Auswandern nach Polen

Polen: Blick auf das alte Breslau

Das Auswandern nach Polen ist mittlerweile für 8.000 Ausländer jährlich ein Thema geworden. Die Wirtschaft zeigt ein gutes Wachstum auf. Dieses übersteigt das der östlichen Nachbarn (Russland, Ukraine, Weißrussland) bei weitem. Seit Jahren liegt Polen in der TopTen der Zielländer der Deutschen.

Steckbrief: Polen in Zahlen

DatenKommentar
Amtssprache: Polnisch--
Hauptstadt: Warschaugrößte Stadt Polens: 1,7 Mio. Einwohner
Fläche: 312.679 km²--
Einwohnerzahl: 38.562.000(2015)
Bevölkerungsdichte: 123 Einw. je km²(Deutschland: 230/km²)
BIP je Einwohner: 13.394 USDnominal, #56 weltweit
Human Development Index: 0,834#35 weltweit
Deutsche im Land: 120.000Ausländer und "Eingeborene"

Die polnische Mentalität

Ich stolperte bei Recherchen zufällig über einen Satz, der meines Erachtens die Mentalität der Polen treffend zeigt. Trommelwirbel, jetzt kommt's: "Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist Polen das zweiundzwanzigstreichste Land der Erde mit der einundzwanzigsthöchsten Kaufkraftparität." (Danke, Wikipedia!) Die Polen sehen eben immer das volle Glas.

Arbeit und Leben in Polen

Es gibt viele Gegensätze in Polen. Die Arbeitslosenquote ist knapp zweistellig (10%, Stand 2016). Die liberale Regierung Tusk schlug einen Weg ein, um Polen in der EU zu stärken. Sie zeigte auch international ein lange vermisstes Selbstbewusstsein. Der Kurs setzte sich mit den folgenden Regierungen fort.

Moderne polnische Städte mit westlichem Flair und Lifestyle (und Preisniveau!) sind Krakau und Warschau, auf dem Land ist es idyllisch. Mehr und mehr Erwerbslose ziehen aus ländlichen Gebieten in die Stadt. Dieser Trend führt in den Städten zu deutlich höherem Wettbewerb am Arbeitsmarkt. Lesen Sie weiter: In Polen leben - Wohnungsmarkt, Arbeitsmarkt, Steuern, Auto und Verkehr

Warschau: Palast der Kultur und Wissenschaft
Warschau: Palast der Kultur und Wissenschaft. Die Warschauer nennen ihn "Stalintorte"; heute steht er unter Denkmalschutz (der Palast, nicht der Diktator). Im Hintergrund die Hochhäuser von heute.

Freunde und Familie

In Polen ist der Namenstag mindestens so wichtig wie der Geburtstag. Der Namenstag ist der Gedenktag (steht im Kirchenkalender) des Namenspatrons: Der Heilige, dessen Namen eine Person trägt. Sobald Sie mit Polen per Du sind, sollten Sie diese Feier ebenso wichtig nehmen. Kleiner Tipp: Greifen Sie sich einen Notizkalender und notieren die Namenstage Ihrer Freunde. Glückwünsche werden erwartet, kleine Geschenke sind gern gesehen.

Meinungsumfragen ergeben, dass die Familie für Polen der wichtigste Wert ist. Die Scheidungsrate ist im Europavergleich niedrig. Katholizismus ist weit verbreitet.

Polen und die Europäische Union

Polen ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union. Den Euro hat Polen noch nicht eingeführt, obwohl das eine vertraglich zum anderen gehört. Janusz Piechocinski äußerte, "Wir werden frühestens 2020 der Eurozone beitreten." (F.A.Z. vom 29.03.2017) Regierungschefin Beata Szydło hatte in der Vergangenheit moniert, dass der krisenanfällige Euro für Polens Stabilitäterwartungen zu riskant sei. Und das gegenüber Angela Merkel! Diese Skepsis überrascht, da andererseits die Geldspritze der EU nach Polen so viel Geld pumpt wie sonst nirgendwohin. Polen ist der größte Netto-Empfänger: 9,5 Mrd. Euro kamen in 2015 aus Brüssel, vor Tschechien (5,7 Mrd. Euro) und Rumänien (5,2 Mrd. Euro). Skandalös ist hierbei höchstens die Brüsseler Umverteilungswut.

