USA - das Land unbegrenzter Möglichkeiten

U.S.A. - der Inbegriff der Neuen Welt

USA: Reichtum, Größe und die Vielfalt eines ganzen Kontinents. Die Vereinigten Staaten sind ein Mythos - mehr als jedes andere Land. Doch was sind sie ohne diesen? Was können die jährlich über 12.000 deutschen Einwanderer erwarten?

Steckbrief: USA in Zahlen

Daten Kommentar
Amtssprache: Englisch --
Hauptstadt: Washington, D.C. --
Fläche: 9.826.675 km² 27 x die Fläche von Deutschland
Einwohnerzahl: 322.755.353 (2015)
Bevölkerungsdichte: 33 Einw. je km² (Deutschland: 230/km²)
BIP je Einwohner: 57.220 USD nominal, #14 weltweit
Human Development Index: 0,915 #8 weltweit
Deutsche im Land: über 5 Mio (dürftige Quellenlage)

Flagge der USA

Die USA sind eines der reichsten und größten Länder der Welt und unsere Nr. 2 der besten Zielländer. Und die letzte verbliebene Supermacht. Daran ändert auch die kontroverse Außenpolitik nichts; ebenso die wirtschaftlichen Probleme. Im Jahr 2009 emigrierten über 11.000 Deutsche in die USA. Warum sollte man dorthin auswandern?

Warum in die USA auswandern?

Die Steuern sind nicht der Grund. Sie sind höher als hier viele glauben. Andererseits kann man für wenig Geld eine "Inc." (Corporation, dt. Kapitalgesellschaft) gründen, das Pendant zur GmbH. Damit hat man steuerliche Spielräume.

Die Vorstöße nach "9/11" in Richtung mehr zentrale Kontrolle stießen auf viel Gegenwehr: das Freiheitsgefühl und Selbstverständnis der Amerikaner werden dabei verletzt. Der Staat reguliert insgesamt viel weniger als in Deutschland. Es gibt keine Meisterpflicht, keine Meldepflicht und kaum Förderprogramme für Firmen. ... Do it yourself!

Doch wenn reguliert wird, ist die Bürokratie pedantischer als die hiesige. Täglich werden 500 neue gesetzliche Regelungen erlassen. Und die teils unglaublichen Klagewellen gegen Firmen sind hierzulande Legion.

Für wen sind die USA zu empfehlen?

Freiheit bedeutet auch Eigenverantwortung. Und das merkt man: Die USA haben ein dünnes soziales Netz. Unterstützung für Arbeitslose und sozial Schwache, Krankenversicherung, staatliche Rentenversicherung gibt es zwar - aber sie decken nur rudimentäre Bedürfnisse ab und sind je nach Bundesstaat verschieden. Den 'Sozialstaat' finden Sie in den USA nicht. Erwägenswert ist das Land vor allem

  • für Unternehmer
  • für hoch qualifizierte Angestellte, Ärzte, andere Akademiker
  • für Rentner

Jahresgehälter können bei einigen hunderttausend Dollar liegen. Dem sind jedoch die Lebenshaltungs-Kosten und ggfs. Ausbildungs-Kosten der Kinder entgegen zu stellen. Viele Einwanderer sind sich einig: das Leben macht mehr Spaß, ist - gerade für sie - angenehmer als in Germany. Leistung und Erfolg sind positiv und nicht suspekt. Erfolgreiche Menschen sind Vorbilder. Ohne gute Ausbildung, Unternehmergeist und Freude auf eine andere Kultur sollten Sie das Land allerdings meiden. Oder nur als Urlaubsziel anvisieren.

Greencard

Um in den USA zu leben und zu arbeiten, braucht man die Greencard. Einmal im Jahr verlost die US-Regierung 55.000 unbefristete Aufenthaltsgenehmigungen. An dieser Lotterie können Sie direkt ohne Hilfe Dritter teilnehmen oder Sie suchen dafür eine Agentur.

