Zum Auswandern ist die Schweiz die Nr. 1

Schweiz: die Alphörner rufen

Die Schweiz ist reizvoll und seit über 10 Jahren die unangefochtene Nummer eins unter den Ausreiseländern der Deutschen. Auf den ersten Blick ist die erhabene Landschaft bezaubernd. Wo sonst kann man aus seinem Büro auf saftige Wiesen und raue Berge blicken? ... nach der Arbeit in den Bergen spazieren gehen, baden, Rad fahren, wandern?

Steckbrief: die Schweiz in Zahlen

Daten Kommentar
Amtssprache: Deutsch, Französisch, Italienisch überwiegend ist die Schweiz deutschsprachig
Hauptstadt: Bern (de facto) Schweiz hat de jure keine Hauptstadt, Bern ist Bundesstadt
Fläche: 41.285 km² --
Einwohnerzahl: 8.391.973 --
Bevölkerungsdichte: 203 Einw. je km² (Deutschland: 230/km²)
BIP je Einwohner: 81.161 USD nominal, #4 weltweit
Human Development Index: 0,930 #3 weltweit
Deutsche im Land: 350.000 Tendenz stetig steigend
Netto-Einwanderrate: 4,7 Einwanderer pro 1000 Einwohner(2016)

Die alltäglichen Möglichkeiten der Eidgenossen werden hierzulande höchstens in Freizeitparks simuliert oder als Winterurlaub für teures Geld erkauft. Aber das ist wie gesagt nur der erste Eindruck. Zum Auswandern in die Schweiz braucht es mehr. Und es gibt viel mehr in dem reizvollen und eigenartigen Alpenland.

Schweiz Karte

Die "Willensnation" Schweiz

Die Schweizer bilden weder sprachlich noch konfessionell eine Einheit. In dieser einfachen Mitteilung suchen viele eine Information und finden nichts, dann gehen sie weiter und scannen nach Zahlen. Dabei ist der Satz ein Schlüssel, wenn Deutsche die Schweiz je verstehen wollen. Darum noch einmal: Die Schweizer bilden weder sprachlich noch konfessionell eine Einheit. Es gibt vier offizielle Landessprachen, 20 Prozent Ausländer; Katholiken und evangelisch Reformierte sprechen je 40 Prozent der Bevölkerung an - das sind 20 Prozent mehr als in Deutschland.

Was die Schweizer zusammenhält, ist die freie Entscheidung freier Menschen. Nüchterner ausgerückt: Der Gedanke des Föderalismus ist lebendig. Die deutsche Politik will alles zentral in Berlin regeln, von Experten. Die Schweizer regeln vieles vor Ort, in Einzelfällen und von den Betroffenen. Die Ur-Idee der Schweiz ist das Rütlibündnis. Im Rütlischwur lebt die Idee bis heute, das Schutz- und Trutzbündnis der Kantone.

Matterhorn
Das Matterhorn ist der Schweizer Berg überhaupt. Ein riesiger (4.478 m) und nahezu symmetrischer pyramidenartiger Gipfel. Vier steile Gesichter, die über den umliegenden Gletschern aufsteigen, in vier Himmelsrichtungen. Sie werden von den Hörnli-, Furggen-, Leone- und Zmutt-Kämmen gespalten. Der Berg übersieht die Schweizer Stadt Zermatt im Kanton Wallis.

Alltag in der Schweiz

Hier sind an erster Stelle die Steuern zu nennen. Nicht umsonst gilt die Schweiz als erstklassiger Finanzplatz - auch, aber nicht nur für Deutsche. (Auf FATCA gehe ich weiter unten ein). Die Mehrwertsteuer liegt derzeit bei 8 Prozent, der reduzierte Steuersatz bei 2,5 Prozent. Im 2. Teil werden Aufenthaltsbewilligung und Niederlassung erläutert.

Die geringeren staatlichen Eingriffe ins Portemonnaie machen die Confédération suisse zur ersten Adresse für jene, die Freiheit und Produktivität bejahen. Doch wäre das noch zu wenig ohne das zweite Attribut des Alpenlandes: Die sprichwörtliche Schweizer Gemütlichkeit Lebensart.