Solche Zahlen ändern am Leben der kleinen Leute nichts. Die Gelder wandern vielleicht in Naturschutzgebiete, Autobahnen, Gewerbeparks oder betonierte Feldwege - in Projekte, die Touristen und Investoren bringen sollen. Und darum ist der weise Rat an Auswanderer: Rede nicht über Politik.

Polens Wirtschaft wächst

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (kaufkraftbereinigt) lag im Jahr 2013 bei 21.214 USD. Die Zahl klingt besser, als es ist, denn mit relativ hohen Lebenshaltungskosten kommt Polen damit nur auf Platz 49 weltweit. Wer auswandert, um in Polen finanziell bessergestellt zu sein als in Deutschland, muss die passende Arbeit suchen. Der polnische Durchschnittsverdienst ermöglicht ein materiell bescheideneres Leben als in Deutschland.

Löhne und Lebenshaltungskosten

Die Lohnentwicklung verläuft steil, die Lebenshaltungskosten haben sich ebenfalls dramatisch erhöht und haben bald deutsches Niveau. In den nächsten Jahren ist bei den Kosten wie Löhnen im Rahmen der EU Angleichung mit einem Anstieg zu rechnen. Mehr zu Einreise und Arbeit in Polen.

Um besser zu verstehen, was es heißen soll, dass die Lebenshaltungskosten annähernd deutsches Niveau haben, einige Zahlen. Polen hat den gesetzlichen Mindestlohn eingeführt. Im Vorjahr lag er bei 1.850 Zloty, das entspricht 451,- Euro. Bereinigt man die Summe nach den Kaufkraftunterschieden (in Polen gibt es für 1 Euro mehr als in Deutschland für 1 Euro zu haben ist), sind wir bei 750,- Euro. Also nochmal: Mindestlohn sind 1.850 Zloty, der Durchschnittslohn liegt bei 3.982 Zloty (ca. 1.000 Euro). Mietpreise: Im Landesdurchschnitt kostet die Einzimmer-Wohnung 900 bis 2100 Zloty, Zweizimmer-Wohnungen sind für 1100 bis 2500 Zloty zu haben. Das sind zwischen 260 bis 600 EUR. Die Preise schwanken von Stadt zu Land und von modernisierter Innenstadt zu Stadtrand. So ist dem Auswanderer nur zu raten, sich die zukünftige Wohngegend genau vor Ort anzusehen. Wie das geht? Am besten mit einem gut geplanten Erkundungsbesuch. Denn Durchschnittspreise taugen wenig, wenn sie, wie hier, über 50% schwanken.

Altstadt von Danzig
Danzig bei Nacht. In der Bildmitte das Krantor, Wahrzeichen der Stadt Danzig.

Was erwartet den Auswanderer?

Auswandern nach Polen - in was für ein Land brechen Sie da eigentlich auf? Polen hat 38 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt und mit 1,74 Millionen Einwohnern größte polnische Metropole ist Warschau. Ethnisch betrachtet ist Polen ein sehr homogenes Land. 97% der Bevölkerung sind Polen. Die größten nationalen Minderheiten sind Deutsche, Ukrainer und Weißrussen - alles im Promillebereich. Deutsche Auswanderer ohne Familie in Polen haben wahrscheinlich einen schweren Stand. Denn die Kehrseite der homogenen Bevölkerung ist: Niemand ist an Ausländer im Nachbarhaus gewöhnt. Und wenn es dann gerade ein Deutscher ist ...

1. Trends in der Wirtschaft

28 Prozent der Polen arbeiten in der Landwirtschaft, die aber nur 3,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet. Das ist keine polnische Spezialität, sondern eine der Branche; in den meisten Ländern ist das Verhältnis ähnlich. 26 Prozent arbeiten in der Industrie und mit 45 Prozent nahezu die Hälfte der Erwerbstätigen im Dienstleistungsgewerbe.

Diese nüchternen Zahlen zeigen die Kontraste Polens, aber auch den Strukturwandel zu einem modernen Wirtschaftsland. Der Dienstleistungssektor wird daher in den nächsten Jahren der stark wachsende sein, während in Landwirtschaft und Industrie Stellen abgebaut werden.

