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Welche Cryptocoins kaufen?

Alle Welt verfolgt gebannt den Bitcoin Kurs. Soll ein Anleger da einsteigen oder ist es heute schon zu spät? Steigt Bitcoin bis 100.000 Dollar oder platzt demnächst die Crypto-Blase?

Für Clickbaiting sind Sensationen ja schön und gut. Aber ich probiere eine andere Antwort: Ohne Hellseherei und ohne den Crypto Platzhirsch zu traktieren. Denn es tut sich sehr viel im Crypto-Markt in 2022.

Welche Cryptocoins kaufen? 3 populäre Ansätze

Es gibt drei Ansätze, um mit Cryptocoins Gewinn zu machen. Sie sind nicht als abschließende Belehrung gedacht, sondern als eröffnende Hilfestellung, um die eigene Anlagestrategie zu prüfen.

1. Daytrading mit Crypto-Derivaten

Als erstes der spekulative Handel – der schnelle Handel mit Coins, aber ohne Coins zu kaufen. Daytrading mit Crypto-Derivaten: Man handelt mit Differenzkontrakten für Cryptocoins (Cryptocoin CFDs), um Kursgewinne am selben Handelstag mitzunehmen. Über Hebel lassen sich die Gewinne vervielfachen. Das ist riskant, denn für Verluste gilt dasselbe, sie werden auch gehebelt – doch, salopp gesagt: Wer kann, der kann 🙂

Derivatehandel nutzt den volatilen Markt und er bewirkt noch mehr als das: Der Derivatehandel hält die Volatilität des Crypto-Marktes hoch. Es werden keine Coins gekauft, sondern nur Kursprognosen gehandelt. Egal wie gut es zu einer Zeit läuft, Cryptocoins hat man damit nicht erworben. Damit kommen wir zur nächsten Option:

2. Performance Analyse ausgewählter Coins

Hier kann man wirklich investieren. Die Investition erfolgt aufgrund der Performance eines Cryptocoins. Der Grundgedanke ist vernünftig; die Performance in der Vergangenheit ist jedoch kein Garant für die Kursentwicklung in der Zukunft. Je nachdem, welches Zeitfenster man auswählt (1 Woche/ 1 Monat/ 1 Jahr), zeigen die Charts komplett andere Ergebnisse.

Ich weiß nicht, wer sich so sehr (oder ausschließlich) auf den Kursverlauf verlässt. Aber selbst wenn man die Kurse nur als ein Kriterium neben anderen nimmt, bleibt man doch immer bei den – bis dato – wichtigsten Kryptowährungen. Man kreist ständig um Bitcoin, Ethereum, Tether, Binance Coin.

Das ist nie ganz falsch. Aber braucht man dann überhaupt noch weiter zu überlegen? Vielleicht ist der dritte Ansatz besser:

3. Kombiniere die Kriterien

Das heißt, die Cryptocoins durch ein Set an Kriterien auszuwählen. Nicht durch ein einzelnes Kriterium, weil das so fehleranfällig ist – sondern durch mehrere, die man miteinander kombiniert. Indem man mehrere Kriterien kombiniert, lässt sich der Faktor „Zufall“ minimiereneliminieren kann man ihn jedoch nicht. Hier sollte sich jeder als Anleger selbst kritisch beobachten. Vielleicht macht jemand aus der Frage eine reine Rechenaufgabe? Vielleicht will er die Antwort auf die Frage – Welche Cryptocoins kaufen? ausrechnen? Rechnen ist wichtig, ich will nur darauf raus, dass es auch zu viel Mathematik werden kann.

Ich habe sowas öfter gesehen, und du kennst vielleicht auch Leute, die eine Glaskugel haben und wissen, was am Markt passieren wird. Manche unabhängigen „Investment Spezialisten“ wissen, was die Zukunft bringt. Sie verraten dir, wie du das Geschäft ihres deines Lebens machen kannst … wenn du ihren sensationell günstigen Tipps jetzt folgst.