Dafür sind Lebensmittel generell teurer als in Deutschland. Das liegt u.a. an den kleinen Anbau- und Weideflächen. Aber auch daran, dass die Schweiz nicht am EU-Subventionstropf hängt. Die helvetischen Kühe haben z.B. einen Mindestanspruch an Freilandtagen. So etwas mag für supermarktgewohnte "Sparfüchse" amüsant klingen, aber darin zeigt sich ein Verständnis von Tier- und Konsumentenschutz, der hierzulande die Ausnahme ist. Es gibt noch mehr gute Gründe.

Schweiz und Deutschland

Deutschland ist für die Schweiz der wichtigste Handelspartner. Im Jahr 2015 wurden zwischen beiden Ländern Waren im Wert von 84 Milliarden Franken (CHF) gehandelt. Das entsprach 23% des gesamten Außenhandels der Schweiz: Exporte nach Deutschland in Höhe von 37 Mrd. CHF, Importe aus Deutschland von 47 Mrd. CHF.

Aus deutscher Sicht sind "Swiss made" Produkte bekannt als Qualitätswaren, zu denen es keine Pendants gibt. Lebensmittel, Industrieprodukte und Dienstleistungen aus der Schweiz sind eine Empfehlung. Deutschland und die Schweiz sind Handelspartner, die sich viel zu geben haben. Wer nur in Zahlen wühlt, der würde feststellen, dass die Schweiz Handelspartner Nr.9 nach Warenwert ist. Völlig abstrakte Rechnung! Für chinesische Socken findet man in jedem 99ct-Laden Ersatz, aber wenn es keine Schweizer Uhren gibt, dann fehlt etwas Wesentliches.

Aufenthaltsbewilligung

Wenn Sie sich länger als 3 Monate in der Schweiz aufhalten wollen, brauchen Sie eine Aufenthaltsbewilligung. Wenn Sie - egal für wie lange - in der Schweiz arbeiten wollen, benötigen Sie eine Aufenthaltsbewilligung. Heißt unterm Strich: Alles, was über einen Urlaub oder die Forschungs- und Evaluationsreise hinausgeht, erfordert diese Bewilligung. Lesen Sie weiter im 2. Teil: Aufenthalt, Niederlassung - wer kann in der Schweiz leben?

Politik in der Schweiz: Föderalismus

Die Schweiz hat einen ausgeprägten Föderalismus. Die Kantone (vergleichbar den Bundesländern in Deutschland) behalten alle Aufgaben, die in der Bundesverfassung nicht explizit dem Bund zugeordnet werden. Das läuft in Deutschland genau andersrum...

Die neutrale Außenpolitik ist ein weiterer Pluspunkt für die Schweiz. Seit 1815 beteiligt sich die Schweiz an keinem Krieg anderer Staaten. Das Militär ist nur zur Verteidigung da.

Die Schweiz ist ein interessantes Land, weil die Schweizer sich traditionell aus Schwierigkeiten ihrer europäischen Nachbarn herauszuhalten wissen. Als Europa sich millionenfach ermordete, hatten die Schweizer vorsorglich die Tür abgeschlossen und sich noch schnell vom Völkerbund - solange es den gab - eine Neutralitätsbescheinigung geholt, mit Stempel und Unterschrift. Als die Führer der EU-Staaten sich mit Milliardenschuldscheinen "retteten", hatten die Schweizer vorsorglich die Tür verriegelt und das Telefon ausgesteckt. Schweizer sind unsere Nachbarn und sie wissen untrüglich, wann es Zeit zu gehen ist: spätestens wenn die großen EU-Häuptlinge nach ihrer Fete die Rechnung bekommen.

Nach diesem Kurzüberblick werfen wir einen Blick auf die Einreise-Voraussetzungen in die Schweiz.

Der Nationalmythos der Schweiz

Ohne den mythologischen Hintergrund sind viele Vorstellungen der Gegenwart, sind weder Kunst noch der Jahreslauf zu verstehen.

Wenn man in einem Mythos lebt, lebt man in einer zusammenhängenden Geschichte, die die Welt deutet. Sonst ist alles in Einzelfragen und Details zerrissen, der Mythos führt alles Einzelne ins Große Bild und gibt der Vielfalt des Lebens einen Zusammenhang.