Blick über Chicago
Blick auf Chicago. Könnte es nicht jede andere Großstadt sein, da sie sich sehr ähneln? Die Gleichförmigkeit wird weiter unten verständlich, durch den amerikanischen Gründungsmythos.

Deutsche in Amerika

Laut U.S. Census Bureau waren Deutschstämmige im Jahr 2000 eine der größten Einwanderernationen. Aber was heißt das? Es ist sehr schwierig bis unmöglich, die Zahl der Deutschen zu ermitteln: "Deutsche" und "Deutschstämmige" können Amerikaner sein, deren Vorfahren um 1900 einwanderten und die kein Wort Deutsch sprechen.

Sicher ist nur das: Die Vereinigten Staaten sind die Nummer 2 der Zielländer für Deutsche. Und die Vereinigten Staaten sind das begehrteste Einwanderungsland der Welt überhaupt.

Der Mythos der USA

Jeder hat schon einmal gehört, dass die Vereinigten Staaten ein Mythos sind. Der Traum vom selbst gestalteten Leben, sich aus eigener Kraft eine Existenz aufbauen ... usw. Und das ist nur die Oberfläche. Ich lade Sie ein, etwas tiefer in die Neue Welt einzutauchen.

Dabei erfahren Sie nicht, wie der amtierende Bürgermeister von New Orleans heißt oder welche Arten von Visa es gibt. (Wenn es wichtig ist: googeln oder Wikipedia fragen. Es sind zu viele Details, um sie hier aktuell zu halten). Jedoch werden Sie den Mythos der Vereinigten Staaten von Amerika kennenlernen, wie er entstand und was er bis heute geworden ist. Und das finden Sie sonst nirgendwo.

Warum erzähle ich Ihnen das? Ohne Mythen können wir keine Kultur egal welcher Nation verstehen. Ein Mythos kann Ihnen helfen, die eigene Lebensperspektive zu klären. Und er ist wichtig, um zu verstehen, was Mr. Trump tut und wieso. Es ist ja eine Weile her, dass ein Präsident so lauten Zuspruch und so viel Ablehnung bekommen hat. Und Sie werden als Auswanderer mehr zu tun haben, als nur die richtigen Formulare an den richtigen Adressen abzugeben und die richtigen Stempel zu bekommen. "Man nimmt sich mit, wohin man geht."

The Frontier - der Mythos der USA

Der amerikanische Mythos ist die Eroberung des Wilden Westens. Wo vorher unzivilisierte Wildnis war, schafft der Amerikaner die Ordnung der menschlichen Gesellschaft. Die Freiheit ist das höchste Gut und sie hat ihre Grenze an der Freiheit des Nächsten. Das ist das Thema jedes Westernfilmes aus Hollywood. Es kann ein einfacher Farmer sein oder der Sheriff, der in der gerade aus Holzbohlen gezimmerten Siedlung das Gesetz vertritt: Der Held im Western muss sich entscheiden, wo die ordnende Grenze (the frontier) zu ziehen ist. Er hat die Aufgabe, diese Grenze in seinem Leben und dem seiner Gemeinschaft zu ziehen. Die Grenze verläuft nicht nur räumlich-geografisch, sondern auch dort, wo die Lebensentwürfe des freien Siedlers bedroht werden. Zur Bedrohung werden können gesetzlose Landsleute, (selten) Indianer, Menschen, die ihr Glück mit der Macht über andere verwechseln, oder auch die unbezähmbare Natur. Die Grenze zu ziehen heißt so viel wie, die Werte der Pioniere, ihre Lebensgrundsätze zu verteidigen. Die Grenze kann nur ziehen (und weiter nach Westen verschieben), wer mit seinem Leben dafür eintritt.

