Zum Auswandern ist die Schweiz die Nr. 1

Schweiz: die Alphörner rufen

Die Schweiz ist reizvoll und seit über 10 Jahren die unangefochtene Nummer eins unter den Ausreiseländern der Deutschen. Auf den ersten Blick ist die erhabene Landschaft bezaubernd. Wo sonst kann man aus seinem Büro auf saftige Wiesen und raue Berge blicken? ... nach der Arbeit in den Bergen spazieren gehen, baden, Rad fahren, wandern?

Steckbrief: die Schweiz in Zahlen

Daten Kommentar
Amtssprache: Deutsch, Französisch, Italienisch überwiegend ist die Schweiz deutschsprachig
Hauptstadt: Bern (de facto) Schweiz hat de jure keine Hauptstadt, Bern ist Bundesstadt
Fläche: 41.285 km² --
Einwohnerzahl: 8.391.973 --
Bevölkerungsdichte: 203 Einw. je km² (Deutschland: 230/km²)
BIP je Einwohner: 81.161 USD nominal, #4 weltweit
Human Development Index: 0,930 #3 weltweit
Deutsche im Land: 350.000 Tendenz stetig steigend
Netto-Einwanderrate: 4,7 Einwanderer pro 1000 Einwohner(2016)

Die alltäglichen Möglichkeiten der Eidgenossen werden hierzulande höchstens in Freizeitparks simuliert oder als Winterurlaub für teures Geld erkauft. Aber das ist wie gesagt nur der erste Eindruck. Zum Auswandern in die Schweiz braucht es mehr. Und es gibt viel mehr in dem reizvollen und eigenartigen Alpenland.

Schweiz Karte

Die "Willensnation" Schweiz

Die Schweizer bilden weder sprachlich noch konfessionell eine Einheit. In dieser einfachen Mitteilung suchen viele eine Information und finden nichts, dann gehen sie weiter und scannen nach Zahlen. Dabei ist der Satz ein Schlüssel, wenn Deutsche die Schweiz je verstehen wollen. Darum noch einmal: Die Schweizer bilden weder sprachlich noch konfessionell eine Einheit. Es gibt vier offizielle Landessprachen, 20 Prozent Ausländer; Katholiken und evangelisch Reformierte sprechen je 40 Prozent der Bevölkerung an - das sind 20 Prozent mehr als in Deutschland.

Was die Schweizer zusammenhält, ist die freie Entscheidung freier Menschen. Nüchterner ausgerückt: Der Gedanke des Föderalismus ist lebendig. Die deutsche Politik will alles zentral in Berlin regeln, von Experten. Die Schweizer regeln vieles vor Ort, in Einzelfällen und von den Betroffenen. Die Ur-Idee der Schweiz ist das Rütlibündnis. Im Rütlischwur lebt die Idee bis heute, das Schutz- und Trutzbündnis der Kantone.

Matterhorn
Das Matterhorn ist der Schweizer Berg überhaupt. Ein riesiger (4.478 m) und nahezu symmetrischer pyramidenartiger Gipfel. Vier steile Gesichter, die über den umliegenden Gletschern aufsteigen, in vier Himmelsrichtungen. Sie werden von den Hörnli-, Furggen-, Leone- und Zmutt-Kämmen gespalten. Der Berg übersieht die Schweizer Stadt Zermatt im Kanton Wallis.

Alltag in der Schweiz

Hier sind an erster Stelle die Steuern zu nennen. Nicht umsonst gilt die Schweiz als erstklassiger Finanzplatz - auch, aber nicht nur für Deutsche. (Auf FATCA gehe ich weiter unten ein). Die Mehrwertsteuer liegt derzeit bei 8 Prozent, der reduzierte Steuersatz bei 2,5 Prozent. Im 2. Teil werden Aufenthaltsbewilligung und Niederlassung erläutert.