Schwingen, der beliebte Zweikampf der Schweizer

Der Ursprung der Schweiz im Rütlischwur

Der Schweizer Nationalmythos wurde im Rütlischwur geboren und wird im "Wilhelm Tell" gezeigt. Es geht nicht um große Aufgaben in der Welt, sondern "nur" um Schutz und gegenseitige Hilfe gegen mächtige äußere Feinde. Diese Grundhaltung finden wir überraschenderweise in vielen Situationen der jüngeren Geschichte wieder (s.o.). Als ob die Schweizer der Welt sagen wollen: Lasst uns in Ruhe unsere Sachen machen und ihr kümmert euch um eure, dann ist die Welt schon viel besser dran.

Die Willensnation begann nicht auf einer Burg, nicht in einer Schlacht, nicht mit einer alten Tragödie und Wahnsinn, sondern ganz unspektakulär auf einer Wiese. Man erzählt sich, dass Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden auf einer Wiese am Vierwaldstättersee einen Eid gegen die Habsburger, die Besatzer, schworen. Dieser Schwur begründet ihren Bund. Manche sagen, einer der drei Abgesandten war Walter Fürst, anderen Quellen zufolge war es Wilhelm Tell. Wie auch immer: Es ist ergiebiger, Friedrich Schillers "Wilhelm Tell" zu lesen (ja besser noch: das Stück aufzuführen), denn seine wuchtige Größe ist zeitlos. Der 2. Aufzug endet mit dem Bekenntnis:

Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

Der Mythos schafft eine Insel, auf der sich Identität bilden und erhalten kann. Das bergige Land begünstigt das zusätzlich. So greift Ernst Jünger auf die Schweiz zurück, als er in einem Roman das Burgenland beschreibt, das Land des Adels, die Welt tradierter Ordnung: "So ließe unser Land sich einer Art von Schweiz vergleichen, die Konnetabels und Residenten in die Reiche der Welt entsendet und doch in ihren Bergen ein unberührtes Bauern- und Hirtenleben hegt."

Sogar ein Politiker wie Peer Steinbrück ahnte vage das Besondere, das die Schweiz noch heute umgibt, als er in der Jagd auf deutsche Steuerflüchtlinge großmäulig drohte, die deutsche Kavallerie werde die Schweizer Indianerdörfer disziplinieren. Wir nehmen staunend zur Kenntnis, dass der deutsche Hilfspolizist glaubt, Indianer lebten in der Schweiz und belassen es dabei.

Geschichte der Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft wurde im Jahre 1291 als Verteidigungsallianz unter drei Kantonen gegründet - das Thema von eben. Die Schweizerische Eidgenossenschaft hat ihre Unabhängigkeit vom Heiligen Römischen Reich 1499 gesichert. Mit der Verfassung von 1848 wurde der alte Bundesgedanke durch die mehr zentralistische Bundesregierung ersetzt.

Die Schweizer legen Wert auf ihre Neutralität. Im Mittelalter sah das so aus: Es gab ständig kleine Kriege. Ritter waren selten und teuer. Die Schweizer waren als "Gewalthaufen" ein neuer Kämpfertyp, das einzige, was gegen Ritter bestehen konnte und - sie waren als Söldner für jeden dienstbar, der sie bezahlen konnte. Aber sie kämpften nur im "Ausland", stets darauf bedacht, dass sie die politischen Auswirkungen einer Schlacht im nachhinein nicht betrafen.

Wirtschaftslage. Neugier und Freiheit

Die Schweiz zählt zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Das weiß jeder. Wie sie das schafft, fällt oft unter den Tisch: Durch Neugier und Freiheit. Neugier zeigt sich in einzigartiger Innovationskraft und immer besseren Lösungen, Freiheit zeigt sich im flexiblen Arbeitsmarkt. "Flexibler Arbeitsmarkt" sagt man in Deutschland. Gemeint ist schlicht und einfach ein Markt: Dort manchen Menschen Geschäfte (auch eine Anstellung ist i.d. Sinne ein Geschäft) aus eigenem Antrieb und zum eigenen Vorteil.