Der "Wilde Westen"

Cowboy mit Pferd

Die Eroberung des Wilden Westens ist das Leben der Pioniere in völliger Freiheit, verbunden mit all ihren Nebenwirkungen (Gefahr, Unsicherheit). Der mythische Amerikaner errichtet die Ordnung am Rande des Chaos, die Frontier trennt nicht nur Territorien, sondern Ordnung und Chaos. Der Siedler ist umgeben von Indianern und Gesetzlosen, die die fragile Ordnung und das Leben bedrohen. Auffällig, dass im Wilden Westen des Hollywoodkinos oft der Sheriff oder ein wehrhafter Farmer die Ordnung behauptet. Sein Argument ist der starke Arm und der rauchende Colt. Wenn das Wort "Western" fällt, sehen viele John Wayne mit Halstuch, Hut und Weste vor sich stehen. Die Filme mit ihm sind anders als die heutigen Western, der Mythos hat sich in der Zwischenzeit gewandelt. Ob das nur modische Akzidenzien sind oder ob sich der amerikanische Mythos als Ganzes verändert? - eine gute Frage.

Der amerikanische Mythos ist mit dem Begriff „Frontier" verknüpft - ja man kann sagen, Frontier ist das Wort, das den ganzen Zauber dieser Lebensweise, dieses Landes, dieses Menschenbildes in sich trägt. Das engl. Wort "frontier" wird übersetzt als Grenze, Grenzlinie, aber auch Grenzgebiet.

"frontier towns", die Grenze der Zivilisation

Schon der Offizier Edward Johnson (1598-1672) sprach von „frontier towns". Er wanderte nach Neuengland aus und schrieb ein noch heute beachtetes Buch über die Eroberung der Neuen Welt. Als Bezeichnung für eine Lebensweise ist "frontier" ab 1887 belegt. Die Grenzlinie hatte sich in jeder Generation ein Stück nach vorne geschoben. Die junge Generation ging in ein neues Gebiet, „um die Erfahrungen der Eltern zu wiederholen". Fast drei Jahrhunderte lang bestimmte dieser Zyklus der Eroberung neuer Gebiete die amerikanische Gesellschaft, "denn mit jeder neuen Frontier wurde das kulturelle Erbe verändert, um mit den neuen Bedingungen fertig zu werden" (Gert Raeithel: Geschichte der nordamerikanischen Kultur).

Die US-Behörden veröffentlichten seit 1790 Landkarten, auf denen das Land je nach Bevölkerungsdichte aufgeteilt war. Es gab sechs Regionen von über neunzig bis unter zwei Einwohner pro Quadratmeile. Die damalige Frontier als Grenzlinie verlief zwischen der Region mit weniger als zwei und dem Gebiet mit mindestens zwei Personen pro Quadratmeile (Quadratmeile = ca. 260 Hektar).

In das Grenzgebiet geht nur jemand, der auch allein ohne andere Menschen zurechtkommt. Von Jahrzehnt zu Jahrzehnt hat sich die Grenzlinie weiter nach Westen verschoben, da erst (oder schon?) in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Westküste erreicht wurde. US-amerikanische Historiker datieren die Frontier-Epoche von der Gründung Jamestowns 1607 bis ins Jahr 1890, als amtlich das Ende der Frontier erklärt wurde. Der Film "Der mit dem Wolf tanzt" mit Kevin Costner in der Hauptrolle nennt schon zu Beginn die Furcht, dass der amerikanische Mythos sterben könne, weil nicht mehr genug Neuland jenseits der Frontier da sein könne. "Ich wollte schon immer den Westen kennenlernen - Sie wollen den Westen kennenlernen? - Ja Sir. Bevor es ihn nicht mehr gibt."

Ist der Frontier-Mythos noch lebendig? Kann man heute noch die Eroberung der Neuen Welt als Gründungsmythos der USA ansehen? Ja. John F. Kennedy sprach 1960 vom Aufbruch zu neuen Grenzen - new frontiers. Mit dem Aufruf, "new frontiers" zu überschreiten, ging es JFK um die Eroberung des Weltraums, wissenschaftlichen Fortschritt und den Kampf um die Welt als Wettstreit mit der Sowjetunion. Damit traf er die amerikanische Identität.

