Auswandern nach Polen

Polen: Blick auf das alte Breslau

Das Auswandern nach Polen ist mittlerweile für 8.000 Ausländer jährlich ein Thema geworden. Die Wirtschaft zeigt ein gutes Wachstum auf. Dieses übersteigt das der östlichen Nachbarn bei weitem. Seit Jahren liegt Polen in der TopTen der Zielländer der Deutschen.

Steckbrief: Polen in Zahlen

DatenKommentar
Amtssprache: Polnisch--
Hauptstadt: Warschau--
Fläche: 312.679 km²--
Einwohnerzahl: 38.485.779(2014)
Bevölkerungsdichte: 123 Einw. je km²(Deutschland: 230/km²)
BIP je Einwohner: 13.394 USDnominal, #56 weltweit
Human Development Index: 0,834#35 weltweit
Deutsche im Land: 300.000eigene Schätzung

Arbeit und Leben in Polen

Es gibt viele Gegensätze in Polen. Die Arbeitslosenquote ist nach langer Zeit nicht mehr zweistellig. Doch noch ist die Wirtschaftskrise lange nicht ausgestanden. Die liberale Regierung Tusk schlug einen Weg ein, um Polen in der EU zu stärken. Sie zeigte auch international ein lange vermisstes Selbstbewusstsein. Der Kurs setzt sich heute fort.

Moderne polnische Städte mit westlichem Flair und Lifestyle sind Krakau und Warschau, auf dem Land ist es idyllisch. Mehr und mehr Erwerbslose ziehen aus ländlichen Gebieten in die Stadt. Dieser Trend führt in den Städten zu deutlich höherem Wettbewerb am Arbeitsmarkt.

Polens Wirtschaft wächst

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (kaufkraftbereinigt) lag im Jahr 2013 bei 21.118 USD. Die Zahl klingt besser, als es ist, denn mit relativ hohen Lebenshaltungskosten kommt Polen damit nur auf Platz 49 weltweit. Wer auswandert, um in Polen finanziell bessergestellt zu sein als in Deutschland, muss die passende Arbeit suchen. Der polnische Durchschnittsverdienst ermöglicht ein materiell bescheideneres Leben als in Deutschland.

Die Lohnentwicklung verläuft steil, die Lebenshaltungskosten haben sich aber auch dramatisch erhöht und haben bald deutsches Niveau. In den nächsten Jahren ist bei den Kosten wie Löhnen im Rahmen der EU Angleichung mit einem Anstieg zu rechnen. Mehr zu Einreise und Arbeit in Polen.

Auswandern nach Polen - in was für ein Land brechen Sie da eigentlich auf? Polen hat 40 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt und mit 1,73 Millionen Einwohnern größte polnische Metropole ist Warschau. 28 Prozent der Polen arbeiten in der Landwirtschaft, 26 Prozent in der Industrie und mit 45 Prozent nahezu die Hälfte im Dienstleistungsgewerbe. Diese nüchternen Zahlen zeigen die Kontraste Polens aber auch den Strukturwandel zu einem modernen Wirtschaftsland.

Der Dienstleistungssektor wird daher in den nächsten Jahren der stark wachsende sein, während in Landwirtschaft und Industrie Stellen abgebaut werden. Gute Nachricht für deutsche Auswanderer: Polnisch sprechen ist im Beruf nicht überall erforderlich. Dies liegt an der wirtschaftlichen Beziehung zu Deutschland sowie den Wirtschaftsbeziehungen zu deutschsprachigen Ländern. Und auch daran, dass viele Polen des Deutschen mächtig sind. Dennoch: wenn Sie nicht nur zum Arbeiten in das Land gehen, gibt es keine Alternative dazu, die Landessprache zu lernen. Denn bedenken Sie: der Alltag wird ohne zumindest Grundkenntnisse der polnischen Sprache belastend sein.

Deutsche Einwanderer sollen - notwendige Qualifikation vorausgesetzt - gute Chancen auf Management- und Führungsstellen haben.

Polens neues Selbstbewusstsein

Kaczynski suchte die Zukunft Polens an der Seite der Amerikaner: Polnische Soldaten zogen in den Irak, Abwehrraketen sollten im Land stationiert werden. Donald Tusk hat die Lehren aus den großen Versprechen, die nicht gehalten wurden, gezogen. Seine Amtsnachfolgerin Ewa Kopacz kommt ebenfalls von der Bürgerplattform (poln. Platforma Obywatelska), einer als liberal und konservativ eingetuften Partei.

