Deutsche Akademiker in der Schweiz

Die Schweiz ist und bleibt für Deutsche attraktiv - und gerät durch die anhaltende Einwanderung in Bedrängnis. Manche sprechen auch von einer Identitätskrise: wird die Schweiz ein Multikulti Land?

Modell: Akademiker

Im folgenden geht es um drei Fragen, die eng verbunden sind: 1. um deutsche Akademiker, die in Schweizer Hochschulen arbeiten; 2. Wie die deutschen Zuwanderer die Schweizer betreffen (unabhängig von Bildungsabschluss und ausgeübtem Beruf); 3. um die Akademikerquote. Und zuvor die Frage: Was ist ein Akademiker?

Was ist ein Akademiker?

Man weiß doch selten zu viel, um nicht mal Wikipedia zu fragen. Und siehe da: Akademiker? Begriffsklärung: Akademiker steht für

  1. Personen mit einem Hochschulabschluss. Das ist der nach einem Hochschulstudium verliehene akademische Grad oder sonstige Studienabschluss durch kirchliche oder staatliche Prüfung. In Deutschland hatten 2012 neun Millionen einen solchen Abschluss. (Akademische Grade u.a. Bachelor, Master, Doktor, Diplom)
  2. wissenschaftliches Personal an einer Hochschule. Hochschule: Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs. Hochschulen dienen der Pflege der Wissenschaften und Künste durch Forschung, Lehre, Studium und Fortbildung.

In diesem Artikel liegt der Schwerpunkt auf dem 2. Aspekt, auf dem wissenschaftlichen Hochschulpersonal an Schweizer Hochschulen, sofern es sich um deutsche Auswanderer handelt.

1. Die Schweizer(deutschen) Akademiker

Universität Zürich

Die Universität Zürich hat 2007 acht Professuren neu besetzt. Alle gingen an Anwärter aus Deutschland. Das ist nur ein Symptom. Der Trend: Die Haltung der Schweizer gegenüber den Deutschen spitzt sich zu. Von "rücksichtslosen aggressiven alemannischen Barbaren" war in einem Leserbrief an die Neue Zürcher Zeitung zu lesen.

Die akademische "Überfremdung" in Zahlen:

  • 43 Prozent aller Professoren in der Schweiz sind Ausländer.
  • In Zürich und Bern stammt ein Drittel der Professoren aus Deutschland.
  • Im Jahr 2000 zählte Bern 60 deutsche Hochschullehrer, 2008 waren es 97.

Nicht zu vergessen: Viele der deutschen Auswanderer haben die Schweizer Staatsbürgerschaft angenommen, tauchen in o.g. Zahlen also nicht mehr auf. Im Alltagsleben der Eidgenossen aber dennoch.

Woher die Verärgerung?

  • Deutsche verkaufen sich in Bewerbungsgespräche besser.
  • Sind sie eingestellt, holen sie ihren eigenen Mitarbeiterstab hinterher - auch aus Germany. Das blockiert die Karrieren der Schweizer Hochschullehrer.
  • Die deutschen Einwanderer in der Westschweiz sprechen noch schlechter Französisch als die Deutschschweizer - aber in der Schweiz spricht "man" eben nicht alternativlos Deutsch.
  • Für deutsche Workaholics mag Sonntagsarbeit akzeptabel sein, für Schweizer Assistenten ist es eine Tortur und die härtere Gangart in von Deutschen geleiteten Forschungsteams überzieht den Rahmen des rechtlich Erlaubten.

Was tun?

  • Zuerst einmal: Ihre Entscheidung zum Auswandern in die Schweiz sollten Sie unabhängig von den genannten sozialen Aspekten treffen! Warum? 20 Gastarbeiter sind im Dorf in der deutschen Provinz ein Stammtischskandal - aber "unser Pole/ Türke/ Russe" ist für die, die ihn kennen, eben nie die Masse. Gleiches gilt für deutsche Profs in Zürich.
  • Stellen Sie sich dennoch auf Bedenken und Ablehnung ein. Es wäre illusorisch zu glauben, dass nach Ihrer Eingewöhnungszeit alles automatisch anders wäre.
  • Fühlen Sie beim neuen Chef und den Kollegen vor: wie ist deren Einstellung zu Ihnen? (Nicht zu 'den Deutschen' - das hilft Ihnen gar nichts)
  • Wie wichtig sind Ihnen ein harmonisches Arbeitsumfeld und Freundschaften? Je nachdem ist die Deutsch-Schweizer-Frage wichtiger oder ein Nebenthema für Sie.
  • Werden Sie Schweizer! :)