Die Industrie ist exportorientiert. Schwerpunkte sind Chemie und Pharmaindustrie, Maschinenbau, Elektroindustrie, Uhren und Feinmechanik und Schmuck. Die dominierende Branche ist der Dienstleistungssektor, in dem 76% der Erwerbstätigen arbeiten. In der Schweiz arbeiten viele Deutsche aus Süddeutschland als Grenzgänger, ohne ihren Wohnsitz zu verlagern.

Stromerzeugung

In der Energieerzeugung setzt die Schweiz zu 55% auf Wasserkraft und zu 40% auf Kernenergie. Kernenergie wird nicht weiter genutzt (2011 beschlossen), die bestehenden AKW werden noch benutzt, solange es erlaubt ist.

Arbeiten in der Schweiz

Auf www.karriere.ch finden Sie den Ratgeber (PDF) "Arbeiten in der Schweiz". Außerdem können Sie sich mit wenigen Klicks bei einer passenden Stellenvermittlung in der Schweiz ins Spiel bringen.

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Webtipps

letzte Bearbeitung: 26.04.2017

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Kommentare

Hallo,
Infos zum studium in der schweiz findest du unter www.crus.ch.

Antworten auf (fast) alle fragen rund ums einwandern in die schweiz gibts auf der homepage des bundesamtes für migration www.bfm.admin.ch. Unter dem link "dokumentation > puplikationen" gibt es auch broschüren im pdf-format zum kostenlosen download. Sehr zu empfehlen ist da die broschüre "leben und arbeiten in der schweiz".

Ob du deine deutsche rente in der schweiz ausbezahlt bekommst, müsstest du in deutschland abklären. Vermutlich ja, da zwischen den beiden ländern ein sozialversicherungsabkommen besteht.

ABER: 1150 Euro rente werden in der schweiz nie und nimmer reichen zum leben mit zwei kindern. Das bedeutet aber: Wenn du in der schweiz nicht arbeiten willst (oder kannst), wirst du keine aufenthaltserlaubnis kriegen. Denn nichterwerbstätige erhalten nur dann eine aufethaltserlaubnis, wenn sie nachweisen können, dass sie über genügend finanzielle mittel verfügen, um ihren lebensunterhalt zu bestreiten und in der schweiz keine sozialhilfe (stütze) beanspruchen müssen.

Hallo,

ich habe vor, im Sommer in die Schweiz zu ziehen und im September ein Studium in Zürich zu beginnen. Hat jemand einen guten Link, wo ich mich über die Einreisebestimmungen (Umzugsgut, Zoll, nötige Unterlagen) informieren kann?

Hallo Julian.

Was für eine Lehre möchtest du denn machen?

Ich persönlich bin mit 18 ausgewandert, erst war ich nur ein Aupair hier in der Schweiz, anschliessend bin ich geblieben und lebe und arbeite nun hier.

Im grossen und ganzen möchte ich es jedem nur nahe legen Deutschland schnellstens zu verlassen und ein tolles Leben im Ausland zu beginnen. Vorausgesetzt man ist nicht der Meinung das man sein Harzt4 Leben hier weiter führen kann.
DAS geht natürlich mal gar nicht!!

Wenn ich persönlich an Deutschland denke oder nur das Wort höre, kommt mir als erstes "Harzt4" in den Kopf und danach erst meine "Familie". Traurig oder?! Aber Deutschland bedeutet für mich einfach nur noch "400 Euro Basis", "Zeitarbeit", "arbeitslos", "Perspektivlosigkeit", "schlechtes Wetter", "wenig Urlaub", "schlechte Politik", "faule Menschen", "wenig Geld" und vor allem "beschissene Lebensqualität".

Mir ist klar das ich hier von einem % Betrag aller Menschen rede, aber es sind eindeutig zu viele. Zu viele die von Steuern leben und das ganze Sozialsystem ausnutzen und kaputt machen.
Diese billigen Ausreden von Arbeitslosen gehen mir echt ziemlich auf die nerven. "Ich habs mit dem Rücken", "Ich hab keinen Führerschein", "Ich hab ja SCHON 3 Bewerbungen geschreiben", "Es bietet mir ja keiner einen Job an"...bla bla bla...
Und solche Leute sollen mich stolz auf mein Land machen?! NE, ganz sicher nicht, es ist mir peinlich deutsche zu sein!!!!