Einreisebestimmungen

EU-Bürger können ohne politische Barrieren nach Polen auswandern. Zur Einreise genügt ein gültiger deutscher Personalausweis oder Reisepass. Allerdings hat Polen die Freizügigkeit der EU begrenzt: es wird eine Arbeitserlaubnis benötigt. Personen, die Arbeit suchen, werden von polnischen Arbeitsmarktservices unterstützt.

Skyline von Warschau lockt zum AuswandernEin Aufenthalt ist ohne Visa für 90 Tage in 6 Monaten möglich. Wollen Sie länger bleiben, benötigen Sie eine Erlaubnis. Und der deutsche Einwanderer benötigt in Polen eine Arbeitserlaubnis. Diese kann in Polen beim Arbeitsamt beantragt werden und gilt für 6 bis 12 Monate.

Ihr erster Schritt sollte sein: kontaktieren Sie die polnische Botschaft in Berlin. Dort erfahren Sie alle Details zum Arbeitsvisum. Vorteil: Wenn Sie dann in Polen sind, müssen Sie sich um Verwaltung und Bürokratie nicht mehr kümmern.

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Kommentare

Ihr seid zwei junge Menschen, die durch Ihre Eltern das Auswanderungsverfahren schon kennen gelernt haben.
Bei eurer qualifizierten Ausbildung habt Ihr mehrere Länder zur Auswahl.
Vietnam sucht euch... aber ist nicht so einfach mit der Einreise.
Uruguay ist euer Land!!! Wie überall gibt es auch da ein paar Bedingungen, aber die sind Nonsens und leicht zu bewältigen.
Ihr habt alles dafür und werdet bestimmt Landesbekanntheiten, wenn Ihr den Mut habt, den eure Eltern hatten.
Diese vielleicht aus Verzweiflung...Ihr aus Bildung und Mut.
Erkundigt euch über Uruguay und seine Einreisebestimungen und Ihr werdet sehen....easy!!!
Lest meine Nachricht nicht nur einfach, sondern denkt mal drüber nach und zwar langfristig.
Hier in Europa haben Menschen in eurem Alter für ca. die nächsten ca. 20 Jahre keine Möglichkeit mehr frei Ihren Interessen und Fähigkeiten gemäß eingesetzt zu werden.
Wenn Ihr großzügig zu euch selbst seit, werdet Ihr merken, das Europa (EU) auf der Verliererliste für die nächsten laaaangen Jahre steht.
Alles Gute euch beiden..und lasst euch Zeit.
Gruss an euch

Hallo zusammen

Ich bin gebürtiger Pole 24 Jahre alt. Bin aber mit 4 Jahren mit meinen Eltern nach Deutschland ausgewandert. Bin Informatiker mit zahlreichen Qualifikationen und Zertifikaten im Bereich Serveradministration und Anwendungsentwicklung. Meine Freundin, beide Eltern Polen ( auch ausgewandert ), sie aber in Deutschland geboren macht gerade ihren Magister in Allgemeiner Sprachwissenschaft, Italienisch und Französich. Sie spricht 5 Sprachen auf Muttersprach-Niveau.

Wir fahren jedes Jahr für 2-3 Wochen nach Polen, unsere sehr zahlreiche Familie dort besuchen. Vor allem Danzig hat es uns schwer angetan.

Jetzt meine Frage
Weiss jemand, wie die Jobchancen in diesen beiden Branchen aussehen und ob jemand Tipps für mich hätte betreffend Danzig ?

Danke, Knut, für Ihre treffende Aussage!

Ich frage mich nur: woher der Gast, geographisch und historisch gesehen, kommt, wo er/sie lebt?
Denn um dieser Meinung zu kommen, musste man selber in tiefster intellektueller Provinz stecken.

(Warum bleiben eigentlich die Verfasser solcher Beiträge immer Anonym?)