Die geringeren staatlichen Eingriffe ins Portemonnaie machen die Confédération suisse zur ersten Adresse für jene, die Freiheit und Produktivität bejahen. Doch wäre das noch zu wenig ohne das zweite Attribut des Alpenlandes: Die sprichwörtliche Schweizer Gemütlichkeit Lebensart.

Dafür sind Lebensmittel generell teurer als in Deutschland. Das liegt u.a. an den kleinen Anbau- und Weideflächen. Aber auch daran, dass die Schweiz nicht am EU-Subventionstropf hängt. Die helvetischen Kühe haben z.B. einen Mindestanspruch an Freilandtagen. So etwas mag für supermarktgewohnte "Sparfüchse" amüsant klingen, aber darin zeigt sich ein Verständnis von Tier- und Konsumentenschutz, der hierzulande die Ausnahme ist. Es gibt noch mehr gute Gründe.

Schweiz und Deutschland

Deutschland ist für die Schweiz der wichtigste Handelspartner. Im Jahr 2015 wurden zwischen beiden Ländern Waren im Wert von 84 Milliarden Franken (CHF) gehandelt. Das entsprach 23% des gesamten Außenhandels der Schweiz: Exporte nach Deutschland in Höhe von 37 Mrd. CHF, Importe aus Deutschland von 47 Mrd. CHF.

Aus deutscher Sicht sind "Swiss made" Produkte bekannt als Qualitätswaren, zu denen es keine Pendants gibt. Lebensmittel, Industrieprodukte und Dienstleistungen aus der Schweiz sind eine Empfehlung. Deutschland und die Schweiz sind Handelspartner, die sich viel zu geben haben. Wer nur in Zahlen wühlt, der würde feststellen, dass die Schweiz Handelspartner Nr.9 nach Warenwert ist. Völlig abstrakte Rechnung! Für chinesische Socken findet man in jedem 99ct-Laden Ersatz, aber wenn es keine Schweizer Uhren gibt, dann fehlt etwas Wesentliches.

Aufenthaltsbewilligung

Wenn Sie sich länger als 3 Monate in der Schweiz aufhalten wollen, brauchen Sie eine Aufenthaltsbewilligung. Wenn Sie - egal für wie lange - in der Schweiz arbeiten wollen, benötigen Sie eine Aufenthaltsbewilligung. Heißt unterm Strich: Alles, was über einen Urlaub oder die Forschungs- und Evaluationsreise hinausgeht, erfordert diese Bewilligung. Lesen Sie weiter im 2. Teil: Aufenthalt, Niederlassung - wer kann in der Schweiz leben?

Politik in der Schweiz: Föderalismus

Die Schweiz hat einen ausgeprägten Föderalismus. Die Kantone (vergleichbar den Bundesländern in Deutschland) behalten alle Aufgaben, die in der Bundesverfassung nicht explizit dem Bund zugeordnet werden. Das läuft in Deutschland genau andersrum...

Die neutrale Außenpolitik ist ein weiterer Pluspunkt für die Schweiz. Seit 1815 beteiligt sich die Schweiz an keinem Krieg anderer Staaten. Das Militär ist nur zur Verteidigung da.

Die Schweiz ist ein interessantes Land, weil die Schweizer sich traditionell aus Schwierigkeiten ihrer europäischen Nachbarn herauszuhalten wissen. Als Europa sich millionenfach ermordete, hatten die Schweizer vorsorglich die Tür abgeschlossen und sich noch schnell vom Völkerbund - solange es den gab - eine Neutralitätsbescheinigung geholt, mit Stempel und Unterschrift. Als die Führer der EU-Staaten sich mit Milliardenschuldscheinen "retteten", hatten die Schweizer vorsorglich die Tür verriegelt und das Telefon ausgesteckt. Schweizer sind unsere Nachbarn und sie wissen untrüglich, wann es Zeit zu gehen ist: spätestens wenn die großen EU-Häuptlinge nach ihrer Fete die Rechnung bekommen.