Bekannte Internetunternehmen haben Niederlassungen in Polen, unter anderem Amazon, Google und Microsoft. Auch wenn das im Arbeitsmarkt kaum aufällt, bringen solche Niederlassungen viel fürs Image des Standortes. Weniger aufsehenerregend, dafür in der Bilanz erfreulich sind die engen wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland und Österreich (Nr.3 für Auswanderer).

Deutsche Einwanderer sollen - notwendige Qualifikation vorausgesetzt - gute Chancen auf Management- und Führungsstellen haben.

2. Polnisch als Fremdsprache

Gute Nachricht für deutsche Auswanderer: Polnisch sprechen ist im Beruf nicht überall erforderlich - aber besser leben Sie, wenn Sie die Sprache beherrschen. Ein Polnisch-Sprachkurs hilft. Ansonsten ist Englisch die erste Fremdsprache für Polen. Obwohl viele Polen jahrelang in der Bundesrepublik oder weiter im Westen arbeiten, sprechen sie wenig Deutsch. Die, die ich kennengelernt habe, verstehen manchmal sehr viel und kurz darauf kein Wort Deutsch. Seltsam :) Wer auswandert, sollte sich also nicht darauf verlassen, dass Polen des Deutschen mächtig sind. Und er sollte es zugleich nie ganz ausschließen. Kurz und gut: Wenn Sie nicht nur zum Arbeiten in das Land gehen, gibt es keine Alternative dazu, die Landessprache zu lernen. Denn bedenken Sie: der Alltag wird belastend sein, wenn Sie nicht zumindest Grundkenntnisse der polnischen Sprache haben.

Polen für Expats

Für Auslandsarbeiter empfehlen sich Warschau und die Großstädte Stettin, Danzig und Breslau. Dort sind die internationalen Unternehmen, dort finden deutsche Expats die besten Stellen und eine dazu passende Umgebung.

Polen für Rentner

Ganz Polen ist attraktiv, wenn Sie Polnisch sprechen und/ oder Familie in Polen haben. Für den Rest der Deutschen schlage ich die grenznahen Gebiete vor. Warum? Es sind höchstens 40 Kilometer bis nach Deutschland. Das ist gut für manche Einkäufe oder falls Sie einen deutschen Arzt aufsuchen wollen. Im Grenzgebiet gibt es viele Pendler und Grenzgänger und darum sprechen dort viele Polen Deutsch.

Einreisebestimmungen

EU-Bürger können ohne politische Barrieren nach Polen auswandern. Zur Einreise genügt ein gültiger deutscher Personalausweis oder Reisepass. Allerdings hat Polen die Freizügigkeit der EU begrenzt: Es wird eine Arbeitserlaubnis benötigt. Personen, die Arbeit suchen, werden von polnischen Arbeitsmarktservices unterstützt.

Aufenthaltserlaubnis, Arbeitserlaubnis

Ein Aufenthalt ist ohne Visa für 90 Tage möglich. Wollen Sie länger bleiben, benötigen Sie eine Erlaubnis. Wenn der Aufenthalt länger als 3 Monate dauert, ist der EU-Bürger verpflichtet, seinen Aufenthalt registrieren zu lassen. Der Antrag auf die Registrierung des Aufenthalts ist persönlich (!) im Büro des zuständigen Woiwoden zu stellen. Der entspricht in etwa dem Ministerpräsidenten eines Bundeslandes in Deutschland - großer Bahnhof für einen kleinen Verwaltungsakt. Im Amt ist zur Feststellung der Identität Reisepass oder Personalausweis vorzulegen. Arbeitnehmer benötigen außerdem einen Beschäftigungsnachweis oder schriftliche Zusage des Arbeitgebers über die Einstellung.

Um in Polen arbeiten zu können, benötigt der Einwanderer eine Arbeitserlaubnis. Diese kann in Polen beim Arbeitsamt beantragt werden und gilt für 6 bis 12 Monate.