2. Wie Schweizer mit den deutschen Zuwanderern können

Eben ging es schwerpunktmäßig um Akademiker, und da die Schweiz das Auswanderungsziel Nr.1 für Deutsche ist, muss der Blick über die Bildungsabschlüsse hinaus erweitert werden. Die große Zahl zugezogener Deutscher verschärft die Konkurrenz auf dem Schweizer Arbeitsmarkt, führt zu Spannungen und kulturellen Konflikten. Stichwort: Kulturschock. Es gibt die so genannten Armutsflüchtlinge, die kommen aus Ländern, die ich vergessen habe, nach Deutschland. Wenn Deutsche aus Deutschland in die Schweiz auswandern, ist es das genaue Gegenteil: Dann gehen nicht Opfer, sondern Täter. Da gehen Menschen, die arbeiten und viel erreichen wollen: für sich und zwar mehr, als in der Bundesrepublik möglich wäre. Sie kommen nicht als Bittsteller, sondern mit einer guten Portion Selbstvertrauen und Aggression. Das schürt dann auch Ressentiments der einheimischen Bevölkerung.

Diese Konflikte sind um so belastender, weil einem Doktor Schulz mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird als dem Maler Müller (auch wenn beide Deutsche sind). Akademiker haben also schon eine Hypothek der 350.000 Deutschen übernommen, die vor ihnen da waren. Und dazu kommt, dass die Schweizer Planer die Schweizer Hochschulstandorte modernisieren wollen und dafür Ausländer favorisieren. Auch das kriegt Doktor Schulz zuerst um die Ohren, nicht die Planer, die die Personalentscheidungen treffen.

Man sollte die Angelegenheit nicht skandalisieren. Denn falls es ein Skandal wäre, muss man festhalten, dass die Schweizer seit über 10 Jahren damit leben. Dennoch beschäftigt das Thema immer wieder die Landesmedien, z.B. das Schweizer Fernsehen. Für manche deutsche Auswanderer ist es auf Dauer dann doch zu viel, sie bleiben Fremde, fühlen sich nicht angenommen und gehen wieder zurück. Eine Dokumentation vom SRF: Warum Deutsche der Schweiz den Rücken kehren. Länge 22 Min.

Umfrage-Ergebnisse. Deutsche und die Schweiz

2007 kamen 30.000 Deutsche in die Schweiz. Alles in allem sind schon 200.000 Ex-Bundesbürger zu Eidgenossen geworden.

Das sind die Ergebnisse einer Umfrage, wie die Deutschen zum Auswandern in die Schweiz stehen:

  • 43% der deutschen Berufstätigen können sich vorstellen, in der Schweiz zu leben.
  • Hauptgrund zum auswandern: 80 Prozent nennen hier die höhere Löhne geringere Steuern. Während die Deutschen 2016 bis zum 12. Juli nur für den Staat arbeiten mussten, hatte man in der Schweiz schon ab Mitte April seine Steuerpflicht erfüllt.
  • Danach kommen das "schöne Land" (für 68% ein Grund) und die "gemeinsame Sprache" (61%).

(Umfrage von TNS Infratest, Comparis)

In der Schweiz gefragt: deutsche MedizinerFazit: Obwohl die Deutschen oft (noch?) die Polen der Schweizer sind, schürt ihre stetige Zuwanderung Ressentiments. Das hat nur zum Teil mit der Arbeitsplatzfrage zu tun - weit stärker dürfte die "preußische" Mentalität für das schlechte Beziehungskonto sorgen. Und mit dem Liechtensteiner Steuerskandal haben die Deutschen ihren Ruf erstmal endgültig ramponiert.

Zahlen über Professoren und Studenten

2015 waren 1.175 deutsche Professoren und 2.801 deutsche Dozenten an Schweizer Universitäten und Fachhochschulen tätig. Im Studienjahr 2015/16 studierten knapp 15.000 Deutsche in der Schweiz. (Quelle: Auwärtiges Amt)

3. Akademikerquote: Internationaler Vergleich

Die bisherige Ausführung muss auch im Zusammenhang gesehen werden. Sowohl die Schweiz, als auch Deutschland (und übrigens auch Österreich) haben traditionell eine geringere Quote von Akademikern als einige andere Industrieländer. Siehe die OECD Studie weiter unten. Darum glauben Bildungsbeauftragte und Demographen aller drei Länder in den letzten Jahren, dass hier ein Nachholbedarf bestehe. Man schaut sich Zahlen aus den USA an und denkt: Wow! So viele Akademiker brauchen wir auch! (Oder so ähnlich, ich weiß nicht genau).