Ich habe eine Lehre im Verkauf gemacht und würde in Deutschland 900-1000 Euro ausgezahlt bekommen.
Hier gibt es einen Mindestlohn bei einem Arbeitspensum von 100% welcher bei 3200 CHF liegt.Das sind rund 2000 Euro Brutto.Das bedeutet das jeder der einen Fulltime Job hat, NIE weniger als 1500 Euro am Monatsende hat! Krass oder?

Ich selber habe nun den 3. Job hier in der Schweiz (ich probiere gerne und viel aus!) Erst war ich Kindererzieherin, dann Servicekraft im Bergrestaurant und dann Zimmermädchen im Hotel.Nun bewerbe ich mich grade um einen Job im Verkauf oder auf der Skipiste nächste Saison. Es ist so schön das man hier auch ohne Ausbildung in den einzelden Bereichen diesen Job machen kann und man wird gerne genommen!
Meine Arbeitszeugnisse und Schulzeugnisse habe ich bis heute noch nie gebraucht! Die Chefs suchen jemanden der gerne arbeitet, mit Leib und Seele dabei ist und wer mit anpacken kann. Was nützen dann gute Noten wenn du ein Flair für gemütlich gestaltete Zimmer haben musst um ein gutes Zimmermädchen sein zu können?!
Was bringt mir ein Einserzeigniss wenn ich liebevoll und gedulidig mit Kindern umgehen muss?!
Deutschland ist darauf fixiert so viel Papierkram wie möglich vorliegen zu haben und achten weniger darauf ob die Person für diesen Job geschaffen ist oder nicht.Es kommt viel mehr auf die Persönlichkeit an welche den Job ausführen soll.
Und was ebenso lobenswert ist, sind die Chefs hier im allgemeinen!
Wie kennen wir sie aus Deutschland?- Chefs halten sich mit dem mit "anpacken" zurück und würden niemals den Angestellten unter die Arme greifen.Ich hätte da ein paar Schweizer Beispiele:
Erst gestern wurde eine weitere Mitarbeiterin an die Coop Kasse gebeten da der Landen "brannte" und wer setzte sich da an die Kasse?- die Filialleiterin!!

Als ich im Bergrestaurant gearbeitet habe war im Sommer so wie in der Hochsaison im Winter, die Hölle los und teilsweise kamen Köche und Servicekräfte sowie Abwaschkräfte nicht mehr hinterher.Was machen die Chefs?- SIE stellt sich an die Spüle und schrubbt Teller und polliert Geschirr und ER geht in den Keller und schält mal eben 40 kg Kartoffeln und hilft den Köchen bei weiteren Dingen.

Als Zimmermädchen habe ich erlebt wie meine Chefin in ihrem eigenen Hotel Toiletten geschrubbt hat und den Vorplatz gefegt hat. Macht das ein Deutscher Chef?

Ach ich könnte ewig so weiter machen, es gibt da gar kein Ende.

Um zurück aufs auswandern zu kommen:
Geht doch im Anschluss mal auf Google Bilder und gebt Schweiz ein...

DANN SEHT IHR DEN GRUND IN BILDERN VOR EUCH, WARUM ICH SO STOLZ DARAUF BIN HIER LEBEN ZU DÜRFEN UND DER GRUND WARUM ICH DEUTSCHLAND OHNE WENN UND ABER VERLASSEN WÜRDE UND HABE :-D

Also wenn jemand auch in dieses schöne Land möchte und Hilfe braucht oder Fragen hat, kann er mir sehr sehr gerne eine persönliche Mail schicken:
annika.michelle@gmx.de

Liebe Grüße aus den Schweizer Alpen

Annika

Bin jetzt 17 ein halb jahre und würde meine lehre in der schweitz machen und anschliessend da arbeiten kann mir jemand sagen ob es möglich ist mit meinem alter. Mfg Julian