Nach diesem Kurzüberblick werfen wir einen Blick auf die Einreise-Voraussetzungen in die Schweiz.

Der Nationalmythos der Schweiz

Ohne den mythologischen Hintergrund sind viele Vorstellungen der Gegenwart, sind weder Kunst noch der Jahreslauf zu verstehen.

Wenn man in einem Mythos lebt, lebt man in einer zusammenhängenden Geschichte, die die Welt deutet. Sonst ist alles in Einzelfragen und Details zerrissen, der Mythos führt alles Einzelne ins Große Bild und gibt der Vielfalt des Lebens einen Zusammenhang.

Schwingen, der beliebte Zweikampf der Schweizer

Der Ursprung der Schweiz im Rütlischwur

Der Schweizer Nationalmythos wurde im Rütlischwur geboren und wird im "Wilhelm Tell" gezeigt. Es geht nicht um große Aufgaben in der Welt, sondern "nur" um Schutz und gegenseitige Hilfe gegen mächtige äußere Feinde. Diese Grundhaltung finden wir überraschenderweise in vielen Situationen der jüngeren Geschichte wieder (s.o.). Als ob die Schweizer der Welt sagen wollen: Lasst uns in Ruhe unsere Sachen machen und ihr kümmert euch um eure, dann ist die Welt schon viel besser dran.

Die Willensnation begann nicht auf einer Burg, nicht in einer Schlacht, nicht mit einer alten Tragödie und Wahnsinn, sondern ganz unspektakulär auf einer Wiese. Man erzählt sich, dass Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden auf einer Wiese am Vierwaldstättersee einen Eid gegen die Habsburger, die Besatzer, schworen. Dieser Schwur begründet ihren Bund. Manche sagen, einer der drei Abgesandten war Walter Fürst, anderen Quellen zufolge war es Wilhelm Tell. Wie auch immer: Es ist ergiebiger, Friedrich Schillers "Wilhelm Tell" zu lesen (ja besser noch: das Stück aufzuführen), denn seine wuchtige Größe ist zeitlos. Der 2. Aufzug endet mit dem Bekenntnis:

Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

Der Mythos schafft eine Insel, auf der sich Identität bilden und erhalten kann. Das bergige Land begünstigt das zusätzlich. So greift Ernst Jünger auf die Schweiz zurück, als er in einem Roman das Burgenland beschreibt, das Land des Adels, die Welt tradierter Ordnung: "So ließe unser Land sich einer Art von Schweiz vergleichen, die Konnetabels und Residenten in die Reiche der Welt entsendet und doch in ihren Bergen ein unberührtes Bauern- und Hirtenleben hegt."

Sogar ein Politiker wie Peer Steinbrück ahnte vage das Besondere, das die Schweiz noch heute umgibt, als er in der Jagd auf deutsche Steuerflüchtlinge großmäulig drohte, die deutsche Kavallerie werde die Schweizer Indianerdörfer disziplinieren. Wir nehmen staunend zur Kenntnis, dass der deutsche Hilfspolizist glaubt, Indianer lebten in der Schweiz und belassen es dabei.

Geschichte der Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft wurde im Jahre 1291 als Verteidigungsallianz unter drei Kantonen gegründet - das Thema von eben. Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat ihre Unabhängigkeit vom Heiligen Römischen Reich 1499 gesichert. Mit der Verfassung von 1848 wurde der alte Bundesgedanke durch die mehr zentralistische Bundesregierung ersetzt.

Die Schweizer legen Wert auf ihre Neutralität. Im Mittelalter sah das so aus: Es gab ständig kleine Kriege. Ritter waren selten und teuer. Die Schweizer waren als "Gewalthaufen" ein neuer Kämpfertyp, das einzige, was gegen Ritter bestehen konnte und - sie waren als Söldner für jeden dienstbar, der sie bezahlen konnte. Aber sie kämpften nur im "Ausland", stets darauf bedacht, dass sie die politischen Auswirkungen einer Schlacht im nachhinein nicht betrafen.