Rechnen ist gut – aber keine Garantie für die Zukunft. Rechnen erzeugt Sicherheit – aber bildet nicht den Markt ab. Mathematische Ansätze sind darum für sich genommen zu wenig.

Als Faustregel schlage ich vor: Wähle 3 bis 5 Kriterien. Z.B. die Marktkapitalisierung eines Cryptocoins, seine Performance im letzten Jahr, dazu die Börse (anhand der Fees und Regulierungsbehörde). Wahrscheinlich hast du dir die Börse schon im Vorfeld verglichen und ausgesucht, dann fällt der Punkt jetzt weg. Schließlich ist auch ein Vergleich der Blockchains wichtig – sie sind die Lebensader einer Kryptowährung.

3 Anläufe, und jetzt? Zwischenbetrachtung

Diese drei Ansätze haben alle ihre Vorteile und ihre Berechtigung. Sie haben auch Nachteile. Im Derivatehandel (das war Punkt 1) bekommst du überhaupt keine Cryptocoins in die Hand, langfristige Geldanlage ist nicht möglich. Entweder du ziehst dein Geld wieder raus und dann hält der Fiskus die Hand auf. Oder du investierst erneut.

Die Performance zur Entscheidungsfindung (Punkt 2) heranzuziehen oder noch weitere Kriterien (Punkt 3), hat die psychologische Schwäche, dass der Anleger nicht wirklich die Tunnelrealität verlassen kann, die der laute Chor an Marktbeobachtern formt.

Cryptocoins – Kriterien für eine Kaufentscheidung

Jeder kennt sie, doch nicht jeder will sie, die großen drei unter den Cryptocoins. Doch was stattdessen?

Tun wir mal so, als wären Cryptocoins eine normale Handelsware. Mich hat es nämlich immer gefuchst, dass es entweder keine solide Grundlage zu geben scheint oder ich jemandem glauben soll, dass Währung X die beste ist, weil der Experte es behauptet.

Also: Welche Kriterien könnten noch relevant sein, um eine Kaufentscheidung für Cryptocoins zu treffen?

  • Die Blockchain (das „Betriebssystem“) soll schnell sein. So ermöglicht sie kurze Verifizierungszeiten für Transaktionen und für Smart Contracts. Darin ist z.B. Solana überlegen gegenüber Ethereum und Bitcoin.
  • Die Währung soll sicher sein. Sicherheit gewinnt sie durch eine hybride Architektur der Protokolle.
  • Wie ist das Umfeld? Eine schnelle Blockchain wird vielfältig genutzt (investieren, bezahlen, Smart Contracts, DApps u.a.). So eine Blockchain ist nicht nur Mittel zum Zweck, sondern ein vitales System.
  • Gebühren. Sind die Fees transparent?
  • Wie steht der Betreiber zu Anlegern? Was ist mit verdeckten regulierenden Eingriffen wie „Burning“? Ist ein Cryptocoin an einen Stablecoin gebunden?
  • Die Anbindung an einen Stable Coin bremst die Volatilität. Schlecht für Daytrader, gut für Investoren.
  • Kundensupport. Jedes Unternehmen sollte seine Kunden unterstützen.
  • Wo ist der Sitz des Unternehmens/ der Institution, die eine Kryptowährung initiiert hat? USA ist für deutsche Anleger weit weg, Asien auch, Europa ist näher und das gibt mehr Rechtssicherheit.

Fazit

Ich habe versucht, eine nachhaltige Kryptowährung zu skizzieren. Wenn jemand fragt: Wo kann ich gewinnbringend investieren? und immer die Antwort ist: Na, in BTC, ETH, USDT, BNB – dann macht sich jemand die Sache zu leicht. Ich habe zuerst einmal nach Kriterien gefragt, weil ich nicht so clever bin, dass ich weiß, dass Bitcoin das Wahre ist. Ich habe ein Kriterium nach dem anderen durchprobiert, aber es wurde nicht wirklich klarer.

Dann habe ich am Ende mal alles weggelassen, was „Krypto spezifisch“ ist und überlegt, was ich bei einem stinknormalen Schuhkauf oder bei einem Handyvertrag für wichtig halte.

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