Ihr erster Schritt sollte sein: kontaktieren Sie die polnische Botschaft in Berlin. Dort erfahren Sie alle Details zum Arbeitsvisum. Vorteil: Wenn Sie dann in Polen sind, müssen Sie sich weniger um bürokratische Fragen kümmern.

Bevor Sie losziehen

Ich weiß, es geht beim Auswandern um mehr als um Geld. Aber da man Geld genau zählen kann, bleibe ich doch mal nur dabei. Und stelle die Frage: Welches Land ist das billigste in der EU, wenn man Mieten, Lebensmittel, Restaurant - alles zusammen nimmt? Das billigste Land in der EU ist dann Bulgarien (mehr im Interview): Dort bezahlen die Menschen nicht einmal halb so viel, wie im EU-Durchschnitt. Platz Zwei geht an Polen - hier liegt das Preisniveau bei 58 Prozent des EU-Durchschnitts. Danach folgen Ungarn und Tschechien.

Webtipps

letzte Bearbeitung: 30.03.2017

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Kommentare

Ihr seid zwei junge Menschen, die durch Ihre Eltern das Auswanderungsverfahren schon kennen gelernt haben.
Bei eurer qualifizierten Ausbildung habt Ihr mehrere Länder zur Auswahl.
Vietnam sucht euch... aber ist nicht so einfach mit der Einreise.
Uruguay ist euer Land!!! Wie überall gibt es auch da ein paar Bedingungen, aber die sind Nonsens und leicht zu bewältigen.
Ihr habt alles dafür und werdet bestimmt Landesbekanntheiten, wenn Ihr den Mut habt, den eure Eltern hatten.
Diese vielleicht aus Verzweiflung...Ihr aus Bildung und Mut.
Erkundigt euch über Uruguay und seine Einreisebestimungen und Ihr werdet sehen....easy!!!
Lest meine Nachricht nicht nur einfach, sondern denkt mal drüber nach und zwar langfristig.
Hier in Europa haben Menschen in eurem Alter für ca. die nächsten ca. 20 Jahre keine Möglichkeit mehr frei Ihren Interessen und Fähigkeiten gemäß eingesetzt zu werden.
Wenn Ihr großzügig zu euch selbst seit, werdet Ihr merken, das Europa (EU) auf der Verliererliste für die nächsten laaaangen Jahre steht.
Alles Gute euch beiden..und lasst euch Zeit.
Gruss an euch

Hallo zusammen

Ich bin gebürtiger Pole 24 Jahre alt. Bin aber mit 4 Jahren mit meinen Eltern nach Deutschland ausgewandert. Bin Informatiker mit zahlreichen Qualifikationen und Zertifikaten im Bereich Serveradministration und Anwendungsentwicklung. Meine Freundin, beide Eltern Polen ( auch ausgewandert ), sie aber in Deutschland geboren macht gerade ihren Magister in Allgemeiner Sprachwissenschaft, Italienisch und Französich. Sie spricht 5 Sprachen auf Muttersprach-Niveau.

Wir fahren jedes Jahr für 2-3 Wochen nach Polen, unsere sehr zahlreiche Familie dort besuchen. Vor allem Danzig hat es uns schwer angetan.

Jetzt meine Frage
Weiss jemand, wie die Jobchancen in diesen beiden Branchen aussehen und ob jemand Tipps für mich hätte betreffend Danzig ?

Danke, Knut, für Ihre treffende Aussage!

Ich frage mich nur: woher der Gast, geographisch und historisch gesehen, kommt, wo er/sie lebt?
Denn um dieser Meinung zu kommen, musste man selber in tiefster intellektueller Provinz stecken.

(Warum bleiben eigentlich die Verfasser solcher Beiträge immer Anonym?)

Viele Grüße,
Agnieszka

Seit zwei Jahren sind meine Frau-gebürtige Polin-und ich von Stuttgart kommend nach Gdansk umgezogen.
Ich sehe das inzwischen auch so, daß man gute und weniger gute Erfahrungen hier machen kann und auch zwangsläufig machen wird...
Anfänglich bin ich in so manches Fettnäpfchen getreten, wohl auch darum, weil ich in der Beurteilung der sozialen, kulturelle, finanziellen Unterschiede zwischen Deutschland und Polen mich oft unsensibel und überheblich gezeigt habe.
Wenn die Polen sich verbal über so manche Ärgernisse hier auslassen, hört man am besten nur zu, denn sobald man-auch wenns das Gleiche ist ausspricht ,wird man schief angesehen...
Polen ist auf dem Weg nach dort wo Deutschland schon lange ist, aber es bleibt die Frage, ob das erstrebenswert ist?!

ich kann ihnen nur zustimmen...genau diese erfahrungen haben wir hier auch gemacht...
man wird hier nur ausgenommen sprich ..gemolken.. und betrogen...