Wirtschaftslage. Neugier und Freiheit

Die Schweiz zählt zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Das weiß jeder. Wie sie das schafft, fällt oft unter den Tisch: Durch Neugier und Freiheit. Neugier zeigt sich in einzigartiger Innovationskraft und immer besseren Lösungen, Freiheit zeigt sich im flexiblen Arbeitsmarkt. "Flexibler Arbeitsmarkt" sagt man in Deutschland. Gemeint ist schlicht und einfach ein Markt: Dort manchen Menschen Geschäfte (auch eine Anstellung ist i.d. Sinne ein Geschäft) aus eigenem Antrieb und zum eigenen Vorteil.

Die Industrie ist exportorientiert. Schwerpunkte sind Chemie und Pharmaindustrie, Maschinenbau, Elektroindustrie, Uhren und Feinmechanik und Schmuck. Die dominierende Branche ist der Dienstleistungssektor, in dem 76% der Erwerbstätigen arbeiten. In der Schweiz arbeiten viele Deutsche aus Süddeutschland als Grenzgänger, ohne ihren Wohnsitz zu verlagern.

Stromerzeugung

In der Energieerzeugung setzt die Schweiz zu 55% auf Wasserkraft und zu 40% auf Kernenergie. Kernenergie wird nicht weiter genutzt (2011 beschlossen), die bestehenden AKW werden noch benutzt, solange es erlaubt ist.

Arbeiten in der Schweiz

Auf www.karriere.ch finden Sie den Ratgeber (PDF) "Arbeiten in der Schweiz". Außerdem können Sie sich mit wenigen Klicks bei einer passenden Stellenvermittlung in der Schweiz ins Spiel bringen.

Boeing 777 startet vom Flughafen Zürich

Webtipps

letzte Bearbeitung: 26.04.2017

Bewerte den Artikel: 
Durchschnitt: 3.9 (179 votes)

Kommentare

Wo hast du denn die Lohnvorstellung 6000-7000 CHF her??? Deutsche bekommen dies garantiert nicht!!
Mein Freund hat schon einen sehr guten Lohn von 5500 CHF Brutto, aber 6000 7000 ?! Vielleicht in den Grossstädten aber das ist sicher nicht der Durchschnitt ausländischer Arbeitnehmer...

Hmm, bin offen für jede Art Aufklärung :-)

Danke, Annika

Hallo Heike,
ohje ich kenn mich damit nicht hundertprozentig aus, aber ich stell es mir sehr schwer vor. ich weiss von einer freundin das kiga-plätze bis zum 5. lebensjahr sehr schwer zu bekommen und vor allem sehr teuer sind. ab 5 jahren müssen die kinder in den kindergarten, da wirds preiswerter. ein kind hättest du aus der kritischen zeit also fast raus. die erzählungen sind recht unterschiedlich. ich höre von vielen das kiga-plätze sehr teuer und schwer zu bekommen sind, andere sagen, dass es ganz leicht war. zumal es hier ja auch alleinerziehende mütter gibt. es hängt eventuell auch genau davon ab. es wird hier auf viel geachtet und versucht gerecht zu verteilen. wie da die chancen für auswanderer stehen weiss ich leider nicht. viele nutzen hier aber auch tagesmütter, das ist ein recht gutes geschäft. preise sind allerdings auch recht unterschiedlich. es gibt da aber glaub ich ein forum bzw. eine internetseite. da sammeln sich quasi die tagesmütter und dir als mutter wird geholfen eine zu finden. vielleicht findest du dort raus was es ungefähr kostet.
ich denke als alleinerziehende ist es generell viel schwieriger, es sei denn du hast einen super job. um wirklich am monatsende noch etwas übrig zu haben solltest du schon zwischen 6000-7000 CHF verdienen. (mit einer soliden ausbildung und guter erfahrung ist das machbar, bsp. eine assistentin in einer bank in zürich kann schnell mal 6000 CHF verdienen)
unterstützung bekommst du glaub ich nicht. um z.b. arbeitslosengeld zu bekommen musst du mind. 1 jahr in der schweiz gearbeitet haben. ich bezweifele dass sie jedem neuankömmling unter die arme greifen. kindergeld gibt es aber. wieviel genau weiss ich aber nicht. hier sind ein paar infos im text: http://sc.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/680366.html