Die Mission des Raumschiffs Enterprise, "... to boldly go where no man has gone before" überträgt den amerikanischen Mythos ins Weltall und in eine fantastische Zukunft. Die ersten Worte jeder Episode der US Fernsehserie lauten: "Space: the final frontier. These are the voyages of the starship Enterprise. Its five-year mission: to explore strange new worlds, to seek out new life and new civilizations, to boldly go where no man has gone before."

Der Texaner

Der Western "Der Texaner" (USA 1976) erzählt die Geschichte von Josey Wales (Clint Eastwood). Ein Farmer, dessen Familie von Nordstaatlern ermordet wurde, kämpft um einen neuen Anfang im Leben. Als er nach langen Kämpfen eine neue Familie findet und seinen Frieden machen will, holen ihn die Schatten seiner Vergangenheit ein. Das Gespräch zwischen Josey und einem Indianerhäuptling (Ten Bears) ist bezeichnend, weil es das Streben nach Unabhängigkeit der Pionierzeit ausdrückt.

Josey : Ich bin Josey Wales.
Ten Bears: Ich habe von dir gehört. Du bist der Gesetzlose. Du wolltest mit den Blauröcken keinen Frieden schließen. Du sollst in Frieden gehn.
Josey: Das werd ich nicht. Ich weiß nicht, wo ich hin soll.
Ten Bears: Dann wirst du sterben.
Josey: Ich bin hier, um mit dir zu sterben. Oder zu leben. (...) Ich bin gekommen, um dir beides zu bieten. Oder um das eine oder andere von dir zu bekommen. Ich bin gekommen, damit du mir mein Wort vom Tod glaubst und mir auch mein Wort vom Leben glaubst. (...)

Der Einzelne ist die einzig verlässliche Instanz; Recht und Ordnung muss der Einzelne aufstellen und erhalten, die Regierung sitzt irgendwo und hilft ihm dabei nicht. Die hier anklingende unbedingte Verantwortung für das eigene Leben prägt bis heute das Selbstbild der Amerikaner. Wenn wir die martialischen Gesten des Western-Genres abziehen, ist es derselbe Grundgedanke wie jede "Vom Tellerwäscher zum Millionär" Geschichte ihn erzählt.

Zusammengefasst: Der Amerikaner lebt freiwillig im Grenzgebiet der "frontier", er schafft sich seine lebenswerte Welt selbst und zähmt den vorher Wilden Westen.

Ford Mustang

Abb.: Ford Mustang. Auch wenn die Pferde unter die Motorhaube sind: Die Freiheit auf dem Highway erinnert an die Freiheit der Pioniere, die damals Neuland betraten.
 

Was ist heute daraus geworden?

Die Skepsis gegen die Machtallüren der Zentralregierung in Washington zeigt dieses Selbstverständnis vieler Amerikaner noch heute. Im Mythos sagen sich die Menschen, was sie ausmacht und von wo aus sie sich und die Welt sehen. Dass die USA die Eroberer einer vorher chaotischen Welt sind, kann man sowohl an den Kriegen sehen (man denke an die beiden Weltkriege, den Vietnamkrieg und die Kriege gegen den Irak) wie auch daran, dass und mit welcher Vehemenz das US-amerikanische Raumfahrtprogramm vorangetrieben wurde.

Auszug aus meinem Buch: "Wir Erben Adolf Hitlers". In diesem Buch untersuche ich verschiedene Nationalmythen und versuche mich an der großen Frage, wieso die Deutschen so ticken wie sie ticken. Und wie kommen wir in eine andere Zukunft? Das Buch ist bei Amazon erhältlich.

Durchschnitt: 
Average: 3.1 (10 votes)

Kommentare

Versteif dich nicht zu sehr drauf. Ich bewerbe mich seit 15 Jahren für die Greencard und es hat nie geklappt...