Könnte Jemand ,vielleicht, den Begriff : " echte Polin" übersetzen...?
Geht es um eine bescheidene, unterordnete ihrem Ehemann gute Köchin, die geprügelt wird, und schweigt, weil sie sich schämt, oder keine finanzielle Möglichkeiten hat, der Mann, der Mal liebevoll war, dem sie vor dem Gott geschworen hat, zu verlassen...? Die zu viele Kinder geboren hat, weil ihre Mann " Lust hatte" oder betrunken war...?

Oder reden wir vielleicht über eine moderne Frau mit Ansprüchen, die sich gerne verwohnen lässt, aber genau so gerne zupackt, weil :Geld, Geld...Die ein Auto, Haus ...heiratet und dulltet einen ausländischen Ehemann auf ihre Seite, so lange er funktioniert...Die bei zahlreichen Putzstellen genug verdient, um während des Heimaturlaubs angeben zu können und ihren Verwanten mit Sperrmüll , eventuell " 1 Euroshops-Geschenken " glücklich zu machen. Ihre bruchhafte, wirklich peinliche Deutschkenntnisse stören Keinen...
°°°Wenn ich jemanden schockiert habe, na, ja, dass hatte ich vor...
Ich bin wahrscheinlich eine "echte Polin" ( ha! ha! ha! ) mit meiner scharfer Zunge
P.S. Als nicht dumme, nicht provintionelle, nicht katholische Polin habe ich andere Erfahrungen gemacht, während des Leben auf der Polnischer Provinz.
Dummheit ist überall vorhanden...
Ich bin froh aus diesen ( psst! dieses? diesem?...no, cholera nie wiem...), gestossen zu haben.
ich grüsse Alle Offene und Denkende, bis bald,
Frau Alicja
P.S Ich kenne noch einige "echte..."

ich bin vor knapp 10 jahren nach polen zurückgekehrt bin geburtiger pole habe 5 jahre in deutschland gelebt bin dann zurückgekehrt mit kapital das ist das wichtigste was ihr in polen braucht. Ich lebe sehr gut in polen sogar besser als manch ein deutscher dank meiner eigenen firmen im sicherheitsbereich habe ich ein garantiertes einkommen von mindestens 9500 z?oty wenn es gut läuft sogar mehr auf jeden fall bei einer firmengründung müsst ihr knallhart sein auch eure geschäftspartner unter druck setzen wenn es auch sein muss dann mit gewalt (hatte die erfahrung gemacht)und noch was investiert eure gewinne in andere firmen das bringt euch eine absicherung ich hab es auch gemacht wie gesagt 9500 das sehr viel in polen das bekommen nichtmal akademiker. Ich habe mehere firmen in polen und der ukraine.
Polen ist ein sehr gutes land um reich zu werden :D

Ich bin gebürtiger Schlesier und fühle mich in Deutschand gar nicht heimisch.Immer wenn ich den Leuten erzähle, dass ich deutschstämmiger Aussiedler bin, dann schauen die mich so verdutzt an, als würde ich denen was vom Pferd erzählen. Die Ausländer sind noch mehr begriffsstutziger, die denken ich möchte mich hervorheben und deshalb provozieren und beschimpfen sie mich aufs Allerübelste. Ich würde gern nach Schlesien ziehen, aber dort werden die Deutschstämmigen ebenfalls diskriminiert. Angefangen bei den Medien, sie haben überhaupt keinen Zugang, abgesehen von den ein paar Radiosendungen und einer TV-Sendung, die man AliBi-mäßig ausstrahlt. Das Schulsystem ist ein Desaster, es gibt zwar bilinguale Schulen, aber die gibt es auch polenweit, also auch da wo keine Deutschen wohnen. Das Abitur in deutscher Sprache abzulegen ist nicht möglich.