für so einen schritt musst du dich vorher auf jeden fall ganz genau informieren und vor allem sehr gut kalkulieren. ich denke es ist schwer, aber auf der anderen seite schaffen es andere alleinerziehende frauen hier auch.
viel helfen konnte ich dir leider nicht. ich hoffe du konntest trotzdem ein paar informationen rausziehen.

einen schönen sonntag noch,
franzi

Hallo Franzi,
ich bin ein Star, holt mich hier raus.....!!!!
Nein, bin ich nicht, aber ich habe zwei süsse Mäuse ( 2 und fast fünf ) und würde auch gerne in die Schweiz.....
Welche Möglichkeiten und Aussichten hat man als Alleinerziehende und wo fängt man am besten an? Wie sieht es mit Kiga - Plätzen aus und was muss ich berücksichtigen?
Hat man alleine überhaupt eine Chance und bekommt man Unterstützung so wie hier das Wohngeld o.ä.?
Fragen über Fragen.....
Liebe Grüsse
Heike

Hallo Konny,
natuerlich werd ich versuchen euch weiterzuhelfen. Auch wenn es einige schweizer mit eigenartiger grammatik stoert. Wir alle wollten dass die grenzen sich in jede richtung oeffnen, nun muessen wir damit leben ;) wir ziehen immerhin alle vor-und nachteile daraus. aber diese diskussion gehoert nicht hier her.
Jobs lassen sich via google leicht finden. www.jobs.ch zum beispiel aber es gibt auch viele andere. als ich einen job als assistant gesucht habe, habe ich bei google einfach "jobs assistant schweiz" eingegeben und es kamen verschiedenste seiten. auf einigen kann man auch sucheintraege speichern und sich emails schicken lassen wenn es neue jobs gibt.
Fuer deine Frau als Altenpflegerin sollte Zuerich ein gut bezahltes Pflaster sein. Hier gibt es viele private kliniken. die gegend Luzern bzw vierwaldstaettersee bietet sicher tolle altersheime in seenaehe und kanton zug hat super steuern. ganz toll zum leben ist auch die berner region, einkaufen in deutschland ist dann aber nicht mehr moeglich ;)
bei der jobsuche empfiehlt es sich auch vermittlungsagenturen zu kontaktieren, denn die zahlt bei vermittlung der arbeitgeber im normalfall. einfach die vielen verschiedenen agenturen anschreiben, vielleicht ergibt sich etwas (so war es bei mir).
solltet ihr jobs im kanton zuerich finden waere es gut im Kanton Aargau zu wohnen (zuerich hat niedrigere steuern, aargau lebt sich preiswerter, so machen es zumindest die meisten hier). aber das kommt dann eh drauf an wo man einen job bekommt...
Wohnungen sind so eine sache hier, es ist nicht immer einfach eine zu finden. es gibt auch hier wieder die ueblichen seiten im internet. hier geht es aber bei der auswahl der mieter ziemlich nach nase. alle kommen die wohnung anschauen, geben ihre daten ab und dann sucht der vermieter einen passenden mieter aus. das kann wegen schweizer gemuetlichkeit einige zeit dauern. also unbedingt geduld mitbringen (man kann aber glueck haben).
ja mir faellt sicher noch mehr ein... wenn du noch fragen hast kannst du mich auch per email kontaktieren: kala_azar@hotmail.de
achja eins noch... man arbeitet hier in der schwaiz nicht ganz oder halbtags, sondern nach prozent. 100% sind 5 Tage die Woche, 80% vier, 60% drei usw. also nicht wundern ueber solche angaben in jobangeboten. natuerlich kann man diese prozent auch auf halbtage aufteilen, das entscheidet dann aber natuerlich der arbeitgeber wie er es gern haette.
so das wars von mir erstmal.
viele gruesse,
franzi