Hi, ich habe tatsächlich vor, in den nächsten Jahren mich nach Amerika aufzumachen. Im Moment lerne ich ganz doll Englisch und hoffe wie alle anderen auch, die heiß geliebte Green Card zu erhaschen. Würde sehr gern in Kontakt bleiben. Also wenn Du Anregungen hast, gib Bescheid ich bin über alles dankbar.
Ps habe auch 2 Kinder die mit wollen .

Ich musste seinerzeit (im Jahr 2000) beglaubigte Übersetzungen aller wichtigen Dokumente (Geburtsurkunde, Zeugnisse, etc.) anfertigen und eine spezielle ärztliche Untersuchung machen lassen. Ich musste auch einen Sponsor nachweisen. Dann zum Interview von Berlin nach Frankfurt/M. reisen. Insgesamt entstanden Kosten fast 1,000 DM, und das ohne Flug- oder Umzugskosten in die U.S.A.

"Jahresgehälter können bei einigen hunderttausend Dollar liegen."

Können - tun aber die allermeisten nicht!

http://en.wikipedia.org/wiki/Household_income_in_the_United_States

Der "American Dream" bleibt selbst für die meisten Amerikaner genau das: ein Traum.

"Gerade Europäer haben es drüben schon leichter, da wir eine gute und qualifizierte Ausbildung besitzen die sehr geschätzt wird von den Amerikanern, dass ist ein echter Vorteil gegenüber anderen Immigranten."

Vorsicht mit Pauschalaussagen wie die obige!!! Dies trifft vielleicht für spezielle Fachkräfte wie Ärzte, Krankenschwestern, o.ä. zu, auf keinen Fall aber für alle, und auch nicht überall in den U.S.A. Da gibt es innerhalb der Bundesstaaten enorme Unterschiede.

Zum Thema Greencardverlosung:

Habe meine Greencard über das Diversity Program bekommen. Das Verfahren ist formlos und kostenlos. Geht zur INS-Webseite und informiert Euch - und wenn Ihr den Text auf Englisch zu schwierig findet, würde ich vom Auswandern in die U.S.A. abraten bis Ihr besser Englisch könnt.

Es ist auch nicht so, dass Du automatisch die Greencard kriegst, wenn Du in der Lotterie gewinnst. Du überspringst nur die Nationalitäts- und Berufshürde (normalerweise lassen sie Dich nämlich nur einwandern, wenn Du einen begehrten Beruf hast, und manche Nationalitäten sind vom Einwanderungsverfahren ganz ausgeschlossen; findet sich alles auf der Webseite der INS). Das Prozedere danach ist dasselbe wie für den normalen Einwanderungsprozess, d.h. Gesundheitsattest, beglaubigte Übersetzungen von allen Zeugnissen und wichtigen Dokumenten anfertigen lassen, usw. usf. Auch ein Sponsor wird gefordert.

Wenn man das alles eingereicht hat, kriegt man eine Einladung zur Botschaft (ich musste seinerzeit nach Frankfurt/M.) zum Interview, und erst wenn das erledigt ist, kriegt man die Greencard - die auf 10 Jahre befristet ist. Dafür ist die aber unabhängig von Familienstand oder Arbeitsvertrag, und die Verlängerung ist mehr oder weniger eine Formsache (wenn auch nicht gerade billig).

Deine Aussage ist und bleibt falsch. Wohl bei Real Estate ?
Häuser in Florida sind heute so langsam das wieder Wert was sie auch kosten. "Kosten heute einen Bruchteil des Wertes vor 2 Jahren" Das kannst Du denen auf`s Brot schmieren, die sich noch nie mit Florida befasst haben.
Würde mir ja echt leid tun, wenn Du nun ein paar Provisionen abschreiben musst.