Viele Grüße,
Agnieszka

Seit zwei Jahren sind meine Frau-gebürtige Polin-und ich von Stuttgart kommend nach Gdansk umgezogen.
Ich sehe das inzwischen auch so, daß man gute und weniger gute Erfahrungen hier machen kann und auch zwangsläufig machen wird...
Anfänglich bin ich in so manches Fettnäpfchen getreten, wohl auch darum, weil ich in der Beurteilung der sozialen, kulturelle, finanziellen Unterschiede zwischen Deutschland und Polen mich oft unsensibel und überheblich gezeigt habe.
Wenn die Polen sich verbal über so manche Ärgernisse hier auslassen, hört man am besten nur zu, denn sobald man-auch wenns das Gleiche ist ausspricht ,wird man schief angesehen...
Polen ist auf dem Weg nach dort wo Deutschland schon lange ist, aber es bleibt die Frage, ob das erstrebenswert ist?!

ich kann ihnen nur zustimmen...genau diese erfahrungen haben wir hier auch gemacht...
man wird hier nur ausgenommen sprich ..gemolken.. und betrogen...

Könnte Jemand ,vielleicht, den Begriff : " echte Polin" übersetzen...?
Geht es um eine bescheidene, unterordnete ihrem Ehemann gute Köchin, die geprügelt wird, und schweigt, weil sie sich schämt, oder keine finanzielle Möglichkeiten hat, der Mann, der Mal liebevoll war, dem sie vor dem Gott geschworen hat, zu verlassen...? Die zu viele Kinder geboren hat, weil ihre Mann " Lust hatte" oder betrunken war...?

Oder reden wir vielleicht über eine moderne Frau mit Ansprüchen, die sich gerne verwohnen lässt, aber genau so gerne zupackt, weil :Geld, Geld...Die ein Auto, Haus ...heiratet und dulltet einen ausländischen Ehemann auf ihre Seite, so lange er funktioniert...Die bei zahlreichen Putzstellen genug verdient, um während des Heimaturlaubs angeben zu können und ihren Verwanten mit Sperrmüll , eventuell " 1 Euroshops-Geschenken " glücklich zu machen. Ihre bruchhafte, wirklich peinliche Deutschkenntnisse stören Keinen...
°°°Wenn ich jemanden schockiert habe, na, ja, dass hatte ich vor...
Ich bin wahrscheinlich eine "echte Polin" ( ha! ha! ha! ) mit meiner scharfer Zunge
P.S. Als nicht dumme, nicht provintionelle, nicht katholische Polin habe ich andere Erfahrungen gemacht, während des Leben auf der Polnischer Provinz.
Dummheit ist überall vorhanden...
Ich bin froh aus diesen ( psst! dieses? diesem?...no, cholera nie wiem...), gestossen zu haben.
ich grüsse Alle Offene und Denkende, bis bald,
Frau Alicja
P.S Ich kenne noch einige "echte..."

ich bin vor knapp 10 jahren nach polen zurückgekehrt bin geburtiger pole habe 5 jahre in deutschland gelebt bin dann zurückgekehrt mit kapital das ist das wichtigste was ihr in polen braucht. Ich lebe sehr gut in polen sogar besser als manch ein deutscher dank meiner eigenen firmen im sicherheitsbereich habe ich ein garantiertes einkommen von mindestens 9500 z?oty wenn es gut läuft sogar mehr auf jeden fall bei einer firmengründung müsst ihr knallhart sein auch eure geschäftspartner unter druck setzen wenn es auch sein muss dann mit gewalt (hatte die erfahrung gemacht)und noch was investiert eure gewinne in andere firmen das bringt euch eine absicherung ich hab es auch gemacht wie gesagt 9500 das sehr viel in polen das bekommen nichtmal akademiker. Ich habe mehere firmen in polen und der ukraine.
Polen ist ein sehr gutes land um reich zu werden :D

Ich bin gebürtiger Schlesier und fühle mich in Deutschand gar nicht heimisch.Immer wenn ich den Leuten erzähle, dass ich deutschstämmiger Aussiedler bin, dann schauen die mich so verdutzt an, als würde ich denen was vom Pferd erzählen. Die Ausländer sind noch mehr begriffsstutziger, die denken ich möchte mich hervorheben und deshalb provozieren und beschimpfen sie mich aufs Allerübelste. Ich würde gern nach Schlesien ziehen, aber dort werden die Deutschstämmigen ebenfalls diskriminiert. Angefangen bei den Medien, sie haben überhaupt keinen Zugang, abgesehen von den ein paar Radiosendungen und einer TV-Sendung, die man AliBi-mäßig ausstrahlt. Das Schulsystem ist ein Desaster, es gibt zwar bilinguale Schulen, aber die gibt es auch polenweit, also auch da wo keine Deutschen wohnen. Das Abitur in deutscher Sprache abzulegen ist nicht möglich.