Warum ist der Prozentsatz der Akademiker in DE, CH und AT niedriger als anderswo?

Kurz gesagt: Weil es den Mittelstand gibt. Der Mittelstand bildet aus, erfindet, meldet Patente an, vom inhabergeführten Handwerksbetrieb bis zum Weltmarktführer. (Man könnte fast an eine geheime Glücksformel denken). Ausführlich: Es geht nun um Berufsschule und Hochschule, um Berufsabschluss und die "Akademikerquote". Wenn man nach dem Anteil der Akademiker zur gesamten Erwerbsbevölkerung fragt, fällt etwas auf: Die Akademikerquote ist in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz traditionell niedrig. Woran liegt das?

Das liegt am exzellenten dualen Ausbildungssystem (zwei Lernorte: Betrieb und Berufsschule). Wer sein Fachgebiet von der Pike auf lernen will, der hat in den genannten Ländern eben eine echte Alternative zur Uni/ Hochschule. Viele Berufe, die in anderen Ländern mit Akademikern besetzt werden, üben in der Schweiz, Österreich und Deutschland Absolventen beruflicher Ausbildungsgänge aus.

Und noch etwas kommt dazu: Das Lernen im Beruf hört ja nicht mit der Ausbildung auf, die man am Anfang durchläuft. Sondern es gibt ein großes Spektrum an Aufstiegsfortbildungen und der höheren Berufsbildung. Von den regelmäßigen Schulungen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein, ganz zu schweigen.

Wenn man das alles zusammen nimmt, dann erscheint die Akademikerfrage in einem etwas anderen Licht.

OECD Studie: Akademikeranteil im internationalen Vergleich

Nach einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) betrug die Akademikerquote 2013 in Irland 39,7%, in Neuseeland 40,6%, in Großbritannien 41,0%, in Australien 41,3%, in den USA 43,1% und in Japan lag sie bei 46,6%. Und in Kanada (52,6) und Russland (53,5%) lag sie sogar bei mehr als der Hälfte.

Was die Zahlen bezeichnen, ist klar. Den prozentualen Anteil von Hochschulabsolventen an der Erwerbsbevölkerung eines Landes. Was zeigen sie nicht? Zum Beispiel das Wissensniveau der AbsolventInnen: Kann sich im Beruf bestätigen, dass jemand durch außerordentlich hohe Bildung besonders für die Tätigkeit geeignet ist - oder ist es ein Abschlusszeugnis, das als Fetisch dient? Offen bleibt die Frage, ob ein hohes Niveau an Akademikern besser ist als ein niedrigeres. Besser für wen überhaupt? Für den Arbeitgeber oder den Bewerber oder die Kunden des Unternehmens, in dem er arbeitet? Und der alte Streit, ob Qualität oder Quantität mehr zähle, wird hier auch neu befeuert.

Eines lässt sich jedoch leicht zeigen: Wenn die Akademikerquote zum BIP (Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) relationiert wird, gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen BIP und Bildungsweg. Mehr Akademiker bedeuten nicht automatisch ein höheres Bruttoinlandsprodukt. Auch zwischen Hochschulbildung und Zufriedenheit der Menschen gibt es keinen direkten Zusammenhang. Das klingt vielleicht banal. Es soll jedoch helfen, die Akademikerfrage nicht als isoliertes Hauptproblem eines modernen Landes misszuverstehen. Denn dann würde man es überstrapazieren. (Und das wäre unwissenschaftlich).

letzte Bearbeitung: 08.06.2017

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Kommentare

deutsche passt auf! was die Schweizer und Liechtensteiner gegen euch haben wird in jedem Munde mit "typisch Deutsch" geachtet. Auch mein Vater ist so ein typisch deutscher, und dennoch finde ich diese art regelrecht zum kotzen.
Diese typisch deutschen sind arrogant, scheuklappig (sehen nur weiss oder schwarz), laut, überheblich, denken sie sind die besten autofahrer der welt, denken sowiso dass sie was besseres sind, sagen "ne" nach jedem satz, sprechen das hochgestochenste hochdeutsch das es gibt -> das hört man nicht gerne. das baut nämlich auch gleich eine gewisse mauer zwischen den Menschen. Ein weicherer Slang ist sehr viel herzlicher. dann kommt noch der kleidungsstil: schickes rosa farbenes poloshirt mit aufgestelltem Kragen und einer "unglaublich coolen" sonnenbrille auf dem grind -> arrogant.