Vergiss auch nicht zu erzählen, dass trotz Hauskauf keine Daueraufenthaltsgenehmigung für die USA inclusiv ist.
Manche bekommen nicht mehr mal das Visa für 6 Monate.
Property Tax 1,5% ca. Erzählst Du das den Leuten vor dem Kauf dass sie bei einem 200.000$ Objekt 3000$ Steuer pro Jahr bezahlen müssen ? Bei 400.000$ 6000$ pro Jahr.

Have a nice Day,Bye
Pete

Du musst mal genau lesen, was ich geschrieben habe, bevor Du hier Luft ablaesst. Da stand nichts von "billig" drin, da das wohl fuer jeden was anderes bedeutet. Dass sie nur noch einen Bruchteil kosten, ist eine korrekte Aussage. Dein Restfrust hatte wohl mit meinem Beitrag wenig zu tun

Du schreibst "Häuser kosten nur noch einen Bruchteil dessen was sie vor 2 Jahren wert waren". Das ist vollkommen irreführend! Wer vor 2-3-4 oder 5 Jahren ein Haus zu völlig überzogenen Preisen kaufte,der schaut heute etwas "Dumm" aus der Wäsche. Vor allem, wenn es noch ein Spekulationsgeschäft gewesen sein sollte. Häuser kosten heute wieder genau das, was sie wert sind, sollte es wohl besser heißen.

Ich kaufte 1997 ein Häuschen in Naples (Royal Park Villas) für 65.000 $, verkaufte im Mai 2000 für 76.500 $
Vor 3 Jahren waren die Häuser zu völlig unrealistischen Preisen ab 200.000 $ zum Verkauf angeboten, heute kaufst du das gleiche Haus schon wieder unter 80.000 $ so sieht es aus. Deswegen ist absolut kein Haus "Billig" in Florida, sie kosten, was sie wert sind! Die einzigen Preistreiber sind noch auf den Key`s, die werden aber auch noch auf ihre große Schnauze fallen !

Mein Erlebnis USA. Als erstes besorgte ich mir ein Besuchervisa, das galt dann pro Jahr für 6 Monate 10 Jahre lang. In dieser Zeit war es sehr einfach, das Visum zu bekommen. Auch die Verlängerung, von Miami Mini-Kreuzfahrt Bahamas, nach 4 Tagen zurück, Stempel für die nächsten 6 Monate. Heute? No Way! Ich begann auf den Florida-Key`s Key Colony Beach als Line Cook (working place under the Table, Tax free you know ?) zu arbeiten. Alles kein Problem, du kannst dem Sheriff einen Drink mixen, keiner fragt nach der Green Card.

Später wechselte ich nach Marathon in ein Nobelmotel in die Küche. So vergingen 2 Winter, ich blieb nie länger als 6 Monate, da ich damals schon sehr viele Grenzen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sah. Dann zog ich weiter nach Naples an die Südwestküste, kaufte ein Haus für 65.000$ Steinhaus, 2 Schlafzimmer, 2 Bäder, Carport. 94qm Wohnfläche. Arbeitete in Naples wieder Gastro beim alten Chef von Marathon, den ich dort zufällig wieder traf und vermietete an Deutsche das Gästezimmer. So mal wegen der Steuern bei Wohneigentum Property Tax heißt das Zauberwort, sie liegt in Florida bei um die 1,5% vom geschätzten Wert des Hauses. Ich bezahlte um die 1000$ im Jahr, was in D. die Grundsteuer wäre. Jetzt kann man gleich jeder rechnen was ein 150-200.000 $ Haus an Tax kostet. Bei weitem mehr als in D! California ist noch teurer in allen Belangen als Florida. So verging die Zeit und immer mehr merkte ich, die USA, war auch kurz in Chicago, werden nicht das Land sein, wo ich beerdigt werde. Amerikaner mit 2-3 Jobs um über die Runden zu kommen, freundliche 80jährige, die an der Supermarktkasse ihren Einkauf in Tüten verladen um sich einen Zahnarztbesuch einmal jährlich leisten zu können, Vietnamveteranen als Bettler ohne Arme oder Beine am Strassenrand, in Mauerecken Foodstamppeople ohne ende, that`s America.

