerns, im Kanton Nidwalden. Ich verdiene als gelernte Fachverkäuferin in einer Bäckerei 3400 CHF Brutto und mein freund als Polymechaniker bei den Pilatus Flugwerken 5500 CHF Brutto...schlechte Löhne im Vergleich zu deinen Angaben :-)
Als allein erziehende Mutter würde ich mich nicht nach Zürich begeben, sondern eher in eine Kleinstadt am Stadtrand ziehen, mit guten ÖV Verbindungen, wie zum Beispiel im Aargau, Thurgau oder alles was an der deutschen Grenze liegt. Erfahrungsgemäss weiss ich von Bekannten, dass es sich dort vor allem wegen der Nähe an Deutschland sehr gut leben lässt und die Lebensumstände günstiger sind. Ich selbe habe mal 1 Jahr im Knt. Zürich gelebt, als Aupair, Gastvater bei UBS angestellt und die Gastmutter als Pharmaassistentin oder ähmliches. Im Büro stiess ich mal zufällig auf ein Schreiben, welches ich mehr oder weniger ungeplant liess, dies war der Arbeitsvertrag des Vaters als Bänker und dieser verdiente 9300 CHF Brutto, plus Ihre 5300 CHF Brutto als 70% Angestellte macht 14600 CHF...und mir zahlen sie süße 800 Stutz, aber das ist ein anderes Thema :-)

Naja also in Zürich mag man wirklich viel verdienen, doch die Lebensunterhaltskosten sind allein bei der Miete ernorm!

Ich denke eine Grossstadt wäre als Start vor allem als allein erziehende Mutter nicht die beste Wahl, mein Empfinden :-)

LG aus den Alpen :-D

hallo annika,
also meine freundin arbeitet in einer bank und hat 6300CHF und das ist nicht der Job den sie gelernt ist, sie ist nur "assistentin". sie hat dort nichts anspuchsvolles zu tun und langweilt sich meistens. ich bin auch "nur" rezeptionistin (ohne kaufmaennische ausbildung und ohne berufserfahrung) und verdiene 5300. Irgendwo hatte ich geschrieben, dass besonders die bankjobs gut bezahlt sind. einige meiner freunde arbeiten in banken in zuerich und da ist 6000-7000CHF der durchschnitt...mein freund hat sogar mehr... und wir sind alle deutsch, englisch, hollaendisch oder spanisch etc.
5000CHf ist eigentlich eher ein Einstiegslohn. Ich habe Sozialpaedagogik studiert und mein Einstiegsgehalt wurde auf 5200CHF geschaetzt (ohne berufserfahrung).
Zuerich ist schon ein gutes pflaster. wohnen kann man ausserhalb, da die oeffentlichen verkehrsmittel sehr gut ausgebaut sind.
ich meinte ja auch nur, dass es fuer eine alleinerziehende mutter mit zwei kindern schwierig wird mit 5000CHF klar zu kommen. zumindest meiner erfahrung nach, im raum zuerich... denn kindergartenplaetze sind richtig teuer.
als deutsche wandert man ja auch aus um es besser zu haben und sich mehr leisten zu koennen, dher meine aussage: als alleinerziehende waere ein gehalt von 6000-7000CHF schon ganz brauchbar.

wo wohnt ihr denn wenn ich fragen darf? ich kenn mich wie gesagt nur im zuercher raum aus...

Gruesse,
franzi

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