Es mutet schon grotesk an, wenn Vorstände der Deutschen in Polen, des deutschen nicht mächtig sind und überhaupt kein Deutsch sprechen. Wenn repräsentieren sie denn da noch ?
Natürlich kann man Schlesien nicht mit Südtirol vergleichen, denn Polen ist erst seit 1990 eine Demokratie, aber den Vergleich mit Rumänien muss sich Polen gefallen lassen. Und da ist das ärmere Rumänien, was Minderheitenrechte angeht meilenweit voraus, obwohl Rumänien mit Deutschand historisch nie was am Hut hatte.
Das ist schon schlimm, wenn man sich nirgendswo heimisch fühlt, aber das geht sicherich vielen meiner Landsleute so!

Deine schlechte Erfahrungen tuen mir als Pole leid. Ich wohnte lange 10 Jahre in Deutschland wo am Ende des Monats zwar viel mehr Geld geblieben war , aber ich konnte dort leider - auch als deutscher Staatsbürger ( Pommer )- nicht klar kommen. Mein Arbeitstag dauerte sehr oft 12- 14 Stunden täglich. Davon hat mein Arbeitgeber ganze 8 Stunden bezahlt. dein Zitat

" Im Ergebnis wurden wir nur „gemolken“ und teilweise auch heftigst bestohlen ". Vielleicht hast die falschen getroffen und wenn es ums Geld geht, nicht immer ist es so rosig. Bei mir hat es in Polen irgendwie geklappt, obwohl mit dem Geld ganz bescheiden und sogar oft am Limit. Aber das beste ist, ich tue das was ich immer wollte und bin bei der Familie. Mein Arbeitstag plane ich jetzt selber. Keiner muss mich motivieren oder steht über mich und guckt auf die Finger. Jedenfalls ist hier anders als in Deutschland- manche Seiten des Lebens schlechter manche besser- man muss sich einfach darauf einstellen. Das Risiko muss man in Kauf nehmen.

Die beste Variante ist - man... nehme mindestens 50.000 Euro und und und.
Wenn es aber um dein Vertrieb geht versuch mal vielleicht mit uns - man soll immer zwei mal probieren. Grüsse

Jedem der nach Polen auszuwandern gedenkt können wir nur raten sich diesen Schritt reiflichst zu überlegen.
Wir haben ausreichend Erfahrungen (durchgängig schlechte !) gemacht.
Fast 3 Jahre haben wir versucht in Polen eine Vertriebsfirma aufzubauen. Dazu haben wir 30.000 EURO in die Hand genommen. Wir haben die Firma mittlerweile wieder geschlossen und haben im laufe der Zeit sehr viele andere Ausländer in Polen getroffen die dies ebenso als Ergebnis vorweisen
Die Polen die wir kennen gelernt haben (und das waren sehr viele !) sind alle nette und höfliche Menschen, aber für eine Zusammenarbeit (speziell im Vertrieb) waren alle ungeeignet. Wir mussten feststellen, dass alle nur am schnellen Geld interessiert sind. Wir hatten 2 Gehaltsstrukturen; 1. einfaches Grundgehalt mit zusätzlicher normaler Verkaufsprovision + Aufwandsentschädigung. 2. reine, aber sehr hohe Verkaufsprovision + Aufwandsentschädigung. Zur 2. Variante haben wir keinen einzigen Mitarbeiter gewinnen können. Im Ergebnis wurden wir nur „gemolken“ und teilweise auch heftigst bestohlen.
Die Bürokratie in Polen, einschließlich SUZ ist eine Katastrophe, kostet viel Zeit, Energie und Geld. Kann man sich vorstellen dass man für die Zuteilung einer EU-Steuernummer eine Gebühr zu entrichten hat ?
Wir könnten dutzende negative Fakten anführen.
Unser Fazit:
nette Menschen, aber für eine faire Zusammenarbeit reicht das nicht. Im übrigen sind wir geschäftlich auch in Rumänien, Bulgarien und Albanien aktiv. Dort sind wir sehr zufrieden und fühlen uns wohl.

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