ich sag nicht dass alle deutschen so sind, aber so sieht das vorurteilsbild von uns aus. und glaubt mir. ich habe in meinem leben schon sehr viele deutsche kennen gelernt. und so wie ich das gerade beschrieben habe, waren leider gottes ein eher grösserer teil.
Leider finde ich aber auch, dass die kinder der hierlebenden deutschen die selben verhaltensmuster ihrer eltern annehmen. und die kinder die ich hier kenne, haben trotz schon früher integration den dialekt nicht völlig erlernen können.

Also ich, als Deutscher, habe in Deutschland noch keinen unfreundlichen Schweizer getroffen, dafür aber umso mehr unfreundliche und agressive Türken.

Ihr solltet euch mal anhören.... ihr tut grad so als wenn es alles so schlimm sei was die Deutschen in der Schweiz betreiben.... wie´s schon so oft gesagt wurde, packt euch verdammt nochmal an die eigene Nase. Ich will nicht wissen wieviel Schweizer sich in Deutschland daneben benehmen.... und sagt bloß nicht das es keiner macht.

Niemand kann sich freisprechen oder gar in schutz nehmen vor angriffen des anderen "volkes"

Nur "wir schweizer" oder "wir deutschen" gibt es nicht! wegen diesen bescheuerten aussagen werden Kriege geführt, weil land a land b angreift weil : ja weil? betrachtet euch als Menschen die nur versuchen miteinander zu leben! Probleme mit dem erlernen von Sprachen... is mal wieder typisch Mensch, jeder 2te Deutsche fragt sich warum kein z.B Türke die Deutsche sprache erlenen muss bevor er die Deutsche Staasbürgerschaft erhält. Da kommt dann das "Gehirn" zum einsatz und sagt :" Das was die können, können wir auch" und schwupdiwup, ziehen 20000 Deutsche in die Schweiz und verlangen von euch das ihr unsere Sprache sprecht. Das Kuriiose daran ist, ihr macht es, und beschwert euch. Warum lernt kein Türke deutsch in Deutschland? richtig! er wird an jeder ecke in seiner Landessprache bedient und brauch es demnach auch nicht.

Wenn ich was zu melden heatte, was ich nicht habe weil meine ausbildung von einem Terrornetzwerk (regierung) nur bedingt gefördert wird, würde ich von semtlichen einwanderern in egal welches land, wenigstens Fortgeschrittene Kenntnisse der Landessprache verlangen. Aber selbst das wird nicht geregelt. Jeder fühlt sich mittlerweile in seinem eigenen Land von ausländern bedroht. Mal im ernst, was wundert man sich da noch das die Rechtsradikalen parteien immer stärker werden. Nein, ich fordere nicht den rechtsradikalismu!!!!!! um das klar zu stellen!!!

Das Ding an der Sache ist, das wir alle Menschen sind, die gerade wieder in diesem Konflikt volles Bret auf eine Wand zu steuern und keiner aber wirklich keiner Unternimmt was dagegen! Denn eure regierungen egal ob es die Deutsche die aus der Schweiz oder die aus Östereich ist wird es sich je wagen irgendetwas zu machen, weil A ist es mit Arbeit verbunden, B geht es den Politikern dank uns ganz gut, C Scheissen sie auf uns!

Wenn der Regierung das Bildungssystem nicht passt, wieso ändern sie dann nix? Wenn es eurem Land nicht gefällt das wir euch "überfluten" wieso ändert ihr dann nix? Sucht doch zuflucht in der Kirche und richtet eure bitten an den komischen mann im himmel der alles kann aber nicht in der lage ist mit geld umzugehen.... naja schweife langsam nen bissel ab.

Meine Meinung zu diesem Thema. WIR sind alles Menschen das einzigste was uns von einander unterscheidet ist der Irrglaube der uns von den Medien, der Regierung und von der Sekte Kirche Implementiert wurde! Nicht das Ende der Welt wird kommen sondern das Ende Ära Fisch! Denkt mal drüber nach!