Es mutet schon grotesk an, wenn Vorstände der Deutschen in Polen, des deutschen nicht mächtig sind und überhaupt kein Deutsch sprechen. Wenn repräsentieren sie denn da noch ?
Natürlich kann man Schlesien nicht mit Südtirol vergleichen, denn Polen ist erst seit 1990 eine Demokratie, aber den Vergleich mit Rumänien muss sich Polen gefallen lassen. Und da ist das ärmere Rumänien, was Minderheitenrechte angeht meilenweit voraus, obwohl Rumänien mit Deutschand historisch nie was am Hut hatte.
Das ist schon schlimm, wenn man sich nirgendswo heimisch fühlt, aber das geht sicherich vielen meiner Landsleute so!

Deine schlechte Erfahrungen tuen mir als Pole leid. Ich wohnte lange 10 Jahre in Deutschland wo am Ende des Monats zwar viel mehr Geld geblieben war , aber ich konnte dort leider - auch als deutscher Staatsbürger ( Pommer )- nicht klar kommen. Mein Arbeitstag dauerte sehr oft 12- 14 Stunden täglich. Davon hat mein Arbeitgeber ganze 8 Stunden bezahlt. dein Zitat

" Im Ergebnis wurden wir nur „gemolken“ und teilweise auch heftigst bestohlen ". Vielleicht hast die falschen getroffen und wenn es ums Geld geht, nicht immer ist es so rosig. Bei mir hat es in Polen irgendwie geklappt, obwohl mit dem Geld ganz bescheiden und sogar oft am Limit. Aber das beste ist, ich tue das was ich immer wollte und bin bei der Familie. Mein Arbeitstag plane ich jetzt selber. Keiner muss mich motivieren oder steht über mich und guckt auf die Finger. Jedenfalls ist hier anders als in Deutschland- manche Seiten des Lebens schlechter manche besser- man muss sich einfach darauf einstellen. Das Risiko muss man in Kauf nehmen.

Die beste Variante ist - man... nehme mindestens 50.000 Euro und und und.
Wenn es aber um dein Vertrieb geht versuch mal vielleicht mit uns - man soll immer zwei mal probieren. Grüsse

Jedem der nach Polen auszuwandern gedenkt können wir nur raten sich diesen Schritt reiflichst zu überlegen.
Wir haben ausreichend Erfahrungen (durchgängig schlechte !) gemacht.
Fast 3 Jahre haben wir versucht in Polen eine Vertriebsfirma aufzubauen. Dazu haben wir 30.000 EURO in die Hand genommen. Wir haben die Firma mittlerweile wieder geschlossen und haben im laufe der Zeit sehr viele andere Ausländer in Polen getroffen die dies ebenso als Ergebnis vorweisen
Die Polen die wir kennen gelernt haben (und das waren sehr viele !) sind alle nette und höfliche Menschen, aber für eine Zusammenarbeit (speziell im Vertrieb) waren alle ungeeignet. Wir mussten feststellen, dass alle nur am schnellen Geld interessiert sind. Wir hatten 2 Gehaltsstrukturen; 1. einfaches Grundgehalt mit zusätzlicher normaler Verkaufsprovision + Aufwandsentschädigung. 2. reine, aber sehr hohe Verkaufsprovision + Aufwandsentschädigung. Zur 2. Variante haben wir keinen einzigen Mitarbeiter gewinnen können. Im Ergebnis wurden wir nur „gemolken“ und teilweise auch heftigst bestohlen.
Die Bürokratie in Polen, einschließlich SUZ ist eine Katastrophe, kostet viel Zeit, Energie und Geld. Kann man sich vorstellen dass man für die Zuteilung einer EU-Steuernummer eine Gebühr zu entrichten hat ?
Wir könnten dutzende negative Fakten anführen.
Unser Fazit:
nette Menschen, aber für eine faire Zusammenarbeit reicht das nicht. Im übrigen sind wir geschäftlich auch in Rumänien, Bulgarien und Albanien aktiv. Dort sind wir sehr zufrieden und fühlen uns wohl.

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