Ich ( 54 ) Deutscher Staatsbuerger, meine Frau ( 52 ) Russischer Staatsbuerger, wohnhaft in der Russischen Foederation, wir wollen auswandern in die Schweiz!!! Wer kann dabei brauchbare Tipps geben?

z.B. wieviel Startkapital wird benötigt, hat man noch in solch einem Alter Chancen auf dem Arbeitsmarkt in der Schweiz? Ich bin eine sehr gut ausgebildete Sicherheitsfachkraft mit sehr viel Berufserfahrung , meine Frau ist Oekonomist in der Lohnbuchhaltung, sie beherrscht gut die deutsche Sprache. Kann man alles ueber Internet abwickeln oder muss man vorher in die Schweiz einreisen? Wuerde mich sehr ueber jede Information freuen!

Danke im voraus Dieter

Hallo Franzi,

habe mit Interesse deine Infos hier gelesen. Wir beabsichtigen in geraumer Zeit in die Schweiz zu gehen. Du bist ja schon 2 Jahre in der Schweiz, kannst du uns Tips geben wo man am besten nach einen Job sieht bzw. wie man am besten an eine Wohnung kommt. Wir, das sind meine Frau und Ich.

Würde mich freuen wenn ich von dir lesen kann.

sonnige grüße aus Mittelfranken

Konny

Hallo, alle zusammen.

Ich (49J.) und meine Frau (45J.) sind entschlossen, in die Schweiz aus zu wandern. Da das schon immer mein Lebenstraum war, in der Schweiz zu leben möchte ich es endlich verwirklichen. Hier in DE möchte ich nicht mehr länger bleiben als nötig. Beruflich sind wir bodenständig, ich habe meinen Traumberuf als Kraftfahrer (CE), meine Frau ist seit 17 Jahren in der Altenpflege beschäftigt und hat sich stets weiter gebildet, Goronto, etc. ).

Schon alleine die Verdienstmöglichkeiten hier als Kraftfahrer hier in DE widern mich an, hier wird man für eine durchschnittliche 60 Stunden Woche mit 1600€ - 1800€ monatlich abgespeist und das sind Bruttolöhne!! Das soll einer verstehen, die Lohnpolitik, die hier in DE getrieben wird, Ausbeute nennt man sowas. Der Verdienst meiner Frau ist okay, gibt auch mal Ausnahmen! Es sind nicht nur die Verdienstmöglichkeiten hier in DE, auch die Gesamtpolitik die hier in DE für das "kleine" Volk, gemacht wird, stößt mich an. Wir sind ohne Kinder, also Doppelverdiener, somit können wir für unseren Lebensunterhalt leicht aufkommen. Nun, jetzt bitte ich euch um Erfahrungen die Ihr gemacht habt, bzw. bin ich für Tips sehr offen.
Wäre schön wenn ich mit eurer Unterstützung den ersten Schritt baldmöglichst machen kann.

sonnige Grüße aus Mittelfranken

""""Ich danke Dir für die Information,
ich werde wohl es Anfang August versuchen, es ist zwar nicht einfach hier alles aufzugeben aber Arbeit geht vor,
es ist kein Wunder, dass die meisten Leute hier auswandern wegen den Niedriglöhnen, zumal ich hier ein Haus auf Miete habe und ich es ungern aufgeben möchte, aber bevor ich in einer anderen Stadt ziehen muss, weil mir das Arbeitsamt mir das vorschreibt und der Stundensatz bei 9,00€ liegt, gehe ich freiwillig ins Ausland, für mich ist wichtig: Arbeit, und dass ich am Monatsende noch was übrig habe, was man hier in Deutschland eben zur Zeit nicht hat.
Ich danke Dir für diesen Beitrag, achja, wie sieht es denn mit den Steuern für das Auto aus, oder die Versicherung?