Wenn Bayern ein eigener Staat wird, ich glaub dann komm' ich mit dahin :) Aber dir erstmal alles Gute in Hamburg!

aus dem grundton der schweizer beiträge liest man schon, dass die deutschen nicht so sehr willkommen sind...

irgendwo kann ich das nachvollziehen...

wenn man sich nicht anpasst und nicht bereit ist, die landessprache zu lernen...kein wunder, dass man nicht willkommen ist...

deutsche verhalten sich auch nicht anders gegenüber türken/polen/russen...wobei ich denke, dass deutsche sich schon eher integrieren, als die aufgeführten nationalitäten...

ich bin in deutschland schon rum gekommen und habe viele leute kennen gelernt...aus meinen erfahrungen kann ich sagen, dass die bayern am entspanntesten und die osis am anstrengendsten sind...arrogant und überheblich

je weiter in den norden man kommt, desto schlechter wird die stimmung...

ja, ich wäre auch dafür, dass bayern ein eigener staat wird...
zuvor, ziehe ich aber noch nach bayern um...:)))
ich habe 6monate in regensburg und dann 1,5jahre in ingolstadt gelebt...das war meine schönste zeit in deutschland...

jetzt wieder seit 1,5jahren in hamburg und ich bin total unglücklich...leider erlaubt mir meine berufliche situation keinen schnelle umzug zurück nach bayern...
dieser ist aber fest in den nächsten 5jahren eingeplant...

die schweiz bleibt für uns auch sehr interessant...jedoch sind wir nicht so blauäugig und werden uns mit diesem thema sehr intensiv auseinander setzen

Liebe Auswanderer

Herzlich willkommen bei uns in der Schweiz. Um euch das eingewöhnen überhaupt möglich zu machen, möchte ich euch gern einige Tips mit auf den Weg geben:

1. Sagt niemals Fränkli, Schweizerländli etc. Verniedlichungen sind in der Schweiz absolut daneben und wenn es dann noch unseren Staat oder die Währung betrifft, dann ist es einfach nur noch unanständig. Wir sagen auch nicht Eurolein oder Deutschländli oder?

2 Lernt unsere Sprache(n). Wer in ein fremdes Land zieht sollte die Sprache dort beherrschen. Das heisst, wenn man in die Deutschschweiz zieht, dann sollte Schweizerdeutsch eine selbstverständlichkeit sein! Man geht ja auch nicht nach Amerika und kann kein Wort Englisch. Euer Argument auf Fragen in diese Richtung ist oft: Aber ihr versteht uns doch. Hallo?!?! Um Himmels willen, ist es euch denn egal, dass ihr uns eben nicht versteht? Sind euch eure Mitmenschen und das was sie sagen egal? Wohl kaum, also lernt Schweizerdeutsch!!!
Wollt ihr in ein Land ziehen, in dem Ihr kaum etwas versteht?

3 Bitte, redet doch nicht so laut! Wenn man hier in der Schweiz einen Deutschen erkennen will, dann am besten daran, dass er ununterbrochen laut spricht und zwar überall! Im Ruheabteil des Zuges, im Tram, Im Kino, in der Kantine... Das mögen wir nicht!

4 Anständiges Fragen ist das A und O bei uns. Beim Bäcker heisst es nicht etwa: Ich nehm das da! Oder Gib mir das! NEEEIN! Wir sagen: Ich hetti gern s Grahambrot bitte. oder Dörf ich no es Gipfeli dazu becho? etc. So redet man hier, nie im Befehlston bitte.

5 Respektiert uns. Niemand mag es, wenn der Deutsche Chef nur noch Deutsche einstellt, in Sitzungen Deutsch als offizielle Sprache eingeführt wird (Könntet ihr unsere Sprache wäre das schon passé), und wenn man sich ständig anhören muss, dass man langsam sei.

6 Akzeptiert, dass wir Schweizer anders sind als Ihr Deutschen. Nicht besser! Wir haben Dinge die schlechter sind als in Deutschland, aber genau so Dinge die besser sind. Wir sind einfach Anders!

Das sind nun nur gerade sechs Punkte, die sind unglaublich einfach einzuhalten. Wir werden euch deutlich mehr mögen, wenn Ihr euch so verhält.