Meine Gastromitarbeiter lebten bis zu viert in einem Zimmer für 500$ damals schon, um über die Runden zu kommen. Ab Sommer 1999 wurde das Leben auch immer teurer, Lebensmittel bis zum doppelten Price als in D. Gebt im Sucher nur mal WinnDixie,Publix,Albertson ein, das sind die größten Supermärkte in Florida und klickt auf Weekly-Offers dann seht ihr, was das Leben heute dort kostet, fast alles auf Coupons. Beim Gewicht aufpassen, der Ami hat Pound Angaben nicht Kilo! Das amerikanische Pound (Pfund) hat im Gegensatz zum deutschen nur 450 Gramm! Wie dem auch sei, zumindest für mich war der American Way of Life nicht das, wo viele davon träumen, aber ihn noch nie gegangen sind. Kommt in die USA mit sehr viel Geld oder einem Beruf der monatlich Minimum 4500-5500$ einbringt. Mein Job als Line-Cook brachte mir damals im besten Monat 1400$, heute 1600-1800$ ? Ohne krankenversichert zu sein wohlgemerkt! Mehr wird auch einer nicht verdienen, der als Automechaniker, Gastromitarbeiter, Gärtner oder sonstiger niederer Jobs sein Glück im gelobten Land versuchen will. So verkaufte ich im Mai 2000 das Haus wieder für 76.500$, kostete bis 2007 200.000$, heute wieder 80.000$

Ihr könnt es anschauen bei Google "Naples Royal Park Villas" eingeben. Wer auf den Geschmack kommt Vorsicht, pro Monat 390$ feste Nebenkosten zur Property-Tax. Das sagt euch zuvor kein Makler, wenn nicht gefragt wird. Strom, Telefon extra auch Ortsgespräche kosten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Geld !Fernsehgebühr ca.28$ damals im Monat, Deutschland heute noch günstiger ! Nur für Grundprogramme ohne CNN, HBO und dergleichen. Wie ich überlebt habe damals überhaupt?

Ich hatte meine Krankenversicherung von Deutschland aus und eine monatl. Pension von umgerechnet 1700$ jeden Monat als Reserve aus Deutschland. So ziehe ich heute über die Kanarischen Inseln, 2 Jahre mal dort z.Zt. gerade das 3. auf Gran Canaria und lebe prima von meiner Pension ohne zusätzlich wie in den USA im Supermarkt oder Küche den Affen machen zu müssen um mir einen jährlichen Zahnarztbesuch leisten zu können. Die USA sind schön für Urlaub, der Amerikaner ist sehr nett, nicht oberflächlich, wenn man ihn länger kennt oder mit ihm lebt aber leider ist das Land sehr sehr teuer.

Noch ein kleiner Seitenhieb auf Conny Reimann in Texas aus Goodbye Deutschland, mein lieber Conny du bist noch im Dreamland, aber so wie Du möchte ich nicht leben, das ist nicht leben das ist reiner Überlebenskampf. Im Alter kehrst auch Du wieder nach Deutschland zurück oder wirst in den USA alles verlieren. In diesem Sinne another Day, another way probiert euren US Traum, denkt daran Minimum 4500$ for every mounth, good Luck God bless America. See you all later back in good Old Europe. Pete from the Key`s,my Nickname in Naples.

Hey Maria,

ich bin auch schon länger am überlegen in die USA auszuwandern. Was bewegt dich überhaupt dazu? Warst schon mal da?
New York ist echt ne harte Branche, da es die Stadt in den USA ist und sehr sehr viele Auswanderer es nach NY zieht. Vlt. hast schon mal von den hohen Nebenkosten gehört (Miete etc.).
Grade in deiner Branche ist es sehr hart und wird am Anfang bestimmt nicht ganz leicht, aber ich denke, es ist machbar!

Lg Dominik K.

Seiten