An alle die hier ständig auswandern wollen sei appeliert dass sie sich vielleicht vorher mal in dem 'gelobten' Land umsehen, und zwar nicht nur eine Woche im Urlaub. Ich habe festgestellt dass die Ausländerfeindlichkeit (gegen alle Nationalitäten) in der Schweiz mindestens genauso gross ist wie in Deutschland. Speziell gegenüber den Deutschen scheint mir der Hass dabei auf reinem Neid zu beruhen. Natürlich gibts arrorante dumme Deutsche aber es gibt auch arrogante dumme Schweizer, genauso wie es vernünftige Schweizer gibt. Offiziell wird hier aber immer nur der arrogante deutsche Schmarotzer vorgeführt, dass der Großteil der 'Gastarbeiter' hier aber eine sehr gute Ausbildung (mit deutschen Steuergeldern bezahlt) wird nur ungern zugegeben. Ich bin in der Schweiz nicht weil ich hier her wollte sondern weil man mich bat zu kommen um den Job zu machen. Was weiter unten schon beschrieben wurde, dass man stets und ständig sein Auto demoliert bekommt (wenn es ein deutsches Kennzeichen hat) kann ich nur bestätigen. Ich muss ehrlich sagen ich will hier wieder weg, es wird nie meine Heimat werden, schon alleine wegen dieser extremen Lahmarschigkeit die die meisten Leute hier an den Tag legen. Schöne Landschaften gibt es auch woanders. Um nicht falsch verstanden zu werden, alle Schweizer mit denen ich persönlich(!) Kontakt habe sind sehr freundlich und zuvorkommend, keinerlei Resentiments, mit denen komme ich sehr gut klar und die auch mit mir. Es ist aber diese unterschwellige anonyme Feindseligkeit die mich hier wegtreibt.

Als Schweizer kann ich bestätigen, dass für unser Land die Zuwanderung von deutschen Personen eine grosse Bereicherung ist. Vor allem das Gesundheitswesen, aber auch die Industrie und der Dienstleistungssektor profitieren enorm vom Zuzug der (meist) gut ausgebildeten Arbeitskräften aus dem Norden.

In meinem beruflichen Umfeld habe ich einige Deutsche kennen gelernt und überaus positive Erfahrungen gemacht.
Gerne gebe ich Tipps, falls sich jemand im Raum Biel - Bern - Solothurn niederlassen möchte. Ihr erreicht mich unter nickhellow@yahoo.com.
Klar ist ein Neubeginn oder ein längerer Aufenthalt im Ausland mit einem gewissen Aufwand verbunden, kann aber auch durchaus bereichernd sein.

Hi ich und mein Ehemann wollen dieses Jahr auch in die schweiz nehe Luzern auswandern :-)
Mein Mann ist LKW -Fahrer und ich arbeite als Hobby Fotomodell.

Ich bin durch meinen Beruf oft in der schweiz unterwegs und habe nur freundliche Menschen dort getroffen.
Natürlich gibt es das eine oder andere schwarze scharf dort das uns Deutschen nicht im Land haben möchte. Aber die gibt es doch überall oder? Egal wo man ist in Deutschland, Schweiz, Polen, Türkei und und und. Ich denke man sollte diese Menschen einfach ignorieren. Ich verstehe die Deutschlandfeindlichkeit der Schweizer sowieso nicht den wenn man die Geschichte zurück verfolgt sind sie auch Deutsche die einfach ein eigenes Land geschaffen haben.

Ich finde es dof von manchen in diesem forum das sie den Auswanderern Angst machen wollen. Damit sie erst keinen versuch wargen ein neues Leben in der Schweiz aufzubauen.
Zum größten teil sind doch die schweizer freundlich und hilfsbereit. Und auf den rest könnt ihr ja pfeifen.

" Wer mich nicht leiden kann , den kann auch ich nicht leiden"

Ich bin der Meinung dass jeder Mensch das Recht hat dort zu Leben wo es ihm gefällt.

Also du hast eine merkwürdige Einstellung!!! Dafür dass du nicht mal hier lebst in der schönen Schweiz, redest du ziemlich viel Müll!!