Freundliche Grüsse

Eine Schweizerin!

für Schweizer und Deutsche

www.blogwiese.ch

zum schmunzeln und nachdenken.

also mit handkuss wird in der schweiz kein deutscher genommen. grundsätzliche kommt immer zuerst eine welle der ablehnung, das war schon immer so und ist durch die masseinwanderung der letzten jahre noch schlimmer geworden.hat vermutlich auch mit einem minderwertigkeitskomplex der schweizer zu tun und dass wir global gesehen mit den deutschen in einen topf geworfen werden. Die ablehnung richtet sich nicht gegen das indivuduum, sondern gegen die deutschen an sich. ich habe lange in der bankbranche gearbeitet und in den letzten jahren sind praktisch alle vakanten stellen durch deutsche besetzt worden, die zwar schön reden, aber nicht arbeiten können. zudem begreifen sie einfach nicht, dass die schweiz ein multikulturelles land ist. deshalb mein tipp an alle deutschen, die in der dienstleistungsbranche arbeiten wollten: lernt französisch oder italienisch, das kann euch nur von vorteil sein.

die, die bereit sind, anzuerkennen, dass die schweiz NICHT gleich wie deutschland ist, sind herzlich willkommen. es macht ja auch spass, die kulturellen unterschiede zu entdecken.

Ich muss sagen die Schweizer sind ein freundliches Volk, klar gibt es immer abneignungen zwischen zwei Völkern. Doch ist das in dem Beispiel leicht zu erklären: Ich meine wer hat in Deutschland nicht die Nase voll, das die ganzen Türken unser Land besetzten und naja die Politik ist da etwas auser Kontrolle! Zurück zum Thema, in der Schweiz sind wir die Ausländer und ich habe auch schon von meinen Freund (Schweizer) gehört das sich viele (nicht alle) nicht an das Land anpassen wollten und das Einige schon seit 10 Jahre da leben und noch nicht mal Schweizerdeutsch sprechen traurig oder? Naja ich bin seit einigen monaten mit meinem Schweizer Freund zusammen und ich muss sagen ich verstehe die Sprache und will sie auch lernen und einiges kann ich auch schon! Mit euren denken muss ich sagen liegen viele richtig aber das meiste ist mist! Ich denke mal ihr seit einfach zu engstirnig und wollte nur die negantiven Dinge der Schweiz sehen doch überlegt doch mal genau, sie sind ein starkes Volk und ich muss sagen zurecht, Wirtschaftlich läuft da alles wunderbar und Deutschland geht so langsam aber sicher in die Ruinen! Die Schweizer sind stolz auf sich was sie sich aufgebaut haben und wenn dann Deutsche in das Land hinein wandern und nicht dazu lernen wollen, dann werden sie unfreundlich wie wir zu unseren Ausländern! Wisst ihr ich bin 21 Jahre jung, möchte ende Mai in die Schweiz auswandern, aber ich möchte dort nicht nur arbeiten und daran denken wie ich mein Kind über die Runden bringen will, nein ich denke daran etwas Neues kennen zu lernen und einfach ein fremdes Land zu erkunden! Ich habe gehört, das wir Deutschen mit Handkuss aufgenommen werden und so sollten wir dann ihnen einfach entgegen kommen! Naja ich persönlich freue mich schon riesig in die Schweiz zu kommen und einfach ihre Kultur zu erleben und zu leben! Ich wäre auch stolz Schweizer zu sein! Naja ich wünsche euch noch einen schönen Tag
P.S. nimmt euch das nicht all zu Herzen ist nur meine meinung!!!!!

... die Deutschen werden spätestens nach einer Generation richtige Schweizer sein, inkl. der Sprache und der Mentalität. Es gibt wohl kein Volk auf der Erde, das sich bereitwilliger, problemloser und vollständiger in andere Gesellschaften integriert als die Deutschen. Niemand sonst bringt so hohe Bildung und Qualifikationen mit. Nichts wird das Kind eines in die Schweiz emigrierten Deutschen noch als Deutschen ausweisen. Das kann man von anderen Einwanderergruppen, gerade aus dem moslemischen Raum, nicht gerade behaupten. Der Grund, daß man in der Schweiz derzeit mit dem Finger auf die Deutschen zeigt, liegt wohl darin, daß man sich immer am meisten an den Leuten stört, die einem selbst am ähnlichsten sind. Zudem ist es politisch vollkommen korrekt, Deutsche schlechtzureden; kritisiert man aber z.B. Türken, Araber oder Pakistanis, dann gilt man schnell als Rassist ...

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