Danke im voraus und liebe Grüße aus Deutschland.

Gruß Thomas"

hmmmmm, ich als Schweizer, NUR wegen euch „Deutsche billige Arbeitskraft“ habe mein Job verloren, weil Ihr Deutsche viel viel günstiger seid als wir Schweizer! und ich bin nicht die einzige der Job verloren hat wegen „billigere Deutsche Arbeitskraft“. Unsere Firmen und auch Temporäre Firmen, vor allem Grenzgebiet, sind überfüllt von euch!!! wie soll ich meine Kinder ernähren wenn einmal mit Arbeitslossengeld vorbei ist??? bleibt einfach in Deutschland!!!!!

ich bin kein Rassist und gegen euch Deutsche habe ich nichts, aber langsam habe ich genug und Schnauze voll von euch!

HOPP SCHWIIZ!!!!!

@ Thomas: bei den versicherungen ist es unterschiedlich. es gibt sogenannte franchisen, die gehen von 500-2500 Franken. die franchise ist deine jährliche eigenbeteiligung. da ich selten krank bin habe ich die höchste selbstbeteiligung von 2500 CHF, dafür aber die niedrigste monatszahlung (sind bei mir 150 CHF). Das heisst: ich bezahle jeden Monat 150 CHF und müsste die ersten kosten bis 2500 CHF selber zahlen. habe ich diese bezahlt übernimmt die krankenkasse alle weiteren kosten im jahr. ist das verständlich? wenn ich jetzt zum beispiel 5 mal krank war und jedesmal 500CHF zahlen musste, zahlt ab dem 6. mal meine krankenkasse.
bei der autoversicherung bin ich momentan selber am abklären. du zahlst zum einen monatlich eine strassenverkehrssteuer und zum anderen musst du eine autohaftpflichtversicherung haben. ich bin momentan an einem renault megane interessiert, bei einem internetrechner kam raus, dass die strassenverkehrssteuer im monat 27 CHF wären lag irgendwo bei 120 CHF (haftpflicht und vollkasko).
morgen weiss ich genaueres, hab morgen einen termin bei renault.
wohnung sind natürlich viel teuerer. das solltest du einberechnen. aber wenn zwei leute geld verdienen bleibt immer noch eine menge übrig. rechne für eine wohnung knapp 1500CHF (cityrand, 3-4 räume). kommt ganz drauf an wo man wohnt. wir zahlen zürichnähe für 3 räume auf 100qm, 1900CHF, das haus ist aber ganz neu und sehr modern. freunde von uns haben eine tolle 4-raum wohnung in bad zurzach, mit viel holz, terrasse und balken und zahlen 1500. strom kostet wie bei uns, genauso wie, kabelfernsehen, internet oder GEZ.
naja, wie gesagt, fragen beantworte ich gerne ;)
(sorry, wenn ich alles klein schreibe... pure faulheit ;) )

Ich danke Dir für die Information,
ich werde wohl es Anfang August versuchen, es ist zwar nicht einfach hier alles aufzugeben aber Arbeit geht vor,
es ist kein Wunder, das die meisten Leute hier auswandern wegen den Niedriglöhnen, zumal ich hier ein Haus auf Miete habe und ich es ungern aufgeben möchte, aber bevor ich in einer anderen Stadt ziehen muß, weil mir das Arbeitsamt mir das vorschreibt und der Stundensatz bei 9,00€ liegt, gehe ich freiwillig ins Ausland, für mich ist wichtig: Arbeit, und dass ich am Monatsende noch was übrig habe, was man hier in Deutschland eben zur Zeit nicht hat.
Ich danke Dir für diesen Beitrag, achja, wie sieht es denn mit den Steuern für das Auto aus, oder die Versicherung?

Danke im voraus und liebe Grüße aus Deutschland.

Gruß Thomas

Seiten