Ich persönlich habe meine Lehre in DE gemacht und sollte dann mich arbeitslos melden. Ich arbeitslos??? Nie und nimmer, ICH 400 Euro Basis? Wovon soll ich da leben und bei welcher Lebensqualität? Nene, ohne mich, ich bin los in die wunderschöne Schweiz.
Die Menschen hier haben mich sehr gut aufgenommen, ich lebe in einem kleinen Touristenort und habe mich mit einer Bäckerei selbstständig gemacht.Ich bin nun 21 Jahre alt und habe das geschafft, was ich mit 40 Jahren in Deutschland NIE ERFOLGREICH auf die Beine bekommen hätte!
Mein Geschäft kommt sehr gut an, ich biete typisch Schweizer Gebäcke und viele deutschen. Zu meinen Stammgästen zählen rund 80 % Schweizer Einwohner und der Rest sind Urlauber aus aller Welt. Man muss sich in die Gesellschaft einfügen, NICHT MEHR DEUTSCH SEIN. Ich zähle mich schon fast EINGESCHWEIZERT :-D Ich spreche fliessend Schweizerdeutsch, kennen die Bräuche und MAKKEN :-P und passe mich komplett an...Der Lohn dafür ist eine tolle Lebensqualität, ich treffe nie Arbeitslose Menschen, ich habe ein sehr gut laufendes Geschäft was viel Geld abwirft und habe 3 Schweizer und 2 Deutschen Arbeitsplätze geschaffen.
Jeder ist des Glückes Schmied!!!!!

Ich kann, wenn ich die Kommentare hier lese, die Ressentiments vieler Schweizer durchaus verstehen.
Da schwadronieren alleinerziehende, teilweise ungelernte Mütter von vier Kindern von einem Neuanfang in einem anderen Land und fragen auch gleich was es denn an Stütze gibt.
Wenn ich Schweizer wäre würde ich mir beim Lesen gegen die Stirn schlagen - genau das was in der Schweiz gebraucht wird. Mittellose Zeitgenossen aus dem großen Nachbarland mit einer Horde Nachwuchs die von zuhause Unverantwortlichkeit mitbekommen haben (sorry... aber das Leben ist ja wohl selbst verpfuscht worden) welcher beschult und versorgt werden möchte. Muttern wird in der Zwischenzeit maximal irgendwo putzen können. Welch eine ökonomische Breicherung dieses kleinen Landes.
Wer es schon im deutschen Halbsozialismus zu nichts gebracht hat der wird es auch in der Schweiz nicht packen, so einfach ist das!
Die Schweiz heißt übrigens so weil es das Land der Schweizer ist. Man ist also Gast. Genauer Gastarbeiter.
Und ein altes Sprichwort sagt: Gäste sind wie Fische, nach sieben Tagen fangen sie an zu stinken und man ist froh wenn sie aus dem Haus sind.

Und was noch erschreckend ist:
Die Fachleute werden blästigt mit völlig profanen Fragen.
Ich habe scherzeshalber mal einige Schlagworte gegoogelt... und bin innerhalb von Sekunden fündig geworden.
Was soll das?
Ich habe selber mal mit dem Gedanken gespielt in die Schweiz überzusiedeln. Weniger aus wirtschaftlichen Gründen als aus politischen. Ich bewundere die Schweizer für ihre Beharrlichkeit bezüglich ihrer Souveränität und Neutralität und die Betonung der politischen Unabhängigkeit der Kantone (obwohl es da wohl seit einiger Zeit Bestrebungen gibt sich stärker zu "integrieren" (wovon ich den Schweizern persönlich abraten würde... ist aber ein anderes Thema)).
Bleibt zu hause! Engagiert euch in der bundesrepublikanischen Politik! Fordert niedrige Steuern!
Seht zu dass die Grün-Christ-Sozialisten nicht noch den Rest der Wirtschaft unseres Heimatlandes kaputt machen und die Gesellschaft durchreglementieren.
Deutschland ist ein Riesenland mit ebenso riesigen Möglichkeiten. Die Schweiz kann all die Erwartungen die manche in sie stecken überhaupt nicht erfüllen.
Wenn die Schweiz euch ruft - dann geht wenn ihr mögt.
Aber versucht nicht die deutschen Probleme in der Schweiz zu lösen. Das kleine Land hat genug damit zu tun sich selbst zu behaupten.

Sorry... das musste raus - sehts mir nach liebe Landsleute.

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